… spielt die Eintracht – und das wurde gegen den Club trotz nicht wirklich überzeugendem Spiel immerhin mit einem Punkt belohnt. Auf unserer kleinen Waldtribüne empfingen wir zuvor Gäste unterschiedlichster Couleur. Mit Alexander vom Nürnberger Online-Fanmagazin Clubfans-United plauderten wir über Netzkultur und aus aktuellem Anlass über Frauen in der Fußball-Netzwelt; immerhin hatte Kerstin vom Blog rotundschwarz vor der Partie einige Fragen zum Thema bei Clubfans-United beantwortet.

Anschließend konnten wir einen der ältesten Fanclubs der Eintracht bei uns begrüßen, den EFC Bockenheim, der seit 1977 die Eintracht aktiv unterstützt – und nicht nur das: Seit vier Jahren engagiert sich der EFC gemeinsam mit der SG Praunheim in der Initiative Fußballer und Fans helfen für soziale Projekte und konnte so bislang knapp 40.000 Euro einsammeln.

Eine ungewöhnliche Interessenkombination pflegt seit Jahren unser nächster Gast: Die Eintracht und die Oper stehen für Bernd Loebe, seines Zeichens Intendant der Frankfurter Oper, im Vordergrund. Loebe, der in seiner Jugend selbst für Eintracht Frankfurt am Ball war, führte die Oper Frankfurt aus den Niederungen bis an die Spitze deutscher Opernhäuser und ist in diesem Kontext sicher ein guter Ratgeber für die Eintracht, die sich in den Niederungen durchaus auskennt und auf dem Weg zur nationalen Spitze noch ein paar Schritte vor sich hat.

Ein erhoffter Höhepunkt musste jedoch ausfallen: Unserem Plan, Benny Köhler zu verabschieden, machte der Verkehr rund ums Stadion einen Strich durch die Rechnung. Wer weiß, ob wir dies nicht demnächst nachholen können. Und da unsere Waldtribüne ja durchaus mit dem Eintracht-Museum verbandelt ist, hat der ein oder andere Besucher vielleicht schon einen Blick auf die derzeitige Sonderausstellung werfen können, die sich vollständig den historischen Sportstätten in Frankfurt verschrieben hat.

Was nur die älteren uns uns erlebt haben, wird wieder lebendig; die legendären Steherennen in der Radrennbahn, die nach dem Krieg Tausende in den Wald lockten oder die Tage, als der Main noch nicht durch Industrieabwässer verseucht war und fast alle Frankfurter in den großen Main-Bädern schwimmen lernten. Und im Winter dann wie einst Johann Wolfgang von Goethe auf dem Main auf Schlittschuhen umher kurvten – was zugegeben in den letzten Jahren nicht häufig vorkam. Um genau zu sein: Letzmals im Winter 1963.

Im Schumanntheater wurde geboxt, im Hippodrom geritten, auf der Hundswiese gekickt und Rund um den Henninger-Turm geradelt. Und wer wissen will, welcher Radrennfahrer 1972 das Jugendrennen gewonnen hat, was die Gut Stubb eigentlich ist oder weshalb ein Autobahnparkplatz Rosemeyer heißt, der kann sich ja mal im Eintracht-Museum auf die Spuren historischer Sportstätten begeben.