{"id":3550,"date":"2011-03-20T20:45:22","date_gmt":"2011-03-20T19:45:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=3550"},"modified":"2011-03-28T20:51:39","modified_gmt":"2011-03-28T18:51:39","slug":"der-grose-frankfurter-currywurst-test-heute-bernemer-wurstmax","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=3550","title":{"rendered":"Der gro\u00dfe Frankfurter Currywurst-Test &#8211; Heute: Bernemer Wurstmax"},"content":{"rendered":"<p><em>Es ist noch v\u00f6llig unerforscht<br \/>\ndas Innere der Curryworscht<\/em><\/p>\n<p>(alte Frankfurter Weisheit)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Currywurst mit Pommes geh\u00f6rt zu den Grundnahrungsmitteln. Der Deutschen, der Hessen und der Frankfurter und somit auch von mir. Es gibt Rindscurrywurst, es gibt Bratcurrywurst und es gibt Undefinierbares. Traditionell wird zur gebratenen Wurst entweder ein Br\u00f6tchen gereicht oder aber Pommes, im Idealfall oder bei gro\u00dfem Hunger auch beides. Das Essen ist ungesund, keine Frage &#8211; aber es schmeckt. Und von daher beginnen wir heute mit dem gro\u00dfen Frankfurter Currywurst-Test. Die Kriterien sind gnadenlos subjektiv &#8211; wir pr\u00fcfen den Geschmack, die Konsistenz und die W\u00e4rme der Speisen und wir werfen einen kritischen Blick auf die So\u00dfe. Anschlie\u00dfend schauen wir nach dem Preis, dem \u00d6kofaktor und der \u00c4sthetik. Zu guter Letzt werfen wir einen Blick auf den Service. Maximal sind f\u00fcnf Punkte, sogenannte Currypoints kurz <strong>Cupos <\/strong>zu vergeben. Geordert wird prinzipiell Rindscurry. Gerne werden Hinweise zu Anbietern angenommen &#8211; doch obacht, der Tester hat keine Hemmungen, die Dinge beim Namen zu nennen; in guten wie in schlechten Zeiten.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ngg_shortcode_0_placeholderBeginnen werden wir in Bornheim. Dort wo die Spessartstra\u00dfe in die Arnsburger \u00fcbergeht und die Mainkurstra\u00dfe ohne zu z\u00f6gern links abknickt, dort steht er frei, der Imbiss <em>Bernemer Wurstmax<\/em>. Bierb\u00e4nke mit R\u00fcckenlehne, Stehtische und ein gro\u00dfes Sonnendach laden zum gepflegten Verweilen ein; so manches Mal tummeln sich Sch\u00fcler einer nahe gelegenen Schule zur Mittagszeit vor dem Tresen und teilen sich eine Portion Pommes mit viel Ketchup. Ein paar Meter dahinter zieht die Berger Stra\u00dfe vorbei, Frankfurts Boulevard der urbanen Provinz. Ohne diese Stra\u00dfe wirkt Frankfurt in etwa so wie Berlin ohne Kreuzberg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Voraussetzungen sind ordentlich. Der Blick in den Imbiss zeigt einige Brat- und Rindsw\u00fcrste auf der Bratfl\u00e4che, die darauf warten, geschreddert zu werden. Es sind nicht zuviele, so dass man normalerweise nicht Gefahr l\u00e4uft, mit W\u00fcrsten konfrontiert zu werden, welche die H\u00e4lfte ihres Lebens auf einem Gasgrill zugebracht haben und sich auf der Liegeseite verh\u00e4rtet zeigen. Die fertigen W\u00fcrstchen verharren auf einer Alu-Folie und bekommen bei Order den finalen Hitzeschub. Ein Blick auf die Pommes zeigt, dass sie schon fertig sind, w\u00e4hrend die Wurst geschreddert wird. Die So\u00dfe kommt aus einer Edelstahlsch\u00fcssel und nicht aus einer Plastikflasche, auch hier ein Grund zum frohlocken. Zudem k\u00f6nnen die G\u00e4ste zwischen einer scharfen und einer nicht-scharfen Variante w\u00e4hlen. Sorgf\u00e4ltig und ruhig wird das Gericht zusammen gestellt, w\u00e4hrend auf dem Gasgrill ein Burger samt Zwiebeln bruzzelt &#8211; auch hier werden die Beilagen sorgf\u00e4ltig und liebevoll gegart. Auch wenn die Lebensmittel sicherlich nicht extrem\u00a0 hochwertig biologisch erscheinen, so \u00fcberzeugt die Zuneigung der Betreiber zu ihrem Material. Serviert wird das ganze auf einem spitz zulaufendem Teller mit Metallgabel, es f\u00e4llt also kein M\u00fcll an. L\u00f6blich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Portion f\u00fcr 4 Euro 20 ist ordentlich bemessen, die Konsistenz der Rindswurst bissfest, die einzelnen St\u00fccke klar getrennt und einfach zu verzehren. Die So\u00dfe ist scharf und nicht von der Stange, zudem reichlich. Die Pommes sind ein Tuck zu kalt, in der optimalen Dicke und klassisch gew\u00fcrzt. Der Imbissbetreiber versteht sein Handwerk und gibt sich freundlich ohne aufdringlich zu sein. Die Auswahl des Imbisses kommt knapp aber klassich daher, es gibt als Special neben Wurst und Burger sogar ein Su\u00e7uksandwich, daf\u00fcr dreht sich allerdings kein gelangweilter D\u00f6nerspie\u00df im Hintergrund. Das ist gut so, denn zuviele Speisen verderben den Koch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Fazit l\u00e4sst sich sagen, dass die Rindscurry mit Pommes beim Bernemer Wurstmax ohne Firlefanz die erste Referenzmarke setzt. Die wesentlichen Fragen sind Brat oder Rind, scharf oder normal, Ketchup  oder Majo &#8211; mehr muss nicht sein, ja ich w\u00fcrde sogar sagen mehr ist  \u00fcberfl\u00fcssige Eitelkeit. Auf Grund der etwas zu k\u00fchlen Pommes und damit noch Raum zum Tr\u00e4umen bleibt lautet das unbestechliche Urteil im Test:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4,5 von 5 Cupos.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit \u00fcbernimmt der Bernemer Wurstmax selbstverst\u00e4ndlich die F\u00fchrung in Beves Currywurst-Ranking. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist noch v\u00f6llig unerforscht das Innere der Curryworscht (alte Frankfurter Weisheit) Currywurst mit Pommes geh\u00f6rt zu den Grundnahrungsmitteln. Der Deutschen, der Hessen und der Frankfurter und somit auch von mir. Es gibt Rindscurrywurst, es gibt Bratcurrywurst und es gibt Undefinierbares. 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