Diesmal hatte ich Glück. Die Terminierung des ersten Heimspiels der Eintracht-Frauen brachte es mit sich, dass das Spiel gegen den 1. FC Köln am Samstagmittag um 12 Uhr angepfiffen wurde. Dies bedeutete für mich, dass ich sowohl die Partie verfolgen als auch im Anschluss gemächlich mit dem Deutschlandticket im Zug nach Bruchsal reisen konnte – immerhin hatte ich seit ein paar Tagen ein Ticket für ein Konzert von ZAZ im Schlossgarten in der Tasche. Und eines für Amy Macdonald einen Tag später dazu. Weiterlesen
Kategorie: Soundtrack (Seite 1 von 3)
Die Karte für Zaz steckte schon länger in meiner imaginären Brieftasche. Hatte ich sie noch im März wegen anderweitiger Verpflichtungen im ausverkauften Wiesbadener Schlachthof verpasst, so stand ich nun beim Kauf vor der Wahl: Bonn oder Erlangen. Da ich vor zwei Jahren mal für einen Tag in Bonn gewesen bin, entschied ich mich heuer für das Open-Air-Konzert auf der Kulturinsel Wöhrmühle in Erlangen. Leider schien es logistisch unmöglich, noch in derselben Nacht mit dem Deutschlandticket nach Frankfurt zurückzufahren. Weiterlesen
Dieses Jahr begann verheißungsvoll, was Konzerte angeht. Den Anfang machten für mich Tocotronic in der Batschkapp – alte Helden in einer Location, die mir überhaupt nicht mehr gefällt. Zu viel Business, zu wenig Freundlichkeit, zu eng, wenn ausverkauft – und dazu Toilettenpersonal vor Ort. Ich finde das schäbig. Einerseits kassieren sie am Umsatz, andererseits empfinde ich die kurzen Begegnungen jedes Mal als entwürdigend. Für alle. Tocotronic waren liebenswürdig wie immer.
Als die Meldung durchsickerte, dass Suzanne Vega fünf Konzerte in Deutschland spielen würde – darunter eines im Offenbacher Capitol –, war ich hellauf begeistert. Als ich jedoch die Eintrittspreise sah, dann weniger. Über 70 Euro sollte eine Karte kosten – und ich lehnte dankend ab. Als ich dies auf Bluesky kundtat, sprang Thorsten in die Bresche und bot mir an, ein Ticket zu einem ermäßigten Preis zu besorgen. Dafür war ich außerordentlich dankbar – und kurz darauf hielt ich mein Ticket in den Händen.
And the devil in the black dress watches over
My guardian angel walks away
Life is short and love is always over in the morning
Black wind come carry me far away …
The Sisters of Mercy. Drei Alben, einige Singles, die zusammen mit der Neuauflage von Temple of Love (gesungen gemeinsam mit der 2000 verstorbenen Ofra Haza) auf dem Doppelabum Some girls wander by mistake veröffentlicht wurden, dazu einige Songs, die nur auf dubiosen Bootlegs erhältlich sind, das war’s. Das Oevre der barmherzigen Schwestern ist wahrlich überschaubar.
Als die Tourdaten von Bruce Springsteen bekannt gegeben wurden, fehlte tatsächlich das Frankfurter Stadion auf der Liste – und auf die Idee, ob des Konzertes in eine andere Stadt zu fahren, kam ich erst gar nicht. Vielleicht, weil die Karten am End doch arschteuer waren. Aber letztlich kam doch alles ganz anders, in diesem Juli 2023 – meinem Konzertmonat schlechthin. Weiterlesen
Es war 1986, ich studierte seit einem Jahr an der Frankfurter Universität Germanistik, eine Notlösung. Eigentlich wollte ich Kinderarzt werden, Medizin studieren. Aber mein Abi war mit 2,4 zu schlecht, nach zwei vergeblichen Bewerbungen sattelte ich um. Germanistik. Irgendwas mit Büchern, gelesen hatte ich ja schon immer gerne. Gelesen und Musik gehört. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Noch vor einer Woche hatte ich nie und nichts von ihr gehört, ein kleiner Hinweis auf Facebook über ihren Auftritt im Bett brachte mich dazu, mal in ein Video hinein zu schauen – und ich war geflasht von der norwegischen Sängerin Kari Rueslåtten. Einen Abend später hielt ich ein Ticket für das Konzert in der Hand.
Ein gutes Jahr lagen sie zu Hause rum, die Karten für den Akustik Auftritt der Liechtensteiner bzw. Schweizer Band The Beauty of Gemina um Kopf und Sänger Michael Sele im Nachtleben. Und so sicher wie das Amen in der Kirche kam der Abend näher. Und dann war er da.
Ende der 70er, Anfang der 80er waren wir ja große Metal Fans, Judas Priest, Saxon, AC/DC mit Bon Scott, Iron Maiden, Motörhead, Van Halen bretterten in unseren Kinderzimmern die Poster von den Wänden. Viele der Bands gastierten damals in der Stadthalle in Offenbach, später nannten sie den Sound „New Wave of British Heavy Metal“.
Es war im Sommer 1992, Nach einem wochenlangen Trip an der Antlantikküste mit Aufenthalten in Lequeitio oder La Coruna, in Lissabon oder der Bucht von Santo André, parkt der alte Diesel auf dem Weg zum Cabo de Sao Vicente, dem südwestlichen Zipfel Portugals.


