Das war ja klar, die Eintracht spielt am Freitag, den 17. April gegen Gladbach. Und ich werde, so Gott will, am 18. wieder kommen, man kann nicht alles haben.

Aber bis dahin ist noch eine Menge Zeit. Heute geht’s los, kurz vor zwei geht der Flieger Richtung Bangkok – und mein Gepäck ist tatsächlich überschaubar geworden. Es würde locker als Handgepäck durchgehen, wenn da nicht ein paar Dinge dabei wären, die heutzutage dort unzulässig sind. Hoffentlich kommt es mit mir an.

Die letzten Dinge sind besorgt, dabei hätte ich auf der Berger Straße alle paar Meter einen sogenannten Kundenstopper umrempeln können. Eine Plage der Moderne sind sie, diese Kundenstopper. Kinderwagen, Fahrradschieber, plaudernde Flaneure, sie alle müssen dieser penetranten Unsitte ausweichen, die nichts anderes macht, als dir ein Bein zu stellen, auf dass irgend etwas in dein Bewusstsein dringt, mit dem du eigentlich nichts zu tun haben möchtest. Handyverträge, Lotto, Sushi, Brillen. Will ich nicht, brauche ich nicht und wenn doch, dann werde ich meinen Weg auch so finden.

Aber was soll ich mich aufregen. Jetzt hoffe ich, dass ich meinen Anschlussflug in China nicht verdaddel, ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich den Flieger verlassen muss. Mögen mir findige Helferlein den Weg weisen. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, soweit es Wlan vor Ort zulässt. Selbstverständlich werdet ihr fürchterlich neidisch sein, mich vielleicht auch mal bedauern, ich freue mich auf jeden Fall über Feedback. Und ich freue mich jetzt schon, wenn ich Pia bei meiner Rückkehr am Flughafen entdecken werde. Hoffentlich mit einem Rucksack toller Geschichten im Gepäck. Bleibt gesund und munter und schreit unsere Eintracht in Stuttgart zum Sieg.

Ich bin dann mal weg …

Heimat

Das Foto entstammt einem Gemälde, geknipst in der Lohrberg-Schänke.