Ein Sammelsurium aus dem angebrochenen Leben

Kategorie: Wortwelt (Seite 28 von 28)

Beves Wortwelt

Der große Frankfurter Currywurst-Test: Heute: Teil IV – Worscht Company – Schwanthaler Str. 38

Die Sonne lacht, es ist ein schöner Tag, Zeit für einen Ausflug – über den Main hinweg nach Sachsenhausen. Im Museumspark flammender Protest der Freunde des Museumsparks gegen die geplante Abholzung von vierzig Bäumen zu Gunsten eines überdimensionalen Museumsneubaus; dahinter verläuft die Schweizer Straße – und liegt im Schatten. Kurz hinter dem Schweizer Platz – oder vor, je nachdem woher man kommt, überquert die Schwanthaler Straße die Schweizer. Altbauten reihen sich dicht an dicht, früher gab es hier an der Ecke Stegstraße das Cafe Gaggia – eine Oase der Langhaarigen, heute bietet dort eine Versicherung ihre Dienste an. Kurz vor Ecke zur Schweizer, der hochmütigen aber in die Jahre gekommenen Diva der Stadt, hat sich die Worscht Company etabliert.  Weiterlesen

Der große Frankfurter Currywurst-Test: Heute: Teil III – Culux – Oeder Weg 34

Heute ist der Tag einer Premiere. Schon häufiger bin ich daran vorbei gefahren, doch erst Pias Hinweis gibt den finalen Schubs. Bislang ignorierte ich Curry deLuxe mehr oder minder aus dem einfachen Grunde, weil es mir für ne Currybude zu stylish daher kam. Hier, Ecke Oeder Weg/Jahnstraße wartet seit einigen Jahren eine Melange zwischen Restaurant und Imbiss auf die hungrigen Mägen. Und auch hier gibt es die Möglichkeit, draußen zu sitzen.  Im Curry deluxe konzentriert sich vieles auf die Currywurst. Die Speisekarte bietet etliche Optionen; von den Klassikern Brat- und Rindswurst über die Berliner bis hin zur Odenwälder Kartoffelbratwurst ist alleine schon das Wurstsortiment  äußerst vielfältig.  Zehn verschiedene Soßen stehen ebenso zur Auswahl wie sieben verschiedene Schärfegrade – dies ergibt insgesamt ein paar Hundert Kombinationen. Hinter dem Bestelltresen an der Wand türmen sich Berge von Pommes. und auch an den Nachwuchs wurde gedacht; ein Kinderteller kann geordert werden. Für mich stellt sich die Frage: Was tun? Weiterlesen

Von Straßen

Are we human or are we dancer

my sign is vital, my hands are cold

(The Killers)

Es gab mal Zeiten, da gehörte die Straße den Straßenkindern. Wer sich draußen rumtrieb, der hatte keine Heimat und im Sommer Dreck an den Füßen. Draußen waren die Sitten rau, man wusste nie, wem man begegnen und was der Tag bringen würde. Man war ungeschützt – aber auch unkontrolliert. Die Gefahren der Großstadt, sie lauerten auf den Straßen ebenso wie die Versuchungen. Die Kleinen drückten sich die Nase an den Schaufenstern platt oder warfen Hundescheiße in die Briefkästen ungeliebter Nachbarn, die Großen lungerten am Kiosk herum – oder demonstrierten. Gegen Vietnam. Gegen Atomkraft. Gegen die Startbahn West. Manchmal auch für etwas; für die Abrüstung beispielsweise. Weiterlesen

Der große Frankfurter Currywurst-Test – Heute: Teil II – Best Worscht – Berger Straße

