{"id":18165,"date":"2026-06-30T22:59:09","date_gmt":"2026-06-30T20:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=18165"},"modified":"2026-06-30T23:04:38","modified_gmt":"2026-06-30T21:04:38","slug":"luebeck-travemuende-erzaehle-gott-deine-plaene-wenn-du-ihn-zum-lachen-bringen-willst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=18165","title":{"rendered":"L\u00fcbeck &#8211; Travem\u00fcnde: Erz\u00e4hle Gott deine Pl\u00e4ne, wenn du ihn zum Lachen bringen willst"},"content":{"rendered":"<p data-path-to-node=\"12\"><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=17390\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Da wir im Dezember ein paar Tage in Thomas Manns L\u00fcbeck<\/a> weilten und es uns durchaus gefallen hatte, waren wir neugierig auf L\u00fcbeck im Sommer. Und da wir sowieso noch Gutscheine f\u00fcr \u00dcbernachtungen im Premier Inn am Bahnhof einl\u00f6sen konnten, buchten wir Ende des Winters ein langes Wochenende in L\u00fcbeck. Die Bahnfahrt war zudem recht preiswert \u2013 und so stand einer Reise in die Sommerfrische nichts mehr im Weg.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"12\"><!--more--><\/p>\n<p data-path-to-node=\"13\">Dass es das hei\u00dfeste Wochenende aller Zeiten werden sollte, stand damals allerdings noch nicht im Raum. Als wir am fr\u00fchen Donnerstagmorgen losrollten, wussten wir jedoch, was auf uns zukommen w\u00fcrde. Immerhin, die Bahn war p\u00fcnktlich, sodass wir in Hamburg den n\u00e4chsten Anschluss in Richtung L\u00fcbeck problemlos erreichten. Unterwegs d\u00e4mmerte ich hie und da ein bisschen weg, tr\u00e4umte aus dem Fenster, h\u00f6rte Songs von Amy Macdonald und besorgte mir ein Ticket f\u00fcr ihr Konzert im Sommer in Bruchsal. Noch war es nicht zu hei\u00df, wom\u00f6glich aber f\u00fcr die ungewohnt unfreundliche Rezeptionistin. Barsch beschied sie uns, dass wir erst um 15 Uhr einchecken k\u00f6nnten \u2013 wir jedoch wollten f\u00fcrs Erste nur unsere Koffer abstellen, was sie uns herablassenderweise genehmigte.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"14\">Derart erleichtert fr\u00fchst\u00fcckten wir im nahegelegenen Caf\u00e9 Sch\u00fcler \u2013 auch hier trat die Fachverk\u00e4uferin ungewohnt forsch auf, wom\u00f6glich schl\u00e4gt im Norden die Temperatur schon fr\u00fcher aufs Gem\u00fct \u2013 uns war\u2019s egal. Wir spazierten vor dem Holstentor am Stadtgraben entlang, \u00fcberquerten die Wielandbr\u00fccke und wanderten Richtung Buniamshof, L\u00fcbecks zweitgr\u00f6\u00dftes Stadion. Aus dem Wald h\u00f6rten wir Klatschen und Anfeuerungsrufe und ein paar Minuten sp\u00e4ter erfuhren wir die Hintergr\u00fcnde: Sch\u00fcler:innen liefen bei hitzigen Temperaturen ein kleines Rennen durch den Wald und die Lehrer feuerten sie an. Wenige Meter dahinter im Stadion war Endstation, Musik wummerte aus den Boxen und die Kids labten sich an Getr\u00e4nken.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"15\">Wir aber marschierten zum Kr\u00e4henteich. Dort standen wir im Winter und blickten durch die kahlen B\u00e4ume aufs Wasser. Jetzt lagen einige Menschen im dortigen Schwimmbad gegen\u00fcber auf der Liegewiese und ich wurde auf der anderen Seite ob meines orangenen Shirts als Holl\u00e4nder gefeiert. Dopeschwaden zogen durch die L\u00fcfte. Am Schwimmbad parkten einige R\u00e4der, eine lauschige Atmosph\u00e4re herrschte im Bad und wir kamen mit dem freundlichen Kassierer ins Gespr\u00e4ch und planten, nach dem Einchecken mit unseren Badesachen wiederzukehren.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"15\"><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_15.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-18199\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_15.