In der Regel braucht es ja nicht viel, um glücklich zu sein – besagt eine alte Weisheit. Ein Freund meinte neulich: „Du brauchst eigentlich nur 100 Dinge“. Da ist bei näherer Betrachtung viel dran, Nummer Eins wäre in der hiesigen Zivilisation wohl eine niemals versiegende Kreditkarte. Nummer zwei ein Feuerzeug und Nummer drei das praktische Handbuch für Jungen von Donald Duck aus den frühen Siebzigern.
Kategorie: Wortwelt (Seite 14 von 28)
Beves Wortwelt
Samstag, 12. August 2017, der rote Dacia rollt erst zur Tankstelle und dann weiter auf die A661. Eigentlich hätte ich ja auch mit einem Trecker durch die Gegend fahren und Fußball Fußball sein lassen können – aber es hat sich anders ergeben. Und so fliegen wir über den Highway, die Pia, der Beve und der rote Dacia. Musik ist immer noch wichtig – und so begleiten uns u. a. Kettcar, Flogging Molly, Maximo Park, Revolte Tanzbein oder The Jesus & Mary Chain Richtung Siegen. Erste Runde DFB-Pokal, Gegner der Eintracht TuS Erndtebrück, Regionalligist.
Seit dem 15.06.2017 ist sie nun in Frankfurt zu sehen, die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ in Erinnerung an jüdische Spitzensportler, welche bis April 1933 hocherfolgreich in ihren Sportarten waren, Deutsche Meister, Europameister, Weltrekordler, Olympiasieger. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten waren ihre Karrieren schlagartig beendet – und zum Teil auch das Leben. Ihr Leben. Weiterlesen
Das neue Jahr sauste mit Karacho in mein Leben, eine knappe Woche tummelte ich mich in Nordspanien, eine gute Woche lag ich anschließend flach und jetzt schaue ich aus dem Fenster in einen blaukalten Wintertag und die Wirklichkeit hat mich wieder. Zumindest fast.
Der erste Januar ist ein eher grauer Tag. Beinahe hätte ich den Jahreswechsel verschlafen, als ich Neujahr erwache bin ich stocknüchtern. Die erste Meldung, die mich heimsucht, ist die Nachricht vom Attentat in einem Istanbuler Club. 39 Tote, zig Verletzte. Die Facebookprofilbildchen leuchten nicht in den Farben der Türkei. Weiterlesen
Zum wiederholten Mal luden die 11Freunde in Gestalt von Philipp Köster zum Jahresrückblick in die Frankfurter Batschkapp, erstmals jedoch unter meinen Augen. Die vergangenen Jahre war ich trotz illustrer Gäste wie Peter Fischer, Friedhelm Funkel, Manni Binz oder Henni Nachtsheim leider verhindert. Heuer hat es sehr lange gedauert, bis die Gästeliste durchsickerte, die meisten Anwesenden hatten sich ihre Karten ohne Kenntnis der Gäste besorgt, so auch wir.
Unterwegs sein. Solange es irgendwie geht, unterwegs sein. Der Kopf ist immer unterwegs. Wenn der Körper mit unterwegs ist, denken die Gedanken anders. Inspiriert vom Anderen, vom Neuen. Synapsenverknüpfung mit Winterlicht – Irgendwo in Deutschland. Dazu Musik. Natürlich Musik.
Blaue Stunde gegen 17:00 Uhr vor der Festhalle. Ein Schild vor dem Treppenaufgang der U-Bahn verkündete den Weg: Placebo. Es ist früh, ich wollte mir einmal das Gelände rund um die Messe anschauen, Kastor, Pollux, Skyline Plaza. Lange war ich nicht mehr hier gewesen, sieht man einmal vom Cure Konzert neulich ab, aber da sind wir schnurstracks in die Halle gewandert.
… schreibt Ralf Rothmann in seinem Roman Wäldernacht. Ohja, Dinge vergehen, Menschen, Leben. Die Zeit aber bleibt. Denn sie weiß nichts von sich. Seit zwei Monaten habe ich hier nicht mehr gebloggt, absichtlos, es hat sich einfach so ergeben. Seit zwei Monaten habe ich so gut wie nicht mehr fotografiert, aus dem gleichen Grund. Ich habe nichts, was es wert schien oder war, aufgeschrieben zu werden, abgebildet zu werden – was nicht heißt, dass es nichts gegeben hätte.
Jetzt haben es die wackeren Underdogs geschafft. Trotz aller Mühen und Widerstände ist der sympathische Club aus dem Osten in Liga eins aufgestiegen, bereit dem FC Bayern Paroli zu bieten. Da müssen wir doch alle froh sein. Das ist doch eine Bereicherung für die ganze Liga. Ein frischer Wind weht nun und eine ganze Region freut sich mit. Toll. Und Gazprom oder Alfa Romeo stecken ja auch Geld in den Fußball…
Mai pen rai. Dies ist ist eine Formel auf Thai, deren Anwendung etwas Befreiendes hat. Wenn dein Gegenüber eine Frage nicht beantworten kann, oder den Eindruck hat, nicht präzise englisch zu sprechen, wenn ein Missgeschick passiert und das Gefühl der Schuld an der Würde kratzt – mit dem Satz mai pen rai erwirkst du eine Art Erlösung, die durchaus mit einem Wai bedankt wird.
Das ist unser Land, unser Land
doch es gehört nicht dir und mir
denn dieses unser Land
ist fest in andrer Hand
und außen vor
da stehen wir!
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