Ich fahre von Theresienstadt nach Polen, es ist der 3. Februar 2016. Zwischen 1942 und 1945 mussten Zigtausende Juden diese Reise antreten. Die ersten Züge, die von Theresienstadt in die Vernichtungslager Richtung Osten rollten, fuhren meist nach Treblinka, später dann in das größte Vernichtungslager, nach Auschwitz. Von knapp 90.000 Juden, die vom Theresienstädter Ghetto in die Lager deportiert wurden, überlebten nur wenig mehr als 3.000. Die anderen wurden oft gleich nach der Ankunft vergast. Insgesamt kamen in Auschwitz und Auschwitz-Birkenau 1,5 Millionen Menschen ums Leben. Ermordet durch deutsche Nationalsozialisten. Holocaust. Shoah. Von 11 Millionen Juden, die vor dem Zweiten Weltkrieg lebten, wurden insgesamt 6 Millionen ermordet. darunter 1,5 Millionen Kinder.

Vielleicht befinde ich mich auf einem der seltsamsten Wege, die ich je befahren habe. Nicht die Straße, die Autobahn, die mich an Prag vorbei Richtung Brno führt, es sind die Dinge im Kopf. Auschwitz. Ein Ort, dessen Name zum Synonym für das größte kollektive Verbrechen der Menschheitsgeschichte geworden ist. Der Eintritt des noch ungeheuerlichen in einer an Ungeheuerlichkeiten nicht gerade armen Geschichte. Und je mehr mir mein schmales Wissen durch den Kopf geht, umso weniger verstehe ich, was dort passiert ist. Wie es geschehen konnte, dass Menschen auf die Idee gekommen sind, Millionen von anderen industriell zu ermorden, zu verwerten. Das kann es doch nicht gegeben haben ist man wider besseren Wissens geneigt zu denken. Und doch. Über Jahre hinweg. Frauen, Männer, Kinder, Alte, Jungen, Mädchen. Tausende Tag für Tag. Und wer nicht sofort ermordet wurde, der wurde gequält.

Einen meiner bedrückensten Tage verbrachte ich im November 2013 in Yad Vashem, der größten Holocaust Gedenkstätte. Yad Vashem liegt in Israel, genauer in Jerusalem. Zwischen Yad Vashem und Auschwitz liegen Luftlinie ca 4.000 Kilometer. Was wird mich in Auschwitz erwarten?

Zunächst holpere ich über die tschechische Autobahn, lass Brno hinter mir und biege noch vor Ostrava ab Richtung polnische Grenze, Richtung Bielsko-Biala. Wie schon zwei Tage zuvor ist der Übergang fließend, nur die Schilder verkünden, dass du das Land gewechselt hast. In Bielsko.Biala verfranze ich mich, zwar zeigt mir mein Telefon eine kleine Karte an, auf der ich mich als winziger Punkt bewege, das Navigationssystem aber hat sich des morgens verabschiedet. Nach einigem hin und her entdecke ich im Ort die Landstraße nach Oświęcim, polnisch für Auschwitz, und hangle mich in der eingetretenen Dunkelheit vorwärts. Es ist vielleicht nicht der kürzeste Weg, den ich erwische, aber der Blick auf die Karte zeigt, dass ich mich nähere.

Auschwitz. Ich frage mich, was es für die Menschen bedeutet, die heute hier leben. Wer London besucht, Barcelona, Prag oder eine kleine Insel in Thailand, der reist meist unbeschwert, bringt Vorfreude mit, unbeleckte Neugierde. Wer hierher kommt, ist schwer. Vielleicht ist es nicht jedem klar. Auschwitz liegt in Polen, zur Zeit des Zweiten Weltkriegs aber hatte Deutschland Polen militärisch besetzt. Die Konzentrationslager in Auschwitz waren deutsch. Viele Opfer Polen. Neben den ungarischen Juden, die mit bis zu 500.000 Opfern die meisten Toten zu beklagen hatten, stellten die polnischen Juden mit bis zu 400.000 Toten die zweitgrößte Anzahl von Opfern. Und jetzt, 71 Jahre später fahre ich als Deutscher durch dieses Land. Unbehelligt. Scheinbare Normalität.

