{"id":6224,"date":"2013-02-25T13:17:45","date_gmt":"2013-02-25T12:17:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=6224"},"modified":"2013-02-25T16:49:51","modified_gmt":"2013-02-25T15:49:51","slug":"wie-heist-das-stadion-eigentlich-heute-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=6224","title":{"rendered":"Wie hei\u00dft das Stadion eigentlich? Heute: Freiburg."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Freiburg. Das zweite Ausw\u00e4rtsspiel der Eintracht hintereinander und tats\u00e4chlich ein weiteres mit unserer Beteiligung. Vollst\u00e4ndig sogar, Pia, Golf und Beve. Das Sch\u00f6ne an Freiburg ist nicht zuletzt die Tatsache, dass Freunde von uns nur wenige Kilometer entfernt in Emmendingen wohnen und die Verkn\u00fcpfung Fu\u00dfball vs Besuch ein sch\u00f6nes Wochenende verspricht. Also gings Freitag gegen zw\u00f6lfe auf den Highway. Mit nagelneuen Scheibenwischern, Aldi, 3,99 &#8211; das ist doch was.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eintrachtfanbusse waren um diese Zeit noch keine unterwegs, wir zogen unsere Bahn, passierten Darmstadt, die Bergstra\u00dfe, winkten Hessen zum Abschied, erinnerten uns &#8211; wie jedesmal &#8211; bei Dossenheim an Charly K\u00f6rbel und lie\u00dfen Heidelberg hinter uns. Bei Karlsruhe gedachten wir kurz dem letzten Aufstieg, der doch erst letzten Sommer gelang und doch schon \u00c4onen her scheint und bei Baden Baden verlie\u00dfen wir die A5 und rollten in Richtung Schwarzwaldhochstra\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit jedem gefahrenen Kilometer schraubten wir uns in die H\u00f6he, mit jedem Meter wuchsen die Schneemassen im Schwarzwald. Skil\u00e4ufer sausten die wei\u00dfen H\u00e4nge hinab, jedoch blieb der Verkehr \u00fcberschaubar und der Golf zog unbeirrt seines Wegs. Leider verfuhren wir uns an einer Kreuzung und so ging es durch Serpentinen zur\u00fcck ins Tal, sogar zur\u00fcck nach Offenburg, bis wir erneut die A5 erreichten und \u00fcber Lahr nach Emmendingen rollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem kurzen Hallo marschierten wir \u00fcber den Marktplatz zum Bahnhof und warteten auf den Zug. Mit uns warteten die ersten Anh\u00e4nger des Sportclubs am Bahnsteig, kauderwelschten mit uns \u00fcber das bevor stehende Spiel als auch schon der Zug einrauschte und uns aufnahm. \u00dcber Kollmarsreuthe und Denzlingen sausten wir zum Freiburger Hauptbahnhof und wanderten einige Meter bis zur Innenstadt. Dort erwischten wir eine Stra\u00dfenbahn der Linie 1, die von nun an vollgepfropft mit Fu\u00dfballfans bis zum Stadion durch fuhr. Die Freiburger besangen lautstark den BVB, weshalb auch immer und wir wurden alle gemeinsam vor dem Dreisamstadion ausgespuckt. Genau genommen hei\u00dft das Dreisamstadion gar nicht mehr so, auch der Name badenova-Stadion ist schon Vergangenheit, man kommt schon recht durcheinander bei all dem Wirrwarr und es stellte sich die Frage, wie das Ding nun eigentlich hei\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies war uns erstmal egal, wir durchquerten bei rechter K\u00e4lte den Zugangsweg und erreichten einen fliegenden H\u00e4ndler, der fest verwurzelt auf dem Boden stand und neben Devotionalien auch Getr\u00e4nke anbot. So ein Tannenz\u00e4pfle, das w\u00e4re doch was und so orderten wir zwei Bier, die uns auch prompt in die