Hustend marschiere ich mit einer Plastiktüte in der Hand Richtung Bornheim Mitte. Seit Tagen hänge ich mehr oder weniger in den Seilen und jetzt bin ich auch noch alleine unterwegs, Pia bleibt in Frankfurt, die Arbeit, die Kids – manchmal muss man Prioritäten setzen. Und somit bleibt auch der silberne Golf in der Stadt, die demnächst seit über 17 Jahren nicht mehr von einem CDU-Bürgermeister geführt wird. Frankfurt am Rhein wird es nicht geben.

Hustend ratter ich in der U4 sitzend Richtung Hauptbahnhof, Gewimmel und Gewusel und erst jetzt fällt mir auf, dass die Bahn ja fährt. Hab mir trotz der Streiks der vergangenen Tag keinen Kopf gemacht – und Glück gehabt, in fünfzehn Minuten bin ich am Bahnhof, wander durch die lichtdurchflutete Station Richtung Südseite und treffe ein paar bekannte Gesichter. Viel ist noch nicht los, nur wenig später kommt er auch schon, der Bus, der uns nach Berlin bringen wird; Bembelbar und Geiselgangster – einige der Helden sitzen schon im Bus, kommend aus Sachsenhausen, eingelagert einige Fässer Apfelwein für das Fest am heutigen Abend. Bembelbar in Berlin. Dies verspricht lustig zu werden, zum Fußball dürfen wir ja nicht. Um dennoch nicht aufzufallen, sind wir inkognito unterwegs. Ab und zu spitzt ein Eintracht-Adler hervor, aber die meisten haben sich dran gehalten – auch wenn unser Akzent leicht verräterisch daher kommt.

In Bad Homburg machen wir kurz Station, Getränke wollen organisiert werden, auch Gabi wird noch eingeladen und dann rollt er los, der Bus nach Berlin, gefüllt mit über dreißig Eintrachtfans, jeglichen Alters, Geschlechtes und jeglicher Herkunft. Gestrandete, Aufgestandene, Gezeichnete, Hoffnungsvolle, Brave – eine pralle Mischung Leben macht sich auf nach Berlin – obgleich der DFB verfügt hat, dass bei dem Fußballspiel zwischen Union und der Eintracht keine Gästefans zugelassen sind und die Frankfurter Eintracht offiziell davon abriet, zu fahren. Heut‘ sind wir inkognito. Buffo ist dabei, Adi natürlich, Sabine, Holger, Charly, Ruth, Jens und viele andere, die sich nicht aussperren lassen, die bei Wind und Wetter dabei sind.

Bei strahlendem Sonnenschein geht’s auf die Autobahn, Kilometer um Kilometer wird abgespult, wir kommen gut voran, wenn da nur nicht die Pausen wären, die nötig sind – unser Bus ist ein Linienbus und hat keine Toilette – wie immer. Dafür kann geraucht werden – eine Option, die weidlich genutzt wird. Eine Gruppe Feldjäger macht irgendwo Pause und wird von Buffo als „n Haufen Bullen, die uns beobachten“ identifiziert. Leichte Nervosität macht sich breit, die in gelassenen Heiterkeit umschlägt – die Feldjäger kümmern sich um alles mögliche, nur nicht um uns. Mittlerweile war auch durchgedrungen, dass sich die Abfahrtszeit für die Rückfahrt um eine Stunde nach vorne verschoben hat. Ich rufe einen Kollegen an, der nur die Rückfahrt gebucht hat und teile ihm den Umstand mit. Häh, wieso morgen? Morgen ist doch erst das Spiel … war die Antwort. Oh, war spät gestern, schreib dir auf nen Zettel: Heute Abend: Fußball.

Während sich der Frühling aus dem Winter schält, verlassen wir Hessen, rollen nach Thüringen, halten in Eisenach, wo Adi live den 11Freunden ein Telefoninterview gibt und halten kurz hinter Eisenach, um ein paar Nachzügler aufzugabeln. Schusch stößt zu uns, ein weiterer, der in schwierigen Zeiten dabei ist. Hinten haben die Jungs ne kleine mobile Disco aufgebaut; eine Silberkugel dreht sich im Lichte und zum siebten Mal ertönt Walk of Life von den Dire Straits, wir überlegen uns Foltermethoden. Mittlerweile hängt am Fenster eine Fahne von Union Berlin, es wird nichts dem Zufall überlassen. Leicht subversiv ist die ganze Tour schon, immerhin wissen wir nicht, wie die Staatsmacht reagiert. Müssen wir ab Potsdam wieder zurück in die Heimat? Berlinverbot für alle?