Gegen 17:30 Uhr rolle ich in Oświęcim ein. Ungläubig murmele ich vor mich hin. Ich bin in Auschwitz. Ich bin ich Auschwitz. Wenn man nicht wüsste, was sich hier in unmittelbarer Nähe vor über 70 Jahren abgespielt hat, könnte man meinen, es sein ein ganz normaler Ort, nichts weist auf den ersten Blick auf das Grauen hin. Später am Abend gehe ich am Marktplatz essen. Noch später kaufe ich mir ein paar Dosen Bier. Im Kaufland. In Auschwitz. Es klingt absurd.

Ein Tag in Auschwitz

Es ist noch keine acht Uhr, ich laufe los, überquere den Marktplatz, überquere die Sola – die in den Überlegungen der Nazis, einen Standort für das Lager zu bestimmen, eine besondere Rolle gespielt hat. Das Konzentrations- und Vernichtungslager befindet sich zwischen den Flüssen Sola und der Weichsel, diese Lage erschwert eine denkbare Flucht.

Nach einem Weg am Fluss und durch ein Wohngebiet komme ich an ein Tor, nebenan verläuft ein Weg. Ein Schild verweist auf den Eingang der heutigen Gedenkstätte, die ich bald erreiche. Auf dem davorliegenden Parkplatz stehen nur wenige Fahrzeuge. Bild- und Texttafeln säumen die letzten Meter, eine Imbissbude, ein kleiner Souvenirshop. In einem Backsteingebäude befindet sich der Eingang, einige wenige Menschen sind vor mir da. Bevor ich durch das Gebäude gehe, muss ich wie am Flughafen meine Sachen in ein Körbchen legen und durch einen Scanner gehen, meine Tasche darf gerade so mit.

Der Eintritt ist kostenlos. Über den Tag verteilt sind Führungen in verschiedenen Sprachen angekündigt, auch auf Deutsch, was nicht unbedingt zu erwarten war – deutsch wurde hier für alle Zeiten genug gesprochen. Aber wenn man Menschen erreichen möchte, dann am besten in ihrer Sprache. Die einzige deutsche Führung ist an diesem Tag um 11:45, sie dauert 3,5 Stunden. Dies erscheint lange. Im End aber viel zu kurz. Ich melde mich für die Führung an, es kostet umgerechnet 10 Euro, 40 Zloty. Ich habe nun etwas mehr als drei Stunden Zeit, mich alleine auf dem Gelände umzusehen. Rauchen ist verboten, fotografieren erlaubt. Eines vorneweg: Wir nutzen Auschwitz als Sammelbegriff für verschiedene Komplexe. Ich befinde mich nun im sogenannten Stammlager. Hier waren Menschen untergebracht, hier wurden Menschenversuche unternommen, von hier aus ging es raus zur Zwangsarbeit. Hier wurde auch getötet. Etwa zwei Kilometer entfernt befindet sich das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Hier wurde selektiert. Hier wurde vergast. Sechs Kilometer vom Stammlager entfernt, befindet sich das Arbeitslager Monowitz angrenzend an das Gelände der Buna-Werke der I.G. Farben AG. Dazu gab es 47 kleinere Nebenlager.

Für mich sollten heute nur das Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau eine Rolle spielen. Ich betrete das Konzentrationslager Auschwitz. Die Abkürzung KZ ist hier nicht gebräuchlich. Statt dessen heißt es KL Auschwitz. auch auf den Hinweisschildern.

Der erste Blick weist auf einen Weg. Ich erkenne einen der markanten Wachtürme, dahinter gemauerte Baracken. Nach einigen Metern stößt von rechts ein weitere Weg dazu. Als ich in diesen einbiege, sehe ich das Eingangstor. Sehe den bekannten Schriftzug über dem Eingangstor. Es ist kalt, die Wege sind menschenleer.

