Vor drei Jahren hingen in Frankfurt große Plakate an den Wänden, die auf ein Konzert von Helene Fischer im Stadion hinwiesen. Ich dachte mir: Okay, wenn ich im Lande bin und eine Arbeitskarte bekommen sollte, guck ich mir das mal an. Beim zweiten Blick erkannte ich, dass das Konzert 2026 stattfinden sollte. Wahnsinn, drei Jahre im Voraus plakatiert. Doch die Mühlsteine der Zeit mahlen unerbittlich – und zum angekündigten – und ausverkauften – Konzert wurde noch ein zweites eingeschoben. Und ich hatte tatsächlich eine Arbeitskarte.
Schlagwort: Flo
Kurz vor unserer Abreise nach Korfu gab ich den finalen Text zu meinem Büchlein über den Frauenfußball ab. Die aktuelle Mannschaft hingegen wechselte völlig ihr Gesicht. Von den Spielerinnen, die noch für den 1. FFC gekickt hatten, verblieben zur neuen Saison nur noch Laura Freigang und Géraldine Reuteler. Viele Gesichter, die das Team über Jahre geprägt hatten, verließen den Verein – darunter Doorsoun, Dunst, Johannes, Kleinherne, Pawollek und Prašnikar.
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Der Anlass war ein trauriger, F’s Mutter war gestorben und ich wollte der Beerdigung auf dem Tübinger Bergfriedhof beiwohnen – die allerdings für Montagmorgen um 11:00 Uhr angesetzt war. Von daher buchte ich mir über Airbnb ein Zimmer für eine Nacht etwas außerhalb der Altstadt und plante meine Fahrt mit dem 49-Euro-Ticket. Die jeweiligen Anschlüsse sollten eigentlich zu schaffen sein – aber ich war mit der Deutschen Bahn unterwegs – von daher ist es ratsam, sich an das alte Motto von Dante Alighieri aus der Göttlichen Komödie zu halten: „Tu, der du eintrittst, alle Hoffnung ab“. Weiterlesen
Der Blick aus dem Fenster verheißt einen weiteren grauen Tag, natürlich läuft Musik. Es läuft immer Musik. Leider schon lange kein Vinyl mehr, der Plattenspieler wackelt, so ich über den Boden laufe, die Nadel springt. Das war eine der Enttäuschungen, als wir vor bald neun Jahren in die neue Wohnung gezogen sind. Voller Vorfreude hatte ich die die alten Platten einsortiert, den alten Plattenspieler angeschlossen – und dann das. Dann halt digital. Digital wackelt nicht.
Freitagmorgen gegen 10 Uhr saust eine S-Bahn aus Frankfurt Richtung Friedrichsdorf, erstmals seit Langem habe ich mal wieder eine Fahrt über eine Mitfahrzentrale gebucht, Abfahrt um 11 am Friedrichsdorfer Bahnhof. Frankfurt – Tübingen, einfach. Zurück geht es dann mit Flo, der in Tübingen aufgewachsen ist und später nachkommen wird. So lautet der Plan. Und so hat er sich dann auch erfüllt.
Freitag Morgen, halb acht, auf die Autobahn rollt ein silberner Golf, zwei müde Gesellen steuern Richtung Süden. Im Gepäck, ein Handtuch, kurze Hosen und die Aussicht auf ein Wochenende mit Meer, Fußball und Erlebnissen. Genova per noi. Weiterlesen
Es hätte ein schöner Tag werden können. Die Sonne lachte bereits in der Frühe als ich in der Schlange beim Bäcker in der Rohrbachstraße wartete. Die Erwachsenen tippten auf ihrem Handy oder starrten ins Nichts, während ein Mädchen, vielleicht vier Jahre alt, mit einem geflügelten Pony in der Hand, auf den Treppenstufen und Fenstersimsen herum kletterte und lachte – wie eben die Sonne.


