{"id":4985,"date":"2012-02-14T14:25:52","date_gmt":"2012-02-14T13:25:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=4985"},"modified":"2012-02-21T15:21:51","modified_gmt":"2012-02-21T14:21:51","slug":"auswartssieg-in-dusseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=4985","title":{"rendered":"Ausw\u00e4rtssieg in D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Wetterbericht sagte K\u00e4lte, Schnee, Regen und Glatteis voraus; beste Bedingungen, um den silbernen Golf anzuwerfen und D\u00fcsseldorf zu entern &#8211; ziemlich genau 14 Jahre nach dem letzten Ligaspiel zwischen der Eintracht und der heimischen Fortuna in der Landeshauptstadt NRWs.<!--more--> Vor ein paar Jahren lernten wir zwar schon das Stadion kennen, damals jedoch hie\u00df der Gegner Bayer Leverkusen und das Stadion LTU-Arena. Heute also ging es gegen den tats\u00e4chlichen Gastgeber und das Ding hei\u00dft nun Esprit-Arena.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor ein paar Wochen haben wir dem Golf eine neue Anlage spendiert, die Dinger kosten heute ja nicht die Welt und der gro\u00dfe Vorteil ist ein USB-Anschluss. Statt sinnfrei im Wagen umherfliegender CDs reicht nun ein 8Gb Stick &#8211; und du hast quasi auf einem daumennagelgro\u00dfen Etwas f\u00fcr Wochen Musik. Und die darf nat\u00fcrlich nicht fehlen, wenn die Frau Pia, der Herr Beve und der Golf auf Tour sind. Und so fuhren unangeschnallt auf der R\u00fcckbank mit: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=G3NGou1ZPZ0\" target=\"_blank\">John Foxx<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.mtv.de\/videos\/19963443-huesker-due-makes-no-sense-at-all.html\" target=\"_blank\">H\u00fcsker D\u00fc<\/a> oder The Bones mit dem lustigen Track <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EfPjxUU0g9o\" target=\"_blank\">Psycho Dad<\/a> &#8211; ein Song f\u00fcr Sascha R\u00f6sler. War nat\u00fcrlich noch jede Menge mehr dabei &#8211; und alle Songs gibts live und in Farbe am <a href=\"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=4978\" target=\"_blank\">Freitag Abend <\/a>im Backstage, ich sprach ja schon davon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erste was mir einfiel, als ich im Nordend gelandet war: Hab ich eigentlich mein Fenster zu? Gute Frage, n\u00e4chste Frage. Also f\u00fchrte unser erster Weg zur\u00fcck in meine Heimat, die vielleicht gar nicht Heimat ist &#8211; aber wer will das schon so genau wissen. Das Fenster war geschlossen, die Spritpreise innerhalb weniger Sekunden um f\u00fcnf Cent gefallen und somit waren wir ger\u00fcstet f\u00fcr den Ausflug, den die Ansprache der D\u00fcsseldorfer Polizei wie folgt eingeleitet hatte: <a href=\"http:\/\/www.eintracht.de\/fans\/faninfos\/2011-2012\/FI-33_POL_Duesseldorf.pdf\" target=\"_blank\">Die D\u00fcsseldorfer Polizei freut sich auf Ihren Besuch.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In jener Ansprache hie\u00df es auch, dass f\u00fcr Stadtbesucher neben den in der Altstadt bereit gestellten Shuttlebussen<em> keine andere M\u00f6glichkeit besteht, zum G\u00e4stebereich der Arena zu<\/em> <em>kommen!<\/em> Dies w\u00fcrde bedeuten, dass alle Frankfurter, die nichts davon wussten in den Klauen der Einheimischen bleiben sollten. Klang vern\u00fcnftig. Wie auch immer, wir gehen stets unseren eigenen Weg &#8211; und dann gucken wir mal, was passiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Autobahn A3. Grau ist alle Theorie und grau ist auch der Tag. Durch Regenschneematschwasser und Salz verschlierten die Scheiben, die Wischer ackerten sich mit jeder Menge Frischwasser \u00fcber das Glas, und wir fuhren stoisch durch Grauland. Allzuviel Verkehr war nicht auf den Gassen, wir kamen gut durch und rollten ziemlich genau um halb zwei in D\u00fcsseldorf