Schon im Februar hat das Stadtkind dokumentiert, wie es damals auf dem mittleren Bereich der Berger Straße aussah. Jahrelang galt die Berger als Vorzeige-Straße Frankfurts, nicht so schick wie die Schweizer, nicht so im Umbruch befindlich wie die Leipziger.  Nach dem Auszug von Saturn Hansa und dem (vorübergehenden?) Auszug des Woolworth, Wollwodd wie die Frankfurter sagen, bieten  jedoch mittlerweile auch andere Läden ein eher trostloses Bild, welches sich auch im unteren Bereich zeigt.

Liegt es den überteuerten Mieten, an der unsicheren Situation, ob Saturn Hansa oder Woolworth wiederkommen – es ist schon ein Phänomen, dass jetzt, wo das Nordend immer mehr dem Gentrifizierungsprozess anheim fällt, das Flair der Berger nicht mehr dem heimeligen entspricht, was Wohnen in der Nähe so begehrenswert gemacht hat, wobei es natürlich immer noch jede Menge Kneipen, Restaurants oder Cafés zum verweilen gibt. Während der Laden des einstigen Gegenwart in der unteren Berger schon gefühlt 20 Jahre leer steht, so sind selbst neuere Läden, wie Tortilla meets Äppler, Jenny’s Cupcakes oder der Fischladen schon wieder Geschichte. Aber keine Sorge, Handyverträge können auch weiterhin auf der Berger abgeschlossen werden. Hier ist übrigens noch ein Beitrag vom Stadtkind zum Thema.