Die zwangsarbeiteten Häftlinge sahen diesen Schriftzug jeden Tag. Als sie in der frühen Frühe das Lager verließen und als sie wiederkamen. Wenn sie noch die Kraft hatten zu sehen. Dazu spielte ein Gefangenenorchester, es sollte den Wachen im Takt das Zählen erleichtern. Eine der wenigen Überlebenden ist Esther Bejarano; sie meldete sich für das Mädchenorchester – obgleich sie nie ein Instrument gespielt hat. Ihr Name ist einer der wenigen, die ich hier nenne werde, Namen der Verbrecher nenne ich keine. In Yad Vashem gibt es die Halle der Namen – der Versuch, jedes einzelne Opfer zu benennen. Der Raum bietet Platz für sechs Millionen Namen. Jeder einzelne eine persönliche Geschichte des Leidens. Zwei Millionen fehlen noch.

Das Stammlager in Auschwitz ist nicht sonderlich groß, in wenigen Minuten hat man es durchschritten, die wenigen Wege verlaufen meist kerzengerade. Steinbaracke steht neben Steinbaracke. Das Gelände ist doppelt umzäunt, der Stacheldraht an steinernen Pfosten verschraubt, einst unter Strom stehend, dazwischen die Wachtürme, dazwischen die Lampen. Bis zu 20.000 Menschen vegetierten hier gleichzeitig.

Ich gehe die Wege ab, an manchen Baracken sind Hinweise angebracht. Die Bedrückung ist abstrakt, die Wege menschenleer. Einer meiner ersten Wege führt mich an das Krematorium im Stammlager. Nebenan befindet sich eine Gaskammer, die einzige im Stammlager. Die einzige, die noch zu sehen ist. Alle anderen Kammern in Birkenau wurden von den Nazis gesprengt. Ein Teil der Baracken stand schon als die Nazis begannen, das Lager Auschwitz zu bauen, ausbauen zu lassen. Sie waren Bestandteil einer polnischen Kaserne. Man erkennt die alten Gebäude an der Unterkellerung. Die restlichen Gebäude wurden von den Häftlingen in Zwangsarbeit errichtet.

Das klingt alles so fürchterlich abstrakt, so technisch. Ich versuchte mir vorzustellen, was sich hier abgespielt hat, doch jegliche Vorstellung versagt. Im Kopf die alten Bilder, kahlgeschorene, ausgemergelte Häftlinge in der gestreiften Lagerkleidung. Massenhafte Zwangsversuche an Frauen, an Zwillingen, ermordet um einmal zu gucken. Willkürliche Ermordungen unter Einhaltung der Verwaltungsvorschriften, Ordnung muss sein, auch und gerade für den SS-Mann. Auch für die Frau. Protokolliert, sachlich protokolliertes Grauen. Sie waren klar bei Verstand, die Täter. Es gab Opfer, die jahrelang in Auschwitz überlebten. Es gab wohlgenährte Opfer, ordentlich gekleidete Opfer. Je nach Arbeit. Wer in die Gaskammern geschickt wurde, überlebte nicht. Wer die Selektion überstand, hatte eine geringe Chance – je nach Einteilung zur Arbeit; die meisten arbeiteten bis zum Tod. Durch Erschöpfung, Mangelernährung, Krankheit und alles zusammen. Hinrichtung, Folter. Die Nazis machten aus dem Tod im Lager kein Geheimnis. Angst gehörte zum geplanten Vernichtungsprogramm. Physischer und psychischer Terror an einem jedem Tag.

Erst jetzt, mit einigen Tagen Abstand verdichtet sich der Horror. Kommen Tränen. Vor ein paar Tagen bin ich hier durchgelaufen, habe fotografiert, ein bisschen gefroren. Später hatte ich Hunger. Stand an der Schwarzen Wand, der Hinrichtungswand. Nebenan das Gebäude des Standgerichts. Block 11. Häftlinge wurden im Minutentakt zum Tode verurteilt, mussten sich vollständig entkleiden. dann ging es durch eine Seitentür an die Wand, Augen geradeaus. Dann die Genickschüsse im Minutentakt. Im Sekundentakt.

