{"id":5336,"date":"2012-04-21T00:00:39","date_gmt":"2012-04-20T22:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=5336"},"modified":"2012-04-22T21:18:58","modified_gmt":"2012-04-22T19:18:58","slug":"die-ara-heller-patella-teil-2-der-niedergang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=5336","title":{"rendered":"Die \u00c4ra Heller &#8211; Patella. Teil 2 &#8211; Der Niedergang"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\">Im Sommer 1999 hatte die Eintracht den Klassenerhalt geschafft. Eine neue Saison stand bevor &#8211; und eine neue Ausrichtung der Frankfurter Eintracht. W\u00e4hrend Schatzmeister Patella davon sprach, dass von einer echten Konsolidierung noch keine Rede sein k\u00f6nne und er mit insgesamt f\u00fcnf Jahren des soliden Rechnens plante, dachten andere verwegener. <!--more--><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Patellas Idee, mit jungen Spielern aus der Jugend wie Gemiti, Jones, Preu\u00df oder Streit und g\u00fcnstigen Neueink\u00e4ufen die Strategie der soliden Schritte fortzusetzen und zudem das Stadionhotel in eine Art Jugendinternat nach dem Vorbild von Ajax Amsterdam umzubauen, stie\u00df vor allem im Verwaltungsrat und dessen Vorsitzenden Bernd Ehinger auf keine gro\u00dfe Gegenliebe. Im Gegenteil, der Mann, der neben Heller die Eintracht aus dem Sumpf gezogen hatte wurde verspottet.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Nun zog der Verwaltungsrat, dessen eigentliche Aufgabe die Kontrolle der Gesch\u00e4fte war, das Heft des Handelns an sich. Durch einen vom VW ausgehandelten und von Heller unterzeichneten Vertrag mit der Agentur <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/0,1518,33109,00.html\" target=\"_blank\">ISPR <\/a>war im Grunde die \u00c4ra Patella besiegelt. \u00dcber die genauen Zahlen und die genauen Bedingungen herrscht noch immer Unklarheit.\u00a0 Die Zahlen in der Presse belaufen sich auf ein Vertragsvolumen um die 20 Millionen Mark.\u00a0 <em>&#8222;Wir haben nur einen Agenturvertrag abgeschlossen, der sich auf die TV-Rechte beschr\u00e4nkt. Unsere Vermarktungsrechte und damit die Seele unseres Vereins werden wir auch weiterhin nicht ver\u00e4u\u00dfern&#8220;, erl\u00e4uterte Heller.<\/em><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dies bedeutete, dass die Eintracht urpl\u00f6tzlich in (geliehenem) Geld schwamm. Durch den Verkauf der internationalen TV Rechte an ISPR stand eine gigantische Summe zur Verf\u00fcgung &#8211; als Darlehen, r\u00fcckzahlbar als Erstligist in Raten von zwei Millionen Mark. Sp\u00e4ter stellt sich heraus, dass Eintracht Frankfurt durch dieses Darlehen gegen Lizenzauflagen versto\u00dfen hat, die eine massive Neuverschuldung ausschlossen &#8211; aber der Verwaltungsrat nahm dies in Kauf, um an Europa anzuklopfen. Jener Verwaltungsrat, der als Kontrollinstanz zum Handelnden mutierte. Das Pr\u00e4sidium lie\u00df ihn tatkr\u00e4ftig gew\u00e4hren.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Auch sportlich wandelte sich das Gesicht der Eintracht. Trotz des Klassenerhaltes zog es Bernd Schneider nach Leverkusen, die Ausweitung der Championsleague von zwei auf vier Teilnehmer machte dies m\u00f6glich, Bayer war qualifiziert &#8211; und zahlte die vertraglich festgeschriebene Abl\u00f6se von zwei Millionen DM. Thomas Sobotzik wechselte abl\u00f6sefrei nach Kaiserslautern und Ansgar Brinkmann wurde f\u00fcr eine Million zu Tennis Borussia verscherbelt. Das gegen Saisonende so stark aufspielende Mittelfeld war Geschichte. Und die Eintracht klotzte. Teuerster Neuzugang der Vereinsgeschichte wurde Bachirou Salou, der f\u00fcr sieben Millionen DM aus Dortmund verpflichtet wurde, dazu kamen Horst Heldt (2,5 Mio), Rolf Christel Guie Mien (4,5 Mio), Thorsten Kracht (1,2 Mio), Erol Bulut, Jens Rasijewski und Tibor Dombi. Wer nicht kam, war Gerald Asamoah &#8211; der eine Million gekostet h\u00e4tte. Die Eintracht wollte unbedingt den Hochkar\u00e4ter Salou.