Oberkassel ein, parkten wie geplant am Rheinufer fern ab jeglichen Trubels und packten uns warm ein. Beim letzten Besuch hatten wir vergessen, das Licht auszuschalten &#8211; und so kontrollierten wir den Umstand ganz genau und marschierten \u00fcber die Oberkasselerbr\u00fccke in Richtung Altstadt, die dem geneigten Altbiertouristen als El Dorado erscheinen mag, in Wahrheit aber neben der K\u00f6 (wie wir Auskenner sagen) das overrateste Areal der ganzen Republik ist. Naja, neben Alt-Sachsenhausen vielleicht, dem Treffpunkt s\u00e4mtlicher Junggesellenabschiede aus Frankfurt und vor allem: Umgebung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Viertel schien um diese Zeit recht ausgestorben, sieht man einmal von den Mengen an Polizisten ab, die gegen\u00fcber der zu erwartenden Adler-Armee-Fraktion ger\u00fcstet hatte. Plakate zu Faschingsveranstaltungen k\u00fcndeten von den kommenden lustigen Tagen, die wahrscheinlich mehr Verletzte und Dreck bringen werden, als s\u00e4mtlich Spiele der Republik zusammen, aber seis drum; Karneval ist lustig und Fu\u00dfball ist Krieg und wir sind die gef\u00fcrchteten Protagonisten, die Masse Mensch, die es zu verwalten und einzusch\u00fcchtern gilt. Unterwegs trafen wir Danni, sp\u00e4ter Ben und Clemens dazwischen immer mal grimmige Einheimische mit Jogginghose und G\u00fcrteltasche, die moderne Uniform der nonkonformen Zunft. Irgendwo hockte eine Bronzefigur des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schneider_Wibbel\" target=\"_blank\">Schneider Wibbel<\/a> und die Legende sagt, dass es Gl\u00fcck bringe, \u00fcber die Figur zu streichen, also taten wir, wie gehie\u00dfen und hofften, dass es kein Fehler war. Im Moment, da ich diese Zeilen schreibe, merkt ihr, dass wir wieder in Frankfurt angekommen sind &#8211; ergo \u00fcberlebt haben, das ist ein Gl\u00fcck in finstren Zeiten oder wie die Waterboys vor Jahr und Tag sangen: <a href=\"http:\/\/www.metrolyrics.com\/the-pan-within-lyrics-waterboys.html\" target=\"_blank\">All we gotta do is surrender.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zeit war auf unserer Seite, so speisten wir gepflegt und wanderten anschlie\u00dfend an Gevatter Rhein entlang, grau wie eine Schwalbe in der D\u00e4mmerung m\u00e4anderte der m\u00e4chtige Fluss seines Wegs, Lastk\u00e4hne beladen mit Kies und Containern zogen vorbei, derweil in einem Seiten\u00e4rmchen einige Hausboote vor sich hind\u00fcmpelten, durch ein Fenster sahen wir ein Kind beim Seilsprung, wer wei\u00df, ob es sich an diesen Tag erinnern wird, wir aber werden es, soviel ist sicher. Irgendwo in D\u00fcsseldorf pappte auf einer \u00fcberlebensgro\u00dfen Unterw\u00e4sche-Reklame von David Beckham auf dessen Unterhose ein Eintracht-Aufkleber<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es begann zu nieseln. Wir verlie\u00dfen den Rhein, orderten in einer D\u00f6nerbude ein Altbier, soviel Lokalkolorit muss sein, zogen an gleichfalls biertrinkenden D\u00fcsseldorfern vor\u00fcber und erreichten bei einbrechender Dunkelheit das Messegel\u00e4nde. Das hei\u00dft hier eine ganze Menge, denn der Ort der Fu\u00dfballspiele hier gleicht einer riesigen Messehalle und war somit also nicht mehr allzuweit entfernt. Die gr\u00f6\u00dfte \u00dcbung bestand nun darin, die Ketten zu durchbrechen und sicheren Fu\u00dfes zum G\u00e4stebereich zu kommen. Und siehe da: Es fand sich hochoffiziell ein Weg und somit hatten wir der befremdlichen Ank\u00fcndigung, dass der G\u00e4steingang nur so oder so zu erreichen sein soll, ein Schnippchen geschlagen und erreichten den Eingang Nord-Ost, der nur f\u00fcr uns bestimmt war ohne nennenswerten Vorkommnisse. Ina, die unsere Karten hatte, war gleichfalls schon in Rufweite und alsbald hielten wir unsere Tickets in den