Ich traue mich, an einer Baracke die Klinke zu drücken. Verschiedene Nationen, die Opfer zu beklagen haben, präsentieren in verschiedenen Häusern eine jeweils national geprägte Ausstellung. Ich bin in den Niederlanden gelandet. In hellen Räumen wird die jüdische Vorkriegsgeschichte gezeigt – sie endet in Auschwitz. Ich begegne Anne Frank. Anne wurde in Frankfurt geboren. Wie ich. Die meiste Zeit ihres kurzen Lebens verbrachte sie aber in Amsterdam, die letzten Jahre bis zum Verrat in einem Versteck ohne nach draußen zu können. Sie fühlte sich als Niederländerin. Ihr berühmt gewordenes Tagebuch hatte sie in niederländisch verfasst. Anne Frank hat Auschwitz überlebt. Umgekommen ist sie im KZ Bergen-Belsen, nachdem die Nazis Auschwitz geräumt hatten. In ihrem Tagebuch notierte sie am 15. Juli 1944:

I see the world slowly transformed into a wilderness,
I hear the approaching thunder, that, one day, will destroy us too,
I feel the suffering of millions.

Ich denke an heute. Gehe nach draußen. Noch habe ich weit über eine Stunde Zeit, bis meine Führung beginnt. Was mache ich solange? Mittlerweile sind auf dem Gelände einige Gruppen unterwegs, die meisten von ihnen sind Schüler, angeleitet von sprachkundigen Guides. Ich höre englisch, höre italienisch. Manche dieser Gruppen kommen aus einzelnen Barackengebäuden, ich schaue mir diese Gebäude näher an – und befinde mich in musealen Ausstellungsräumen, die ich eigentlich gesucht hatte. Eingerichtete Lagerräume, Stroh auf dem Boden, Decken auf dem Boden, mehrstöckige Betten, durch Plexiglas von neugierigen Blicken geschützt. Hier finden sich Informationen, Vitrinen, hier ist es warm – und hier bin ich nicht mehr alleine; ab jetzt gerinnt mir die Zeit in den Händen.

Draußen war es eine eigenartige Atmosphäre, nahezu alleine auf den Wegen, sich selbst und seinen Gedanken überlassen. Die Kälte passte. Jetzt bin ich inmitten von Menschen. Ich stelle mir vor, an einen herrlichen Sommertag hier zu sein. Nein, ich stelle es mir nicht vor.

Block 11. Ich stehe im Keller vor der Hungerzelle von Pfarrer Maximilian Kolbe, der freiwillig angeboten hat, sich gegen einem todgeweihten Häftling austauschen zu lassen. Ich stehe vor Standzellen, kaum größer als ein Mann. Tagsüber Zwangsarbeit. Nachts im Dunkeln stehen. Mehrere Tage. Ob jemand von oben herunter schaut? Jemand, der einst hier gestanden hat? Zur Strafe kam die Strafe kam die Strafe. Dann kam der Tod.