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das Unternehmen Europapokal lie\u00df sich gut an, die Eintracht besiegte im ersten Saisonspiel die Spvgg Unterhaching mit 3:0 und im ersten Ausw\u00e4rtsspiel den SC Freiburg mit 3:2. Dabei drehten drei Tore von Salou das Spiel, in dem die Eintracht schon mit 0:2 zur\u00fcck lag und brachten die Frankfurter an die Tabellenspitze. Dann wendete sich das Blatt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Nachdem Patellas Idee der soliden Planung auf dem Misthaufen der Geschichte landete, wurde er zum Vizepr\u00e4sidenten &#8222;bef\u00f6rdert&#8220;, wenig sp\u00e4ter trat er zur\u00fcck. W\u00e4hrend die Eintracht ihn ohne gro\u00dfen Dank ziehen lie\u00df, wussten die Fans, was sie dem deutschen Italiener verdankten: Zwei gro\u00dfe Choreografien ehrten den Mann, der gro\u00dfen Anteil daran hatte, dass die Eintracht nach dem ersten Abstieg nicht in der Versenkung verschwunden war. Die Mannschaft aber verkrampfte, verlor sieben Spiele am St\u00fcck (darunter das Pokalspiel in K\u00f6ln) &#8211; teils ungl\u00fccklich &#8211; und Torwart Nikolov spielte die schw\u00e4chste Phase seiner Karriere bei Eintracht Frankfurt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wer wei\u00df, was geschehen w\u00e4re, h\u00e4tte die Eintracht am f\u00fcnften Spieltag gegen die Bayern gewonnen, deren Torh\u00fcter Oliver Kahn in der 52. Minute beim Stand von 1:0 f\u00fcr die Eintracht durch Salou einen Elfmeter von Fj\u00f6rtoft abwehren konnte. Nur drei Minuten sp\u00e4ter verletzte sich Kahn bei einem Zweikampf mit Kuffour und wurde durch Ersatzkeeper Bernd Dreher ersetzt. Weitere sieben Minuten sp\u00e4ter musste auch Dreher verletzt das Feld verlassen, f\u00fcr ihn zog sich Feldspieler Michael Tarnat das Torwartdress \u00fcber. Dieser aber zeigte sich f\u00fcr die Eintrachtler als zu gro\u00dfes Hindernis und als Elber und Kuffour die Bayern mit 2.1 in F\u00fchrung brachten, war wieder einmal ein Spiel verloren, dass die Eintracht nie und nimmer h\u00e4tte verlieren d\u00fcrfen. Trotz eines zwischenzeitlichen 4:0 gegen die Hertha betrug der R\u00fcckstand nach Ende der Hinrunde <del>8<\/del> 10 Punkte auf das rettende Ufer, das 0:3 in Ulm bedeutete einen neuen Tiefpunkt. Am folgenden Tag wurde Trainer Berger zum zweiten Mal als Trainer der Eintracht entlassen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Vereinspolitisch wehte weiterhin ein rauer Wind; Nachfolger f\u00fcr den zur\u00fcckgetretenen Gaetano Patella im Amt des Schatzmeisters wurde der vom Verwaltungsrat eingesetzte Rainer Leben. Und mit diesem beginnt eine Geschichte, die bis heute nicht aufgekl\u00e4rt ist. Nach Lebens Worten wurde er installiert; <a href=\"http:\/\/fan-geht-vor.de\/pages\/posts\/rainer-leben-ich-komme-nicht-mit-luegen-und-unehrlichkeit-zurecht15.php\" target=\"_blank\">weil man eine Unterst\u00fctzung bei Bankenkontakten brauchte und mehr Ordnung ins Finanzwesen bringen wollte.\u00a0 <\/a>Relativ bald aber begann er mit der Umsetzung der Neustrukturierung.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Klar ist, dass die Eintracht Thomas Sobotzik, der im Sommer abl\u00f6sefrei gegangen war, noch im Dezember f\u00fcr zwei Millionen Euro aus Kaiserslautern zur\u00fcck holte. Klar ist auch, dass Felix Magath Nachfolger von J\u00f6rg Berger wurde und klar ist auch, dass mit Dirk Heinen und Tommy Reichenberger im Januar zwei weitere Spieler an den Main kamen &#8211; f\u00fcr gesch\u00e4tzte drei Millionen Mark. Dadurch hatte sich Eintracht Frankfurt, deren Finanzspritze von ISPR durch die Sommereink\u00e4ufe aufgebraucht war, in weitere Schulden gest\u00fcrzt. Ob die Spielerk\u00e4ufe vom Verwaltungsrat abgesegnet waren, ob Falschinformationen im Spiel waren, ob es Formen von Intrigen gab, l\u00e4sst sich heute auf die Schnelle nicht kl\u00e4ren. Fakt war aber, dass die Eintracht, die mit dem 5:1 gegen Kaiserslautern im Sommer 99 noch vor einer rosigen Zukunft stand, nun sowohl sportlich als auch finanziell am Abgrund lehnte. Treibender Motor war l\u00e4ngst der Verwaltungsrat &#8211; und was Schatzmeister Leben trieb, das wusste niemand genau. Dazu kam, dass die von Vizepr\u00e4sident L\u00e4mmerhirdt gef\u00fchrte Marketing-GmbH zwar dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer laut Medienberichten ein Jahresgehalt von 350.000 DM einbrachte &#8211; als Gewinn f\u00fcr die Eintracht jedoch nur um die 15.000 DM auswies.