… schlagen wir euch tot…“ hallte es von den Rängen. Da hatte Borussia Mönchengladbach es gerade versäumt, nach der Pause auf 4:1 davon zu ziehen. Das holte die Mannschaft, welche die ersten vier Spiele verloren hatte, dann in den restlichen Minuten gegen die Eintracht nach. 1:5 das Endergebnis. „Wenn wir wollen …“ Selten war fremdschämen so angesagt, wie nach diesem Spiel.
Autor: Beve (Seite 25 von 71)
Die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren sicherlich eine besondere Zeit. Für diejenigen, die dort aufgewachsen sind aber auch in der Retrospektive für die Nachgeborenen. Von Schlager zu Punk, die Eintracht schwankte wie immer zwischen Höhen und Tiefen – und darüber erzählten Dr. Peter Kunter, Peter Reichel und Thommy Rohrbach im Museum der Frankfurter Eintracht. Weiterlesen
Programm 17.10.2015
Gäste: Dr. Peter Kunter, Peter Reichel, Thomas Rohrbach
Neun Uhr in der Früh, Stefan wartet unten an der Allee auf mich, es ist fabelhaftes Herbstwetter, blauer Himmel, Sonnenschein und die Eintracht spielt am Tag der Deutschen Einheit in Ingolstadt. Eine Million Besucher werden am Wochenende in Frankfurt erwartet. Nichts wie weg.
Es gibt Tage, vor allem im Sommer, da ist im Eintracht Museum nichts los. Und es gibt Tage, da jagt ein Highlight das Nächste. So war es diese Woche.
Im Rahmen der Feierlichkeiten rund um den Jahrestag der Wiedervereinigung begrüßen wir im Museum der Frankfurter Eintracht heute den ehemaligen Eintracht-Spieler Norbert Nachtweih und unseren Stadionsprecher Andre Rothe. Beide flüchteten einst aus der DDR in den Westen und kamen unterschiedlichen Wegen zur Eintracht.
Start: 19.30 Uhr, Eintritt 5,00 Euro, erm. 3,50 Euro.
Hamburg also. Thorsten holte uns Freitag gegen 15:00 Uhr ab, dann gings nach Offenbach, Jule stieg zu und ab dann wurde es holprig. Das hat jetzt ausnahmsweise nichts mit Offenbach zu tun, vielmehr mit der Tatsache, dass Freitag Nachmittag Gott und die Welt auf den Autobahnen der Republik unterwegs ist. Mit anderen Worten: Es zog sich.
Es muss ja keine schlechte Sache sein, wenn statt des herkömmlichen Logos am Ärmel eines Bundesligatrikots ein Hinweis auf die Flüchtlingssituation angebracht ist. Nahezu befremdlich mutete es an, wenn der neue Slogan mit einem Hinweis auf die Tageszeitung das Blatt versehen ist, welches seit Tagen damit Hausieren geht – und sich im Laufe der Jahrzehnte durchaus mit gegenteiligem Output in die Herzen der Deutschen geschrieben hat.
Nach dem Aufwachen schoss mir sofort die Melodie in den Kopf, die seit einigen Monaten die Grundlage zur Huldigung unseres Fußballgottes liefert. Ja Freunde, es war kein Traum; die drei Tore von Alex Meier und das Endergebnis von 6:2 für die Eintracht gegen Köln haben auch heute noch Bestand.
Es gibt Fußballspiele, die bereits dreieinhalb Minuten nach Spielbeginn Geschichte schreiben. Der 12. September 2015 war so ein Tag – und es sollte noch besser kommen.


