Ein Sammelsurium aus dem angebrochenen Leben

Mein Fußball ist im Arsch

Reden wir doch einmal genau darüber. Den Blog „Beves Welt“ gibt in dieser Form seit 2011, also ziemlich genau seit fünf Jahren, davor war der Vorläufer seit 2008 hier zu finden, der kleine Bruder hier. Angefangen hat alles eigentlich 2001 im Forum der Eintracht, später dann die Fortsetzung in der Fan geht vor – die Zeiten haben sich gewaltig geändert.

Damals stand die Eintracht im Zentrum meines Geschehens, sowohl analog als auch digital. Facebook und Twitter waren noch nicht erfunden, Berichte von Auswärtsfahrten gab es in Fanzines zu lesen, ich war zumindest bei der Eintracht einer der ersten, der über das Internet mit längeren Texten eine – damals noch überschaubare – Masse an Gleichgesinnten erreichte. Wer online war, der nutzte ein Modem, die Flatrate war noch nicht erfunden, entsprechend kostspielig war das Ganze – und entsprechend sorgsam nutzte man die Möglichkeit des Netzes, eine wunderbar anarchische Zeit der Kommunikation. Neben der sogenannten „aktiven Fanszene“, die auch damals noch überschaubar war und zu Beginn des neuen Milleniums durch die Gründungen der UF und etwas später der Fan- und  Förderabteilung geprägt wurde, verband das Eintrachtforum zunächst virtuell und kurz danach auch sehr reell weitere Eintrachtfans, während die Eintracht kurz darauf vor dem Lizenzentzug und dem Absturz aus dem Profifußball stand.

2002 wurde ich Stadionsprecher der Amateure, deren Stimme ich neun Jahre lang war – als Nachfolger von Kurt E. Schmidt, der uns 2013 am Tag vor dem Spiel gegen Bordeaux für immer verlassen hat. Etliche Jahre stand ich auch für die U19 am Mikro. Etwas später moderierte ich gemeinsam mit Dirk Chung und Patrick Widera eintrachtfans.tv – ein Magazin auf Rhein Main TV, welches von Eintrachtfans für Eintrachtfans produziert wurde, wiederum etwas später öffnete das Eintracht Museum seine Pforten, vom ersten Tag an (der sich im November 2017 zum 1o. Male jährt) war ich dabei, moderierte unzählige Veranstaltungen, schrieb auch darüber meine Texte. Seit 2011 moderierte ich zudem mit (nunmehr) wechselnden Partnern die von uns gegründete Waldtribüne vor jedem Heimspiel. Zudem publizierte ich bis zur Einstellung im Dezember 2016 regelmäßig in der Diva, dem Magazin für Mitglieder der Eintracht, bzw der Fußball sowie der Fan- und Förderabteilung.

Jahrelang versuchte ich den Spagat zwischen meinem Fandasein und den offiziellen Anforderungen zu meistern, sprich gleichermaßen klar zu texten wie auch die Eintracht zu repräsentieren. Unzählige Texte entstanden in all den Jahren, über Auswärtsfahrten und Einschätzungen, über Begegnungen und Veranstaltungen und dazu recherchierte vorwiegend historische Geschichten, sie dürften Bücher füllen. Unzählige Gespräche wurden in all den Jahren geführt, mit einstigen Größen, allen voran Alfred Pfaff, Jürgen Grabowski, Bernd Hölzenbein oder Tony Yeboah, den ich sogar einmal für das Projekt „Im Gedächtnis bleiben“ im Rahmen eines Filmes zur Einweihung des Tony Yeboah Hauses in Niederrad über eine Stunde lang auf Englisch interviewte – ein Ergebnis davon könnt ihr euch hier anschauen.

Aber auch mit weniger bekannten dafür umso unterhaltsameren Gästen kam ich vor allem auf der Waldtribüne ins Gespräch, Gäste aus den Fanszenen der Vereine, gegen die die Eintracht an diesen Tagen spielte. Ich habe unzählige Leute in all den Jahren kennen gelernt, unzählige Kilometer auf den Highways abgerissen, in Bussen, im Golf (silbern) oder wie 2006 oder 2013/14 auch im Flugzeug. Ich hab den ganzen Scheiß mit allem drum und dran geliebt.

Die Anzahl der Worte ist nicht zu zählen, doch sie sind – nicht nur aber auch – im Blog seit Beginn des vergangenen Jahres weniger geworden, und dies hat Gründe. Und diese Gründe haben mit dem Blog oder dem Internet nichts zu tun hat, gleichwohl aber mit der Eintracht. Zumindest im Rahmen. Für mich ist nichts mehr so, wie es gewesen ist, da ist etwas unwiderruflich zerbrochen, den alten Beve gibt es nicht mehr. Details gehören hier nicht hin, aber ihr solltet im Ansatz wissen, weshalb hier kaum noch etwas über das steht, was der Ausgangspunkt von allem gewesen ist, über Eintracht Frankfurt. Es hat nichts mit dem Vorstand oder dem Präsidium zu tun, niemand hat sich von ganz oben je in mein Tun reingehängt, mich gegängelt – und dafür bin ich sehr dankbar, den ein oder anderen Anlass hätte es ja durchaus gegeben oder wie es mein einstiger Chef, der Fußballphilosoph H. Bruchhagen formulierte: Beve, sie lesen zuviel im Internet. Auch ist meine große Auswärtszeit fürs Erste vorbei. Zu teuer, zu gleich, zu viele Fahnen im Gesicht, zu viele Fanboxen, zu viel Trallala von allen Seiten. Europa wäre nochmal was. Oder wenn keiner mehr hingeht. Dann bin ich wieder da. Mein Barcelona heißt Bochum.