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_15.jpg 700w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_15-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_15-676x507.jpg 676w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p data-path-to-node=\"16\">Gegen 14:30 Uhr erreichten wir unser Hotel. Die gestrenge Rezeptionistin begr\u00fc\u00dfte uns zwar nicht, aber beschied uns kategorisch, dass erst um 15 Uhr Einlass sei. Tja, vollt\u00e4towierte Arme und l\u00e4ssige Adidas-Sneaker m\u00fcssen kein Hinweis auf Coolness sein \u2013 auch wenn sich optisch bem\u00fcht wird. Keine zehn Minuten sp\u00e4ter checkten die Ersten der sich nun bildenden Schlange ein, der Kollege war freundlich und bem\u00fcht \u2013 und um 15 Uhr standen wir mit unseren Badesachen wieder auf der Stra\u00dfe, um den 7er-Bus in Richtung Kr\u00e4henteich zu nehmen. Jetzt ergab sich dort allerdings ein anderes Bild: Die Anzahl der R\u00e4der hatte sich wie die Anzahl der Kleinkinder massiv erh\u00f6ht. Wir zahlten nicht nur den Eintritt, sondern liehen uns zudem einen Sonnenschirm, den wir an einer freien Stelle in den Rasen kl\u00f6ppelten.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"17\">Die Kleinsten planschten im vorderen Wasserbereich, die etwas \u00e4lteren h\u00fcpften von der Pontoninsel ins Wasser, und immer wieder sausten Kiddies v\u00f6llig aufgeregt an uns vorbei. Suchten Kumpels, Freibadpommes oder ihre Eltern \u2013 ein Tag im Schwimmbad am Kr\u00e4henteich. Das Wasser war angenehm, ein paar Wasserv\u00f6gel betrachteten das Treiben und die Badeg\u00e4ste r\u00fcckten immer n\u00e4her an unser Badetuch. Eine gemischte T\u00fcte sp\u00e4ter brachen wir auf.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"18\">W\u00e4hrend Pia sich in L\u00fcbeck herumtrieb, spazierte ich zum Bahnhof und nahm den n\u00e4chsten Zug nach Travem\u00fcnde, 20 Kilometer von der Altstadt entfernt. Im Winter fuhren wir mit dem Ausflugsboot hierher und blickten auf den quasi menschenleeren Strand. Jetzt war der Zug relativ leer \u2013 dies \u00e4nderte sich jedoch an der Endhaltestelle am Travem\u00fcnder Strand. Karawanen zogen den Weg vom Strand zum Bahnhof hinauf, dr\u00e4ngelten an den Gleisen und machten sich auf den R\u00fcckweg. Ich spazierte an ihnen vorbei, bis ich an die Ostsee kam. Strandkorb an Strandkorb, soweit das Auge blickte. Ich trieb weiter an der Promenade, bis weiter hinten zun\u00e4chst die Strandk\u00f6rbe und dann der Sandstrand ein vorl\u00e4ufiges Ende fanden. Dort begann der Gr\u00fcnstrand. Rasen. Um ins Wasser zu gelangen, musst du die Promenade \u00fcberqueren und \u00fcber Steine in die See klettern. Hier war der muslimische Teil der Gesellschaft zu Hause. Sogar einzelne junge M\u00e4dchen, Kinder, trugen eine Art Tschador. Sollen die Erwachsenen machen, was sie wollen, aber Kinder derart zu verpacken, zeigt bei den Temperaturen Spuren von Kindesmisshandlung.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"19\">Insgesamt war Travem\u00fcnde selbst um 20 Uhr f\u00fcr meinen Geschmack am Strand viel zu \u00fcberlaufen, obgleich die Strandk\u00f6rbe Feierabend machten \u2013 sodass der Plan, morgen mit der Bahn zum Chillen an die Ostsee zu fahren, gedanklich gecancelt wurde. Ich war mir sicher, Pia w\u00fcrde dies genauso sehen. Ich wanderte zum Strandbahnhof, nahm den n\u00e4chsten pickepackevollen Zug Richtung L\u00fcbeck, der statt nach Hamburg nur bis Ahrensburg weiterfuhr (was meinen des Deutschen nur rudiment\u00e4r m\u00e4chtigen Sitznachbarn vor die Herausforderung SEV stellte) und traf Pia in einer Pizzeria mit Blick aufs Holstentor. Und wir beschlossen, uns morgen R\u00e4der zu leihen und einfach eine Radtour zu machen. Nachts waren wir nicht b\u00f6se um die Klimaanlage. Die deutsche Nationalmannschaft verlor gegen Ecuador und ich schlief den Schlaf der Gerechten.