{"id":8952,"date":"2015-01-26T09:00:46","date_gmt":"2015-01-26T08:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=8952"},"modified":"2015-01-25T09:34:12","modified_gmt":"2015-01-25T08:34:12","slug":"die-amateure-der-frankfurter-eintracht-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=8952","title":{"rendered":"Die Amateure der Frankfurter Eintracht \u2013 Teil II"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Es folgt der zweite der Teil der Geschichte der Eintracht Amateure.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Heimat<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gespielt wurde all die Jahre \u00fcber am Riederwald. Zumindest meist. Manchmal durften die Amateure auch im Waldstadion ran, sei es auf einem Nebenplatz, sei es als Vorspiel f\u00fcr die Profis. Und einmal sogar ganz alleine auf dem Hauptfeld der Arena &#8211; aus Sicherheitsgr\u00fcnden, damals, 2008 gegen Hessen Kassel. Das Spiel gegen Kassel endete vor 1.000 Zuschauern 2:2, der letzte Gegentreffer fiel erst in der Nachspielzeit. Trainer der Nordhessen war \u00fcbrigens Mirko Dickhaut, der selbst in den Neunzigern einige Spiele f\u00fcr die &#8222;Amas&#8220;, wie sie liebevoll genannt wurden, absolviert hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heimspiele wurden aber auch in Hanau ausgetragen, im dortigen Herbert Dr\u00f6se Stadion w\u00e4hrend der Saison 2002\/2003. Der in die Jahre gekommene heimische Riederwald erf\u00fcllte nicht mehr die Bedingungen f\u00fcr die Regionalliga. Und da auch das Stadion in Hanau zu Beginn der Saison noch nicht komplett umgebaut war, wurden die ersten Heimspiele sogar in einem anderen Bundesland ausgetragen, n\u00e4mlich in Bayern. Genauer gesagt in Unterfranken, in Aschaffenburg am Sch\u00f6nbusch. Der erste Gegner dort hie\u00df Bayern M\u00fcnchen Amateure, die von Hermann Gerland trainiert wurden. 0:0 hie\u00df es nach 90 Minuten &#8211; und das gegen Spieler wie Bastian Schweinsteiger, Michael Rensing oder Piotr Trochowski. Die Eintracht stellte nach schwachem Saisonbeginn sp\u00e4ter mit den Profis und den Amateuren sogar kurzzeitig die beiden besten Mannschaften in Hessen, Trainer Lippert war guter Dinge. Am Ende der Saison stand f\u00fcr die kleine Eintracht dennoch der Abstieg, St\u00fcrmer Raffael Tonello hatte sich in Saarbr\u00fccken bei einem Zusammenprall das Bein gebrochen und musste seine Karriere beenden, w\u00e4hrend Bakary Diakit\u00e9 w\u00e4hrend der Saison erfolgreich zu den Profis hochgezogen wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Abstieg in die Oberliga Hessen kehrte die Eintracht wieder an den Riederwald zur\u00fcck, nachdem zuvor die Partien gegen Erfurt, Darmstadt und Saarbr\u00fccken sogar am Bornheimer Hang ausgetragen wurden. Zwischenzeitlich wurden tats\u00e4chlich \u00dcberlegungen angestellt, beim Spiel gegen Erfurt das Heimrecht abzugeben, da der Bornheimer Hang den Sicherheitsaspekten zun\u00e4chst nicht gen\u00fcgte. Und genau an jenen Hang kehrten die Amateure ab der Saison 2008\/2009 zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Gr\u00fcnde waren ausschlaggebend: Zum einen wurde der alte Riederwald zwischen den Jahren 2008 und 2010 komplett umgebaut: Aus dem maroden Bau, der seit 1952 den Verein beherbergte, entstand ein hochmodernes Leistungszentrum &#8211; das Gel\u00e4nde war also eine Baustelle. Zum anderen traten die Amateure in der nunmehr viertklassigen Regionalliga an, da eine neue eingleisige Dritte Liga eingef\u00fchrt wurde &#8211; und wie schon 2002 w\u00e4re der Riederwald selbst ohne Baustelle nicht als Spielort genehmigt worden. Heimspiel in Bornheim also, genau dort, wo sich noch wenige Jahre zuvor hei\u00dfe Duelle gegen den FSV in der Hessenliga geliefert wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gespielt wurde aber auch an anderen Orten. So trat man zum Saisonauftakt 97\/98 an der Bezirkssportanlage Nord gegen den FSV Bernbach an. Der heimische Riederwald war f\u00fcr dieses Spiel gesperrt, da Fans im letzten Spiel der vergangenen Saison Bengalos Richtung Spielfeld geworfen hatten. Der Linienrichter fackelte nicht lange und warf den Bengalo auf die Laufbahn zur\u00fcck. Dort aber lagen Banner der Eintrachtfans, die nun munter vor sich hin kokelten. Die erz\u00fcrnten Fans st\u00fcrmten kurzerhand den Platz in Karben, die Folge: Platzsperre f\u00fcr das n\u00e4chste Heimspiel. Und auch die WM 2006 war schuld