Und natürlich ist der Fußball im Arsch, dies ist ein weiterer Punkt – der alte Beve hätte dagegen angeschrieben. Alle Führer von den Institutionen, welche die Fußballfans in den vergangenen Jahren drangsaliert haben, sind mittlerweile unehrenhaft ihrer Ämter enthoben worden, ob Blatter/Fifa, ob Platini/Uefa, ob Niersbach/DFB. Der Präsident des mächtigsten Vereins Deutschlands saß im Knast, all die, die jahrelang kleinste Vergehen von missliebigen Doppelhaltern bis Pyro aufs Schärfste gegeißelt haben, haben den Fußball ruiniert und sich vor aller Augen die Taschen vollgestopft und an jedem noch so kleinen Deal mitverdient. Sie wollten  vordergründig eine antiseptische Kasperleveranstaltung – und sie haben sie bekommen. Die Kampagne „Keine Macht den Drogen“ wird ihnen präsentiert von Bitburger, flankiert von chinesischen Wegwerftoastern, die sie uns als Merchandise überteuert andrehen wollen. Marke, Produkt, Ware. Dafür habe ich mir doch nicht mit vierzehn auf den Hartplätzen des Kreises die Knie aufgeschürft. Da war Leidenschaft, Kameradschaft und später der Kasten Bier in der Kabine. Nachts um fünf im Trainingslager auf den Tischen getanzt, um drei Stunden später durch den Wald zu hecheln und die Kippen auszukotzen. Wir wollten kicken wie Grabowski, feiern wie Basler und nicht aussehen wie der Karriereplan von Philipp Lahm. Wenn es mittlerweile heißt: Weck den Ronaldo in dir, hol ich den Schlindwein raus.

Die, die das Sommermärchen gekauft haben, für das wir uns im Vorfeld verprügeln lassen mussten, leuchten nicht mehr. Ihre Hinterlassenschaft aber, der Fußball mit der hochgepushten Gelddruckmaschine Championsleague, mit Leipzig im bezahlten Fußball, mit einer WM in Katar und einer mit 48 Mannschaften, mit Spielern die sich binnen dreier Jahre mit drei verschiedenen Trikots ablichten lassen und dafür jedes Jahr zig Millionen einstecken und auch mit einer erbärmlich versagenden öffentlich rechtlichen Medienlandschaft, die zuweilen zwar kritische Berichte abliefert, ansonsten aber um jeden Platz in den VIP-Logen kämpft, um den Zugang zu den Speisekarten mit Goldrand, sie alle haben ein bunt angemaltes Illusionsspektakel hinterlassen und vor allem finanziert, in dem sie sich nicht zuletzt für keine Anbiederung zu schade waren, und damit meine ich nicht die Journalisten der FNP oder der FR, die seit Jahren damit zu kämpfen haben, einen Interviewtermin zu bekommen.

Sie haben es geschafft, dass die große Sportart Fußball nur noch eine Nutte ist, die sich jedem Meistbietenden an den Hals geworfen hat, ohne darauf zu achten, welche Krankheit sie sich einfängt. Jeder Rotz wird zum „El Classico“ aufgeblasen und sie achten streng darauf, in vorauseilendem Gehorsam noch ehe der Hahn drei Mal gekräht hat „Rote Bullen“ zu sagen. Ist doch wurscht, morgen kräht der Hahn eh nicht mehr und wer dann noch dabei ist, verdient sich wenn auch keine goldenen Ohren so zumindest ein schickes Jackett mit „SKY“ Aufnäher. Diese distanzlose Müllerhohensteinisierung des Fußballs begann mit Töpperwien, komm mir keiner mit „Früher war alles besser“. Aber man konnte zumindest guten Gewissens noch den Europapokal der Landesmeister gucken, auch wenn die Eintracht nicht dabei war. Das war Fußball mit Sperenzchen. Heute geht es um Sperenzchen mit etwas Fußball. Und die Werbeindustrie flüstert uns die Texte. Und sie stopfen sich die Taschen, kennen kein Maß, kein Ziel und überdrehen immer weiter. Säuglinge mit Berater? Kein Problem. Der wird mal ein ganz Großer.

Natürlich ist die Eintracht in diesen Tagen eine bemerkenswerte Ausnahme, hier achten sie auf verträgliche Eintrittspreise, auf eine halbwegs stilvolle Inszenierung, auf Rahmenbedingungen, die nicht mit dem ganz großen Irrsinn mithalten wollen. Sei es aus reiner Notwendigkeit, aber auch die Hintergründe der Verantwortlichen verweisen darauf, dass Erkenntnisse maßgeblich für Entscheidungen sind und nicht die nackte Not. Sie müssen ja irgendwie mithalten, da führt kein Weg daran vorbei. Leipzig hat die Tür in Deutschland weit aufgestoßen, es zieht gewaltig.

