{"id":5404,"date":"2012-04-24T15:42:55","date_gmt":"2012-04-24T13:42:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=5404"},"modified":"2012-04-24T16:45:09","modified_gmt":"2012-04-24T14:45:09","slug":"methode-frankfurt-aufstieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=5404","title":{"rendered":"Methode Frankfurt: Aufstieg!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich kenne zwar niemand, der in diesem Leben schon einmal ein Pferd vor einer Apotheke hat kotzen sehen &#8211; aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, vor allem, wenn das Fell eines B\u00e4ren schon vor dessen Ableben verteilt wird. Also, wir fahren hin als Zweitligist. Noch.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dezember 2010 fing vielleicht alles an. Damals, im Schnee, als Schwegler vom Platz flog, und die Eintracht das Pokalspiel im Tivoli nach Elfmeterschie\u00dfen verlor. Nach der Winterpause sauste die Eintracht in den Tabellenkeller &#8211; und stieg ab. Und nun ging es wieder nach Aachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><iframe src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/h1h6axX-IRg\" frameborder=\"0\" width=\"400\" height=\"233\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon vor ein paar Wochen stand fest: Wir fahren mit dem silbernen Golf &#8211; und wir sind diesmal zu viert. Und damit meine ich nicht die Badeente und den neuen kleinen Wackel-Terrier nebst Pia und mir, sondern Marc und Ariane. Die Geiselgangster aber hatten eine Fahrt vor sich, die diesmal nicht nur von dem Fu\u00dfballspiel lebte, sondern vor allem durch den Verlust des zu jung gestorbenen Ralf gepr\u00e4gt war; es war gewisserma\u00dfen die letzte Fahrt von Ralf, ohne ihn die Geiselgangsterfahrten undenkbar w\u00e4ren &#8211; und wir waren gedanklich dabei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elf Uhr. Der Golf schob sich \u00fcber den Alleenring, an der Haltestelle am Polizeipr\u00e4sidium warteten schon unsere beiden Mitfahrer, ein kurzes Hallo und schon tuckerten wir auf die Autobahn. Die Wettervorhersagen versprachen viel Regen, wir aber waren gewappnet. Nat\u00fcrlich pluggerte Musik aus den Lautsprechern; Frank Turner, Killing Joke, The Boys &#8211; und nat\u00fcrlich Die Toten Hosen mit ihrem &#8211; hab ich es schon gesagt &#8211; grandiosen Song <em>Tage wie diesen<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Sieg, vielleicht schon ein Unentschieden w\u00fcrde reichen und Eintracht Frankfurt h\u00e4tte einen Aufstieg geschafft, der im Grunde nichts anderes als eine Pflicht ist. Eine Wiedergutmachung des Jahres 2011. Sicher war jedoch niemand im Golf, guter Dinge aber schon. Auch wenn manch einer der Ansicht war, dass ein Aufstieg in Aachen weitaus cooler sei, als am Sonntag durch die Resultate der anderen zuvor, so tauchte vor meinem geistigen Auge ein Szenario auf &#8211; R\u00fcckfahrt mit null Punkten. Bitte nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so hielten wir die Augen offen, ob wir w\u00e4hrend der Fahrt Zeichen des bevorstehenden Aufstiegs entdecken w\u00fcrden. Pia meinte, wenn es in Limburg nicht regnet, steigen wir auf. Ebenso falls wir einen ICE sehen. Wir sahen den ICE, sogar zwei Mal &#8211; und es regnete nicht in Limburg. Allerdings in Diez. Aber: Diez ist nicht Limburg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir verlie\u00dfen Hessen, tauchten ein in Rheinland