Etwas mehr als 4.500 Zuschauer sahen an einem lauen Spätsommerabend ein ebenso laues 1:0 der Eintracht gegen den FSV Frankfurt am Bornheimer Hang, das Tor erzielte Joel Gerezgiher wenige Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit – und freute sich darüber natürlich mächtig.

Höhepunkt des Spiels war sicherlich der Moment, als ein kleiner Bub mit Aigner Trikot einen der vielen auf die Stehränge gebolzten Bälle ergatterte und nicht wieder hergeben wollte. Zunächst sah es so aus, als könne er ihn behalten, was draus geworden ist, weiß der liebe Gott.

Mit Huber und Toski standen zwei ehemalige Eintrachtler in der Anfangsformation des FSV, die Eintracht kickte mit einer besseren B-Elf. Im Tor hielt Wiedwald seinen Kasten sauber, mit Kinsombi und Gerezgiher durfte der Nachwuchs ran und erstmals auch Neuzugang Medojevic mit der 25, während Seferovic, Zambrano, Ignjovski und Djakpa auf Länderspielreise weilten. Inui hatte im Gegensatz zu Piazon einige auffällige Szenen, das beste jedoch war, dass ein Teil der Einnahmen an Dietmar Roth gehen sollen, der noch immer an den Folgen eines Schlaganfalls laboriert. Roth, der zur Mannschafts des Fußball 2000 gehörte, die Anfang der Neunziger großen Fußball bot, kickte im Herbst seiner Karriere beim FSV. Möge er wieder so richtig auf die Beine kommen.