Die Stadien in Europa? Sehen alle gleich aus. Zumindest die großen. Zumindest von innen. Ronaldo kickt für Real, Messi für Barcelona. Beim ganzen Rest musst du Woche für Woche gucken, ob sie jetzt gerade in Manchester oder in Paris gelandet sind. Oder in China. Ist ja auch so ein Markt. Überhaupt: Asien. Heute fangen die Spiele zu Zeiten an, in denen wir damals ins Bett sind. Und um die Stadien laufen die gleichen Leute mit den gleichen Schals, diesen rotweißen oder blauweißen Kunsstofflappen und legen ohne zu murren fünfzig, sechzig, siebzig oder gleich hundert Euro auf den Tisch, um noch beim letzten „El Idiotico“ dabei sein zu können. Und wenn am Horizont ein Spiel auftaucht, welches den Namen auch verdient hat, dann stehen die Fanszenen, die aktiven, oftmals auch noch Gewehr bei Fuß, um noch den letzten Sargnagel rein zu kloppen. Remmidemmi bis einer weint. Oder filmt. Drei Tage später gucken dann alle ganz bedröppelt. Die, die 90 Minuten lang konsequent Hurensohn durchbrüllen, brechen in Tränen aus, wenn jemand sich erdreistet, das Ganze als Gesocks zu bezeichnen. Jo mei, klar Gesocks, früher hätten wir stolz T-Shirts gemacht, heute setzen wir uns in Talkshows und weinen uns bei Lanz aus, der so kritisch gucken kann. Oder besser noch: Unser Lanz heißt Facebook. Macht euch mal Gedanken, weshalb von Reiner Wendt nichts mehr zum Fußball kommt. Das Ding ist durch. Aber wir haben ja nichts besseres zu tun, als tagein tagaus die Maschine zu füttern. Selfie hier, Twitter dort, Will Grigg’s on fire, Island, toll gell, und die Iren singen so schön und wenn die Eintracht Championsleague spielt, sind wir stolz wie Bolle und zahlen alles. Und lesen alles. Und bloggen, und podcasten, und gehen hin. Es sind ja nicht die anderen. Es sind wir. Du. Ich. Katar? Ach komm, jetzt ist es ja auch egal…

Machen wir uns nichts vor, der Fußball ist im Arsch und wer sich weiterhin nen halben Liter bleifreie Industrieplörre für fünf Euro hinter die Binde kippt, der hat es auch nicht besser verdient. Es gibt keinen richtigen Fußball im falschen.

 

 

45 Kommentare

  1. Arno

    Für mich ist der Fußball, die Eintracht vor allem die Menschen, die dort sind. Auf der Tribüne und in den Kneipen. Als Freunde und als bekannte. Schräg, liebevoll, interessant und manchmal schwierig.
    Ich verstehe gut, was du schreibst.

    • Beve

      Das ist das eine Arno, das gekannte drumherum, wer es hat, der hat seine Fußballwelt, das ist prima. Der Rest ist Bullshit.

  2. wib

    Du bist aber produktiv heute…. :)

    Und Recht hast Du diesmal auch wieder.
    Ich habe mir auch schon oft überlegt, ob das alles noch meins ist.
    Und ob ich net auch lieber nach Rostock statt nach PSG oder so fahren möchte.
    Und ob diese vielen „Fans“ sich net besser eine andere Beschäftigung suchen sollten.
    Oder, natürlich das Hauptargument, wie lange ich das noch bezahlen kann.
    Und, was ich dann mache….

    Ich bin allerdings auch kein Mitglied irgend einer faccebook „Eintracht“ Gruppe, außer der des EV und der FuFa.
    Ich habe noch niemals ein Bier im Stadion getrunken, zumindest noch nie eins bezahlt. Manchmal habe ich einen Schluck mitgetrunken, bei meinen Sitznachbarn.

    Und klar, „Es gibt keinen richtigen Fußball im falschen“, aber es gibt auch kein richtiges Leben im falschen und trotzdem versuchen wir so gut es geht durchzukommen und es uns gut gehen zu lassen.

    Da wäre so viel zu tun und wir lassen es liegen.
    wib

    • Beve

      War ja krank, da stauen sich ein paar Sachen an. Sabine, mach weiter das beste draus, dir gönn ich das, ehrlich. Und die Frage treibt um: Was machen wir dann? Da habe ich auch keine Antwort. Leider.

  3. Andi

    Das kommt aber jetzt mindestens 10 oder 20 Jahre zu spät!

    • Beve

      Woher kennst du meine Gefühlslage und nimmst du diese Erkenntnis? Das ist mein persönliches Ding und das kommt für mich zur rechten Zeit.