daran, dass die Eintracht umziehen musste. W\u00e4hrend am Riederwald die Engl\u00e4nder sich auf das Turnier vorbereiteten und das Gel\u00e4nde in Beschlag genommen hatten, k\u00e4mpfte die Eintracht um den Klassenerhalt.Trainer Bernhard Lippert musste im Winter gehen, f\u00fcr ihn kam Petar Houbtchev zur\u00fcck an den Riederwald. Einige Siege am Ende der Saison 2005\/06 hatten die Amateure wieder ins Rennen gebracht. Der Abstiegskrimi gegen den direkten Konkurrenten Bruchk\u00f6bel wurde seinerzeit auf den Heilsberg verlagert, kurz vor Schluss f\u00fchrten die Frankfurter mit 3:2, als es wie aus Eimern sch\u00fcttete, das Spiel stand kurz vor dem Abbruch. Die Frankfurter schickten Sto\u00dfgebete zum Himmel und der Schiedsrichter gab sein Bestes. Das Spiel wurde ordnungsgem\u00e4\u00df zu Ende gef\u00fchrt, die Eintracht siegte und konnte den Klassenerhalt am letzte Spieltag aus eigener Kraft schaffen. Dies gelang durch ein \u00fcberzeugendes 3:1 in Bad Vilbel, gegen den Club, den Houbtchev noch im Jahr zuvor trainiert hatte. Und einer war besonders gl\u00fccklich: Roland Gerlach, der seit den Siebziger Jahren \u00fcber 900 Spiele der Amateure live vor Ort verfolgt hatte. Sogar in Seckbach wurde Ende der Achtziger einmal gespielt. Wahrscheinlich hatte der Enkel des Eintrachtgr\u00fcnders Alfred Pohlenk, Horst, damals keine f\u00fcnf Meter entfernt in seiner Gartenh\u00fctte gesessen und Frankfurter W\u00fcrstchen gegrillt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Amateure f\u00fcr Pflichtspiele auf Reisen gingen, traten sie in ganz unterschiedlichen Spielorten an. Angefangen von steinharten Aschenpl\u00e4tzen wie in Walluf, wo am Spielfeldrand die Autos parkten bis hin zu WM-Arenen wie in Kaiserslautern oder N\u00fcrnberg gegen die dortigen zweiten Mannschaften. Die Zuschauerzahl aber blieb stets \u00fcberschaubar, meist verloren sich nur wenige Hundert Fans vor Ort. Der Zuschauerrekord jedoch datiert aus der Saison 1977\/78 als knapp 7.000 Zuschauer am Riederwald das Spitzenspiel gegen Hanau 93 sehen wollten. In jener Saison belegten die Amateure den zweiten Platz hinter Hanau und nahmen wie schon 1970 an der Amateurmeisterschaft teil. \u00dcber Barmbek Uhlenhorst und Eintracht Bad Kreuznach k\u00e4mpften sich die Jungs um Borchers, Nachtweih und Pahl bis ins Halbfinale vor. Dort war nach einem 1:1 in Ingolstadt durch ein 1:2 n.V. im R\u00fcckspiel, das einer wahren Regenschlacht glich, allerdings Endstation. In der Saison 82\/83 wurden die Amateure ebenfalls zweiter, diesmal hinter B\u00fcrstadt. Der Start in die Amateurmeisterschaft begann verhei\u00dfungsvoll, mit 5:1 wurde der Offenburger FV vom Platz gefegt. Aber die Eintracht w\u00e4re nicht die Eintracht, h\u00e4tten sie nicht doch das R\u00fcckspiel vergeigt. 6:1 lautete das Endergebnis und die Offenburger brauchten daf\u00fcr nicht einmal eine Verl\u00e4ngerung. Mit h\u00e4ngenden K\u00f6pfen schlichen die Herren Berthold, Kahlhofen und Gundelach vom Platz. Es war die letzte Saison von Dieter Stinka als Trainer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier geht zu den anderen Beitr\u00e4gen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=8940\" target=\"_blank\">Die Einleitung<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=8946\" target=\"_blank\">Teil I<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgt der zweite der Teil der Geschichte der Eintracht Amateure.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8941,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[83,1660,1667,264,1668,380,448,723,542,569],"class_list":["post-8952","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-eintracht-frankfurt","tag-dieter-stinka","tag-eintracht-frankfurt-amateure","tag-hansi-gundelach","tag-jurgen-pahl","tag-mike-kahlhofen","tag-norbert-nachtweih","tag-riederwald","tag-ronny-borchers","tag-thomas-berthold","tag-u23","post-preview"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8952","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8952"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8952\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8954,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8952\/revisions\/8954"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8952"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8952"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8952"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}