{"id":5780,"date":"2012-07-29T17:35:35","date_gmt":"2012-07-29T15:35:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=5780"},"modified":"2012-08-05T21:49:21","modified_gmt":"2012-08-05T19:49:21","slug":"rock-la-roca-auf-der-loreley","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=5780","title":{"rendered":"Rock la Roca auf der Loreley"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>You told me tales of love and glory<\/em><br \/>\n<em>Same old sad songs, same old story<\/em><br \/>\n<em>The sirens sing no lullaby<\/em><br \/>\n<em>And no-one knows but Lorelei. <\/em>(The Pogues)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Eintracht die Saisoner\u00f6ffnung urspr\u00fcnglich f\u00fcr das Wochende des Valencia-Spiels plante, orderten wir uns Tickets f\u00fcr das Rock la Roca Festival auf der Loreley am 28.07.2012. Prompt wurde die Saisoner\u00f6ffnung verschoben und somit mussten wir uns entscheiden: Eintracht oder Musik. Da die Tickets schon im Regal lagen, entschieden wir uns f\u00fcr die Musik. Immerhin bildeten mit <a title=\"Aatt\" href=\"http:\/\/www.andalsothetrees.co.uk\/http:\/\/\" target=\"_blank\">And also the trees<\/a> und <a title=\"NMA - Fanpage\" href=\"http:\/\/www.newmodelarmy.de\/\" target=\"_blank\">New Model Army<\/a> zwei meiner absoluten Lieblingsbands (darf man das heute noch sagen) das Line Up, zu dem sich mit <a title=\"Boa\" href=\"http:\/\/www.phillipboa.de\/\" target=\"_blank\">Phillip Boa<\/a> und<a title=\"Gogol Bordello\" href=\"http:\/\/www.gogolbordello.com\/\" target=\"_blank\"> Gogol Bordello<\/a> zwei weitere gern geh\u00f6rte Acts gesellten. Komplettiert wurde das ganze durch <a title=\"Turbonegro\" href=\"http:\/\/www.turbonegro.com\/\" target=\"_blank\">Turbonegro <\/a>und <a title=\"Triggerfinger\" href=\"http:\/\/triggerfinger.be\/\" target=\"_blank\">Triggerfinger<\/a>. Letztere kannte ich gar nicht und war gespannt. Hochwertiger Indie-Rock also auf der Loreley.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schnurrte der Golf \u00fcber die A66, die Sommerglut der letzten Tage hatte sich zur\u00fcckgezogen, aus dem Radio schepperte die neue Gaslight Anthem bis wir auf der B42 am Rhein entlang tuckerten. Burgen, Weinh\u00e4nge, Samstagseink\u00e4ufler, Ausfl\u00fcgler. Ein Sommertag in den gro\u00dfen Ferien kommt bisweilen unaufgeregt daher. In R\u00fcdesheim trafen sich die Junggesellenabschiede zum Souvenirkauf und -verkauf, rechter Hand ragten die Felsen empor, bald signalisierte ein Deutschlandf\u00e4hnchen die weltber\u00fchmte Loreley. Ich wei\u00df nicht, was soll es bedeuten textete einst der nicht minder bekannte Heinrich Heine, Ein Stufenweg f\u00fchrte hoch hinauf, derweil in naher Ferne das \u00d6rtchen St. Goarshausen auf einen Besuch unsererseits wartete. Es regnete nun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir parkten den Golf unter den Felsen und marschierten die paar Meter zum Ort. Zwischen Felswand und H\u00e4usern rauschte die Eisenbahn, davor zog sich die B42 und ein paar Schritte daneben m\u00e4anderte der Rhein und neben den Ausflugsdampfern schoben sich die Containerschiffe durch die Fluten. Wir inspizierten die Lage und wunderten uns \u00fcber die wenigen Menschen, die an einem Festivaltag unterwegs waren. Selbst als wir zum Golf zur\u00fcck wanderten, parkten nun weniger Autos dort als zuvor. Also stellten wir die Kiste auf einen regul\u00e4ren Parkplatz am Rhein, spazierten zur Loreley-Statue auf der Hafenmole und nahmen alsbald beherzt die Stufen zum Felsen. Schon von unten konnten wir das Einstimmen der Anlage vernehmen und es kostete schon eine rechte Anstrengung, sich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck den Felsen hinauf zu arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Festivalgel\u00e4nde angekommen ersp\u00e4hten wir nur wenige Menschen. Noch waren die Tore nicht offen und so nutzten wir die Gelegenheit zu einer Rast auf den Rheinterassen mit wunderbarem Ausblick auf die Felsen und den Rhein. \u00dcber uns lag der Backstagebereich und sowohl <a title=\"SHJ\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Simon_Huw_Jones\" target=\"_blank\">Simon Huw Jones<\/a> als auch <a title=\"JS\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Justin_Sullivan\" target=\"_blank\">Justin Sullivan<\/a> nutzen die Gelegnheit vor dem Auftritt, sich diesem Ausblick hinzugeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst mit \u00d6ffnung der Tore hielt sich der Besucherandrang in Grenzen. Als And also the trees das Festival wenige Minuten nach 15 Uhr er\u00f6ffneten verloren sich nur wenige Zuschauer auf dem steil ansteigenden Gel\u00e4nde &#8211; und sie verpassten