  4. ulrich

    Uijuijujui Beve
    wenn ich morgens wach werde und an den modernen Fußball denke geht es mir wie Dir. Mein Kopf
    allerdings verwandelt sich in eines dieser Gesichter wie von Francis Bacon gemalt (warst Du in der Ausstellung im Salomon Guggenheim Museum ? war sie gut ? ) Bis heute ging es dann mit kaltem Wasser, oder jetzt im Winter raus in den Garten und Fresse in den kalten Schnee pressen wieder Glatt. Und leider vermag nicht nur dieses Thema mein Gesicht zu zerknittern Gott-verdammte Tage auf einem Gott-verdammten Planeten eben. Wenn einem eines seiner Lieblingsdinge wie der Fußball so gallig gemacht wird, ist es schwer am Ball zu bleiben. Dennoch versuche ich weiterhin robust zu bleiben so wie Eisen Dieter Schlindwein gespielt hat. lg u

    • Beve

      Im Museum war ich, ja – statt beim Spiel Bilbao – Alaves, 100 Euro waren mir dafür dezent zuviel. Dafür hatte ich im Museum zuwenig Zeit, das war ein Crashkurs. Extra dafür hinfliegen würde ich nicht, so war es allemal interessant. Und ich hoffe, ich finde noch das ein oder andere, welches mir den Fußball ersetzt. Die ganze andere große Scheiße von Trump bis AfD, von religiös verwirrten und gesetzlich gesteuerter Armut gibts ja auch noch.

  5. raideg

    Jo Axel, meine Gefülslage sieht ähnlich aus.
    Gehe jetzt seit ein paar Jahren schon kaum noch ins Stadion, Auswärts gar nicht mehr.
    Hat zwar auch private Gründe aber vor allem es ist kein Feuer mehr da, alles so belanglos. UEFA, FIFA, Skandale, DFB, Blatter, Hoffenheim, Leipzig das und einiges mehr hat mir den Spaß an der Sache zerstört.
    Man guckt nur noch Spiele im TV und wenn nicht – na dann eben nicht.
    Schade drum.:(

    • Beve

      Jo, schade drum. Genau, das Feuer ist aus, nur das Eintrachtflämmchen lodert noch. Immerhin.

  6. fg-sge

    Morsche Beve,
    kann dich gut verstehn, aber (noch) ist mir die Eintracht viel zu wichtig, kann net los lassen :-)
    Der ganze Kommerz Scheiß nervt schon lang und es wird net besser.
    Klatsch Pappen im Stadion, Katar, Plastik Clubs, Preise in England,China…
    Alles zum Kotzen, trotzdem:
    Alles außer Frankfurt ist Scheiße !

    • Modefan

      Ich gehe jedes mal mit Freude ins Stadion.
      Und schaue Pay-TV.

      Und fühl mich gut dabei.

      Grüsse

      • Beve

        Gut zu wissen.

    • Beve

      Den letzten Satz unterschreibe ich gerne :-)

      • Beve

        @ Fsge galt natürlich der letzte Kommentar

  7. SGE4Ever73

    Das hat schon alles Hand und Fuß, was Du schreibst! Der Fußball ist für mich immer noch „die schönste Nebensache der Welt“. Das auch der Grund, warum ich ins Stadion gehe und warum ich selbst über 20 Jahre Kreisliga hinter mir habe. Kameradschaft, Teamgeist, Freundschaften, der Geruch des frisch gemähten nassen Rasens beim Flutlichttraining, das kalte Duschen in versifften Kabinen der Kreisligasportplätze, die Diskussionen nach dem Spiel an den Theken dieser Welt und ja, auch das Rauskotzen der Kippen beim 07:00 Waldlauf im Trainingslager nach durchzechter Nacht.
    Das alles und noch viel mehr macht den Fussball für mich aus. Nicht das von rechts rein ziehen, Hacke, Spitze, 123 und ab ins Tor mit dem Ball eines Robben, sondern dann doch lieber einen technisch limitierten JLo Chandler, der verbissen über den ganzen Platz seinem Gegenspieler hinterher rennt um diesen dann mit einer satten Grätsche vom Ball zu trennen! Nicht den Kommentar des Lahmschen Weichspülers (…blabla, wir wussten das ist ein starker Gegner, blabla…) sondern einer der auch mal einen (Arschloch)-Kommentar wie Amanatidis damals über Franz los lässt.
    Allerdings tragen auch die Ultras Ihren Teil dazu bei, dass das alles nicht mehr so nostalgisch ist, wie es mal war. Ween z.B. aus einem Nichtssagenden Spiel gegen Darmstadt plötzlich ein solcher „El Idiotico“ gemacht wird. Wenn es im Stadion nur noch darum geht sich selbst am buntesten und gewaltigsten darzustellen mit immer größeren Choreos und dergleichen, dann zieht das natürlich auch den Sky Abonennten an, der ja genau das auf seinem Flatscreen im warmen Wohnzimmer sehen will. Und weil das zu Premiere Zeiten schon anfing, boykottiere ich diese Scheiße von Anfang an. Ich glaube ich bin in meinem Umkreise der einzige mit 40er, der kein Sky Abo hat.
    Und wenn ich mittlerweile das so hoch gepriesene „Public Viewing“ sehe, kommt es mir hoch. War das 2006 noch ganz nett in der Mainarena, hat das seit ein paar Jahren seinen Reiz verloren. Im Stadion sieht man auch mal ein junges Mädel, das in High Heels und Handtäschchen auftritt und von dem Spiel unten so viel versteht wie Hoeneß vom Rechtsverständnis. Aber wenn ich in bei meinem Stamm Italiener mal ein EM SPiel sehen will, komme ich mit vor wie auf einem Justin Bieber Konzert.
    Und jetzt sollen wir das auch noch mit 48 Mannschaften bei einer WM anschauen? Ohne mich!
    Ich bleibe bei meiner Eintracht! Ich bin auch nicht der Fuchs, der über die zu hoch hängenden Trauben meckert, aber ich würde mich über die CL nicht wirklich freuen. Gelegentlich mal wieder Europapokal ja, toll, nehme ich gerne! Aber sonst freue ich mich lieber wieder darauf, dass z.B. Lautern wieder hoch kommt und wir die 3:0 aus unserem Waldstadion fegen!