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Zeitgleich schritten die Planungen der Stadt Frankfurt f\u00fcr ein neues Stadion voran, verschiedene Konzepte wurden ent- und dann auch wieder verworfen; mit eingebunden waren sowohl die Fans als auch die Eintracht selbst. W\u00e4hrend Pr\u00e4sident Heller bei Aufnahme des Darlehens von ISPR noch davon sprach, die Seele des Vereins, n\u00e4mlich (Teile) des Vereins nicht zu verkaufen, so lebte unter Leben ein anderes Konzept auf &#8211; die Ausgliederung der Profiabteilung aus dem Gesamtverein gegen entsprechende Bezahlung an einen Investor. Und nun wird es v\u00f6llig dubios.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Einer der Hauptvorw\u00fcrfe an Leben war, dass dieser ein konkretes Eigeninteresse an einem Abschluss haben solle, zu undurchsichtig waren dessen Verhandlungen am Pr\u00e4sidium und wom\u00f6glich am Verwaltungsrat vorbei. Auf der anderen Seite stand der Vorwurf, Leben sei eine Marionette des Verwaltungsrates, immerhin wurde er durch diesen erst ins Amt gebracht.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es ging um viel Geld. Die Stadt Frankfurt zeigte bei der Finanzierung des neuen Stadions gro\u00dfes Interesse daran, dass der Investor bei Eintracht Frankfurt auch der Stadionbetreiber sein solle. IMG galt lange als Favorit vor allem von Sylvia Schenk, ehemalige Leichtathletin und und nun Sportdezernentin Frankfurts. Rainer Leben hingegen verhandelte unabh\u00e4ngig vom Stadionbau mit der Kinowelt AG und dem omin\u00f6sen Swiss Invest als potentiellen Investor. <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/sport\/fussball\/praesident-rolf-heller-droht-mit-ruecktritt-1.1529421\" target=\"_blank\">Zu Vorw\u00fcrfen, er habe aussichtsreiche Verhandlungen mit der Deutschen St\u00e4dte Marketing (DSM) \u00fcber den Abschluss eines 10-Millionen-Vertrages zur Eintracht- Sanierung platzen lassen, sagte Leben: &#8222;Diese Summe liegt signifikant unter dem eigentlichen Wert der Eintracht.&#8220;<\/a> Heller beteuerte, dieser Vertrag habe nichts mit dem Verkauf der Eintracht zu tun, sondern betr\u00e4fe ausschlie\u00dflich die Vermarktungsrechte.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Im Januar kam es zu folgenschweren Entscheidungen. Noch im Dezember dementierte Leben ein Millionenloch; wenige Wochen sp\u00e4ter verk\u00fcndete er dem Pr\u00e4sidium und dem Verwaltungsrat ein millionenschweres Defizit &#8211; im Raum standen 13 Millionen DM. Heller best\u00e4tigte dies, bet\u00e4tigte aber auch ein Konzept, wie dies auszugleichen w\u00e4re. Noch am gleichen Tag trat das Verwaltungsratmitglied Ernst Maul von der Eintracht-Hausbank BfG aus dem Verwaltungsrat zur\u00fcck &#8211; jener Maul der mit Ehinger Leben erst\u00a0 ins Amt gehoben hatte. Die Eintrachtseele kochte, auf der kommenden Mitgliederversammlung stand die Abwahl des Verwaltungsrates bevor. Interessant dabei auch, dass Schenk die Projektierung des neuen Stadions am Pr\u00e4sidenten vorbei mit Leben und Ehinger betrieb. Auch interessant, dass Bernd Ehinger als Inhaber eines Gro\u00dfelektrobetriebs Jahre sp\u00e4ter <a href=\"http:\/\/communications.draka.com\/sites\/eu\/de\/Pages\/Praxisberichte-Frankfurt-Commerzbank-Arena.aspx\" target=\"_blank\">&#8222;den Zuschlag f\u00fcr die Medienverkabelung (<em>der Commerzbank-Arena)<\/em> erhielt &#8222;<\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der gro\u00dfe Knall erfolgte auf der von einer Hundertschaft Polizei gesch\u00fctzten Mitgliederversammlung im Januar 2000. Zum Vorfeld der Versammlung schrieb der