Der Bus zieht sich durch die Steppe Sachsen-Anhalts. Auf dem Rastplatz Köckern-Ost kommt es für einige Teilnehmer einer Klassenfahrt zu einem traumatischen Zwischenfall. Neugierig beobachteten die Kids wie unser munteres Trüppchen aus dem Bus fällt, allen voran Adi. Natürlich zieht sein tätowierter Bauch die Blicke auf sich – und dann kommt, was kommen musste: Adelmann, Adelmann, schenk uns einen Auswärtssieg ertönt es im Chor und peu a peu fallen alle Hüllen. Und als die letzte Hülle fällt, kreischen die Klassenfahrt-Mädchen wie seinerzeit die erste Reihe eines Bay City Rollers Konzertes Mitte der Siebziger.

Weiter gehts durch Brandenburg, vorbei an Potsdam und dann passieren wir den Berliner Bären, die alte Avus Tribüne und sind tatsächlich in Berlin. Mühsam schieben wir uns durch den Berufsverkehr, dann über die Stadtautobahn durch Kreuzberg und Neukölln, später Treptow, rechter Hand irgendwann die Kleingartenkolonie Stolz von Rixdorf und rollen endlich gegen 18:00 am Hotel an der Warschauer Straße ein, wo viele der Gruppe nächtigen werden. Nach einem kurzen Stopp geht’s noch ein paar Meter weiter zur Glühlampe, dem Ort der heutigen Bembelbar. Wir purzeln aus dem Bus, sagen Hallo und gönnen uns ein Astra. Zivilpolizei besucht uns auffällig unauffällig , wir aber sind brav und singen keine schmutzigen Lieder.

Wenig später kommen auch schon Andi, Arne und Holger aus Kreuzberg anmarschiert, schusch und ich schließen uns an und schlagen uns durch zum Ostbahnhof Ostkreuz. Jede Menge Unioner sind unterwegs, dazwischen ein Haufen Unidentifizierbare – zumindest solange sie schweigen. Wir quetschen uns in die S-Bahn, fahren ein paar Stationen und steigen mit allen anderen in Köpenick aus. Irgendwo dampfen Bratwürste, wird Bier verkauft, während wir gemächlich zur Alten Försterei schlendern. Ein Wahnsinnspaziergang wird es nicht werden, wir müssen ja nicht zu den weiter entfernten Gästeblöcken, nein wir stehen später brav im Sektor 3 und werden sehen, was passiert. Flutlichtmasten ragen in den blauen Nachthimmel.

Während sich die Jungs schon auf den Weg ins Innere des Stadtions machen, kaufe ich ein Stadionheft und warte  auf Thomas, der mich mittlerweile ein paar Mal angerufen hat – das Gespräch konnte ich jedoch nicht annehmen, weil mein mobiles Telefon muckt. Immerhin, jetzt steht er neben mir.  Wir stellen uns ordnungsgemäß an, kommen jedoch keinen Schritt vorwärts. Gerade begrüßt der Stadionsprecher die Eintrachtfans, die offiziell gar nicht da sind. Nach ein paar Minuten wird es uns zu blöde, wir suchen einen alternativen Eingang, finden ihn auch und sind ruckzuck auf der Gegengeraden. Kurz darauf ruft es aus der Menge: Axel – und da stehen sie auch schon, die anderen vier. Thomas und ich schlagen uns die Stufen hoch und werden mit lautstarken Axel-Rufen empfangen, die umstehenden Berliner machen sich einen Jux und freuen sich – und obgleich wir Fremde sind, gibt es gleich ein großes Hallo. Wie fremd wir sind, stellt sich unmittelbar darauf heraus; Idrissou bringt die Eintracht mit 1:0 in Führung und rundum ruft es: Eintracht, Eintracht. „Ach, ihr kommt aus Frankfurt“ kommt die erstaunte Antwort der Unioner um uns herum. Grinsendes Gelächter. Irgendwo im Block hängt ein Spruchband: Wir sind da, jedes Spiel, ist doch klar. Und wir sind viele.