H\u00e4nden. Da wir sicherheitshalber auch des daheim-gebliebenen Nikos Karte genommen hatten, war diese nun \u00fcberz\u00e4hlig. Johannes hatte sie bei sich und binnen Sekunden war die Karte verkauft; wir waren nun ungebunden und enterten die Messehalle &#8222;Esprit&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Einlass war kurz und schmerzlos, wir trafen auf Kroni, schmauchten ein Kippchen und wanderten alsbald auf die Stehr\u00e4nge in die bevorzugte H\u00f6he. Dort hielten bereits Suse, Arne und Mueli die Stellung, wenig sp\u00e4ter gesellten sich noch Hilde und Basti in die H\u00f6he und somit war auch in der letzten Reihe der Stehpl\u00e4tze ein illustres Gr\u00fcppchen anzutreffen. Ein weiteres illustres Gr\u00fcppchen sorgte wenig sp\u00e4ter f\u00fcr ein rechtes Spektakel; einige D\u00fcsseldorfer im Oberrang hatten die Pufferzone geentert und gestikulierten grimmig in Richtung der Frankfurter, die von den wilden Buben durch eine Reihe Ordner und einen massiven Zaun getrennt wurde. Es wurde gerotzt und \u00fcber den Zaun gelangt, ein paar Becher flogen hin und her; die Ordner aber wurden str\u00e4flich alleine gelassen von der Polizei, die \u00fcber eine viertel Stunde sp\u00e4ter aufmarschierte &#8211; als bereits alles vorbei war. Wie immer, wo man sie braucht, da sind sie nicht und wo sie sind, da braucht man sie nicht. Das kommt dabei heraus, wenn Konzepte auf dem Rei\u00dfbrett erstellt werden. Einige sportliche Frankfurter im Unterrang, die nicht im Oberrang zur\u00fcckhanseln konnten, verliehen ihrer Grimmigkeit Ausdruck, in dem sie ein paar B\u00f6ller in Richtung der sich warmmachenden Eintrachtler warfen &#8211; das belebt nat\u00fcrlich ungemein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also, alles auf Null: Anpfiff. Naja, fast, denn bevor Schiedsrichter Brych anpfeifen konnte, verk\u00fcndete der Stadionsprecher, dass auf Grund des geschlossenen Daches im Stadion ein Rauchverbot g\u00e4lte, an das sich nat\u00fcrlich alle gehalten haben. Bei der Vorstellung des Frankfurter Trainers pfiffen die Fortunen pflichtgem\u00e4\u00df, wir revanchierten uns nat\u00fcrlich bei Verk\u00fcndung des Namen R\u00f6slers. Zwischendrinn wurde noch ein neuer Fortuna-Song vorgestellt, immer die gleiche Nummer; lahmer Rocksong mit Punk-Attitude, der so wild klingt, wie ein abgestandenes Altbier, wobei sich die Frage stellt, ob <em>abgestanden<\/em> bei Altbier nicht eine Tautologie ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also Anpfiff. Naja fast, denn kurz bevor es losging, feierte ein Teil des Frankfurter Anhangs Silvester. Rauch. Leucht. Knall. Zisch. Gut verteilt illuminierten die Frankfurter Feuerwerker die G\u00e4stekurve; der Rauch aber legte sich wie Morgennebel \u00fcber das Spielfeld und somit verz\u00f6gerte sich der Beginn um ein paar Minuten. Mittlerweile schlagen ja zwei Herzen in meiner Brust: Auf der einen Seite wird es wieder eine Strafe f\u00fcr die Eintracht geben, und wie die Herren in Grau entscheiden, ist ja zuweilen nicht wirklich nachvollziehbar. Das ist nat\u00fcrlich \u00e4rgerlich. Auf der anderen Seite kr\u00e4ht, sagen wir mal in Griechenland kein Hahn nach dem Geflacker &#8211; und nat\u00fcrlich spektakelt es ganz ordentlich vor einem Spiel um Platz eins in dunkler Nacht. Was man halt so dunkel nennt bei geschlossenem Dach in einer Messehalle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt aber: Anpfiff. Die Eintracht in Schwarz, Fortuna in Rot und der Schiedsrichter unter besonderer Beobachtung, wir erinnern uns: Der Fortune im Jahr 2011\/12 erhielt bislang 10 Elfmeter und h\u00e4lt sich generell nur mit M\u00fche auf den Beinen. Schiedsrichter Brych aber lag neulich bei einem Pokalspiel mit einer Roten Karte dicht daneben &#8211; wie viele meinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stimmung auf den R\u00e4ngen war eines Spitzenspieles w\u00fcrdig, D\u00fcsseldorfer wie Frankfurter machten stimmgewaltig Remmidemmi und die Eintracht hatte ihr K\u00e4mpferherz im Gep\u00e4ck. Spannend wars allemal, obgleich Torgelegenheiten eher selten waren. Mit Butscher auf der linken Seite haben wir einen guten Griff getan, gleiches gilt aber f\u00fcr D\u00fcsseldorfs Nummer F\u00fcnf, der Herr <a href=\"http:\/\/www.fortuna-duesseldorf.de\/pages\/saison\/team\/kader-1112\/pstat\/\/563\/index.htm\" target=\"_blank\">Lukimya-Mulongoti<\/a> der ein m\u00e4chtiges Spiel hinlegte. Unser Meier war Dreh- und Angelpunkt, Matmour hatte vor allem zu Beginn einige mannhafte Szenen und ganz hinten behielt Oka Nikolov die Ruhe. Nullnull zur Halbzeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In H\u00e4lfte zwei ging das nicht wirklich hochklassige aber durchaus unterhaltsame Spielchen weiter; Chancen h\u00fcben wie dr\u00fcben, mal hielt Ratajczack, mal Nikolov und just als D\u00fcsseldorf etwas \u00fcbergewichtig schien, erinnerte uns Alex Meier an die gute alte Zeit. Mannhaft behauptete er den Ball, tauchte in den freien Raum und legte wie mit dem Rassiermesser geschnitten die Kugel auf Benny K\u00f6hler, der den Ball l\u00e4ssig ins Eck versenkte. Heissa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bemerkenswert waren w\u00e4hrend der gesamten Partie einige weitere Szenen. Da trat der Herr R\u00f6sler dem Schildenfeld am Frankfurter Strafraum massiv in die Hacken, um den am Boden liegenden dann zu schubsen und in Maikfranzscher Manier anzubr\u00fcllen; Sympathiepunkte gabs en masse. Wenn mich nicht alles t\u00e4uscht wurde ein vielversprechender Konter der Eintracht abgepfiffen, um dem sympathischen 34j\u00e4hrigen Psycho eine gelbe Karte unter die Nase zu reiben. Ein anderes Mal w\u00e4lzte sich ein D\u00fcsseldorfer fernab vom Geschehen auf dem Rasen, just als die Eintracht flott nach vorne agierte. Selbstverst\u00e4ndlich wurde auch hier unterbrochen. Dazu gab es zwei Szenen, einmal mit Rode, der ackerte wie weiland der Herr Falkenmayer. Rode wurde im Strafraum unsanft zu Fall gebracht, nicht dass man zwingend Elfmeter h\u00e4tte pfeifen m\u00fcssen. Desgleichen bei Idrissou, der f\u00fcr den im End etwas gl\u00fccklosen Hoffer ins Spiel kam. Also, der Schiri verteilte hier keine Geschenke &#8211; Fu\u00dfball ist ein M\u00e4nnersport h\u00e4tte man meinen k\u00f6nnen. Wenn, ja wenn da nicht jene 89. Minute angebrochen w\u00e4re. Kurz zuvor hatte die Eintracht Gl\u00fcck, einmal hatte der Pfosten, ein ander Mal Rode auf der Linie gerettet. Und da die Fortuna traditionell aus dem Spiel heraus wenig Tore schie\u00dft (Um genau zu sein: So viele wie Dynamo Dresden) musste ein Elfmeter her. Furuholm fiel hin, schrie und verstarb. Kurzzeitig. Brych lie\u00df souver\u00e4n weiterspielen, aber der Linienrichter, der Herr Jan-Hendrik Salver verlangte nach seinem ganz gro\u00dfen Auftritt. Obgleich er bei der Szene irgendwo in der N\u00e4he von K\u00f6ln gestanden hatte, wollte er ganz genau gesehen haben, was am anderen Ufer des Rheins so von sich gegangen war. Die D\u00fcsseldorfer zeterten, beschwerten sich und so kam, was kommen musste: Brych fiel um und zeigte Strafsto\u00df f\u00fcr D\u00fcsseldorf in der letzten Minute. Es war der elfte Elfmeter in der laufenden Saison. Die nachfolgenden Mannschaften aus F\u00fcrth, Frankfurt, St. Pauli und Paderborn haben zusammen NEUN Elfmeter zugesprochen bekommen. