Nein, damit sind nicht die Fans gemeint, derer 16.500 beim Heimspiel der Eintracht in der heimischen Arena gegen St. Pauli anwesend waren. Dass es nur so wenige waren, lag daran, dass die Eintracht nur 14.000 Tickets an die eigenen Anhänger verkaufen durfte; ob diverser Vorkommnisse der Vergangenheit war die Heimkurve für dieses Spiel komplett gesperrt.

Vom Aussterben bedroht – und damit kommen wir schon zum Highlight des Spiels – ist: Der Große Eichenbock.  Hiermit beziehe ich mich weder auf den Vorstand der Eintracht noch auf den noch zu suchenden Innenverteidiger, der besser sein wird, als die gegangenen, sondern tatsächlich auf einen Käfer, der mir auf dem Weg zur Tribüne über den Weg gekrabbelt war. Drei bis vier Zentimeter lang war er und mit Fühlern ausgestattet, die jeweils das doppelte an Länge erreichten. Ich fotografierte den skurrilen Kerl und wartete, bis er jenseits des Weges in Sicherheit war; wer weiß ob er die Tausende von Füßen überlebt hätte, die nach Öffnung der Stadiontore den Weg belebten.

Bemerkenswert war sicherlich noch die leere Nordwestkurve; das dritte Tor von Alex Meier im zweiten Spiel und die Tatsache, dass mir nach Jahren im neuen Stadion erstmals die Sonne wieder ins Gesicht schien. Generell ist zweite Liga derzeit wie beim Frauenfußball; man kann es mit den Männern nicht vergleichen.

Eintracht Frankfurt – St. Pauli 1:1