bei bestem Wetter einen jener wunderbaren Auftritte der Band, die seit drei\u00dfig Jahren existiert und dennoch als Opener fungieren muss. Als Triggerfinger sich zum Soundcheck auf die B\u00fchne begaben, kam der Regen. Es sch\u00fcttete wie aus Eimern, einige wenige hielten sich mit gro\u00dfen Planen oder Capes bedeckt stehend auf den Sitzpl\u00e4tzen, viele aber suchten Schutz unter den Bierbuden oder den Merchandisest\u00e4nden. Laut waren sie, Triggerfinger, brachialer Rock dreier cooler Jungs, die gar nicht mehr so jung sind und mit einer m\u00e4chtigen B\u00fchnenpr\u00e4senz daher kamen. Der Regen prasselte hernieder, w\u00e4hrend S\u00e4nger und Gitarrist Ruben Block rockte wie nichts Gutes. Erst gegen Ende lie\u00df der Regen nach, das finale Lied aber war eine eher liebliche Coverversion eines Pophits &#8211; und <a title=\"I follow rivers\" href=\"http:\/\/www.myvideo.de\/watch\/8503068\/Triggerfinger_I_Follow_Rivers\" target=\"_blank\">I follow Rivers<\/a> f\u00fchrte Triggerfinger in Deutschland immerhin auf Platz 12 der Single-Charts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend hatten Turbonegro ihren Auftritt; eine norwegische Band mit h\u00e4ufigem Mitgliederwechsel, Punkhardrock, lustigen H\u00fcten und einer gro\u00dfen Fanbasis, die allesamt Jeansjacken mit dem Aufdruck Turbojugend trugen und gro\u00dfen Spa\u00df hatten. Manch einer trug ein keckes Matrosenh\u00fctchen wie der Bassist der Band Happy Tom. W\u00e4hrend die Sonne die n\u00e4chste Schlacht mit dem Regen f\u00fcr sich entscheiden konnte, rockten Turbonegro quicklebendig die\u00a0 Loreley.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wanderten von Platz zu Platz, blickten von der Festivallouge ins Rheintal und sahen, wie sich das Festivalgel\u00e4nde nur m\u00fchsam f\u00fcllte. Einige junge Leute lie\u00dfen es sich gut gehen, barfu\u00df und mit freiem Oberk\u00f6rper wurde Schoppen um Sch\u00f6ppchen getankt, w\u00e4hrend nun Philipp Boa an der Reihe war. Teils gro\u00dfartige Musik, teils seltamer Geselle &#8211; und so schien es auch heute. Mit dabei die famose Pia Lund, deren Gesang vor allem bei <em>And then she kissed her <\/em>alles \u00fcberstrahlte<em>.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chste Band waren Gogol Bordello, Gypsie-Punk oder wie immer man die Musik nennen m\u00f6chte. S\u00e4nger und Gitarrist Eugene H\u00fctz tobte wie ein Irrwisch auf der B\u00fchne herum, von der Geige bis zum MC spr\u00fchte die Band vor Spielfreude und brachte das Publikum zum Tanzen, neben den Trees f\u00fcr mich sicherlich das bisherige Highlight des vergehenden Tages, auch wenn zwischenzeitlich der Regen zur\u00fcck kam und ein Wind dazu.<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/5JIMBERs0tI\" frameborder=\"0\" width=\"300\" height=\"169\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Headliner waren New Model Army, eine der wenigen Bands, die in den letzten Jahren konsequent ihren Stil gleichzeitg beibehalten und doch weiter entwickelt haben, ohne sich selbst zu persiflieren oder unglaubw\u00fcrdig zu werden. Justin Sullivan er\u00f6ffnete gemeinsam mit dem Violisten von Gogol Bordello den Gig mit &#8222;Vagabonds&#8220; und in den n\u00e4chsten 70 Minuten schraubte sich die Band hypnotisch in die Gehirnwindungen der Festivalbesucher. Lichterblitze zuckten, Here comes the war, Purity, 51 State &#8211; ein grandioser Auftritt einer grandiosen Band.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pia und ich wanderten vor dem letzten Lied nach oben, betrachteten das Geschehen von einem erhabenen Standpunkt und verabschiedeten uns dann vom Gel\u00e4nde, derweil die Zugabe in den letzten Z\u00fcgen lag. Mit der Musik von New Model Army kraxelten wir die Lorelei hinab. Dunkel wars geworden und mit einem Taschenl\u00e4mpchen leuchteten wir uns den Weg, der steil und teils rutschig war. Am Rhein parkte noch unser Golf, der auch sofort ansprang und alsbald rollten wir am m\u00e4chtigen Flu\u00df entlang Richtung Heimat. Ob die Saisoner\u00f6ffnung wohl ins Wasser gefallen war?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie auch immer, f\u00fcr uns war es ein gro\u00dfartiger Ausflug, Valleys of green and grey sozusagen. Und damit verabschiede ich mich f\u00fcr ein paar Tage, um unterwegs zu sein. Vielleicht sehen wir uns ja irgendwo. So zum Beispiel am 7.August in K\u00f6ln. Dort treten n\u00e4mlich die Pogues auf. Das wird was &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>You told me tales of love and glory Same old sad songs, same old story The sirens sing no lullaby And no-one knows but Lorelei. 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