    • Beve

      Wohl gesprochen, wobei High Heels auch ok sind. Ne Jogginghose macht ja nicht automatisch den Kenner aus. Wobei? Aber klar, der Konsum von Fußball ist das eine. Das andere die Inszenierung. Und die zielt auf die Bewusstlosigkeit ab, die zahlt.

  8. Ronny B.

    Beve,
    die Entwicklung ist ja nun nicht ganz neu. Aufhalten kann man sie nicht, dafür ist die Macht des Geldes zu stark. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann einen großen Schlag – nämlich dann, wenn die Spekulationsblase Fußball platzt. 100 Mio. (und bald vielleicht noch mehr) für einen Fußballer auszugeben, ist ein nicht zu übersehendes Indiz für eine heiß gelaufene Spekulationsblase.
    Was nach dem Aufräumen kommt, weß ich auch nicht.
    Bis dahin schaue ich mir gerne mal das eine oder andere Spiele im Jugend oder Amateurbereich an. Ganz ohne Stadionsprecher und Fanschal.

    • Beve

      Nach dem Aufräumen bin ich wieder da. Ich helfe da sogar mit. Aber Jugendfußball ist nicht das Ding. Das ist wichtig und nett. Aber die Eintracht, das Stadion, das ist es. Gewesen?

  9. rotundschwarz

    Wir, die schon länger dabei sind, werden alle an den Punkt kommen, an dem es nicht mehr geht. Der Punkt, an dem man, in dem man bleibt, mehr von dem verrät, was einem wichtig war, als das man es bewahrt und weiterträgt. Es gibt immer mehr Momente ums Stadion herum und im Stadion, in dem ich fast so was wie einen Erkenntnisschock bekomme und mich frage: Was hat das alles mit mir zu tun? Was tust du hier? Die echten Momente muss man sich regelrecht stehlen – aber es gibt sie noch, manchmal ganz leise und manchmal sogar so, dass es einem fast aus den Schuhen haut. Stilles Glück, großes Elend oder umgekehrt. Da ist eben doch (immer noch) etwas am Fußball, an der Eintracht sowieso, das sich wehrt und diesem ganzen Scheiß widersteht. So lange ich denken kann, gehört die Eintracht zu meinem Leben und ich kann und will mir nicht vorstellen, dass das je anders sein wird. Wie gesagt: Irgendwann wird jeder an den Punkt kommen, auf seine Art Konsequenzen zu ziehen, wie auch immer die dann aussehen.

    Dein Text zeigt, dass auch der neue Beve zum Glück immer noch in vielem der alte Beve ist. Und ich hoffe darauf, dass du in deinem Blog – wenn vielleicht auch nicht mehr (so oft) über die Eintracht – so doch weiterhin über die Welt an sich schreiben wirst.

    • Beve

      „Die echten Momente muss man sich regelrecht stehlen“ Dies gilt ja mittlerweile für fast alles. Und: „Was hat das alles mit mir zu tun?“ ist genau die Frage, um die es mir geht.

  10. Horst Reber

    Lieber Beve, Deine Gedanken in allen Ehren! Lasse erst einmal den März und das Frühjahr durch das Stadiontor kommen. Dann verändert sich auch Blickwinkel. Hoffe ich, denn Du bist ein Juwel. Mache weiter – ohne jeden inneren oder äußeren Zwang. Die Eintracht und der Fußball brauchen Dich, weil Diçh schätzen unf lieben. Weil Du unverwechselbar bist. Ein goldenes Unikat mit einem großen SGE-Herzen und großem Talent und Meisterschaft. Horst Reber

    • Beve

      Meisterschaft? Da wäre ich ja der Eintracht für dankbar :-)

  11. Schnix

    Bravo Beve,
    stilvoll auf den Punkt gebracht.
    Leider ist das Beschriebene ja in diesen Zeiten fast überall in allen Bereichen so…
    Schöne Grüße