<\/p>\n<h4 data-path-to-node=\"19\">Die Ostsee<\/h4>\n<p data-path-to-node=\"21\">Nach einem kurzen Fr\u00fchst\u00fcck im Caf\u00e9 Sch\u00fcler spazierten wir \u00fcber die pittoreske H\u00fcxstra\u00dfe zum Fahrradverleih der Sonntags Dialoge. F\u00fcr jeweils 10 Euro am Tag bekamen wir zwei R\u00e4der in die Hand gedr\u00fcckt, die uns v\u00f6llig gen\u00fcgten. Im B\u00fcro fand ein Deutschkurs statt, die Mitarbeiterinnen waren ausgesprochen freundlich und wir beschlossen, die R\u00e4der gleich f\u00fcr zwei Tage zu mieten \u2013 die R\u00fcckgabe nach B\u00fcroschluss stellte kein Problem dar.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"22\">Alsbald radelten wir in Richtung Trave. Der eigentliche Plan sah vor, \u00fcber das Naturschutzgebiet Schellbruch und Gothmund bis zum Bus-Shuttle zu radeln, dann die Trave zu unterqueren, um in Travem\u00fcnde mit der F\u00e4hre nach Priewall \u00fcberzusetzen und \u00fcber Dassow heimzuradeln. Zun\u00e4chst zeigte sich der Weg aus der Stadt raus eher unwirtlich. Wir durchquerten ein gro\u00dfes Industriegebiet, suchten mehrfach den Weg und landeten am Ende im Naturschutzgebiet. Von einem Moment auf den anderen befanden wir uns in einer anderen Welt. Die B\u00e4ume spendeten Schatten, wir erreichte einen Aussichtspunkt am See, bewunderten die reetgedeckten H\u00e4user in Gothmund und rollten an der Trave entlang. Vereinzelte B\u00f6tchen zogen an uns vorbei \u2013 man h\u00e4tte es f\u00fcr einen sch\u00f6nen Sommetag halten k\u00f6nnen \u2013 wenn f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage nicht noch hei\u00dfere Temperaturen angek\u00fcndigt gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"23\">Da es weit und breit keine Br\u00fccke \u00fcber die Trave gibt, f\u00fchrte uns der Weg zum kostenlosen Busshuttle, der Radler und erstaunlich viele Mofas unter der Trave hindurch ans andere Ufer bringt. Dort f\u00fchrte der Weg durch Wald und kleinere Ortschaften bis nach Travem\u00fcnde. An der dortigen Lorenzkirche liefen die Vorbereitungen f\u00fcr Spontanhochzeiten. Da wir ja schon verheiratet sind, lie\u00df uns das Angebot eher kalt und wir spazierten durch den Ort, futterten am Fischereihafen ein Fischbr\u00f6tchen (wohl auf die M\u00f6wen achtend) und drehten eine Runde an der Promenade entlang. Vorbei am Maritim Hotel und retour. Der Asphalt gl\u00fchte. Es bot sich das gleiche Bild wie gestern in der gleichen Struktur \u2013 und wir warfen unsere Pl\u00e4ne \u00fcber den Haufen.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"24\">Statt \u00fcber den Priewall machten wir uns auf den Weg zu den Brodtener Steilklippen. Es war eine gute Entscheidung. Nach einem kurzen Anstieg \u00fcber dem Hundestrand blieben wir auf der H\u00f6he, blickten \u00fcber die L\u00fcbecker Bucht, auf das glitzernde Wasser und die Segelb\u00f6tchen mit ihren wei\u00dfen Segeln. Ein fantastischer Weg, vorbei am Gedenkstein f\u00fcr diejenigen, die in der L\u00fcbecker Bucht beigesetzt sind, vorbei am Seetempel, der schon in den <i data-path-to-node=\"24\" data-index-in-node=\"435\">Buddenbrooks<\/i> erw\u00e4hnt wird, und rasteten an der Hermannsh\u00f6he mit einem Kaffee samt Zupfkuchen (Sahne 1,50 \u20ac) und Blick auf das Wasser.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"24\"><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_08.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-18178\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_08.