Ein Sammelsurium aus dem angebrochenen Leben

Kategorie: Wortwelt (Seite 27 von 28)

Beves Wortwelt

Das Historische Museum – Abriss und Neubeginn

Während das Eintracht Museum in der Nacht der Museen trotz der Niederlage gegen Köln und dem Frust allenthalben tapfer die Stellung hielt, wurde andernorts die Veranstaltung mit dem Beginn einer Abrissparty verknüpft. Das Historische Museum am Römerberg wird dieser Tage abgerissen und einem Neubau weichen müssen; nach dem Technischen Rathaus verschwindet also ein weiterer markanter Bau der späten Nachkriegsjahre, in denen Waschbeton den Ton angegeben hatte. Karl der Große, der seit 1973 vor dem Eingang Wache hielt, hat sich schon verkrümelt.

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich hier die tolle Ausstellung der Fotos der großartigen Fotografin Absiag Tüllmann gesehen. Das erste Mal allerdings bin ich Anfang der Siebziger mit meiner Grundschulklasse hier gewesen. Da war der Bau nahezu neu. Und die Eintracht selbstverständlich erstklassig. Weiterlesen

Der große Frankfurter Currywurst-Test: Heute: Teil VI – Curry Taunus 25 – Taunusstraße 25

Neulich wies mich der User BHF1/4 auf die Currybude Taunus 25 hin, die ich bis dato gar nicht kannte. Gelegen dort, wo Frankfurt am widersprüchlichsten scheint, im Bahnhofsviertel.  War noch vor einigen Jahren die Kaiserstraße der Inbegriff des Verruchten, so haben sich mit den Tagen die Banken ins Viertel gefräßt und dazu ein Wochenmarkt etabliert, dass  hier der Mercedes der Nitribitt nur bedingt auffallen würde. Parallel verläuft die ausgestoßene Schwester, die Taunusstraße. Bevölkert von Buden und Bordellen, von Junks und leichten Mädchen verbreitet die Taunusstraße noch immer das Flair, das bis in die Neunziger hinein ein Raunen verursachte, wenn man das Frankfurter Bahnhofsviertel auch nur erwähnte. Verewigt im Fußball-Schlachtruf Nutten, Crack und Spielautomaten. Weiterlesen

Tatort des Grauens

Nein, damit meine ich nicht die Commerzbank-Arena, die von Traditionalisten noch immer Waldstadion genannt wird – obwohl sie außer dem Ort nichts mehr damit zu schaffen hat. Nicht die Optik und auch nicht den Geist. Im Waldstadion hat die Eintracht  1999 mit 5:1 gegen den 1.FC Kaiserslautern gewonnen, in der Commerzbank-Arena gegen den 1.FC Köln mit 0:2 verloren. Ich bin übrigens selbst einer derer, die bis dato aus Trotz Waldstadion gesagt haben, aber darum geht es gar nicht. Es geht tatsächlich um den Tatort. Sonntag. 20:15 Uhr. ARD. Weiterlesen

Langnese 1971

Wir begeben uns in das Jahr 1971. Die Eintracht steht kurz vor dem ersten Bundesligaabstieg, erst ein tolles Tor von Bernd Nickel stößt die Tür zum Klassenerhalt weit auf. Später wird bekannt, dass Spiele der ersten Liga verschoben waren. Der Offenbacher Gemüsehändler Horst Canellas, seines Zeichens Präsident von Kickers Offenbach präsentierte an seinem 50. Geburtstag den versammelten Gästen Tonbandmitschnitte von Gesprächen, die dies belegen. Die Liga ward eine andere.

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Langnese 1970

Eiskarten vergangener Jahrzehnte verströmen so eine Art sentimentales Glück, das gerade in diesen Tagen die Welt vergessen lässt. Lasst uns eintauchen in die Zeit, in der es nur drei entscheidende Fragen gab: Adidas oder Puma? Geha oder Pelikan? Langnese oder Schöller? Fortan präsentiere ich euch googelige Netzfundstücke der Goldenen Jahre. Damals, als die Eintracht stets ungeschlagen Meister wurde. Und die Mark noch was wert war. Nämlich genau einmal Konfekt. Weiterlesen

Fuchsi Fuchs

Ich weiß, ihr wartet noch auf den zweiten Teil der Geschichte von Anton Hübler. Über den Abend von Uli Stein mit Lady Luck im Museum gab’s auch noch nichts zu lesen, geschweige denn über das Spiel der Eintracht gegen die Bayern. Bislang fehlt auch eine Vorschau auf das Spiel in Mainz, sowie ein Bericht über eine Buchvorstellung zum Frauenfußball  – als Monika Staab mit Dieter Hochgesand im Museum zu Gast waren und während eines kurzweiligen Abends das im Röschen-Verlag erschienene Werk Früchte des Traums präsentierten. Seid gnädig, habt Geduld. Vielleicht kommt ja noch was.

