Hamburg also. Thorsten holte uns Freitag gegen 15:00 Uhr ab, dann gings nach Offenbach, Jule stieg zu und ab dann wurde es holprig. Das hat jetzt ausnahmsweise nichts mit Offenbach zu tun, vielmehr mit der Tatsache, dass Freitag Nachmittag Gott und die Welt auf den Autobahnen der Republik unterwegs ist. Mit anderen Worten: Es zog sich.
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Nach dem Aufwachen schoss mir sofort die Melodie in den Kopf, die seit einigen Monaten die Grundlage zur Huldigung unseres Fußballgottes liefert. Ja Freunde, es war kein Traum; die drei Tore von Alex Meier und das Endergebnis von 6:2 für die Eintracht gegen Köln haben auch heute noch Bestand.
Es gibt Fußballspiele, die bereits dreieinhalb Minuten nach Spielbeginn Geschichte schreiben. Der 12. September 2015 war so ein Tag – und es sollte noch besser kommen.
17.15 Anpfiff mit Beve und Frauke
Irgendwann hatte ich unbedarft zugesagt. Bus. Backstage. Auswärtsspiel. Stuttgart. Da ich nachts noch bis in die Puppen den Eintracht Museums Stand am Museumsuferfest in Schwung hielt, schlurfte ich müde aber guter Dinge die paar Meter zum Treffpunkt an der Allee, ein paar Schritte vom Backstage entfernt.
Heimauftakt der Eintracht – und auf dem Weg zum Stadion machte sich erstmals seit Monaten so etwas wie Vorfreude bemerkbar. Die Sonne beleuchtete den Tag, unter der Woche gab Alex Meier eine bemerkenswerte Kinderpressekonferenz und bei Ankunft im Museum der Eintracht überall Hallo und Gudewie. Heimspiel. Heimat.
Ich gebe es zu, ich war nicht in Wolfsburg. Auswärts ist bei mir derzeit etwas die Luft raus. Über die Autobahn zu rumpeln, nach dem teuren Eintritt abgetastet zu werden, die ewig gleichen Rituale im Bundesligazirkus, brüllende Stadionsprecher, nervige Werbung, die Einlaufzeremonie, die Maskottchen. Und nach einer Niederlage zurück nach Frankfurt. Ich mag grad nicht mehr.
Es gab eine Zeit, in der für mich drei Instanzen von eminenter Bedeutung waren. Beginnend in der Kindheit. Die Frankfurter Eintracht, die Frankfurter Rundschau und die SPD. Dagegen standen der OFC, die FAZ und die CDU. Gut und Böse, Cowboy oder Indianer, wir mussten uns entscheiden. Für Grabowski, den Schlappekicker und Willy Brandt.
Die Geschichte des Waldstadions anlässlich des 90sten Geburtstages des größten und bekanntesten Frankfurter Sportgeländes stand bei der letzten Tradition zum Anfassen, kurz TzA, im Vordergrund; eine Veranstaltungsreihe, welche das Eintracht Museum gemeinsam mit der Fan- und Förderabteilung der Eintracht zum nunmehr 34sten Male zelebrierte.
Es ist spät und dunkel, die Eintracht hatte Leverkusen mit 2:1 besiegt, Alex Meier wurde Torschützenkönig und sowohl im Stadion als auch am Gleisdreieck gefeiert, Musik, Apfelwein, Tanz und Gespräch.
Letztmals habe ich die Eintracht gegen Paderborn vor Ort gesehen, ein lässiges 4:0 ließ mich wenige Tage später beruhigt in den Flieger steigen. Seither sind sechs Spiele vergangen, die ernüchternde Bilanz: Zwei Unentschieden, vier Niederlagen.
… könnte man meinen. 4:0 gegen Paderborn hieß es nach 90 Minuten Bundesligafußball im Frankfurter Waldstadion. Die Eintracht konnte den SC erstmals im vierten Spiel besiegen und bestätigte ihre hervorragende Heimbilanz.


