Da mir Dominik von den Kumpanen noch unter der Woche beim großen Anton Hübler Abend zwei Tickets mitgebracht hatte, hieß es am Samstagmorgen wieder einmal: Pia, Beve, Golf, aufstehen – es geht los. Das hieß es auch für Christian, den wir um halb elf am Alleenring aufgabelten und so rollten wir guter Dinge über die Miquelallee und die A66 in Richtung A5, Richtung Süden. Der Tag versprach verheißungsvoll zu werden, die Sonne begann, uns zu begleiten und aus dem Autoradio pluggerte der Soundtrack zum erhofften Auswärtssieg in Sinsheim: The Raveonettes, Rummelsnuff oder die Black Eyed Peas, deren Song I gotta feeling vor gar nicht so langer Zeit, einen interessanten Flashmob auf die Beine stellte. Jetzt bin ich weder ein Fan von Flashmobs noch von den Black Eyed Peas, aber diese Szenerie fand ich schon beeindruckend. Zum Ausgleich rockten später die Foo Fighters. Leider muckte dann der CD-Player und weigerte sich beharrlich, die letzten Lieder einer CD abzuspielen; so musste ich schweren Herzens auf Rainald Grebes Version des Goldenen Zitronen Klassikers Für immer Punk verzichten. 14 Kilometer Baustelle bis Darmstadt. Weiterlesen
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Über 40 Jahre lang war er bei der Eintracht, erlebte 23 Trainer und Hunderte von Spielern – und hat sogar seinen eigenen Fanclub. Toni Hübler. In Ungarn geboren aber im Alter von sieben Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland ausgewandert, erzählte im Museum der Eintracht freimütig aus seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt. Der Vorraum war proppenvoll, Eintracht-Reporter-Legende Wolfgang Avenarius war ebenso erschienen, wie der langjährige Eintrachtfan und Riederwald-Architekt Karl Heinz Fleckenstein samt Gattin oder der Vorsitzende des Fördervereins des Museums, Hans-Peter Griesheimer. Natürlich waren auch Mitglieder des Fanclubs Kommando Anton Hübler zu Gast; auch Eintracht-Onlive-Archivar Frank Gotta schaute vorbei und mit ihm der Mann für alle Geschichten, Kid Klappergass. Und als Toni Hübler zu erzählen begann, zog er alle in seinen Bann. Weiterlesen
Die Sonne lacht, es ist ein schöner Tag, Zeit für einen Ausflug – über den Main hinweg nach Sachsenhausen. Im Museumspark flammender Protest der Freunde des Museumsparks gegen die geplante Abholzung von vierzig Bäumen zu Gunsten eines überdimensionalen Museumsneubaus; dahinter verläuft die Schweizer Straße – und liegt im Schatten. Kurz hinter dem Schweizer Platz – oder vor, je nachdem woher man kommt, überquert die Schwanthaler Straße die Schweizer. Altbauten reihen sich dicht an dicht, früher gab es hier an der Ecke Stegstraße das Cafe Gaggia – eine Oase der Langhaarigen, heute bietet dort eine Versicherung ihre Dienste an. Kurz vor Ecke zur Schweizer, der hochmütigen aber in die Jahre gekommenen Diva der Stadt, hat sich die Worscht Company etabliert. Weiterlesen
Am 13. April begrüßen wir den ehemaligen Zeugwart Anton Hübler im Eintracht Frankfurt Museum.
„Sir Anton“ war mehr als 40 Jahre am Riederwald aktiv, und wenn er die Eintracht nicht erklären kann, wer dann? Seit 1995 im Ruhestand ist Toni bis heute für viele der Inbegriff der Eintracht. Er kennt unzählige Geschichten, doch nie kommt ein böses Wort über einen ehemaligen Funktionär oder Spieler über seine Lippen. Seine bewundernswerte Loyalität und seine Bescheidenheit sind sicher auch Gründe dafür, dass der heute 81-Jährige auch 2011 seinen eigenen, sehr aktiven, Fanclub hat.