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_08.jpg 700w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_08-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_08-676x507.jpg 676w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p data-path-to-node=\"25\">Nur wenige Radler und Wanderer begegneten uns. Sandige Pfade f\u00fchren die Klippen hinab \u2013 von oben konntest du unten vereinzelte Badeg\u00e4ste erkennen, die den Weg ans Ufer gewagt hatten. Wir hielten alle nasenlang an und konnten uns gar nicht sattsehen. Kurz vor einem offiziellen Abstieg wurde die Route umgeleitet, nun wurde es nach einem kurzen Umweg an der K\u00fcste belebter. Wir kamen nach Niendorf, einem f\u00fcr Urlauber ausgerichteten Badeort an der Ostsee \u2013 der einen aufger\u00e4umten Eindruck machte. Kleine Villen hinterm Strand, allenthalben gab es einen Strandkorbverleih, die Getr\u00e4nke an den Buden schienen recht g\u00fcnstig \u2013 insgesamt machte die Gegend einen durchaus charmanten Eindruck, sodass wir beim Weiterfahren Richtung Timmendorfer Strand beschlossen, morgen einen sch\u00f6nen Strandtag zu machen. Mit Strandkorb, Decke, Strandlekt\u00fcre und Strandverpflegung. Machte ich letztmals 1978 auf F\u00f6hr und ist eigentlich gar nicht so mein Ding \u2013 aber die Vorstellung war durchaus entz\u00fcckend. Zumindest f\u00fcr einen Tag.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"26\">Weiter Richtung Timmendorfer Strand wurde es insgesamt wieder ungem\u00fctlicher, wie es eigentlich zu erwarten war, und so bogen wir zwischen Autos und Urlaubern auf die Route Richtung L\u00fcbeck ab. Das Idyll durch Dorfstra\u00dfen fand ein j\u00e4hes Ende, als der Autoverkehr irgendwo bei Offendorf durch eine winzige Dorfstra\u00dfe umgeleitet wurde und es zuweilen selbst f\u00fcr R\u00e4der kein Durchkommen gab. Die Autos stauten sich aufs Ungem\u00fctlichste und wirbelten beim Weiterfahren Staub auf, der sich in der Luft sch\u00f6n lange hielt. H\u00f6lle. Augen zu und durch \u2013 bis irgendwann kein Auto mehr von hinten anrollte. Wahrscheinlich hatten sie sich endg\u00fcltig verkeilt und wir konnten in aller Ruhe \u00fcber die Feldsteinkirche Ratekau und Bad Schwartau nach L\u00fcbeck radeln. Wie auf der anderen Seite der Trave begleiteten uns einige Industriegebiete \u2013 doch letztlich rollten wir wohlbehalten wieder in L\u00fcbeck ein. Ein erlebnisreicher Tag neigte sich dem Ende entgegen. Hinten auf der Insel drehte sich das Riesenrad, es gl\u00e4nzten die Lichter des Stadtfestes in die anbrechende Nacht.<\/p>\n<h4 data-path-to-node=\"27\">Pl\u00e4ne &#8230;<\/h4>\n<p data-path-to-node=\"28\">Es folgte der Tag, an dem einiges schiefging. Aber nicht alles. Zun\u00e4chst hatte Pia nach einer angenehm temperierten Nacht entdeckt, dass die Fahrradmitnahme in der Bahn in Schleswig-Holstein nicht kostenlos ist. Du brauchst eine Tageskarte f\u00fcr sechs Euro f\u00fcr jedes Rad. Da wir dies f\u00fcr eine Strecke von 13 Minuten unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig fanden, brachen wir gleich mit den R\u00e4dern auf, rollten langsam aus der Stadt und merkten deutlich den Temperaturanstieg, der heute seinen H\u00f6hepunkt finden sollte. Doch der Weg f\u00fchrte \u00fcber kleinere Wege und Dorfstra\u00dfen durchaus unaufgeregt am Karls Erlebnis-Dorf und H\u00e4ven vorbei nach Niendorf. Mann und Maus, Kind und Kegel machten sich auf den Weg zum Strand \u2013 und uns schwante Arges, als unser gestern erw\u00e4hlter Strandkorbverleih \u201eausgebucht\u201c verk\u00fcndete. Und Gleiches widerfuhr uns an allen Verleihern, die wir fragten. Die meisten hatten schon ein Schild vor der H\u00fctte. Wir h\u00e4tten es ahnen k\u00f6nnen, waren aber zu naiv. Um 11:30 Uhr meldete Niendorf: Ausgebucht. Nichts geht mehr.