Nachdem vor wenigen Tagen die Currywurst beim Bernemer Wurstmax getestet und für ausgezeichnet befunden wurde, erscholl der Ruf nach einem Test bei Best Worscht. Da sich eine Filiale des Franchise Unternehmens Snack Point auch in der unteren Berger Straße befindet, die sowieso zu meinem Revier gehört, folgte ich dem Ruf unverzüglich und unterzog die Currywurst bei Best Worscht dem gnadenlosen Beve-Test. So ihr weitere Vorschläge zum Testen habt, nur her damit – und es müssen auch gar nicht eure Favoriten sein. Für den saloppen Hinweis: probier doch mal xy bin ich schon dankbar. Auch darf ich jetzt schon ankündigen, dass nicht nur die Currywürstchen auf dem Prüfstein stehen, sondern auch Frankfurts Burger. Dazu demnächst mehr. Weiterlesen

Der große Frankfurter Currywurst-Test – Heute: Bernemer Wurstmax

Es ist noch völlig unerforscht
das Innere der Curryworscht

(alte Frankfurter Weisheit)

Currywurst mit Pommes gehört zu den Grundnahrungsmitteln. Der Deutschen, der Hessen und der Frankfurter und somit auch von mir. Es gibt Rindscurrywurst, es gibt Bratcurrywurst und es gibt Undefinierbares. Traditionell wird zur gebratenen Wurst entweder ein Brötchen gereicht oder aber Pommes, im Idealfall oder bei großem Hunger auch beides. Das Essen ist ungesund, keine Frage – aber es schmeckt. Und von daher beginnen wir heute mit dem großen Frankfurter Currywurst-Test. Die Kriterien sind gnadenlos subjektiv – wir prüfen den Geschmack, die Konsistenz und die Wärme der Speisen und wir werfen einen kritischen Blick auf die Soße. Anschließend schauen wir nach dem Preis, dem Ökofaktor und der Ästhetik. Zu guter Letzt werfen wir einen Blick auf den Service. Maximal sind fünf Punkte, sogenannte Currypoints kurz Cupos zu vergeben. Geordert wird prinzipiell Rindscurry. Gerne werden Hinweise zu Anbietern angenommen – doch obacht, der Tester hat keine Hemmungen, die Dinge beim Namen zu nennen; in guten wie in schlechten Zeiten. Weiterlesen

Atomkraft? Darauf einen Aperol.

Pia meinte neulich, dass (wenn es nicht so grausam wäre) die Schlagzeilen der Katastrophe in Japan auch auch auf die Eintracht zutreffen könnten. Und tatsächlich, selbst auf die Schnelle finden sich die Überschriften. Hier, hier und hier könnte es auch um die Eintracht gehen.

Das Schöne ist ja: Japan ist weit weg. Da lässt sichs trefflich leben. Doch im Gegensatz zur Guttenbergdebatte fehlen erstaunlicherweise die Facebookaktionen der Kernkraftbefürworter; so ein sattes Fukushima- I like gepaart mit einem Kopfhochjungsdaswirdschonwieder und bei uns kommt der Strom aus der Steckdose, das hätte doch was. Jetzt für Kernenergie demonstrieren, das würde mir Respekt abnötigen. So aber bin ich abermals erschüttert (wenn man das so salopp sagen darf) über den gnadenlosen Populismus unserer Volksvertreter. Wenns drauf ankommt, ziehen sie den Schwanz ein. Atomkraft ist jetzt doch irgendwie gefährlich. Mach Dinger. Das Tragische ist sicherlich das Desaster in Japan; das Trübe jedoch die Augenscheinlichkeit der bigotten Verlogenheit der Mächtigen. Und wir? Wir sind in der Masse einfach nur doof. Ehrlich, das Bremsen vor dem Zebrastreifen lohnt nicht mehr. Früher hatten wir Angst vor Amokläufen, heute bin ich mir da gar nicht mal so sicher. Natürlich nicht, solange man nicht selbst zum Opfer wird. Hieß es früher noch: Ohje die armen Kinder, folgt doch heute der Reflex: Oh, dann kommt der kleine Alfred ja in eine kleinere Klasse, wir hatten schon überlegt, ihn in eine Privatschule zu schicken. Weiterlesen

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