Neulich hatte ich ja darauf verwiesen, dass ein Blick in die unzähligen Blogs des Landes durchaus bereichernd sein kann, also folgt nun eine kleine Linkschau, auf dass der/die ein oder andere drüben mal vorbeischneit.

In Lizas Welt (Ansichten zu Politik und Fußball) liefert Liza einen Text des Journalisten Bassam Tawil. Palästina von unten.

Wenn europäische Machthaber sich wirklich für uns interessierten, dann würden sie – statt Geld zu schicken, damit wir ihnen helfen, die Juden loszuwerden – uns dabei unterstützen, eine bessere Regierung zu finden – eine, die sich um den Alltag und das Wohl ihrer Bürger kümmert, statt nur zu versuchen, an immer mehr und mehr Geldgeschenke aus Europa zu kommen …

http://lizaswelt.net/2015/01/19/europa-der-wahre-feind-der-palaestinenser/

 

Matt von der Rückseite der Reeperbahn verlinkt ein älteres Interview mit Katja Werker, deren Song „Carried  the cross“ 15 Jahre nach Erscheinen in einer deutschen Fernsehserie lief.

Als vorgestern Abend in der Fernsehserie „Marie Brand“ im Hintergrund der Song „Carried the cross“ von jenem Album lief, ist wieder mal ein paar mehr Leuten bewusst geworden, was für eine große unentdeckte Künstlerin da im Ruhrgebiet herumsitzt.

 

Der Kiezneurotiker beschwört die Sehnsucht in einem gentifizierten Prenzlauer Berg nach einer Zeit, die unwiderruflich vorbei ist.

Sehnsucht. Stargarder Straße. Galerien. Boutiquen. Solarien. Cocktailbars. Sushi. Sushi. Der ganze Bezirk frisst Sushi und ich bekomme Lust, ausgesoffene Bierdosen in ihre spießigen Urban Gardening-Beete zu werfen. Früher haben wir in der Stargarder Straße aus einem Kellerloch geklautes Bier verkauft. Für 50 Pfennig. Sehnsucht. Rauf auf die Dächer, oben feiern, war ja immer alles offen damals, die Dächer, Berlin von oben, Sonnenuntergang …

http://kiezneurotiker.blogspot.de/2015/01/retrospektive-sehnsucht.html

 

ThorgeFährlich von Brain. Fuck. Yourself. war zurück in der Heimat, die er vor sechzehn Jahren verlassen hat. Heimatgedanken.

Der Hund ist schon lange tot und vor drei Jahren ist mein Nachbar vorm Fernseher eingeschlafen und einfach nicht mehr aufgewacht. Mit Anfang fünfzig. Seine junge Tochter hat ihn am nächsten Morgen vorm Schulbeginn gefunden.

Irgendwas läuft falsch.

http://thorgefaehrlich.blogspot.de/2015/01/heimatgedanken_8.html

 

Frau Gehlhaar (Über das Großstadtleben und das Rollstuhlfahren) beschreibt wie es ist, wenn man im Rollstuhl sitzend die fragwürdige Anerkennung erfährt, einen nichtbehinderten Freund zu haben

„Voll schön für dich! Herzlichen Glückwunsch!“, rief Franzi schrill hervor und klatschte aufgeregt in die Hände. Und Nina fügte anerkennend hinzu: „Naja, du bist ja auch voll die Hübsche!“ Jetzt hob ich beide Augenbrauen. Ich war irritiert und verblüfft. Nicht zum ersten Mal bekam ich Reaktionen, wie Anerkennung und Schock nach der Aussage, dass mein Freund nicht im Rollstuhl sitzt.

https://fraugehlhaar.wordpress.com/2015/01/17/komplimente-zu-silvester/