Je älter du wirst, umso mehr wirst du mit Spuren der Vergangenheit konfrontiert – ob du willst, oder nicht. Natürlich auch am Reformationstag, alle deutsche Welt spricht von Martin Luther, dem Reformator, der für die Christen wohl eine große Bedeutung hatte, für die Bauern und Juden hingegen nicht. Beziehungsweise keine gute.
Kategorie: Frankfurt (Seite 3 von 13)
Der Abschluss einer denkwürdigen Woche führte uns ins Bett am Rande des Gallus. Für die Nicht-Frankfurter: Das Bett ist eine Musiclocation, die einst in Sachsenhausen beheimatet war und nun schon länger in der Schmidtstraße sein Domizil gefunden hat.
Frankfurt kann ja viel, was Frankfurt normalerweise nicht kann, ist Meister werden und öffentliche Plätze oder Gebäude gestalten. Zumindest meistens. Letzteres aber scheint sich gewandelt zu haben, die neue Altstadt und auch das neue Historische Museum künden davon.
Seit dem 15.06.2017 ist sie nun in Frankfurt zu sehen, die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ in Erinnerung an jüdische Spitzensportler, welche bis April 1933 hocherfolgreich in ihren Sportarten waren, Deutsche Meister, Europameister, Weltrekordler, Olympiasieger. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten waren ihre Karrieren schlagartig beendet – und zum Teil auch das Leben. Ihr Leben. Weiterlesen
Schon 1892 brachte der Vater von Ludwig Isenburger einen echten Lederball von der Londoner Messe mit nach Frankfurt. Ludwig und seine Kumpels kickten zunächst auf der Straße, Glasscheiben gingen zu Bruch, die vom Vater anschließend anstandslos bezahlt wurden.
Am Donnerstag den 15.06. wurde die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ am Frankfurter Rathenauplatz eröffnet.
Blaue Stunde gegen 17:00 Uhr vor der Festhalle. Ein Schild vor dem Treppenaufgang der U-Bahn verkündete den Weg: Placebo. Es ist früh, ich wollte mir einmal das Gelände rund um die Messe anschauen, Kastor, Pollux, Skyline Plaza. Lange war ich nicht mehr hier gewesen, sieht man einmal vom Cure Konzert neulich ab, aber da sind wir schnurstracks in die Halle gewandert.
Manchmal sind es nur kleine Fehlentscheidungen, die zum Zeitpunkt der Entscheidung als solche nicht ersichtlich sind, die unvermittelt in eine Situation führen, die der Dramatiker zu einer Katastrophe ausmalt – und die in Wirklichkeit dann in surrealen Momenten enden, in Albträumchen aus denen es zunächst kein Entrinnen gibt. Neulich war so ein Tag.


