Lange Jahre betrieb ich die Homepage schwarzeromantik.de, – die Älteren werden sich vielleicht erinnern. Die url verweist noch heute auf Beves Welt.

Morgen öffnet das Städel eine große Ausstellung zum Thema: Die Arbeiten erzählen eindringlich von Einsamkeit und Melancholie, von Leidenschaft und Tod, von der Faszination des Grauens und dem Irrationalen der Träume.

Und wie es der Zufall so will, fällt die Veröffentlichung meines Buches Der Casper Jacob just in die Zeit der Ausstellung. Und somit wird euch in den kommenden Wochen dieses Blog immer wieder mit dem Büchlein konfrontieren, bis es auf eurem Gabentisch liegt und ihr euch bei einer Tasse Tee in die grausamschöne Welt des Protagonisten zurückziehen könnt. Der Casper Jacob erscheint im Frankfurter Röschen Verlag und ist schon jetzt vorbestellbar. Nebenbei ist Der Andermacher noch immer beim Mitteldeutschen Verlag in Halle erhältlich. Sogar in einer ganz edlen Ausgabe mit einem Original-Linolschnitt von Kerstin Alexander – sündhaft teuer, aber höchst limitiert und für die Ewigkeit gemacht. Gerne schreibe ich euch bei Anfrage auch eine Widmung in die Exemplare.

Aus dem Klappentext des Casper Jacobs:

In einer anderen Zeit erblickt in einer eisigen Wintersnacht ein armseliges Wurm das Licht einer finsteren Welt. Verschoben das Gesicht, kann es ein Niemand brauchen und doch ist der Bub zäh. Aufgenommen von einem umherziehenden Scherenschleifer trägt er nach dessen Tod seinen Namen: Casper Jacob. Und Casper Jacob wandert fortan hinaus in den Tag und in sein Leben, welches es gar oft nicht gut mit ihm meint und ihm doch einen Traum lässt, den Traum vom fernen Ocean. Unterwegs begegnen ihm Bauersleute, Räuber und ein fahrender Händler, dazu ein boshafter Wegemacher und sogar eine seltsame Wunderwelt in einer eigenartigen Höhle. Begleitet von seiner Flöte und der Weiblin verbringt er Tage in einer schaurigschönen Berglandschaft und verliert weit mehr als seine Unschuld, obgleich er bei allem Leid selbst in düstersten Zeiten dem Erlebten noch ein Staunen abringen kann.

Doch dort, wo Eichendorffs Taugenichts stets von einer freundlichen Sonne beschienen wird, scheint der Casper Jacob von einer Schwärze umlagert, die ihresgleichen sucht. Schwarz ist die Romantik und blutig die Fußstapfen im blauen Schnee.

Ich bin gelaufen all meine Zeit. Lange war ich unterwegs mit meinem verschobenen Gesicht, so lange und nun ist’s ein Ocean, der auf mich wartet.

CJ_web