Hand gedr\u00fcckt wurden. Derweil h\u00f6rten wir von anderen Jungs, die mit dem H\u00e4ndler schwatzten die Reizworte <em>alkoholfrei<\/em>. Da Pia die ben\u00f6tigten M\u00fcnzen noch nicht vollst\u00e4ndig los geworden war, vergewisserten wir uns, dass unser Tannenz\u00e4pfle ordnungsgem\u00e4\u00df mit Alkohol versehen war &#8211; und wurden abschl\u00e4gig beschieden. Daher wehte also der Wind; der miese H\u00e4ndler drehte den ahnungslosen Fu\u00dfballfans wissentlich bleifrei an &#8211; und weigerte sich nach Bezahlung und Erkenntnis, die Flaschen zur\u00fcck zu nehmen. Bevor es zum Eklat kam, lie\u00dfen wir Bier Bier sein und enterten den Biergarten nur wenige Meter entfernt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst bei klirrender K\u00e4lte lungerten etliche Fans drau\u00dfen herum, aus den Lautsprecher dr\u00f6hnte wenig erbauliches, daf\u00fcr gab es den Schoppen 0,4 f\u00fcr 2,90, mit welchem wir uns in die Schankstube begaben, um dort dem 0:3 des FSV bei St. Pauli beizuwohnen. Immerhin: Hier war es warm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenig sp\u00e4ter schlurften wir an Bussen und Polizisten zum G\u00e4steeingang, noch war der Andrang \u00fcberschaubar doch es dr\u00fcckte schon recht ordentlich. Die Einlasskontrolle war akzeptabel, und da wir relativ fr\u00fch dran waren, erwischten wir noch einen Stehplatz mit Sicht auf das Spielfeld. Unten versuchte Sabine die Eintracht beim Warmmachen zu fotografieren, w\u00e4hrend sp\u00e4ter einige Jungs hartn\u00e4ckig versuchten, einige kleine Banner am Zaun fest zu binden, die sich jedoch ordentlich wehrten. Wir blickten auf das vor den G\u00e4stek\u00e4fig gespannte Netz, rechter Hand st\u00fctzten massive Pfeiler die Trib\u00fcne und alsbald f\u00fcllten sich die Stehpl\u00e4tze, jedoch in einem vertr\u00e4glich Ma\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Eintracht, mit Celozzi und Matmour f\u00fcr Inui und Lakic in der Startelf begann ganz in wei\u00df, druckvoll dazu und so spielte sich die erste Halbzeit vorwiegend in der H\u00e4lfte der Freiburger ab, sogar ein Tor konnten wir bestaunen, welches jedoch von Aigner erzielt nicht gegeben wurde. Freiburg ist ein hoch gesundes Pflaster, so wunderte es wenig, dass Gesundheitskassen, wie die Krankenkassen heutzutage ja meist hei\u00dfen, im Stadion recht pr\u00e4sent waren. Dies wiederum schien den Herrn Caliguri zu befl\u00fcgeln, welcher sich ordentlich durch die erste Halbzeit holzte &#8211; und erst kurz vor Ende dieser mit gelb belohnt wurde. Etwas ungl\u00fccklich ging es dann mit einem 0:0 in die Pause &#8211; ob der Pfiff noch von einem Offenbacher Fahrzeugf\u00fchrer erlebt wurde, blieb fraglich, da dieser doch mittels Durchsage zu seinem Wagen gebeten wurde. Ein weiterer H\u00f6hepunkt abseits des Spiels bot der junge Mann, der zwecks Support eine Computer-Tastatur in die H\u00f6he reckte. Jawoll, alles f\u00fcr die Eintracht. Alles f\u00fcr die Eintracht gab auch unsere U23. Flo schickte uns die aktuellen Spielst\u00e4nde &#8211; am Ende hatte das Team von Trainer Alex Schur die Eintracht aus Trier fulminant mit 6:1 besiegt. Die Aufholjagd geht also weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur zweiten H\u00e4lfte blieb dann der blasse und vor allem gelbrot gef\u00e4hrdete Matmour in der Kabine, f\u00fcr ihn st\u00fcrmte