Focus:<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a href=\"http:\/\/www.focus.de\/sport\/mehrsport\/fussball-hauen-und-weinen_aid_184219.html\" target=\"_blank\">Im Pr\u00e4sidiumszimmer der Frankfurter Eintracht schepperte das Mobiliar. Und durch den Raum hallten Schimpfworte im niedersten F\u00e4kaljargon. Allein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus L\u00f6tzbeier verhinderte dann die Keilerei im clubinternen Kommandostand. Er trennte, einem Boxrichter gleich, Schatzmeister Rainer Leben, im Zivilberuf Unternehmensberater, und Vizepr\u00e4sident Peter L\u00e4mmerhirdt, Ex-Vorstandsvorsitzender der Henninger Brauerei. Die fuchtelten schon mit den F\u00e4usten, um sich \u2013 wie der Hesse sagt \u2013 die \u201eFress zu poliere.\u201c<\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der vom Verwaltungsrat und der Stadt demontierte Heller trat in einer hochemotionalen Versammlung zur\u00fcck, die Initiativen gegen den amtierenden Verwaltungsrat verhedderten sich und der Verwaltungsrat machte den Mitgliedern schmackhaft, dass der geforderte R\u00fccktritt ein Vakuum hinterlassen w\u00fcrde, das in der jetzigen Situation die Eintracht handlungsunf\u00e4hig machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und somit war der Kreis geschlossen; Patella und Heller Geschichte. Die Eintracht sa\u00df auf einem Schuldenberg, beschlossen aber wurde auf der Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Profifu\u00dfballer aus dem Verein. Pr\u00e4sidiumssprecher wurde ausgerechnet Bernd Ehinger, dessen Verwaltungsrat die finanzielle Situation erst geschaffen hatte, statt diese zu verhindern.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Sowohl Leben als auch der Verwaltungsrat verhandelten weiterhin auf eigene Faust mit einem Investor. Einer der H\u00f6hepunkte war dabei der geplatzte Deal mit IMG, der in der Presse schon als perfekt gemeldet wurde. <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/sport\/fussball\/eintracht-rettung-droht-zu-scheitern-1.1535669\" target=\"_blank\">&#8222;Es hat im Magistrat einige Irritationen \u00fcber das Verhalten der Eintracht gegeben, um es ganz vorsichtig zu sagen. Dieser Umgang ist in hohem Ma\u00dfe problematisch&#8220;, erkl\u00e4rte B\u00fcrgermeister Achim Vandreike. Der Stadionneubau wird sich durch die europaweite Ausschreibung nun um etwa ein Jahr verz\u00f6gern.<\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dadurch war klar, dass der Investor unabh\u00e4ngig vom Stadion gefunden werden musste. W\u00e4hrend Leben sich nicht in die Karten blicken lie\u00df, verhandelte der Verwaltungsrat auf eigene Faust. Eine Eintrachtpressemitteilung verk\u00fcndete im April: <a href=\"..\/..\/..\/..\/..\/wp-admin\/Als%20richtungsweisender%20Schritt%20wurde%20die%20Gr%C3%BCndung%20einer%20Hofding%20AG%20beschlossen%20und%20eingeleitet.%20Bis%20zur%20endg%C3%BCltigen%20Besetzung%20aller%20Organe%20der%20Holding%20AG,%20auch%20unter%20Ber%C3%BCcksichtigung%20des%20noch%20abzuschlie%C3%9Fenden%20Beteiligungsvertrages,%20wurden%20diese%20gestern%20interemistisch%20besetzt.%20Der%20Aufsichtsrat%20setzt%20sich%20zusammen%20aus%20den%20Herren:%20Wolfram%20Tr%C3%B6ger,%20Rudi%20S%C3%B6lch,%20Dr.%20Josef%20C.%20Wolf.%20Den%20Vorstandsvorsitz%20der%20Holding%20AG%20%C3%BCbernimmt%20Rainer%20Leben\" target=\"_blank\">Als richtungsweisender <\/a><a href=\"http:\/\/www.eintracht.de\/aktuell\/1961\/\" target=\"_blank\">Schritt wurde die Gr\u00fcndung einer Holding AG beschlossen und eingeleitet. Bis zur endg\u00fcltigen Besetzung aller Organe der Holding AG, auch unter Ber\u00fccksichtigung des noch abzuschlie\u00dfenden Beteiligungsvertrages, wurden diese gestern interemistisch besetzt. Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus den Herren: Wolfram Tr\u00f6ger, Rudi S\u00f6lch, Dr. Josef C. Wolf. Den Vorstandsvorsitz der Holding AG \u00fcbernimmt Rainer Leben.