{"id":17658,"date":"2026-02-22T13:29:28","date_gmt":"2026-02-22T12:29:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=17658"},"modified":"2026-02-22T13:29:28","modified_gmt":"2026-02-22T12:29:28","slug":"und-am-end-amy-macdonald-in-wiesbaden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=17658","title":{"rendered":"&#8230; und am End Amy Macdonald in Wiesbaden"},"content":{"rendered":"<p data-start=\"183\" data-end=\"661\">Dieses Jahr begann verhei\u00dfungsvoll, was Konzerte angeht. Den Anfang machten f\u00fcr mich Tocotronic in der Batschkapp \u2013 alte Helden in einer Location, die mir \u00fcberhaupt nicht mehr gef\u00e4llt. Zu viel Business, zu wenig Freundlichkeit, zu eng, wenn ausverkauft \u2013 und dazu Toilettenpersonal vor Ort. Ich finde das sch\u00e4big. Einerseits kassieren sie am Umsatz, andererseits empfinde ich die kurzen Begegnungen jedes Mal als entw\u00fcrdigend. F\u00fcr alle. Tocotronic waren liebensw\u00fcrdig wie immer.<\/p>\n<p data-start=\"183\" data-end=\"661\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" data-start=\"663\" data-end=\"1720\"><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/M_01-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-17663 alignleft\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/M_01-1.jpg\" alt=\"\" width=\"291\" height=\"388\" srcset=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/M_01-1.jpg 525w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/M_01-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 291px) 100vw, 291px\" \/><\/a>Ein echtes Highlight war der Auftritt von Marleen Lohse in der Brotfabrik. Frau Lohse kennen wir aus der Krimiserie <em data-start=\"779\" data-end=\"798\">Nord bei Nordwest<\/em>, in der sie die charmant-fr\u00f6hliche Tier\u00e4rztin Frau Christiansen spielt. Vor einigen Monaten hat sie ein Album ver\u00f6ffentlicht, das mir ob seiner unaufdringlichen musikalischen Verspieltheit au\u00dferordentlich gef\u00e4llt. Und genau so war auch der Auftritt. Die Brotfabrik war gut besucht, aber nicht zu voll. Ich stand ganz vorne, und Marleen samt Band waren durchweg guter Dinge. Nervig allein der Typ, der sich mit dem R\u00fccken zur Band vorne auf die B\u00fchne setzte, sein Glas abstellte und sich ausschlie\u00dflich mit seiner Freundin besch\u00e4ftigte. Erst geriet er mit mir aneinander, als er mir mitten im Lied auch noch auf die Schulter tippte und irgendetwas wollte. Dann spielte der Schlagzeuger ihn an, was er \u00fcberhaupt nicht raffte, und nach dem Konzert gab der Drummer ihm noch einen freundlichen verbalen Einlauf mit auf den Weg. Trotz allem ein wunderbarer Abend. Pia machte \u2013 ganz gegen ihre Art \u2013 sogar noch ein Selfie mit Marleen.<\/p>\n<p data-start=\"1722\" data-end=\"2187\">In der Alten Liebe trommelte Tom beim <a href=\"https:\/\/www.das-sft.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stefan-Fendt-Terzett<\/a>. Das war sehr unterhaltsam; spielten sie doch ausschlie\u00dflich Songs von AC\/DC aus der Bon-Scott-\u00c4ra \u2013 und zwar im Stil von Nouvelle Vague, sprich im Easy-Listening-Style. The Movement gingen ein paar Tage sp\u00e4ter im proppevollen Dreik\u00f6nigskeller ordentlich ab \u2013 welcher wiederum eine tolle Location ist. Manchmal allerdings sehr voll. Dann ist es nach einer Weile f\u00fcr mich Zeit, mich anderweitig umzuschauen. Leider machte mir der Streik ein,&nbsp; zwei Wochen sp\u00e4ter einen Strich durch die Rechnung, als bei vereisten Wegen keine Stra\u00dfenbahn fuhr und ich nicht wirklich zu den Les Tres bien und vor allem nach Hause kam.<\/p>\n<p data-start=\"2189\" data-end=\"2868\">Dann Amy Macdonald im Wiesbadener Schlachthof. Schon die junge Vorband <a href=\"https:\/\/www.unclearmag.com\/music-posts\/2023\/11\/28\/better-joy-interview\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Better Joy<\/em><\/a> aus Manchester lieferte gef\u00e4lligen Indiesound und <a href=\"https:\/\/whenthehornblows.com\/content\/2025\/11\/11\/in-conversation-with-211-better-joy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verbindet funkelnde Melodien mit hellen, kraftvollen Gitarren und pulsierenden Basslinien, umh\u00fcllt von Texten, die tief in die Verletzlichkeit eintauchen<\/a>. S\u00e4ngerin Bria hatte \u2013 wie die Jungs an Schlagzeug, Gitarre und Bass \u2013 sichtlich Spa\u00df. Nach einer drei\u00dfigmin\u00fctigen Umbaupause, in der Springsteens <em data-start=\"2622\" data-end=\"2635\">Born to Run<\/em> lief und bei <em data-start=\"2649\" data-end=\"2664\">Country Roads<\/em> sowie <em data-start=\"2671\" data-end=\"2687\">Sweet Caroline<\/em> das Publikum mitsang, wurde es dunkel im Saal. Obgleich die Halle ausverkauft war und ich relativ weit vorne stand, kam kein Gef\u00fchl der Enge auf; die Menschen lie\u00dfen angenehm Raum.