Der Tod kam in den Gaskammern durch Zyklon B. Und Zyklon B kam aus Frankfurt. Von der Deutschen Schädlingsbekämpfung, kurz Degesch, die Büchse für fünf Mark. 210 kg für 1050 Mark. Die Nazis wussten genau, wieviel Gramm sie pro Jude brauchten. Sie hatten es ausprobiert. Ich stehe vor einer Vitrine, in der sich leere Büchsen stapeln, in einer kleinen Vitrine liegen die Körnchen. Ich stehe vor einem Modell einer Gaskammer. Es verdeutlicht den Werdegang der Vernichtung. Schon an der Rampe wurden die wenigen Habseligkeiten beschlagnahmt. Durch eine Treppe gelangten die Todgeweihten dann in einen langezogenen unterirdischen Raum. Dort mussten sie sich in Massen nackt ausziehen. Die Kleidung und alles was sie noch bei sich hatten, wurde in großen Effektenlagern gesammelt. Diese hießen Kanada. Kanada war ein reiches Land. Nachdem die nackten Menschen dicht an dicht standen, wurde ihnen gesagt, dass es nun zum Duschen ginge. Und sie gingen in die Duschen. Unterirdisch. Die Räume wurden verschlossen. Zyklon B von oben wohldossiert hinein geschüttet. Nach sieben Minuten waren alle tot. Nach einer kurzen Feststellung des Todes durch den verantwortlichen Lagerarzt (Ein Blick durch ein Guckloch reichte) musste das aus jüdischen Häftlingen bestehende Sonderkommando die Leichen rasieren und auf Goldzähne untersuchen. Das Haar wurde gesammelt – und verkauft, es ließen sich daraus prima Filzdecken spinnen. Das Kilo Haar zu Fünfzig Pfennig. Dann ging es in Massen ins Krematorium. Sie konnten gleichzeitig mehr Menschen vergasen als verbrennen.

Durchatmen.

In großen Vitrinen werden Tausende von Brillen ausgestellt, Tausende von Koffern, Tausende von Bürsten, Tausende von Töpfen, Tausende Gehhilfen von Krüppeln, von unwertem Leben, wie es die Nazis formulierten. Jeder einzelne dieser Gegenstände erzählt eine Geschichte. Jeder einzelne wurde gestohlen. In einer anderen riesigen Vitrine sehen wir Tausende von Schuhen. Ausgelatschte Galoschen, Stiefel, einer über dem nächsten. Ich sehe einen Frauenschuh, hölzerne Sohle, hoher Absatz, rote und blaue geflochtene Riemchen. Er spricht zu mir. Wer hat ihn getragen? Eine lebensfrohe Frau, er brachte ihre hübsche Füße an einem lauen Sommerabend zur Geltung, ein wenig kokett. Vielleicht hat sich der Schuh zum Tanz gedreht. Vielleicht hast du einem Mann im Vorbeigehen zugezwinkert. Runter. Ausziehen. Duschen. Haare ab. Goldzahn raus. Feuer.

Durchatmen.

An zwei Stellen in Auschwitz war Fotografieren verboten. Zum einen an der Hungerzelle von Maximilian Kolbe. Ich hatte das Symbol übersehen, da in allen Gebäuden ein Schild aufgestellt ist, welches darauf hinweist, dass der Einsatz von Blitz verboten ist. Dass in diesem Fall die Kamera und nicht nur der Blitz durchgestrichen war, fiel mir erst später auf. Und an einer weiteren Stelle ist Fotografieren verboten. Ich sehe das Schild. Was verbirgt sich dahinter? Ich biege um die Ecke.

Der Raum wird dominiert durch eine etliche Meter lange mannshohe Glasvitrine. Ich blicke hinein und es setzt sich in Sekunden ein Puzzlebild zusammen. In dieser Vitrine liegen Haare von Frauen. In dieser Vitrine liegen 2 Tonnen Frauenhaar, geschoren Minuten nach der Vergasung. Büschel, Zöpfe, Haare. 2000 Kilogramm. Das Kilo zu je 50 Pfennig.

Und das ist nur der Rest dessen, was übrig geblieben ist, wie es sich bei allem nur um Reste handelt. Die Nationalsozialisten hatten vor ihrer Flucht versucht, alles belastende Material zu vernichten, wie sie auch versucht hatten, alle Zeitzeugen zu vernichten. Ich sehe Zeichnungen, gemalt von Opfern. Ich sehe Fotos von Opfern. Männer. Frauen. Kinder. Namen. Nahezu 1,5 Millionen Namen wären möglich. Ich sehe eine Puppe. Ich sehe einen Kinderschuh.

Es ist Zeit, die Führung beginnt.

 

Teil I

Teil II

Teil III

Teil IV