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"29\">Wir hockten uns nach ein paar Metern mit unseren Franzbr\u00f6tchen auf eine Bank am hinteren Ende des Strandes, die erstaunlicherweise nicht belegt war. Vom Ufer aus f\u00fchrte ein Steg ins Wasser; ich w\u00e4hnte mich kurzzeitig in Korfu. Doch als ich die Leiter hinunterstieg, landete ich schnell wieder in der norddeutschen Ostsee-Realit\u00e4t. Um mich herum trieben Quallen und vor allem Seegras. Ich watete durchs knietiefe Wasser, schob mit der ortstypischen Handbewegung das Gras beiseite und wusste nun, weshalb kaum jemand schwamm. W\u00e4hrend Pia mich noch im Wasser suchte, latschte ich schon wieder \u00fcber den Steg zur\u00fcck. \u201eOkay, lass uns fahren\u201c, waren wir uns schnell einig. Ich hatte meine Schuhe noch nicht an, da waren die Pl\u00e4tze schon wieder belegt.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"30\">Diesmal war auf dem Weg \u00fcber das Brodtener Steilufer einiges mehr los als gestern \u2013 obgleich die Blicke aufs Wasser immer noch faszinierend waren. Auch die Hermannsh\u00f6he schien ordentlich besucht, das Fischbr\u00f6tchen kaum belegt und die Fischnuggets eher schlecht. Unfreundlich war der junge Mann hinter der Essensausgabe \u2013 kurz: Zum Kaffeetrinken ein feiner Ort, alles Weitere bitte weitr\u00e4umig umfahren. Wenig \u00fcberraschend dann das Chaos in Travem\u00fcnde. Autos suchten noch in den letzten Sackgassen am Strand nach Parkm\u00f6glichkeiten, verkeilten sich beim Wenden, und ein \u00e4hnliches Bild bot sich am Strand. H\u00e4tte mir jemand gesagt, hier sei der Ganges \u2013 ich h\u00e4tte es geglaubt. Milliarden bunter Sonnenschirme reihten sich dicht an dicht, dahinter Tausende Strandk\u00f6rbe. Gewimmel, Gewusel. Ein Albtr\u00e4umchen.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"30\"><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_10-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-18197\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_10-1.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"551\" srcset=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_10-1.jpg 700w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_10-1-300x236.jpg 300w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_10-1-676x532.jpg 676w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p data-path-to-node=\"31\">Wir drehten neben der Strandpromenade eine Radrunde, ein Auto umfuhr eine Stra\u00dfensperre auf dem B\u00fcrgersteig und wir rollten mit unseren R\u00e4dern auf die F\u00e4hre nach Priewall. Die Sonne brannte vom Himmel, immer wieder befeuchteten wir unsere um die Schultern gelegten T\u00fccher mit Wasser und nach wenigen F\u00e4hr- und Fahrminuten f\u00fcllten wir unsere Vorr\u00e4te beim \u00f6rtlichen Edeka auf. Geradeaus f\u00fchrte der Weg an die Sandstr\u00e4nde, wir aber machten uns auf den Heimweg, der uns rund um einen See nach Dassow f\u00fchren sollte und dann \u00fcber schattige Radwege nach L\u00fcbeck. Und dort sollte noch ein Einkaufsbummel folgen. Dachten wir.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"32\">Im Schatten der Allee lag die Fahrbahn. Den See konnten wir anhand der geparkten Fahrzeuge nur erahnen \u2013 auf die Radwege knallte die Sonne, der Asphalt gl\u00fchte. Kilometer um Kilometer schoben wir uns voran, feuchteten alle paar Minuten die k\u00fchlenden Handt\u00fccher an, nutzten jedes Schattenpl\u00e4tzchen und qu\u00e4lten uns durch Mecklenburg-Vorpommern am hei\u00dfesten Tag des Jahres. Mal fuhren wir auf der Stra\u00dfe, mal auf holprigen Radwegen und keinen Meter am See. Zwischenstopp beim Penny auf der Strecke. Deutschlandf\u00e4hnchen hingen hie und da aus den Fenstern. Hinter Selmsdorf zog es sich ein kleines bisschen zu; je mehr wir uns L\u00fcbeck n\u00e4herten, umso schattiger wurde es \u2013 und so langsam kehrten die Lebensgeister zur\u00fcck. \u00dcber die Wakenitz und die Moltkestra\u00dfe erreichten wir dann doch noch die Altstadt, wieder etwas besserer Dinge.