  12. NC

    Internet zu Zeiten teurer Modemzugänge und vor Facebook/ Twitter war spannend und ich fand damals die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen spannend und bin auch eine Zeitlang hängen geblieben. Heute lese ich nur noch und schüttel‘ bisweilen den Kopf. Zuviel Überheblichkeit, zuviel Besserwisserei, zu wenig echte Eintracht. Beves Beitrag ausgenommen, der ist mal wieder einen längeren Kommentar wert, weil er voller Herzblut steckt, soviel richtiges beinhaltet und mit dem ich doch so gar nicht identifizieren will.
    Und deshalb kann es für mich nur Raus nur heißen, raus aus den Blogs, Facebook oder Twitter. Raus in die Stadien der Republik und bald wieder Europas, in die Fankurve, auf die Bahnschienen, in günstige Hotels. Und es fühlt sich am Saisonende verdammt gut an, die verpassten Auswärtsfahrten an einer Hand abzuzählen und nicht die gefahrenen….Es fühlt sich normal und richtig an, mit der Bierbüchse vor dem Auswärtsblock zu stehen, zu babbeln und den Rest dagegen zu meiden.

    “Eintracht Frankfurt, Du bist mein Leben, Du machst glücklich wenn Du gewinnst…“
    Ich glaube in diesem Sing-Sang steckt viel Wahrheit. Natürlich ärgert es mich, wenn die Kommerzialisierung des Fußballs dazu führt, dass unsere Spieler eigentlich anderen Vereinen gehören. Natürlich ärgere mich wenn das Team alle 2-3 Jahre ausgetauscht ist. Aber in dem Moment, da z.B. Vallejo zum wiederholten Male Dembele oder Aubameyang abkocht, feiere ich diesen Adler frenetisch auf der Tribüne und denke nicht an Vertragssituationen, Berater oder an nächste Saison. Anmerkung: Dachte ich im übrigen bei Tobollik auch nicht und dessen Vertragspoker überstieg noch heutige Berater-Konsortien.

    Klatschpappen, Stadionsprecher wie den Mainzer Arsch oder Stimmung vom Band sind mir zutiefst widerlich. Sollte ich deshalb kapitulieren? Im Lebe net. Dann sollen se halt ihre Scheiß Klatschpappen nach Spielende in der Weser versenken, wenn unser „Frankfurter Bub“ nach denkbar schwachem Debüt in der 90. Minute das Leder wundervoll im langen Eck versenkt. Da gerate ich in Extase, das ist Fußball, das ist Eintracht, da springe ich an nahezu gleicher Stelle in die Höhe, an der ich noch wenige Monate vorher zusammen gesunken ins Leere starrte, denn – genau: “Eintracht Frankfurt, Du bist mein Leben, Du machst glücklich wenn Du gewinnst…“

    Die Stadien sind austauschbar, die Bierplörre überteuert, schmeckend erst nach dem 4., zu viele Fahnen und Fan-Boxen nerven auch. Alles richtig. Habe ich mir nicht ausgesucht und hätte es lieber anders. Aber sind es wirklich so starke Argumente, dass ich darauf verzichten möchte? Nein und außerdem: an Bochum habe ich gefühlt nur Scheiß-Erinnerungen. Aber auch das hat ausschließlich wieder mit den Ergebnissen zu tun…. Klar würde ich gerne mal wieder nach Bochum, Lautern oder Nürnberg (halt da war ich grad, brauche ich nicht so schnell nochmal). Ich verachte den Kunst- und Plastikkack zutiefst und kann es doch nicht ändern. Aber es ist es nicht wert, deshalb auf die Eintracht zu verzichten. Und da fällt mir spontan der Ausgleich von Andersen zum 2:2 beim Plastikclub in Leverkusen ein – Toppmöller, Saison 93-94.. oder -noch besser-das 3:1 im April 1992, “Eintracht Frankfurt, Du bist mein Leben, Du machst glücklich wenn Du gewinnst…“ Oder wie es damals zu Recht hieß: “Deutscher Meister wird nur die SGE“.

    Ja Beve, der Fußball ist eine Hure, ein schmutziges Geschäft. Er war es schon Anfang der 70er am 50. Geburtstag des Kickers-Präsidenten. Er war es bei Zenker. Und Steuerhinterziehung gab es auch vor über 20 Jahren, denn deshalb hat Hoeness damals den besten Stürmer der Liga nicht bekommen.

    Und während wir damals immer noch im selben Verein unserer Jugend gekickt, die Kippen raus gekotzt, den Platz abgestreut und beim Jugendturnier die Würstchen gegrillt haben, hat der Vorstand in der Kreisliga längst den 2 Neuzugängen aus dem Nachbarort ein paar Hunderter rein geschoben. Irgendwie muß man ja mal aufsteigen, net wahr?

    Du schreibst sehr richtig: „und wenn die Eintracht Championsleague spielt, sind wir stolz wie Bolle und zahlen alles. Und lesen alles. Und bloggen, und podcasten, und gehen hin. Es sind ja nicht die anderen. Es sind wir. Du. Ich. Katar? Ach komm, jetzt ist es ja auch egal“… Bis auf Podcast und Bloggen unterschreib ich das Ding!