Es ist friedlich, wir schwatzen kurz, blicken uns erstmals um. Ich war nun zum dritten Mal hier im Stadion, damals, beim legendären Nebelspiel vor 10 Jahren, dann beim sommerlichen Pokalviereins und nun in subversivem Auftrag. Mittlerweile hatten die Fans von Union die Alte Försterei ja auf Vordermann gebracht – aber die alte Anzeigentafel, die von Hand bedient wird, ist geblieben. Aber es gibt auch eine neue, die hängt über uns und ist somit nicht sichtbar. Aber ein 0:1 prangt darauf. Soviel ist sicher.

Plötzlich klettern ein paar Frankfurter über den Zaun in den leeren Gästeblock, ein Gitter springt auf, Polizei rückt an. Es ist der Moment, wo alles hätte kippen können. Aber schnell wird reagiert, die Polizei zieht sich zurück und der Block wird offiziell aufgemacht. Die Mauer muss weg schallt es durchs weite Rund aus Tausenden Berliner Kehlen und wir verabschieden uns von unseren neu gewonnenen Berliner Freunden und ziehen um. In der Heimkurve wird unter tosendem Applaus ein großes Banner entrollt: Fick dich DFB steht darauf zu lesen, ein weiteres zeigt: Wenn Argumente fehlen, kommt meist ein Verbot heraus.

Jetzt ist der Block gut gefüllt, fast alle Frankfurter stehen nun beieinander, die Eintracht wird angefeuert, und minutenlang dem DFB skandiert, was man von ihm hält: Scheiß DFB heißt es – im Wechselgesang mit den Fans von Union Berlin im Flutlicht der Alten Försterei, es ist beeindruckend. Es ist laut. Es ist eine Demonstration gegen Willkür und Kollektivstrafen, es ist eine Demonstration für ein friedliches Fußballfest ohne Firlefanz. Wären wir dem Rat der Eintracht gefolgt, säßen wir nun in einer Frankfurter Kaschemme, kein Berliner hätte ein Bier an uns verkauft, kein Gespräch hätte statt gefunden, und kein Zeichen wäre gesetzt worden, dass sich Fußballfans im Kollektiv nicht als Verbrecher behandeln lassen, weil einige wenige irgendwas verbockt haben – und fast alle ratlos sind, was denn nun wirklich zu tun sei.

Fußballerisch hat die Eintracht, bei der Anderson schon seit den Anfangsminuten mit einem Kopfverband kickt und nach einer halben Stunde gegen Butscher ausgewechselt wird, recht wenig zu melden; Union macht das Spiel – aber bringt das Tor von Nikolov nicht ernsthaft in Gefahr. Halbzeit. Fußballmafia DFB.

Nun begrüßt der Stadionsprecher die Eintrachtfans erneut, großer Jubel brandet auf, wir sind da, jedes Spiel, ist doch klar. Als er durchgibt, dass die zweite Mannschaft von Union gegen den BFC Dynamo gewonnen hat, prasselt erneut der Beifall von allen Seiten, wie überhaupt dauernd geklatscht wird. Die Eintrachtler freuen sich ob der sensationellen Gastfreundschaft, die Unioner freuen sich, dass Gäste da sind, wir freuen uns, dass die Eintracht führt und dass wir da sind und  das Flutlicht strahlt sowieso, das ist sein Job.

In der zweiten Halbzeit wird das große Fick dich DFB-Banner auf seiten der Unioner erneut entrollt, der Wechselgesang kommt vor laufenden Fernsehkameras erneut zu Ehren; SMS trudeln ein mit den Hinweisen, dass die Rufe zu hören sind, dass Banner zu sehen ist und dass die Reporter freundlich über das Geschehen berichten. Von Frankfurter Seite kommt kein einziger Schmähgesang in Richtung Union, umgekehrt sowieso nicht und als Union trotz Überlegenheit keinen Treffer erzielt, fliegt Hoffer nach einer Schwegler-Flanke in den Strafraum und wuchtet die Kugel zum 0:2 ins Netz. Läuft.