Occean. Oder besser sollte st\u00fcrmen. Doch legen wir \u00fcber die Leistung des von F\u00fcrth gekommenen Kanadiers gn\u00e4dig den Mantel des Schweigens. Letztlich bot Halbzeit zwei ein Spiegelbild der ersten, jedoch mit vertauschten Rollen. Nun st\u00fcrmten die Freiburger, scheiterten jedoch entweder an Kevin Trapp, an Celozzi oder an eigener Unf\u00e4higkeit. Trotz allem bleibt festzuhalten, dass sich die Ansicht verfestigte, dass mit zunehmender Spieldauer ein 0:0 etwas Feines w\u00e4re. Ein paarmal hie\u00df es noch: Luftanhalten &#8211; und dann war es vollbracht. Unentschieden im Breisgau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit konnten wir leben, der Spielverlauf h\u00e4tte \u00c4rgeres in unseren nicht vorhandenen Rucksack stopfen k\u00f6nnen. Mit dem Schlusspfiff staksten wir kalten Fu\u00dfes zur Stra\u00dfenbahn, wurden von der abziehenden Menge in einen ankommenden Wagen geschoben und am Bertoldsbrunnen wieder ausgespuckt. Per pedes wanderten wir Richtung Bahnhof, erwischten ein noch ge\u00f6ffnetes asiatisches Restaurant, tranken hei\u00dfen Tee und freuten uns ob der W\u00e4rme. Das Essen kam ruckzuck, wir speisten, zahlten und dr\u00fcckten uns hinaus Richtung Bahnhof, wo unser Zug schon auf uns wartete. Im Abteil ging es recht gesittet zu, in einem anderen feierten die Freiburger mit Gesang ihren Punktgewinn und schon schlichen wir \u00fcber den Emmendinger Marktplatz zur\u00fcck ins Heim &#8211; wo uns ein weiterer \u00fcberraschender H\u00f6hepunkt erwartete: Ein W\u00e4rmflasche im gemachten Bett. Ich glaube, die letzte W\u00e4rmflasche lag in meinem Bett als ich noch einstellige Geburtstage feierte, aber f\u00fcrwahr ich sage euch: Das ist eine gute Sache, auch im Alter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztlich spielte die gesamte Liga am Wochenende f\u00fcr die Eintracht, f\u00fcr die es jedoch an der Zeit ist, mal wieder das Tor zu treffen. Sieben Halbzeiten lang warten wir nun schon auf einen Treffer unserer Helden, die noch einen weiten Weg vor sich haben, sollte die Reise in der kommenden Saison tats\u00e4chlich auch au\u00dferhalb Deutschlands fortgesetzt werden. Nun denn, wir sind geduldig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">War noch was? Achja, auf der Freiburger Klamottenb\u00f6rse am Sonntag schenkte mir Pia einen gr\u00fcnen VW Golf I von <a href=\"http:\/\/www.wiking.de\/\" target=\"_blank\">Wiking<\/a>, Mitte der Achtziger mein erstes Auto. Der steht jetzt hier und erinnert mich an Zeiten, als das Stadion in Freiburg noch Dreisamstadion hie\u00df und die Eintrachtler hier allenfalls vorbei kamen, um Urlaub zu machen. Lang ist es her. Heute hei\u00dft das ganze Mage Solar Stadion und wartet darauf, in den n\u00e4chsten Jahren durch einen Neubau ersetzt zu werden. Dann vielleicht sogar mit einem vern\u00fcnftigen G\u00e4steblock.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freiburg. Das zweite Ausw\u00e4rtsspiel der Eintracht hintereinander und tats\u00e4chlich ein weiteres mit unserer Beteiligung. Vollst\u00e4ndig sogar, Pia, Golf und Beve. Das Sch\u00f6ne an Freiburg ist nicht zuletzt die Tatsache, dass Freunde von uns nur wenige Kilometer entfernt in Emmendingen wohnen und die Verkn\u00fcpfung Fu\u00dfball vs Besuch ein sch\u00f6nes Wochenende verspricht. 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