    Letztlich muß es jeder mit sich selbst ausmachen. Ich habe die Ansicht, dass man nur ganz wenige im Leben bedingungslos liebt. Für mich gehören zuerst dazu: Kinder, Eltern und –mit etwas Abstand- der Fußballverein! Und deshalb verschließe ich lieber die Augen vor der Wahrheit und freue mich auf Samstag, 20:12 Uhr…. Wenn das Siegtor gegen dieses verschissene Marktkranstädt fällt und von mir aus gerne durch den Trikot-küssenden Seferovic, der hinterher live auf Sky seinen Wechsel erklärt. Das bekomme ich nämlich schon gar nicht mehr mit. Zu der Zeit singe ich schon mit anderen Verrückten bei Minus 10 Grad: “Eintracht Frankfurt, Du bist mein Leben, Du machst glücklich wenn Du gewinnst…“

    • Beve

      Sehr guter Text wie ich finde, vor nicht allzulanger Zeit, hätte ich ihn ähnlich geschrieben, wenn du noch so drauf sein kannst, beneide ich dich ein wenig. Danke dafür und mögest du die Power noch lange bewahren.

  13. Die Beine von Jessica

    Puuh!
    Erst Brexit, jetzt BevExit!?
    Immerhin gibt es noch ein paar Bands, zu deren Musik
    man in verseuchten Kaschemmen ein leckeres Bier trinken kann.
    Wo auch immer und auch beim Fußball – ich freu´ mich drauf…
    Liebe Grüße.

    • Beve

      Da freu ich mich auch drauf :-)

  14. Brodowin

    Danke Beve, für diesen tollen, wenngleich auch traurigen Text! Ich kann vieles nach empfinden, was du schreibst. Der Fußball ist zu großen Teilen im Arsch, dass merke ich z.B. an solchen Sachen, dass ich CL-Halbfinals und CL-Endspiele nicht mehr ansehe, da sie mich schlicht nicht interessieren. Früher undenkbar für mich.
    So wie ich mir ohnehin kaum noch Fußball-Spiele ohne Eintracht-Beteiligung in voller Länge ansehe. Liegt vermutlich am Alter, aber sicher nicht nur.

    Um mich Deiner Worte zu bedienen: Der Fußball ist im Arsch, die Flamme Eintracht lodert bei mir nach wie vor. Da komme ich zum Glück (noch) nicht aus meiner Haut.

  15. Beve

    Das geht mir ja ähnlich, dass das Eintrachtflämmchen noch lodert. Und statt CL-Finale guck ich auch lieber Montags zweite Liga. Wobei Montagsspiele ja auch schon wieder so ne Sache sind.

  16. McLennon

    Selbst wenn alles falsch ist, was da geschrieben steht…,
    ich habe es gerne gelesen und dabei ständig genickt.

  17. Flo

    Lieber Axel!
    Du kennst Richter Toms Diktum – frei nach René Magritte -:
    Eintracht Frankfurt ist eine ironische Verkehrung der Dinge; sie gibt der entzauberten Welt ihr Geheimnis zurück.
    Dies soll – allen Widrigkeiten zum Trotz – so sein.
    Laß uns bald treffen.
    Gruß,
    Flo

  18. adlerkadabra

    What do I think? Zunächst mal würde ich persönlich „am Arsch“ bevorzugen, „im“ mutet irgendwie so, na ja, wenig kommod an.

    Aber das ist es wohl auch, was Dich Deinen Text hat schreiben lassen. Ich glaube, ich kann das alles ganz gut nachvollziehen. Obwohl es mich bedeutend weniger direkt betrifft, bedingt durch die nun schon über lange Zeit hin bestehende größere räumliche Distanz, die mich das Geschehen in Frankfurt nicht mehr unmittelbar und persönlich miterleben lässt. Auch frage ich mich, verändert sich der Fußball, die Eintracht, oder verändere, älter werdend, ich mich? Blöde Frage, selbstverständlich beides. Beides zugleich miteinander, aneinander.

    Kürzlich habe ich bemerkt, dass ich mich vor ziemlich genau 11 Jahren, im Januar 2006, im Eintrachtforum angemeldet habe, zu dem ich seit etwa einem Jahr nicht mehr gehöre. War damals was völlig Neues für mich, ich habe es sehr geschätzt. Auch das kam an ein Ende.

    Vieles verändert sich mit der Zeit, oft erst unmerklich, dann ist es auf einmal da – eine andere Situation, ein anderes Gefühl, ein anderer Geschmack der Realität. Besser, man versucht sich darauf einzustellen. Was im konkreten Fall heißt: auf ein Gefühl von Eintracht, das weniger fokusiert, weniger fordernd ist. Dennoch, meine unmittelbare Mitwelt attestiert mir, sobald die Übertragung eines Eintrachtspiels beginnt, eine unübersehbar veränderte Wahrnehmungsweise: einseitig, unduldsam, wundersam verzerrt, mit unerklärlichen Ausschlägen in der Stimmung nach oben wie nach unten (dies alles nicht ungewohnt, aber offenbar doch signifikant verstärkt).

    Das ist merkwürdig. Irgendwas scheint nach wie vor da zu sein. Ich will es mir aber lieber nicht erklären. Ist so. Ist gut so.

