Da ist das neue Jahr nun schon ein paar Tage alt, doch geändert hat sich nicht viel – wenn man mal davon absieht, dass die Rente nun mit 67 beginnt. Gut, dass es massig Arbeitsplätze dafür gibt. Zu den interessanten Dingen des digitalen Lebens aber gehören die Blogs, zugegeben nicht alle, doch wer sucht, der findet und dies in allen Bereichen.

Wer in Frankfurt unterwegs ist, der findet an allen Ecken Seltsamigkeiten, einer der vieles davon festhält ist das stadtkindFFM, oft gibt es zu den Erscheinungen noch Hintergründiges und Informatives dazu. Neulich konnte man bei ihm Bilder des Leunabunkers in Höchst entdecken, der von Bomber und Co bearbeitet wurde. Bemerkenswert dabei ist, dass ich zur gleichen Zeit nur ein paar Meter davon entfernt zu tun hatte und mehrfach an jenem Bunker vorbei gefahren bin. Da die Vorderseite auf den ersten Blick nur wenig aufregendes zu bieten hat, schenkte ich dem Teil kaum Beachtung – erst durch Stadtkinds Fotos motiviert sah ich mir das Gelände genauer an. Die Arbeiten sind einfach großartig. Hier sind nun ein paar Fotos davon von meiner Seite:

Wer sich mit Musik beschäftigt, der findet auch im Netz Unmengen an Infos, Bands und Songs. Parklife vom Blog Coast is clear hat sich im weitesten Sinne dem Indiesound verschrieben, was ich nur begrüßen kann. Die Showgaze-Nummer ist zwar nicht ganz so mein Ding, dafür finden sich bei Coast is clear jede Menge Perlen abseits des Mainstreams: nicht zuletzt habe ich meine derzeitigen Lieblinge dort entdeckt; Motorama aus Russland. Zwischen Joy Division und den Chameleons dürfte sich diese Band platzieren, die jede Menge Songs auf ihrer Webseite für lau zum Download anbietet. Großartig.

Die Frechheiten und Absurditäten des (politischen) Daseins sammelt Fefe, dessen Blog nahezu ein Referenzblog ist. Ein täglicher Blick darauf kann nicht schaden. Nicht nur politisch als viel eher musikalisch und bunt geht es beim Kraftfuttermischwerk zu. Ronny sammelt nicht nur Videos und Bilder aus dem www, sondern stellt auch regelmäßig nette Sounds vorwiegend aus dem Dub/Ambient-Bereich vor; fast alles gibts zum Download. Zudem produziert er selbst chillige Melodien, die eine Autofahrt im Trüben durchaus erhellen können. Das aktuelle Album gibt es hier für nix. Ihr könnt aber flattern. Dankeschön.

Fritsch hat seine Serie im Hobokollektiv auch in 2011 durchgehalten; großartige Bilder gepaart mit Zitaten aus passenden Songs erzeugen ein Kopfkino, dass ihr euch nicht entgehen lassen sollt. Und wer beim Thema Fußball mal ultraaffin Richtung Italien blicken möchte, der ist bei Altravita.com bestens aufgehoben.

Soweit also ein kleiner Überblick über die Seiten, die ich im vergangenen Jahr häufig besucht habe. Wenn sie euch gefallen, sagt Bescheid – auch wenn ihr Interessantes im Web entdeckt. Ich bin jetzt ein paar Tage unterwegs, ihr hört aber bald wieder von mir, mit tollen Bildern und mords Erlebnissen. Hoffentlich. Zwischendrin möge die Eintracht das Hallenturnier gewinnen. Oder besser: Sich nicht wehtun. Happy travelling in 2012!