Pfalz und landeten bald in Holland. Besser in NordrheinWestfalen; die Verkehrsschilder entlockten uns ein herzhaftes <em>Schei\u00df Fortuna, Schei\u00df Fortuna D\u00fcsseldorf,<\/em> die Sonne blinzelte in den Tag, wir \u00fcberquerten den Rhein, entdeckten einen norwegischen LKW mit dem sch\u00f6nen Firmennamen <a href=\"http:\/\/www.toten-transport.no\/\" target=\"_blank\">Toten-Transport<\/a>, blauer Wolkenhimmel, 13:14 Uhr: Parkplatz, strahlende Sonne &#8211; dann Aachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Tivoli vorbei rollten wir Richtung City, fanden nach einiger Suche einen kostenfreien und dennoch zentralen Parkplatz und marschierten in den Tag. Schon nach wenigen Metern begegneten wir einem Aachener Punk, der uns lachend zurief: <em>Heute Abend gewinnen wir.<\/em> Er meinte nat\u00fcrlich die Alemannia &#8211; und wir deuteten dies als ein weiteres Zeichen; immerhin erlebten wir in Paderborn und Duisburg, dass Fans der jeweiligen Heimmannschaft die Eintracht als unschlagbar deklarierten. Im End fuhren wir ohne Punkte heim. So im Vorfeld Aachen die drei Punkte hat, so werden wir am Ende siegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Road-Sch\u00f6ppchen, eine kleine St\u00e4rkung auf dem Weg zum Dom. Massives Polizeiaufgebot. Wegen uns? Nein, die Bundeskanzlerin spricht im Rahmen des NRW-Wahlkampfes justament heute in Aachen. Soll sie doch. M\u00e4chtig wuchs der Dom in die H\u00f6he, gegen\u00fcber des Platzes thront ebenfalls das imposante Rathaus und unser Kulturprogramm f\u00fchrte uns nat\u00fcrlich in den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aachener_Dom\" target=\"_blank\">Dom<\/a>. Filigrane Fensterverglasung, Fresken und Mosaike beeindruckten uns ebenso, wie die Kerzlein, die das ewige Licht leuchten; Pia entz\u00fcndete eins f\u00fcr Ralf, Marc eines f\u00fcr den Aufstieg &#8211; und mitten im Dom blickte uns ein Steinadler entgegen. Oder besser: Ein Adler aus Stein. Ein Zeichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der City, die durch den zweiten Weltkrieg schwer zerst\u00f6rt wurde, reihten sich Nachkriegsbauten recht uninspiriert an die verbliebenen Altbauten, Printen gabs an jeder Ecke, ebenso Kirchenschnickschnack &#8211; wir aber zogen los, um zu finden, und wir fanden: Eine freundliche Gastst\u00e4tte zwischen Rathaus und Uni, das Cafe Anvers; Schnitzel f\u00fcr 6,50, Leffe-Bier und Raucherraum. Hier verrann die Zeit und ehe wir uns versahen, marschierten wir schon hoch zum Stadion. Leuchtend gelb gl\u00e4nzte der Tivoli in den Tag, in dem die Anzahl der Regentropfen bislang an einer Hand abzuz\u00e4hlen waren. Nebenan verwitterte der alte Tivoli, von dem die Aachener mit gl\u00e4nzenden Augen erz\u00e4hlen. Alles hat seine Zeit. Und vergeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am G\u00e4steeingang tummelten sich Tausende Frankfurter, \u00fcberall ein gro\u00dfes Hallo, ein High Five, Skepsis und leichte Vorfreude. Es waren die da, die immer da sind, Namen aufzuz\u00e4hlen erspare ich mir hier, ihr wisst ja selbst, wer unterwegs war &#8211; wir waren viele. Viele Eintrachtler jedoch mussten zu Hause bleiben &#8211; ein Spiel am Montag Abend um 20:15 Uhr ist nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr jeden machbar und so hofften (nicht nur) die Zuhausegebliebenen, dass die Eintracht in der kommenden Saison wieder Samstags um halb vier antreten darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der G\u00e4steeinlass in Aachen verdeutlicht, dass es sich bei Ausw\u00e4rtsfans nicht um G\u00e4ste handelt, sondern um eine Masse, die kontrolliert werden muss. Erst stellst du dich an, um durch ein Gittergeschl\u00e4ngel in einen Tunnel zu gelangen, dann stellst du dich an, um kontrolliert zu werden, im End ging&#8217;s aber besser als gedacht. Pia und ich hatten Sitzpl\u00e4tze im Block N2 &#8211; erste Reihe; Ariane und Marc marschierten nach oben &#8211; bis sp\u00e4ter. Wir k\u00e4mpften uns nach vorne, ich rutschte aus und h\u00e4tte dabei beinahe unter gro\u00dfem Bedauern einer Dame die Brille von den Ohren gefegt, wir schoben ein paar Jungs zur Seite &#8211; dann aber standen wir. Ganz vorne, zwischen Eckfahne und Tor. Pia war v\u00f6llig begeistert &#8211; es war angerichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aufstellung der Eintracht \u00fcberraschte insofern, als dass Hoffer vorerst nur auf der Bank Platz nahm, Idrissou hielt zun\u00e4chst die Stellung im Sturm alleine. Aber da waren ja noch K\u00f6hler und Kittel. Und nat\u00fcrlich Alex Meier. Wenig \u00fcberraschend \u00fcbernahm Matthias Lehmann die Position von Pirmin Schwegler. Bei Aachen fand sich Auer zun\u00e4chst auf der Bank wieder; Albert Streit spielte ebenso wie David Odonkor von Beginn an &#8211; und die Alemannia brauchte einen Sieg, um noch einen Gedanken an den Klassenerhalt denken zu d\u00fcrfen. Entsprechend mutig gingen sie zu Werke, spielten munter nach vorne; Torchancen jedoch gab es so gut wie keine. Aachens Kurve glaubte an die M\u00f6glichkeiten, die Stimmung war giftig, aber Fu\u00dfball.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der siebzehnten Minute liefen unsere SMS-Speicher \u00fcber, anscheinend waren wir gro\u00df im TV-Bild zu sehen &#8211; Pia und Beve, zu diesem Zeitpunkt eher etwas nachdenklich &#8211; denn die Eintracht spielte durchaus verhalten. Aber wer will es der Mannschaft verdenken, ein Punkt sollte reichen &#8211; und die Gewissheit, mit der Zeit aufdrehen zu k\u00f6nnen resultiert aus der Geschichte dieser Saison.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Aachener Ecken wurde gewissenhaft gep\u00f6belt, wir aber mussten uns zur\u00fcck halten; wer wei\u00df, ob die TV-Kameras erneut auf uns draufhalten w\u00fcrden. Die Ecken aber brachten nichts ein, und so dauerte es bis kurz vor der Halbzeit, bis ich die Arme hochriss und Toooor br\u00fcllte. In dem Moment war ich ziemlich einsam, murmelte ein: Ey wir f\u00fchren in die Runde und dann hatten es alle begriffen &#8211; Toooooor f\u00fcr die Eintracht, irgendwie hatte Idrissou die Kugel ins Netz gebracht. Nie mehr zweite Liga. Auf den Stehbl\u00f6cken flammten Bengalos und Rauch auf, und ich schwankte gedanklich zwischen: <em>Schei\u00dfegal<\/em> und <em>ihr Kasper<\/em> &#8211; bis tats\u00e4chlich eine Fackel \u00fcber die K\u00f6pfe der Fans und Fotografen auf das Spielfeld flog und dort leuchtete. Schei\u00df auf eventuelle Geldstrafen und Spendenverlust &#8211; aber allein die Tatsache, dass durch diesen Wurf die Verletzung etlicher Unbeteiligter in Kauf genommen wurde, ist an Dummheit nicht zu \u00fcberbieten. Wie toll war das Spiel in Berlin, wir euphorisch der Kick gegen Aue &#8211; und nun wieder das Gehassel, das vielen Leuten die Stimmung verhagelt. Halbzeit. Stefan vom Blog-G war sauer; v\u00f6llig zu Recht: Er ist einer von denen, die