    In diesem Sinne … beste Grüße nach Ffm – Matthias

    • Beve

      Oh, du bist auch nicht mehr im Forum? Das ist mir mangels Präsenz gar nicht aufgefallen.

      Sicher, das Alter, die endlosen Wiederholungen des Gleichen, die Einsicht, dass sich selten Dinge zum Besseren wenden, spielen eine große Rolle. Die Eintracht wird mich vermutlich Zeit meines Lebens nicht loslassen, das Spiel als solches verändert sich auch nicht großartig. Aber die Inszenierung zum Zwecke des Gelderwerbs. Und meine Haltung dazu.

      Danke dir und viele Grüße

      Beve

  19. Dieter Creutzburg

    Geld verdirbt halt den Charakter – auch den des Fußballs. – Okay, zehn Euro ins Phrasenschwein.

  20. adlerkadabra

    Nicht nur Fußball. Lese heute diese Sätze von Kasper König, ehemals Direktor Museum Ludwig Köln und Kurator der Skulptur Projekte Münster:
    „Die Erwartungen haben sich so festgesetzt. Kunst wird so umarmt, alle finden das toll. Es gibt so viel Übereinkunft. Wenn sich alle einig sind, stimmt aber irgendwas nicht. Alles wird vermietet und vermarktet und das nennen wir auch noch Demokratie. Überall sind Straßenfeste, aber die sind wahnsinnig kommerzialisiert. Und die sogenannte Alternative ist so dermaßen spießig, dass es mir großes Unbehagen bereitet.“

    • Beve

      Ja, die Welt ist am Arsch könnte man meinen, Geldfixiert und gewaltvoll nebst Idiotie. Aber manchmal leuchten Lichtlein, das ist doch was.

      • adlerkadabra

        O yes, Sir. Und garnicht mal so knapp. Daran sich halten und selber sein Bestes tun. Das wäre schon was.

  21. Fitzemann

    Ja, Beve – (Leider) vollste Zustimmung.
    In einer FGV vor zig Jahren stand einmal:
    „Meine Welt war das alte Waldstadion, wo man sich mit 10Tsd. anderen Deppen getroffen hat und sich im Bekanntenkreis quasi dafür noch entschuldigen musste.“
    Aufm Waldparkplatz angekommen, das Knattern der Generatoren an den Imbissbuden im Ohr – ne Wurst, 1 Bier…ach ja…brauch ja noch ne Karte-ab ans Kassenhäußchen.
    Trotzdem bleibt es meine Liebe – die Eintracht – kann nicht loslassen.
    Für mein SKY-Abo müsste ich mich schämen, aber ich will ja keine Minute verpassen. Und so finanziere ich den Wahnsinn selber mit.
    Komme aber auch nicht aus FFM, sondern Koblenz.
    Und wenn ich bei der TuS bin (4.Liga)…dann gefällt mir das immer mehr. Keine Hektik, kein ausufernder Kommerz. Das ist ab 3. Liga nicht mehr realistisch. Ich bin aber ein Träumer. Ein minimaler Rückgang der Eventies ist spürbar. Ich hoffe auf einen anhaltenden Rückgang dieses
    Wahnsinns. In diesem Sinne…Bleib dran-zumindest an der Waldtribüne.

  22. Beve

    Ich geb mein Bestes. ich versuche es zumindest.

  23. Adlerkadabra

    Ich versuchs auch, ohne konkrete Vorerwartung.

  24. adlerkadabra

    Der FG übrigens auch: „‚Ich gebe immer mein Bestes‘, sagte Meier kühl.“

    • Beve

      Klappt ja auch manchmal :-)

  25. owladler

    Manni Breuckmann zum Thema:http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/eins-zu-eins/video-zwischen-krawall-und-kommerz—wohin-steuert-der-fussball-100.html
    Gruß aus Ostwestfalen.

  26. BusterValey

    Du schreibst für die falsche Seite. Vor dem Hintergrund deines Textes könnte man meinen, dass du für kleine Vereine, die es ohne großen Geldgeber durch einen jahrzehntelangen Kampf in die erste Liga schaffen Anerkennung findest, jedoch bist du auch hier (aufgrund „mangelnder Fankultur“ bei den anderen Vereinen) einfach nur dagegen. Selbst wenn sie Ihren schlechten Stadionsprecher bis in die erste Liga mitschleppen ist das für dich kein Grund zur Anerkennung, sondern nur für Hohn. Du trauerst der Realität der Fankultur aus Deiner Jugendzeit hinterher. Mehr lese ich hier nicht heraus. Eintracht-Fan sein ist schick, selbst für Offenbacher oder Koblenzer, die anscheinend noch nie was von Lokalpatriotismus gehört haben, sondern sich einfach dem Klub mit den meisten Anhängern anschließen, weil da am meisten los ist. Ich kenne Eintracht-Fans aus dem tiefsten FCK-Gebiet. Und die schämen sich nicht, am Wochenende nach FFM zu fahren und sich als SGE-Fan zu bekennen (um mit den SGE-Fanboys ihre eigene Heimat zu verhöhnen). Wen wundert es dann noch, wenn RBL entsteht?

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