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. D\u00fcsseldorfs Trainer Norbert Meier ist \u00fcbrigens jener, welcher seinerzeit mit Albert Streit zusammen geraten war und daraufhin von seinem Verein, dem MSV Duisburg wegen idiotischen Verhaltens gefeuert wurde. Der Apfel und der Stamm. Eintrudelnde Kurznachrichten best\u00e4tigten, was alle wussten: Betrug<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie auch immer Langeneke traf bei seinem neunten Versuch zum neunten Mal, der Ball war drin, Oka beinahe noch dran. 1:1. Die Nachspielzeit war zu vernachl\u00e4ssigen, sie wurde schlicht nicht ausgespielt und somit hatte die Eintracht zwar doch noch den Ausgleich hinnehmen m\u00fcssen &#8211; wir aber feierten zurecht einen gef\u00fchlten Ausw\u00e4rtssieg mit dem heiligen Zorn in der Tasche. R\u00f6sler machte sich noch vor Veh zum Affen und sah gelb-rot, was uns aber zumindest f\u00fcr dieses Spiel nicht mehr nutzte. Die D\u00fcsseldorfer drehten uns eine lange Nase, ich aber sage euch: Abgerechnet wird zum Schluss. Die Liga ist gewarnt und wer wei\u00df; vielleicht wird den Fortunen in dieser Saison kurz vor Abpfiff doch noch ein Elfmeter verweigert, der den Aufstieg bedeutet h\u00e4tte. Die Eintracht aber, die monatelang mehr oder minder emotionslos durch die Saison geglitten war, wurde durch den Elfmeterpfiff in ihrer Ehre gepackt. Da war kein betr\u00fcbtes Vom-Platz-schleichen, da war Wut und Zorn und das Leben zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Apropos Zur\u00fcck. Zur\u00fcck nahmen wir den Shuttlebus, der gedacht Richtung Altstadt fahren sollte, de facto aber zum Flughafen rollte, der doch etwas abseits vom Schuss liegt. Bei zunehmender Irritation verlie\u00dfen wir die Sardinenb\u00fcchse am Fernbahnhof, rollten mit einer schicken S-Bahn zum Hauptbahnhof und nahmen die Old-School-U-Bahn in Richtung Luegplatz. Von dort waren es nur ein paar Meter zum Golf, der brav gewartet hatte und alsbald waren wir zur\u00fcck auf der Stra\u00dfe. Gott seis gedankt blieb das gef\u00fcrchtete Glatteis aus, wir \u00fcberholten respektvoll hupend den Eintracht-Bus und sausten zur\u00fcck Richtung Heimat. Peter Heppner sang den Song <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3g8bWQdAiRw\" target=\"_blank\">Twelve<\/a> (1) ob er damit jedoch den Schiedsrichter gemeint hatte, ist nicht \u00fcberliefert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fchsam schrappten die Wischer \u00fcber die verschlierte Scheibe, es war sp\u00e4t in der Nacht, als wir in Frankfurt einrollten. Der Zorn war noch nicht verraucht, aber wer wei\u00df, vielleicht war genau die Partie die Initialz\u00fcndung, die es braucht, um die letzten Spiele mit ganzem Herzen anzugehen. N\u00f6tig w\u00e4r es allemal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(1) Use <a href=\"http:\/\/www.youtubeunblocker.org\/\" target=\"_blank\">You-Tube-Unblocker<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bilder: Pia &amp; Beve<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wetterbericht sagte K\u00e4lte, Schnee, Regen und Glatteis voraus; beste Bedingungen, um den silbernen Golf anzuwerfen und D\u00fcsseldorf zu entern &#8211; ziemlich genau 14 Jahre nach dem letzten Ligaspiel zwischen der Eintracht und der heimischen Fortuna in der Landeshauptstadt NRWs.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4986,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[811,1033,71,1823,1031,1035,1032,1034,495],"class_list":["post-4985","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-eintracht-frankfurt","tag-alex-meier","tag-benny-kohler","tag-dusseldorf","tag-eintracht-frankfurt","tag-fortuna","tag-fusball-mafia-dfb","tag-sascha-rosler","tag-schneider-wibbel","tag-silberner-golf","post-preview"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4985"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5006,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4985\/revisions\/5006"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4986"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}