Nachdem wir im Winter schon ein paar Tage in München verbracht hatten, lag es nahe, sich die Stadt einmal im Sommer anzuschauen. Da wir noch die Gutscheine von Aldi hatten, buchten wir uns wieder im Premier Inn ein. Diesmal allerdings nicht am Sendlinger Tor, sondern in Schwabing. Dass es allerdings ganz im Norden von Schwabing etwas ab vom Schuss liegt, fällt uns erst auf, als wir die Buchung schon abgeschlossen haben. Endhaltestelle Schwabing Nord. Weiterlesen
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Die Karte für Zaz steckte schon länger in meiner imaginären Brieftasche. Hatte ich sie noch im März wegen anderweitiger Verpflichtungen im ausverkauften Wiesbadener Schlachthof verpasst, so stand ich nun beim Kauf vor der Wahl: Bonn oder Erlangen. Da ich vor zwei Jahren mal für einen Tag in Bonn gewesen bin, entschied ich mich heuer für das Open-Air-Konzert auf der Kulturinsel Wöhrmühle in Erlangen. Leider schien es logistisch unmöglich, noch in derselben Nacht mit dem Deutschlandticket nach Frankfurt zurückzufahren. Weiterlesen
Da wir im Dezember ein paar Tage in Thomas Manns Lübeck weilten und es uns durchaus gefallen hatte, waren wir neugierig auf Lübeck im Sommer. Und da wir sowieso noch Gutscheine für Übernachtungen im Premier Inn am Bahnhof einlösen konnten, buchten wir Ende des Winters ein langes Wochenende in Lübeck. Die Bahnfahrt war zudem recht preiswert – und so stand einer Reise in die Sommerfrische nichts mehr im Weg.
Vor drei Jahren hingen in Frankfurt große Plakate an den Wänden, die auf ein Konzert von Helene Fischer im Stadion hinwiesen. Ich dachte mir: Okay, wenn ich im Lande bin und eine Arbeitskarte bekommen sollte, guck ich mir das mal an. Beim zweiten Blick erkannte ich, dass das Konzert 2026 stattfinden sollte. Wahnsinn, drei Jahre im Voraus plakatiert. Doch die Mühlsteine der Zeit mahlen unerbittlich – und zum angekündigten – und ausverkauften – Konzert wurde noch ein zweites eingeschoben. Und ich hatte tatsächlich eine Arbeitskarte.
Kaum waren die Koffer ausgepackt und der portugiesische Sand der Algarve ausgeschüttelt, wandern wir in aller Herrgottsfrühe die dunkle Wiesenstraße hinunter und rollen mit der U4 Richtung Bahnhof. Pünktlich auf die Minute setzt sich der ICE 778 um 4:41 Uhr in Bewegung. Unser Ziel liegt diesmal etwas weiter nördlich: Hamburg. Wieder einmal. Weiterlesen
Mit Göteborg hatte ich eigentlich nie viel verbunden. Ich wusste, dass Perkele eine Göteborger Band sind und dass es einen Fußballclub namens IFK Göteborg gibt. Das war’s im Grunde schon. Schweden jedoch war schon immer ein Wunschziel, allein hat es bis letzten Juli gedauert, bis ich es immerhin nach Malmö geschafft hatte. Nun stand die Frauenmannschaft der Eintracht im Halbfinale des Europapokals. Gegnerinnen waren die Frauen des BK Häcken aus … Göteborg. Weiterlesen
So langsam entwickelt sich Hamburg zu meiner Lieblingsstadt in Deutschland– und das liegt nicht zuletzt an der Elbe. Und stets, wenn ich an den Landungsbrücken bin, höre ich Kettcar: An den Landungsbrücken raus. So auch diesmal. Doch zuvor waren wir in Korfu. Aber der Reihe nach. Weiterlesen
Und es war dringend. Mittags hatte ich meinen Vater noch besucht, und schon dort hatte mich ein Pfleger vorgewarnt, dass er schlecht drauf sei, nichts gegessen hätte und schlafe. Als ich sein Zimmer betrat, war sein Schlaf nicht entspannt, irgendetwas stimmte nicht. Als meine Mutter später kam, schlief er immer noch. Später kam er mit einer Lungenentzündung und einer undefinierten Problematik ins Krankenhaus. Das war der Moment, als mich meine Schwester anrief – wir mussten Entscheidungen treffen.
Kurz vor unserer Abreise nach Korfu gab ich den finalen Text zu meinem Büchlein über den Frauenfußball ab. Die aktuelle Mannschaft hingegen wechselte völlig ihr Gesicht. Von den Spielerinnen, die noch für den 1. FFC gekickt hatten, verblieben zur neuen Saison nur noch Laura Freigang und Géraldine Reuteler. Viele Gesichter, die das Team über Jahre geprägt hatten, verließen den Verein – darunter Doorsoun, Dunst, Johannes, Kleinherne, Pawollek und Prašnikar.
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Die nächsten Monate standen im Zeichen des Unterwegsseins und der Musik. Wenige Tage, nachdem sich Pia den kleinen Zeh gebrochen hatte, verbrachten wir ein Wochenende in Karlsruhe, spazierten durch den Zoo, besuchten meinen alten Buddy Mustafa mal wieder und lauschten abends den Klängen von Sophie Zelmani und Band. Die Eintracht qualifizierte sich am letzten Spieltag für die Champions League, während die Eintracht-Frauen ihren Vorsprung verspielten und Dritte wurden. Immerhin. Meinem Vater ging es derweil immer schlechter – aber er hielt tapfer die Stellung.
Dieses Jahr, am 1. Dezember kurz nach 11:30 Uhr, hörte das Herz meines Vaters für immer auf zu schlagen. Für ihn war es nach dem fürchterlichen letzten Jahr eine Erlösung, für uns bleibt ein Verlust und die Erinnerung und die Traurigkeit. So ist das Leben, von dem meine Mutter zuweilen sagte: „Denkst du, es geht ewig so weiter?“. Und insgeheim hoffte ich: Ja. Immerhin hatte er unsere Hochzeit im September auf Korfu noch mitbekommen.
Es gibt einige Orte in meinem Leben, die ich aus den verschiedensten Gründen immer mal besuchen wollte – und Schweden stand ganz weit oben auf der Liste. Schon als Kind wollte ich unbedingt einmal in den Norden. Klar: Pippi Langstrumpf, Bullerbü, Michel, ABBA und die ikea-eske Freundlichkeit sowie Silvia Sommerlath 1972 prägten meine Generation. Später kamen Maj Sjöwall und Per Wahlöö, Henning Mankells Wallander, Lisa Miskovsky, Anna Ternheim, Sophie Zelmani und Saga Norén noch dazu. Einmal mit dem Camper oder mit einem Volvo Kombi durch Schweden zu reisen, davon träumte ich viele Tage – doch ein Blick in meinen Geldbeutel ließ mich bislang andere Orte anvisieren.
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