uns Woche f\u00fcr Woche mit tollen Fotos begl\u00fccken &#8211; und l\u00e4uft daf\u00fcr Gefahr, ne Fackel ins Genick zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz nach der Halbzeit h\u00e4mmerte Idrissou vor unseren Augen die Kugel zum 2:0 f\u00fcr die Eintracht in die Maschen, es gab kein Halten mehr; die Leute fielen umeinand, Hektoliter Bier flogen uns ins Genick, soll gut f\u00fcr die Haare sein, und nun war der Aufstieg zum Greifen nah. Und als dann v\u00f6llig kurios das 3:0 f\u00fcr die Eintracht fiel, als ich die Chance schon als perdu abgehakt hatte, da sangen ein paar Tausend Frankfurter: <em>Im Herzen von Europa<\/em>. In der 85. Minute wurde Caio eingewechselt &#8211; f\u00fcr Alexander Meier, dessen Namen erstmals und lautstark von der Kurve skandiert wurde, vielleicht der tollste Moment des Spiels. Ich freute mich schon auf die Feierei mit der Mannschaft. Aufstieg jetzt &#8211; und wir in der ersten Reihe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kam leicht anders.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon vor dem Schlusspfiff marschierte ein Trupp Wei\u00dfbehelmter vor die Aachener Kurve, immerhin waren die Fans sauer und die Alemannia in diesem Moment so gut wie abgestiegen. Und als das Spiel aus war, da kam keine Eintracht-Mannschaft in die Kurve, da kam der n\u00e4chste Trupp Wei\u00dfbehelmter und baute sich vor uns auf. Ich kochte; einige h\u00fcpften zaghaft \u00fcber die Absperrung; die Fotografen verzogen sich aufs Spielfeld. Ein Eintrachtler kniete und betete eine Eintrachtfahne an, andere wurden von Ordnern gejagt, wiederum andere spazierten unbehelligt auf dem St\u00fcck Rasen zwischen Polizei und Kurve herum und jubelten: Nie mehr, zweite Liga.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer mehr Eintrachtler schoben sich auf den Platz, die Mannschaft war in der Kabine verschwunden. Ellen hielt tapfer ihr Banner mit dem Namen ALEX ins weite Rund. Die Polizei schob sich ein bisschen nach hinten, die Fanbetreuung musste arbeiten, die Fans dr\u00e4ngten immer mehr auf den Platz, von Panik aber keine Spur. Kurz wurde es eng, ich \u00fcberlegte, nach unten zu springen &#8211; aber Pia wollte zun\u00e4chst oben bleiben und so hockte ich ganz vorne auf der Mauer, Pia stand neben mir, Donna gesellte sich zu uns\u00a0und wir beobachtete das Treiben, das durchaus friedlich zu nennen war, das Tor nach unten war ge\u00f6ffnet. Aber es gab Momente, wo ich nicht absch\u00e4tzen konnte, was passiert. Wie immer, wenn die Polizei sich in einem Fu\u00dfballstadion bedrohlich breit macht. Aber klar, die Aufgabe war, die Aachener von den Frankfurtern zu trennen. Aber muss man dabei die Fans von der Mannschaft trennen. Bei einem Aufstieg?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also h\u00fcpfte ich von der Mauer nach unten, Pia folgte mir und so spazierten wir auf dem Aufstiegsrasen umher. Dies war den Aachenern nicht verg\u00f6nnt, machtvoll hinderte die Polizei die Kurve, mit der eigenen Mannschaft zu kommunizieren. Sicher, dr\u00fcben war die Stimmung nicht so prall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass ich euphorisiert war, kann man auch nicht gerade behaupten, ich war voll widerspr\u00fcchlicher Gedanken. Das gelbe, auf der Gegenseite fast leere Stadion, die Polizei, der notwendige Aufstieg, die Fackel, die Alex-Meier-Ch\u00f6re, die im Moment\u00a0 fehlende Mannschaft. Ich war irgendwie leer, nicht gl\u00fccklich, nicht traurig, nicht erl\u00f6st &#8211; vielleicht am ehesten am Durchatmen. Dann flitzen alle Richtung Kurve, wir stellten uns an die Seite, das Geflitze legte sich. Einzelne schleppten grinsend Rasenst\u00fcckchen auf die Trib\u00fcne, ein anderer klammerte sich am Tor fest &#8211; und nach einer Weile trollte ich mich auf die Trib\u00fcne, und wir gesellten uns zu Ariane und Nico.