Eben lagen wir noch am sandigen Strand auf Korfu, dann rollten wir am Meer entlang Richtung Flughafen – und auf einmal stehen wir im sich langsam füllenden Nachtleben in Frankfurt und warten auf den Auftritt von And Also The Trees – die kurz vor 20.00 Uhr die kleine Bühne betreten. Leider trat Catherine Graindorge nicht wie in Berlin oder Oberhausen im Vorprogramm auf.
And Also The Trees – wenn es so etwas gibt, wie eine Lieblingsband (eine Kategorie aus der Zeit der Jahre vor der Uni), dann sind es sicherlich die „Trees“. Seit Jahrzehnten sind sie trotz immer wieder veränderter Besetzung der Fels in der Brandung. Die Brüder Justin Jones an der Gitarre und Sänger Simon How Jones verlieren sich in ihrer Musik und nehmen ihre treuen Fans mit auf eine Reise durch hölzerne zeitlose Träume über englische Wiesen in einem vergangenem Jahrhundert.. Wenn es gelingt, der Welt entrückt. Es ist jedesmal ein Erlebnis und seltsam, dass nach so vielen Jahren hoher Qualität und regelmäßigem Output, sogar das kleine Nachtleben nicht ganz ausverkauft ist. Der heutige Auftritt gerät etwas rockiger als in früheren Jahren, was dem Konzertgenuss durchaus zuträglich ist. Kein Firlefanz, keine Volksreden, keine Lichtshow – über 90 Minuten spielen sie insgesamt – und enden wie so oft mit Slow Pulse Boy.
Schon vor 40 Jahren erlangten sie eine relative Bekanntheit als Vorband von The Cure, die sie hin und wieder auch heute noch wie oben im Video in Nimes unterstützen.
Diesmal fanden sogar neben Slow Pulse Boy und Virus Meadow auch And there were no bounds und Brother Fear Eingang in die Setlist. Auf Jacob Fleet, Red Valentino oder The Untangled Man were ich wohl noch ewig warten müssen. Aber ich freue mich jetzt schon auf das nächte Konzert dieser einzigartigen Band. Wo auch immer. Auch weil sie sich nach dem Auftritt noch unter die Leute mengen, Autogramme schreiben und sich mit ihren Fans unterhielten. Ganz groß.










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