Start: 19.30 Uhr
Eintritt: 5,00 Euro, erm. 3,50 Euro
Es ist eine Geschichte, die erzählt werden muss – auch wenn sie nur bei Eintrachtlern und auch da nur bei einigen zu einem breitem Grinsen führte oder führen wird. Als Friedhelm Funkel in seiner letzten Saison bei der Eintracht bei vielen Fans in Ungnade gefallen war, da wurden diejenigen, die nicht alles schlecht sahen was unter seiner Ägide passierte, gerne als Funkelschrein-Besitzer bezeichnet. Unterstellt wurde eine Glorifizierung des Trainers und Kritiklosigkeit. Die Geschichte ist bekannt; Michael Skibbe wurde dessen Nachfolger, bescherte uns einige denkwürdige Siege und eine noch denkwürdigere Talfahrt, die ihm nach 18 Monaten den Job kostete. Christoph Daum übernahm die Eintracht. Friedhelm Funkel aber ging zunächst nach Berlin, um mit einer Hertha abzusteigen, die wohl nicht zu retten war. Nun trainiert er den VfL Bochum und schickt sich an, womöglich zum sechsten Mal in die erste Liga aufzusteigen – nach einer durchwachsenen Startphase ist der VfL seit 16 Spielen ungeschlagen. Weiterlesen
Eintracht Frankfurt, das ist sicherlich in erster Linie Bundesligafußball – aber auch ein Verein, der seit 112 Jahren das Stadtleben in Frankfurt erheblich mitbestimmt – und dieser Verein besteht aus Menschen, die ihn prägen. Einer von ihnen war Alexander Loulakis, bis zuletzt trotz angegriffener Gesundheit immer wieder Gast im Museum der Frankfurter Eintracht; so auch bei der Eröffnung im November 2007. Nun ist er in der Nacht vom 3. auf 4. April 2011 gestorben. Horst Reber, der die Eintracht schon lange journalistisch begleitet, hat einen bewegenden Nachruf geschrieben, wie er es auch schon vor wenigen Monaten im Falle des Todes des Moderators Hans-Joachim Rauschenbach würdevoll getan hatte und auch Kid erinnert an das Leben und Wirken von Alexander Loulakis, der nicht nur der Manager der Meistermannschaft war, sondern auch Ehrenspielführer der Tennis-Abteilung und Besitzer der wohl größten Schellackplattensammlung Deutschlands. 86 Jahre ist er alt geworden. Das Foto zeigt ihn bei der Eröffnung des Eintracht Museums neben dem Ehrenspielführer Alfred Pfaff, der im Dezember 2008 voraus gegangen war.
Heute ist der Tag einer Premiere. Schon häufiger bin ich daran vorbei gefahren, doch erst Pias Hinweis gibt den finalen Schubs. Bislang ignorierte ich Curry deLuxe mehr oder minder aus dem einfachen Grunde, weil es mir für ne Currybude zu stylish daher kam. Hier, Ecke Oeder Weg/Jahnstraße wartet seit einigen Jahren eine Melange zwischen Restaurant und Imbiss auf die hungrigen Mägen. Und auch hier gibt es die Möglichkeit, draußen zu sitzen. Im Curry deluxe konzentriert sich vieles auf die Currywurst. Die Speisekarte bietet etliche Optionen; von den Klassikern Brat- und Rindswurst über die Berliner bis hin zur Odenwälder Kartoffelbratwurst ist alleine schon das Wurstsortiment äußerst vielfältig. Zehn verschiedene Soßen stehen ebenso zur Auswahl wie sieben verschiedene Schärfegrade – dies ergibt insgesamt ein paar Hundert Kombinationen. Hinter dem Bestelltresen an der Wand türmen sich Berge von Pommes. und auch an den Nachwuchs wurde gedacht; ein Kinderteller kann geordert werden. Für mich stellt sich die Frage: Was tun? Weiterlesen
Da Pia am Sonntag einen Ausflug geplant hatte, stellte sich mir die Frage: Was tun? Nachdem schon der Samstag morgen mit strahlender Sonne lockte und der neue Trainer Christoph Daum mit seinem Co Roland Koch in den letzten Wochen der Eintracht womöglich neues Leben eingehaucht hatte, verfiel ich auf die Idee, vielleicht doch an den Ort des Geschehens zu fahren. Also schickte ich Gabi noch am Samstag eine SMS mit der Frage, ob im Bus der Geiselgangster noch ein Platz ins schöne Wolfsburg frei wäre. Da ich während des restlichen Samstages nichts von ihr hörte, sah ich mich schon in einer überfüllten Wirtschaft hocken und bangen Blickes auf eine Leinwand starren, vielleicht mit vorangehender sonnig-chilliger Fahrradtour an der Nidda. Weiterlesen


