Es war im Jahr 1982. Klein Beve war mit Freunden an die Ostsee getrampt und hockte nun in einer Spelunke am Strand. Damals war ich im Gegensatz zu heute noch unbedarfter Deutschland Fan, in meinem Oberstufen-Ordner klebten die Sammelbildchen von Hanuta. Heutzutage sehe ich das ganze mit der heiteren Gelassenheit des Alters.

Zwischenzeitlich gab ich mich als jugendlicher Revolutionär sogar dem Motto hin: Nie wieder Deutschland. Weniger vornehm ausgedrückt besangen es damals Slime: Deutschland, verrecke. Nunja, Nationalismus ist ein seltsames Gewand – auf der anderen Seite schwingt natürlich der Begriff Heimat mit, nicht im Blochschen Sinne, der Heimat als einen noch zu erreichenden Ort formuliert, sondern als prägendes Umfeld. Ich habe mich letztlich entschieden, als Frankfurter durchzugehen.

Wo war ich? Ach ja, Gijon, 1982. Übrigens haben die Boxhamsters ein schönes Lied mit dem Titel 1982 gemacht – was allerdings nichts mit Fußball oder Gijon zu tun hat. Ich saß also in einer Spelunke in Brasilien oder Kalifornien. So heißen tatsächlich Orte an der Ostsee – und so schließt sich nach 32 Jahren der Kreis.

In einem beschämenden Spiel rang die deutsche Nationalmannschaft die Österreicher mit 1:0 nieder, nach der frühen Führung durch Hrubesch wollte niemand mehr dem anderen wehtun. Leidtragender waren seinerzeit die Algerier, die bei diesem Spielstand trotz eines Sieges gegen Deutschland als Gruppendritter das Aus ereilt hätte. Und so kam es dann auch. In die Fußballgeschichte ging dieses Spiel als „Die Schande von Gijon“ ein. Algerien schäumte – aus heutiger Sicht natürlich mit Recht. Wir aber hatten damals gewonnen. Das zählte.

Aber jetzt und ohne Google: Welcher Eintrachtler stand in dieser Partie auf dem Platz? Zu gewinnen gibts für den/die erste(n) ein Buch von mir, handsigniert: Der Casper Jacob. Aber wie gesagt: Ohne Google. Korrigiere. Die Frage läuft so bis Mitternacht. Da die Antworten eh freigeschaltet werden müssen, seht ihr dann die Kommentare. Das Los entscheidet.

Und für alle nun die Boxhamsters. 1982.

Das Eingangsbild „Brasilien“ habe ich von der Homepage www.schoenberger-strand.com entnommen. Danke.