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann wurde der Sportdirektor auf den Schultern der Fans durch die Gegend getragen und ich dachte mir, dass dies jetzt irgendwie der falsche ist. Und nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit, kam die Mannschaft um Trainer Armin Veh. Diese tanzte hinter den Polizisten und warf den Trainer in die Luft, w\u00e4hrend das Gros der Fans auf der anderen Seite der Kette stand, es war schon ein kurioses Bild. Die Badeschlappen der Spieler flogen in die Menge, nie mehr zweite Liga, Sebi Jung h\u00fcpfte und Alex Meier wurde wie Armin Veh oder Nikolov lautstark gefeiert. Die Sitze im Stadion aber hielten keiner Belastung stand, da sind selbst die Schalen in Frankfurt stabiler. Ein weiterer H\u00f6hepunkt folgte jedoch noch f\u00fcr die \u00dcbriggebliebenen. Adi, unser Adi schenkte uns einen Ausw\u00e4rtsstrip &#8211; und da mussten selbst die Herren in Gr\u00fcn lachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles hat einmal ein Ende und so verlie\u00dfen wir H\u00e4ndesch\u00fcttelnd den Tivoli, sammelten Marc ein und sprangen in einen Bus, der uns fast bis zum Parkplatz brachte. Die Aachener gratulierten uns zum Aufstieg, wir machten Station bei einer Frittenbude, plauderten mit einem Aachener Gladbachfan, der uns die Pommes verkaufte und rollten alsbald durch die Aachener Nacht auf die Autobahn. Von Zeit zu Zeit \u00fcberholten hupend wir einen Fanbus, von Zeit zu Zeit schallte ein<em> Schei\u00df Fortuna, Schei\u00df Fortuna D\u00fcsseldorf<\/em> durch den Golf; die Heartbreaks spielten <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JyfLdGxPJAg\" target=\"_blank\">Delay, Delay<\/a> und der jetzt einsetzende Regen verschaffte zwar den Scheibenwischern Schwerstarbeit &#8211; wir aber fuhren als Erstligist zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Frankfurt verabschiedeten wir uns dann gegen halb drei zun\u00e4chst von Marc, trafen auf der Leipziger noch ein paar Aufstiegsfeierer, die den Nachbarn klar machten, dass wir von nun an kein Zweitligist mehr sein w\u00fcrden, brachten Ariane sicher nach Hause und waren bei Ankunft im Nordend irgendwie &#8230; erledigt. Wir gingen als Zweitligist und kamen als Erstligist zur\u00fcck. Und letztlich hatte sich in Aachen der Kreis geschlossen &#8211; nach anderthalb Jahren waren wir wieder dort, wo wir hingeh\u00f6ren: In der ersten Liga.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer wei\u00df nun, wo die Reise hingeht &#8211; doch das hier ist ewig. Ewig f\u00fcr heute!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fotos: Pia und Beve<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kenne zwar niemand, der in diesem Leben schon einmal ein Pferd vor einer Apotheke hat kotzen sehen &#8211; aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, vor allem, wenn das Fell eines B\u00e4ren schon vor dessen Ableben verteilt wird. Also, wir fahren hin als Zweitligist. 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