Zuweilen höre ich ganz gerne Musik aus den Regionen, in denen ich mich gerade befinde. Und da ich vor gar nicht so langer Zeit in Portugal weilte, ist es wenig verwunderlich, dass während des Aufenthalts an der Algarve häufiger ein Fado aus den Kopfhörern perlte. Jene oftmals eher traurigen Klänge, von denen man gerne behauptet, dass sie Ausdruck der portugiesischen Seele seien, geprägt durch den Begriff der Saudade – irgendwo zwischen Sehnsucht und Weltschmerz. Weiterlesen
Schlagwort: Fado
Wieder einmal zog es uns an die Algarve – und wieder einmal verging die Zeit viel zu schnell. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hatte sich auf den ersten Blick nicht allzu viel verändert. Das ist gut, da die Langsamkeit der Zeit in manchen Momenten herrlich entschleunigt. Der zweite Blick zeigt ein anderes Bild. Das ist schlecht, da die allgegenwärtige Wandlung weiterhin in großen Schritten voranschreitet – und nur wenige Einheimische davon profitieren.
Wieder einmal hat es uns der Wind nach Portugal geweht, wieder einmal sind wir an der östlichen Algarve gelandet. An allen Ecken und Enden wird gebaut, verändert sich das Bild – auch hier bleibt die Zeit nicht stehen, werden die Dinge teurer – und für viele Einheimische unbezahlbar. „Luxus“-Wohnanlagen entstehen wie Sand am Meer, welches sich hinter der vorgelagerten Ria Formosa versteckt.
Nachdem wir die Nacht in einem sonst unbelegten Appartementhaus in Lourinha verbracht und uns den Arsch abgefroren hatten, da es auch um diese Jahreszeit in Portugal recht kühl wird, setzten wir uns nach dem Frühstück in die Autos und rollten an den Atlantik. Von Zuhause drangen die Nachrichten durch: Gekas verkauft, Bell verletzt, Tzavellas freigestellt.