High Five allenthalben, Fußballmafia DFB dazu, links unten auf dem Zaun Dino im alten Höchst-Trikot, rechts unten Martin ohne Megaphon aber mit der Kraft des Willens, tausend Eintrachtler, 17.000 Unioner dazu, es ist ein Fanfest, wie es so noch nie zelebriert wurde. Klar, für uns kommt noch dazu, dass Meier zwei weitere Tore erzielt, die Eintracht sich am End souverän durchsetzt und Platz zwei zementieren kann. So schallt kurz ein Scheiß Fortuna Düsseldorf durchs Rund, jene Fortuna, deren Fans seit Monaten im dortigen Forum bittere Tränen über die gemeine Eintracht vergießen. Irgendwann schaffen wir es dann auch Im Herzen von Europa komplett durchzusingen.

Schlusspfiff, die Spieler marschieren unten am Zaun entlang und als wenig später die großen TV-Interviews gegeben werden, kam der Wechselgesang um dem DFB zu huldigen erneut zu Ehren. Zur Krönung verabschiedet sich die Eintracht-Kurve mit einem lautstarken Eisern Union, Eisern Union. Zurecht natürlich, denn vom Stadionsprecher angefangen bis hin zur Ticketsolidarität und der massiven Unterstützung auf den Rängen wäre solch ein Fußballfest niemals zu Stande gekommen. Dank und Respekt auch nochmal an dieser Stelle an Union Berlin. Großartig.

Großartig sind auch die vielen kleinen Gespräche auf dem Heimweg mit abwandernden Unionern: Schön, dass ihr hier wart – so hört man es nicht nur einmal. Andi und Arne machten sich auf Richtung S-Bahn während Charly, Holger, schusch und ich mit Thomas zu dessen Auto wandern. Dazu müssen wir die Alte Försterei einmal umrunden, was nach einem Zwischenstopp an einer Tankstelle auch bestens klappt. Alsbald gleiten wir mit einem alten 300 PS-Schlitten durch die Berliner Nacht Richtung Friedrichshain, Richtung Glühlampe, Richtung Bembelbar. Juchuuu, wir sind euphorisiert.

In der Bembelbar geht es natürlich hoch her, ich aber bleibe draußen, da es mir inmitten der Feierbiester doch etwas zu eng ist. Aus allen Ecken kommen sie, die Frankfurter Gesichter, hier Alex, da RedZone, hier die Sossenheimer, da Gerd, den ich ewig nicht mehr gesehen habe, da ist Carola, dort Lukas und mittendrin ein über beide Backen strahlender Öri – und alle haben ein Grinsen im Gesicht und sind sich einig, dass sie etwas Besonderes erlebt haben an diesem März-Abend in der Alten Försterei. Bis tief in die Nacht wird gefeiert, gebabbelt, gepichelt und gesungen. Ab und an stehen ein paar Wannen der Polizei in der Nähe und beobachten leicht provokant das Spektakel, aber es wird die ganze Nacht ruhig bleiben.

Irgendwann nehmen wir ein Taxi, sausen flott nach Kreuzberg, gönnen uns noch einen Fleischspieß bei Curry 36 und fallen anschließend bei Andi in den Schlaf des Gerechten.

Die Nacht ist eher kurz, Lola will in die Schule, Lina in die Kita und als die jungen Damen des Hauses um die Ecke gebracht sind, machen wir uns auf zum Frühstück im Molinari. Und da kommt die SMS, dass Pia jetzt auch noch krank ist und richtig flach liegt. Och Menno, gute Besserung, bald bist du wieder mit dabei. Ganz sicher.