Statt dessen erzähle ich euch von etwas ganz anderem. Weiterlesen

Der große Frankfurter Currywurst-Test: Heute: Teil V – Frankfurter Worschtbörse – Osloer Straße

Es ist noch gar nicht so lange her, da hieß die Ecke Güterplatz und die Straße führte zur Rückseite der Festhalle und dann ins Nirgendwo. Weiter hinten dämmerten Rebstock und die Kuhwaldsiedlung, darunter dockte das Gallus an. Alles dominierend flutete die Messe das Gelände, doch seit Jahren wird gebaut. Zuerst gab es eine Allee, die Europa-Allee, darunter macht es ein Frankfurter ja nicht und dann kamen die Hotels. Zur Zeit wachsen an der Osloer Straße neben dem Messeturm die Hochhäuser gen Himmel, Bauarbeiter und Banker teilen sich die Baustellen und in der Aprilsonne liegt die Frankfurter Worschtbörse, ein zum Imbiss ausgebauter Bus mit hölzernem Wintergarten an der Seite. Ein paar Meter daneben die Freifläche zum Draußensitzen – mit Blick auf Baustellen und Banken. Frankfurterischer kann ein Blick nicht sein. Weiterlesen

Der große Frankfurter Currywurst-Test: Heute: Teil IV – Worscht Company – Schwanthaler Str. 38

Die Sonne lacht, es ist ein schöner Tag, Zeit für einen Ausflug – über den Main hinweg nach Sachsenhausen. Im Museumspark flammender Protest der Freunde des Museumsparks gegen die geplante Abholzung von vierzig Bäumen zu Gunsten eines überdimensionalen Museumsneubaus; dahinter verläuft die Schweizer Straße – und liegt im Schatten. Kurz hinter dem Schweizer Platz – oder vor, je nachdem woher man kommt, überquert die Schwanthaler Straße die Schweizer. Altbauten reihen sich dicht an dicht, früher gab es hier an der Ecke Stegstraße das Cafe Gaggia – eine Oase der Langhaarigen, heute bietet dort eine Versicherung ihre Dienste an. Kurz vor Ecke zur Schweizer, der hochmütigen aber in die Jahre gekommenen Diva der Stadt, hat sich die Worscht Company etabliert.  Weiterlesen

Der große Frankfurter Currywurst-Test: Heute: Teil III – Culux – Oeder Weg 34

Heute ist der Tag einer Premiere. Schon häufiger bin ich daran vorbei gefahren, doch erst Pias Hinweis gibt den finalen Schubs. Bislang ignorierte ich Curry deLuxe mehr oder minder aus dem einfachen Grunde, weil es mir für ne Currybude zu stylish daher kam. Hier, Ecke Oeder Weg/Jahnstraße wartet seit einigen Jahren eine Melange zwischen Restaurant und Imbiss auf die hungrigen Mägen. Und auch hier gibt es die Möglichkeit, draußen zu sitzen.  Im Curry deluxe konzentriert sich vieles auf die Currywurst. Die Speisekarte bietet etliche Optionen; von den Klassikern Brat- und Rindswurst über die Berliner bis hin zur Odenwälder Kartoffelbratwurst ist alleine schon das Wurstsortiment  äußerst vielfältig.  Zehn verschiedene Soßen stehen ebenso zur Auswahl wie sieben verschiedene Schärfegrade – dies ergibt insgesamt ein paar Hundert Kombinationen. Hinter dem Bestelltresen an der Wand türmen sich Berge von Pommes. und auch an den Nachwuchs wurde gedacht; ein Kinderteller kann geordert werden. Für mich stellt sich die Frage: Was tun? Weiterlesen

Von Straßen

Are we human or are we dancer

my sign is vital, my hands are cold

(The Killers)

Es gab mal Zeiten, da gehörte die Straße den Straßenkindern. Wer sich draußen rumtrieb, der hatte keine Heimat und im Sommer Dreck an den Füßen. Draußen waren die Sitten rau, man wusste nie, wem man begegnen und was der Tag bringen würde. Man war ungeschützt – aber auch unkontrolliert. Die Gefahren der Großstadt, sie lauerten auf den Straßen ebenso wie die Versuchungen. Die Kleinen drückten sich die Nase an den Schaufenstern platt oder warfen Hundescheiße in die Briefkästen ungeliebter Nachbarn, die Großen lungerten am Kiosk herum – oder demonstrierten. Gegen Vietnam. Gegen Atomkraft. Gegen die Startbahn West. Manchmal auch für etwas; für die Abrüstung beispielsweise. Weiterlesen

Der große Frankfurter Currywurst-Test – Heute: Teil II – Best Worscht – Berger Straße

Nachdem vor wenigen Tagen die Currywurst beim Bernemer Wurstmax getestet und für ausgezeichnet befunden wurde, erscholl der Ruf nach einem Test bei Best Worscht. Da sich eine Filiale des Franchise Unternehmens Snack Point auch in der unteren Berger Straße befindet, die sowieso zu meinem Revier gehört, folgte ich dem Ruf unverzüglich und unterzog die Currywurst bei Best Worscht dem gnadenlosen Beve-Test. So ihr weitere Vorschläge zum Testen habt, nur her damit – und es müssen auch gar nicht eure Favoriten sein. Für den saloppen Hinweis: probier doch mal xy bin ich schon dankbar. Auch darf ich jetzt schon ankündigen, dass nicht nur die Currywürstchen auf dem Prüfstein stehen, sondern auch Frankfurts Burger. Dazu demnächst mehr. Weiterlesen

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