<\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Vier Wochen sp\u00e4ter erfolgte der R\u00fccktritt von Leben, das Chaos war perfekt: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/0,1518,75666,00.html\" target=\"_blank\">&#8222;Das Pr\u00e4sidium ist in der Vergangenheit vom Verwaltungsrat entm\u00fcndigt worden, aber ich bin keine Marionette dieser Herren. Der Verwaltungsrat ist mitverantwortlich f\u00fcr die jahrelange Misswirtschaft. Er will zu viel Macht statt seiner Aufgabe als Kontrollorgan nachzukommen.&#8220;\u00a0 <\/a>erkl\u00e4rte Leben nach seinem R\u00fccktritt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Neuer starker Mann wurde &#8211; wen wundert es &#8211; Bernd Ehinger. Kurz darauf wurde Octagon als Anteilseigner pr\u00e4sentiert und schon der n\u00e4chste Pr\u00e4sident, Peter Fischer war nicht mehr verantwortlich f\u00fcr den Profifu\u00dfball, sondern nur noch f\u00fcr den Verein. Interimsvorstand der neuen Eintracht Frankfurt Fu\u00dfball AG war zun\u00e4chst neben Steven Jedlicki Bernd Ehinger, der nach wenigen Monaten einen Sitz im Aufsichtsrat bekam und diesen bis vor wenigen Jahren inne hatte. Noch heute ist <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/derhr\/home\/index.jsp?rubrik=6328&amp;key=standard_document_1293202\">Ehinger <\/a>Mitglied im Beirat der Eintracht Frankfurt Fu\u00dfball AG. Und nur zwei Jahre nach dem Einstieg von Octagon, im Sommer 2002, war Eintracht Frankfurt erneut pleite, stand ohne Lizenz und quasi ohne Mannschaft da und musste s\u00e4mtliche Hebel in Bewegung setzen, um weiter im bezahlten Fu\u00dfball spielen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der DFB aber reagierte im Jahr 2000 auf die Lizenzverst\u00f6\u00dfe und zog der Eintracht noch w\u00e4hrend der laufenden Saison zwei Punkte ab und verdonnerte die Diva zu einer Geldstrafe von 500.000 DM. Trotz des Handicaps schaffte es das Team um Trainer Magath erneut am letzten Spieltag die Klasse zu halten. Ein schwer umk\u00e4mpfter 2:1 Sieg gegen den SSV Ulm sicherte ein weiteres Jahr erste Liga. Doch zum Feiern war nur den wenigsten zu Mute. Und wenn die Eintracht im Sommer 2012 in die erste Liga zur\u00fcckkehrt, dann wird die letzte Rate des ISPR Darlehens f\u00e4llig; 13 Jahre nach Salou, Kracht und Heldt, die schon lange keine Rolle mehr spielen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Eines aber fehlt gewiss, n\u00e4mlich die Freund- und Herzlichkeit eines Gaetano Patella und der offene Umgang der Verantwortlichen mit den Fans, wie es Rolf Heller in all seinen Jahren vorgelebt hat. Beide haben mit der Sanierung 1996-98, dem Aufstieg 1998 und dem Klassenerhalt 1999 unvergessliches f\u00fcr die Eintracht geleistet. Und beide bleiben deshalb zu Recht selbst unvergessen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommer 1999 hatte die Eintracht den Klassenerhalt geschafft. Eine neue Saison stand bevor &#8211; und eine neue Ausrichtung der Frankfurter Eintracht. W\u00e4hrend Schatzmeister Patella davon sprach, dass von einer echten Konsolidierung noch keine Rede sein k\u00f6nne und er mit insgesamt f\u00fcnf Jahren des soliden Rechnens plante, dachten andere verwegener.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5362,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[1100,1823,1093,1103,1101,454,1102],"class_list":["post-5336","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-eintracht-frankfurt","tag-bernd-ehinger","tag-eintracht-frankfurt","tag-gaetano-patella","tag-octagon","tag-rainer-leben","tag-rolf-heller","tag-sylvia-schenk","post-preview"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5336","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5336"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5336\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5342,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5336\/revisions\/5342"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5336"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5336"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5336"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}