Jetzt kommt auch Susi dazu, erstmals mit Klein-Karla, denn Susi ist im letzten Jahr Mama geworden und ich sehe den Nachwuchs  zum ersten Mal. Gut aufgelegt ist sie die Kleine, die Zeit vergeht wie im Flug. Schusch und ich verabschieden und von Andi, Arne und Holger; fahren mit Susi und Thomas zurück zur Glühlampe. Dort verabschieden wir uns von meinen Berliner Freunden und alsbald rumpelt der Bus zurück auf die Autobahn. Im Bus befinden sich jetzt nicht nur zwei Kästen Bier, gestiftet vom Wirt der Glühlampe, sondern auch ein sensationelles Geschenk: Ein Wackel-Pittbull, der die Rückfahrt freundlich grinsend bei Busfahrer Jörg verbringt und stoisch vor sich hin wackelt.

Die Windräder zur Seite lassen friedlich ihre Flügel rotieren, wir hangeln uns von Rastplatz zu Rastplatz, vorbei an Jena-Lobeda, vorbei an Thüringen und landen spät am Abend in Bad Homburg. Da war der hintere Teil des Busses schon lange zur Nachtdisco umfunktioniert, während wir vorne die Zeit verschwatzten und alsbald weiter nach Frankfurt fahren. Am Bahnhof verlasse ich den Bus, der noch weiter nach Sachsenhausen fährt. Großer Abschied und schon latsche ich mit Charly, der von seiner Freundin abgeholt wird, zur Straßenbahn und alsbald rumpeln wir mit der 12 durch die Hauptstadt des Verbrechens. In der Rohrbachstraße steigen wir aus, Charly und Tine machen noch einen Abstecher ins Backstage, während ich flinken Schrittes zu Pia eile, die müde und krank den Tag im Bett verbracht hat. Ich erzähle noch ein bisschen von der Tour, die wesentlichen Dinge waren ja schon via mobilem Telefon vermittelt, und irgendwann schlafe ich zufrieden ein.

Was bleibt? Zum einen die Tatsache, dass manch einer unvermittelt zum Verdi-Opfer wurde, da geplante Flüge abgesagt wurden, zum anderen die Geschichte eines Fans, der zur zweiten Halbzeit nicht mehr zu den Sitzplätzen gelassen und von Ordnern aus dem Stadion gekloppt wurde. Als er sich in ein Taxi setzte, um zur Bembelbar zu fahren, waren die ersten Worte des verständnisvollen Taxifahrers: Ick war früher ooch ma bei die Hoolijans, wa. Und was bleibt ist natürlich ein sensationelles Auswärtserlebnis, das weit mehr als Fußball beinhaltete. Es war ein Statement, abgegeben von Fans der Frankfurter Eintracht, die entgegen des Rates der Eintracht-Offiziellen doch nach Berlin gezogen sind; ein Statement, abgegeben von Fans und dem Verein Union Berlin, die gemeinsam mit unserem Auftritt dafür gesorgt haben, dass ein Umdenken beim DFB stattfinden muss (und auch laut Presse schon eingesetzt hat) und was bleibt ist die Tatsache, dass es Vertretern der Frankfurter Eintracht gut zu Gesicht stünde, sich mal bei Union schlau zu machen, wie Fans in den Verein eingebunden werden können. Dazu könnte auch die Lektüre des Stadionheftes hilfreich sein. Nicht nur, dass sich Union bei der Eintracht zu Vehs klaren Worten gegen die Methode Fortuna bedankt; das Statement des Nordwestkurvenrates wurde in Teilen dort abgedruckt und so manch anderer Hinweis findet sich zudem noch dazu, wie Fußballvereine und Fans zusammen gehören.

Auch wenn Fußballfans nicht immer sauber sind, auch wenn es immer wieder zu Vorfällen kommt, die kein Mensch braucht, so ist die Eintrachtfanszene ein bunter Haufen, der sich trotz allen Seltsamkeiten nicht unterkriegen lässt und auch mehr Anerkennung und vor allem Unterstützung seitens der Vereinsführung verdient. Und keine Belehrungen oder wohlmeinende Ratschläge, die weit an der Sache vorbei gehen und eher den Unmut fördern als Verständnis.

Letztlich liegt es aber auch an der Fanszene selbst, die Dinge anzupacken, denn wenn wir auch am Montag eine Schlacht gewonnen haben, die Auseinandersetzung mit den grauen Verwaltern des Fußballs ist noch lange nicht vorbei.

Und niemals vergessen: Eisern Union.