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"33\">Nach \u00fcber 30 Kilometern rollten wir in L\u00fcbeck ein \u2013 und Pia konnte sich noch vor Ladenschluss in einem Klamottenladen umschauen, wurde aber von einer Verk\u00e4uferin be\u00e4ugt, als h\u00e4tte sie die Kr\u00e4tze, und so verlie\u00df sie ohne Ware den Laden. Wir stellten die R\u00e4der wie vereinbart ab und kamen im Hotel unverhofft in den Genuss der Happy Hour und planm\u00e4\u00dfig in den Genuss einer Dusche. Eiskalt sp\u00fclte das Nass den anstrengenden Tag aus den Knochen.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"34\">Abends waren alle Pl\u00e4tze bei unserem erw\u00e4hlten Griechen zwar belegt, doch bevor die Laune sich v\u00f6llig verschlechterte, fanden wir Unterschlupf in der Alten Schmiede, futterten vers\u00f6hnt mit Gott und der Welt unser Abendessen und stie\u00dfen auf uns an.<\/p>\n<h4 data-path-to-node=\"35\">Abschied<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_13.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-18182\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_13.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_13.jpg 700w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_13-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_13-676x507.jpg 676w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p data-path-to-node=\"36\">Nach einer weiteren k\u00fchlen Nacht fr\u00fchst\u00fcckten wir zum letzten Mal f\u00fcr wer wei\u00df wie lange im Caf\u00e9 Sch\u00fcler, packten dann unsere Habseligkeiten zusammen und stellen das Gep\u00e4ck im Hotel unter. Dann brachen wir f\u00fcr einen letzten Rundgang in die Stadt auf. Am Holstentor spendet ein Trinkbrunnen auf Knopfdruck kaltes, klares Wasser \u2013 eine Institution, die wir in den vergangenen Tagen weidlich nutzten. Das m\u00e4chtige Tor, etwas windschief, begeistert mich jedes Mal aufs Neue. Wie viele Menschen zu unterschiedlichsten Zeiten haben es seit 1478 gesehen? Das Tor trotzt der Zeit und beh\u00e4lt alle Geheimnisse f\u00fcr sich. Beispielhaft. Geschrieben steht auf dem Holstentor: <i data-path-to-node=\"36\" data-index-in-node=\"662\">Concordia domi foris pax<\/i> (\u201eEintracht innen, drau\u00dfen Friede\u201c). Du entkommst der Eintracht irgendwie nie.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"37\">Kaum sind wir bei den Salzspeichern, weist uns ein Hinweisschild auf die M\u00f6glichkeit hin, von der Petrikirche \u00fcber die ganze Stadt zu blicken \u2013 eine Option, die wir gerne annehmen. Ein Aufzug bringt uns gem\u00e4chlich nach oben. Wie ein Spielzeugtor wirkt das Holstentor jetzt; wir erkennen die Marienkirche, den Dom und nat\u00fcrlich das historische Rathaus sowie die Musikschule nah an der Trave.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"38\"><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_14.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-18170 alignleft\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_14.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"501\" srcset=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_14.jpg 500w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_14-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_14-290x290.jpg 290w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a>Ein letzter Rundgang f\u00fchrt uns an die malerische Obertrave. Enge Durchg\u00e4nge f\u00fchren in die Hinterh\u00f6fe, die W\u00e4sche flattert auf der Leine \u2013 es ist ein harmloser Fr\u00fchsommertag, die Hitze entschleunigt \u2013 k\u00f6nnte man fast meinen. Wir hocken uns auf die Treppenstufen f\u00fcr ein kleines P\u00e4uschen. Schon gestern sind uns kleine, leise Bootchen aufgefallen, die gem\u00e4chlich \u00fcber die Trave m\u00e4andern. Und als wir den Blick nach links wenden, f\u00e4llt uns auf, dass wir fast am Bootsverleih sitzen. Spontan k\u00f6nnen wir eines der Elektroboote chartern, und nach einer kurzen Einweisung schweben wir r\u00fcckw\u00e4rts aus dem Parkslot und gondeln langsam los. Sechs Kilometer die Stunde maximal, ich fahre langsamer. Die Lenkung funktioniert zeitverz\u00f6gert, daran muss man sich auch erst einmal gew\u00f6hnen. Gechillt schiffen wir leise \u00fcber die Trave, unterqueren die Br\u00fccken mittig, wie gelernt, und schauen uns die Stadt von einer v\u00f6llig neuen Perspektive an. Das ist toll.