<\/p>\n<p data-start=\"2870\" data-end=\"3839\">Es war tadellos angerichtet \u2013 und zu den Takten des Titelsongs des neuen Albums <em data-start=\"2950\" data-end=\"2988\">Is This What You\u2019ve Been Waiting For<\/em> betraten die Musiker die B\u00fchne. Amy, ganz in Schwarz mit wenigen Glitzermomenten gekleidet, spielte ihre Gitarre, und das Publikum ging vom ersten Moment an mit. Nat\u00fcrlich flogen die Handys in die H\u00f6he \u2013 aber durchaus im Rahmen. Und nat\u00fcrlich gibt es immer den einen \u00e4lteren Herren, der konzentriert mit seinem Telefon filmt, und den anderen, der alles derart verwackelt, dass man sich die Aufnahmen nicht anschauen kann \u2013 aber es ging gesittet zu, selten genug. Mit <em data-start=\"3452\" data-end=\"3462\">Dream On<\/em> und <em data-start=\"3467\" data-end=\"3479\">The Hudson<\/em> ging es munter weiter. Mit einem fr\u00f6hlichen \u201eGuten Abend\u201c wurden wir begr\u00fc\u00dft, anschlie\u00dfend lobte sie den Schlachthof in allen Bereichen \u2013 es war das erste Mal, dass sie hier konzertierte. Vor ein paar Jahren sah ich sie in der Alten Oper; die war damals bestuhlt und nicht wirklich pr\u00e4destiniert f\u00fcr diese Art von Musik, die mindestens zum Mitwippen animiert.<\/p>\n<p data-start=\"2870\" data-end=\"3839\"><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Amy_01.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-17661\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Amy_01.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Amy_01.jpg 700w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Amy_01-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Amy_01-676x507.jpg 676w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p data-start=\"3841\" data-end=\"4950\">Ohne gro\u00dfen Firlefanz pr\u00e4sentierte die Band \u2013 neben Amy f\u00fcnf weitere K\u00f6pfe \u2013 Song um Song, unterbrochen von diversen Geschichten, die durch Amys schottischen Akzent gepr\u00e4gt sind. Ich finde das sehr unterhaltsam. Sie sprach davon, dass sie schon oft bei L\u00e4nderspielen der schottischen Nationalmannschaft die Nationalhymne gesungen hat \u2013 und ihre Darbietung auf dem Rasen angesichts der meist d\u00fcrftigen Leistungen des Teams oftmals die beste war. Bei <em data-start=\"4291\" data-end=\"4305\">Slow It Down<\/em> wurde das Publikum animiert mitzusingen, und mit ihrem \u00dcberklassiker <em data-start=\"4375\" data-end=\"4393\">This Is the Life<\/em>, in dem sie eine n\u00e4chtliche Tour und die morgendlichen Kopfschmerzen beim Aufwachen besingt, beendete sie nach 75 Minuten den ersten Teil \u2013 doch recht zeitig. Nat\u00fcrlich folgte noch eine aus drei Songs bestehende Zugabe, darunter eine mitrei\u00dfende Version von <em data-start=\"4647\" data-end=\"4657\">The Glen<\/em>, einem Song der schottischen Band <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ICu302F7ETA&amp;list=RDICu302F7ETA&amp;start_radio=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beluga Lagoon<\/a>. Mit <em data-start=\"4711\" data-end=\"4731\">Let\u2019s Start a Band<\/em> entlie\u00df sie uns in die Wiesbadener Nacht. Leider spielte sie einige Songs nicht, die ich gerne geh\u00f6rt h\u00e4tte, etwa <em data-start=\"4846\" data-end=\"4855\">Forward<\/em>, <em data-start=\"4857\" data-end=\"4874\">Beautiful Light<\/em>, <em data-start=\"4876\" data-end=\"4896\">Woman of the World<\/em> oder <em data-start=\"4902\" data-end=\"4915\">4th of July<\/em> \u2013 aber alles kann man nicht haben und so bleibt f\u00fcr ein n\u00e4chstes Mal die Hoffnung..<\/p>\n<p data-start=\"4952\" data-end=\"5312\">Es war ein ganz wunderbarer Abend, an dem alles gepasst hat \u2013 sogar die Bahn war p\u00fcnktlich. Und ich konnte mir am Schalter der DB noch eine Sitzplatzreservierung f\u00fcr eine andere Fahrt organisieren, von der ich schon Wochen zuvor wusste, dass der gebuchte Zug gestrichen wurde. W\u00e4re das Leben wie ein <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qNowhbNvrB0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konzert<\/a> von Amy Macdonald \u2013 die Welt w\u00e4re eine bessere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Jahr begann verhei\u00dfungsvoll, was Konzerte angeht. Den Anfang machten f\u00fcr mich Tocotronic in der Batschkapp \u2013 alte Helden in einer Location, die mir \u00fcberhaupt nicht mehr gef\u00e4llt. Zu viel Business, zu wenig Freundlichkeit, zu eng, wenn ausverkauft \u2013 und dazu Toilettenpersonal vor Ort. Ich finde das sch\u00e4big. 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