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"39\">Eine gute Stunde brauchen wir f\u00fcr die Umrundung, dann m\u00fcssen wir das Boot wieder abgeben. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei \u2013 aber ich wei\u00df, was ich noch mal machen werde, sollte ich im Sommer wieder hier sein. Anschlie\u00dfend geht es noch einmal zur\u00fcck ins Hotel, Frau Missmut dr\u00fcckt uns die Koffer in die Hand und wir verlassen das Hotel, in das wir doch eben erst eingecheckt haben.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"40\">Der Regionalzug nach Hamburg ist p\u00fcnktlich, und da wir in der Stadt an der Elbe noch ein bisschen Zeit haben, treibe ich runter an die Alster und passiere auf dem R\u00fcckweg die Kunsthalle, die wir vor ein paar Wochen noch inspizierten. Unser Zug nach Frankfurt scheint sich jetzt um f\u00fcnf Minuten zu versp\u00e4ten; wir nehmen es sportlich und stellen uns am Gleis 14 in den Schatten. Der Zufall will es, dass wir Barbara treffen, quasi Familie. Auch sie will zur\u00fcck nach Frankfurt. Wir warten. 10 Minuten. 20 Minuten. 30 Minuten. Mittlerweile zeigt das Hinweisschild am Gleis nicht mehr unseren Zug an, sondern den n\u00e4chsten, der \u00fcber Frankfurt nach Stuttgart f\u00e4hrt. F\u00fcr Beruhigung sorgt eine Frau, die sich an der Info erkundigt hatte und in Erfahrung bringen konnte, dass unsere Bahn fahren soll. Die Anzeige sei systemisch defekt. Derweil fallen die Z\u00fcge nach K\u00f6ln und M\u00fcnchen aus, wie die Lautsprecherstimme nicht m\u00fcde wird zu betonen.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"41\">Barbara, die keine Sitzplatzreservierung hat, nimmt erst mal einen Regionalzug. Wir warten. Laut App sind wir gleich in Hannover. Es wird skurril: Mittlerweile warten wir seit 45 Minuten bei \u00fcber 30\u00b0 im Schatten. Immerhin zeigt die Anzeigetafel jetzt unseren Zug an, korrigiert aber die Ankunftszeit alle f\u00fcnf Minuten. Nach weit \u00fcber einer Stunde Wartens brandet Beifall auf \u2013 unser Zug rollt tats\u00e4chlich ein. Es irritiert blo\u00df die Wagenreihung: Wo die Eins sein sollte, f\u00e4hrt Wagen 26. Also rennen alle in die jeweils andere Richtung, Fahrr\u00e4der knallen in meine Wade \u2013 die Ersten verlieren die Nerven.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"42\">Immerhin, Wagen vier ist an Bord, auch unsere Sitze sind frei. Gegen\u00fcber schluchzt eine \u00e4ltere Frau v\u00f6llig aufgel\u00f6st. Es stellt sich heraus, dass sie schon seit Stunden unterwegs ist, mit ihrer schon etwas \u00e4lteren Tochter im falschen Waggon gelandet ist und die Tochter keinen Schritt mehr laufen kann. Von hinten dr\u00e4ngen Passagiere \u2013 aber gemeinsam bekommen wir die Situation beruhigt. Als der Zug sich in Bewegung setzt, haben alle einen Platz gefunden. Leichte Aufregung in Harburg, aber auch hier wird trotz massivem Verkehr niemand vom Sitz verdr\u00e4ngt. N\u00e4chste Station: Hannover.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"43\">Wir qu\u00e4len uns Meter um Meter vorw\u00e4rts, halten hier, halten dort, die Sonne brennt, doch die Klimaanlage funktioniert. 100 Minuten nach der geplanten Ankunft landen wir in Hannover. Die Frau steigt mit ihrer Tochter halbwegs gel\u00f6st aus. Der Rest steht und wartet. Es folgt eine Durchsage, dass Fahrg\u00e4ste, die nach G\u00f6ttingen oder Kassel wollen, den Zug wechseln m\u00fcssen. Helle Aufregung allenthalben. Die einen st\u00fcrmen aus dem Zug, die anderen fragen sich: Was ist mit Frankfurt? Mannheim, Karlsruhe? Basel?<\/p>\n<p data-path-to-node=\"44\">Keine Sorge, der Zug f\u00e4hrt nach Frankfurt. Mittlerweile hat die Bahn nach Kassel Hannover verlassen.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"45\">Unser Zug jedoch nicht. Dann die ern\u00fcchternde Ansage: Unsere Bahn f\u00e4hrt erst mal gar nicht weiter, wir sollen alle in den kommenden Zug nach Stuttgart umsteigen. Der, bei dem bis auf ein paar Pl\u00e4tze in der Ersten Klasse der Rest v\u00f6llig ausgebucht war. Sitzplatzreservierung ade. Immerhin verlassen einige Fahrg\u00e4ste den ICE in Hannover und der Zugwechsel klappt in unserem Bereich relativ reibungslos; wir finden sogar zwei Sitzpl\u00e4tze bei zwei Frauen an einem Vierertisch. Als sich alles beruhigt hat, findet auch Barbara, die in Harburg wieder zu uns gestiegen ist, einen Platz.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"46\">Dann wird es hektisch. Die Ersten, die weiter hinten eingestiegen sind, dr\u00e4ngen in unser Abteil, es staut sich. Neben mir steht ein kr\u00e4ftiger Mann mit Glatze und einem Shirt, auf dem ein in Deutschlandfarben gef\u00fclltes Bierglas prangt. Aber die ganze Gang ist friedlich, auch wenn der Ruf \u201eHier ist ein Ruheabteil!\u201c im Nirgendwo versandet. Der Zugf\u00fchrer weigert sich f\u00fcrs Erste, ob der \u00dcberf\u00fcllung vor allem im Mittelteil weiterzufahren \u2013 die Jungs rund um das Deutschlandbier steigen brav aus. Ein Zugbegleiter k\u00e4mpft sich wortlos durch die Abteile \u2013 und dann geht es tats\u00e4chlich los. Was die Menschen machten, die nach Basel wollten, entzieht sich meiner Kenntnis \u2013 wir sausen in den Abend, sp\u00e4ter in die untergehende Sonne. Die Mitfahrerinnen am Tisch erweisen sich als nett, Amy Macdonald besingt den vierten Juli und das Leben. Mit knapp zwei Stunden Versp\u00e4tung erreichen wir dann doch Frankfurt. Es ist warm und dunkel. Keine f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter sitzen wir in der U4, direkt im Anschluss rasselt die Linie 12 an der Konstablerwache ein und bringt uns fast nach Hause.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"47\">Erstaunlich gelassen \u00f6ffnen wir die verschlossenen Fenster und lassen die sich nur langsam abk\u00fchlende, frische Luft in die stickigen R\u00e4ume. Durchatmen. Und ein k\u00fchles Getr\u00e4nk. Auf uns und das Unterwegssein. Man erlebt ja doch immer was.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"47\"><div id=\"metaslider-id-18169\" style=\"width: 100%;\" class=\"ml-slider-3-110-0 metaslider metaslider-flex metaslider-18169 ml-slider has-dots-nav ml-slider-lightbox-2-33-0 metaslider-gallery-2-33-0 ms-theme-default-base\" role=\"region\" aria-label=\"L\u00fcbeck_2026\" data-height=\"525\" data-width=\"700\">\n    <div id=\"metaslider_container_18169\">\n        <div id=\"metaslider_18169\">\n            <ul aria-live='off' class='slides'>\n                <li style=\"display: block; width: 100%;\" class=\"slide-18184 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2026-06-30 22:44:37\" data-filename=\"HL_01.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_01.jpg\" height=\"525\" width=\"700\" alt=\"\" class=\"slider-18169 slide-18184 msDefaultImage\" title=\"HL_01\" \/><\/li>\n                <li style=\"display: none; width: 100%;\" class=\"slide-18185 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2026-06-30 22:44:37\" data-filename=\"HL_02.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/HL_02.jpg\" height=\"525\" width=\"700\" alt=\"\" class=\"slider-18169 slide-18185 msDefaultImage\" title=\"HL_02\" \/><\/li>\n                <li style=\"display: none; 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