{"id":17083,"date":"2025-06-20T17:57:55","date_gmt":"2025-06-20T15:57:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=17083"},"modified":"2025-06-22T12:27:59","modified_gmt":"2025-06-22T10:27:59","slug":"bruce-springsteen-in-prag-feat-nuernberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=17083","title":{"rendered":"Bruce Springsteen in Prag feat. N\u00fcrnberg"},"content":{"rendered":"<p>Kaum waren wir im vergangenen Jahr von unserer <a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=16459\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pragreise<\/a> zur\u00fcck, buchten wir erneut die Unterkunft und die Zugfahrt f\u00fcr dieses Jahr \u2013 fast zur gleichen Zeit. Warum? Eigentlich war die urspr\u00fcngliche Idee damals, das Konzert von Bruce Springsteen in Prag zu besuchen, das schlie\u00dflich wegen Krankheit abgesagt wurde. Da uns ein Pragbesuch jedoch weiterhin reizvoll erschien, machten wir die Reise trotzdem und erlebten ein Konzert der Interrupters. Kurz darauf wurde der Ersatztermin f\u00fcr das ausgefallene Springsteen-Konzert in Prag bekannt gegeben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p data-start=\"54\" data-end=\"873\">Und so kam es, dass wir in den fr\u00fchen Morgenstunden des 12. Juni wohlgemut in Richtung Hauptbahnhof rollten. Der eigentliche Plan sah vor, dass wir mit dem 58-Euro-Ticket nach N\u00fcrnberg reisen wollten, um nach zwei N\u00e4chten weiter nach Prag zu fahren. Da uns jedoch aus vorhergehenden Bahndesastern ein Reisegutschein \u00fcber 25 Euro zur Verf\u00fcgung stand, buchten wir die Reise nach N\u00fcrnberg im ICE. Nat\u00fcrlich starteten wir schon aus Frankfurt mit erheblicher Versp\u00e4tung \u2013 da wir jedoch keinen Anschlusszug erwischen mussten, nahmen wir es halbwegs locker. Es ist schon unglaublich, was sich die Bahn alles leistet. Die R\u00fcckfahrt aus Prag wurde ja schon Wochen bevor es losging gecancelt, und wir buchten uns auf eine Alternative ein \u2013 ohne einen Sitzplatz zu reservieren, da dies zwar vorgeschrieben, aber nicht m\u00f6glich war.<\/p>\n<p data-start=\"875\" data-end=\"1955\">In N\u00fcrnberg hatten wir f\u00fcr die beiden \u00dcbernachtungen Gutscheine f\u00fcr das a&amp;o Hostel am Bahnhof ergattert, sodass uns die Nacht pro Person keine 10 Euro kostete. Wir waren gespannt, was uns erwartete. Zun\u00e4chst durften wir unsere Koffer im hauseigenen Abstellraum abstellen, sodass wir bis zum Einchecken unbeschwert durch die Stadt schlendern konnten. Die Sonne schien freundlich auf uns herab, und wir spazierten durch die Stadtmauer, vorbei an Kirchen und Eiscaf\u00e9s, bis hoch zur Kaiserburg, \u00fcberblickten N\u00fcrnberg und wanderten am D\u00fcrerhaus und der Pegnitz vorbei zum Hostel, um dort einzuchecken. Der Eingangsbereich bot Billard und Tischfu\u00dfball, einige G\u00e4ste, meist jugendlich, lungerten im Foyer herum, und wir nutzten den Self-Check-in, wobei uns beim Einlesen der Karte ein Angestellter half. Wenig sp\u00e4ter waren wir in unserem Zimmer \u2013 klein, aber sauber, mit einer ebenso kleinen wie sauberen Dusche. Der Blick aus dem Fenster fiel auf den Busbahnhof, aber durch das geschlossene Fenster hielt sich der L\u00e4rm in Grenzen. Kein Luxus, aber v\u00f6llig okay, vor allem f\u00fcr den Preis.<\/p>\n<p data-start=\"1957\" data-end=\"2552\">Letztes Jahr war ich ja schon einmal in <a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=16557\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">N\u00fcrnberg<\/a>, daher erinnerte ich mich an eine kleine Wirtschaft, die wir damals aufgesucht hatten und die uns trefflich bewirtet hatte. So auch diesmal \u2013 es war erstaunlich wenig los, aber sehr nett und lecker. Anschlie\u00dfend wollten wir mit der Stra\u00dfenbahn zum Dutzendteich fahren, doch unterwegs fiel unser Blick auf ein Plakat mit dem Hinweis auf ein Afrika-Festival, und spontan verlie\u00dfen wir die Bahn. Wenig sp\u00e4ter ratterten wir in die andere Richtung zum Westfriedhof. Nach ein paar Metern Fu\u00dfweg erreichten wir das Gel\u00e4nde unter der Theodor-Heu\u00df-Br\u00fccke.<\/p>\n<p data-start=\"53\" data-end=\"952\">Auf einer B\u00fchne unter der Br\u00fccke probte eine Band, weiter hinten gab es Speisen und Getr\u00e4nke. Leider waren die Gerichte auf Papptellern zwar nett anzusehen, aber sehr teuer. Wir waren jedoch satt und trieben uns \u00fcber das Gel\u00e4nde mit den wei\u00dfen Zelten und bunten Klamotten. Interessant war das Zelt von <a href=\"https:\/\/kofaya.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kofaya<\/a>, die nachhaltige Kleidung produziert und auf die Lebenssituation der Schneiderinnen in Ghana aufmerksam machte \u2013 und davon abriet, die Kleidercontainer zu nutzen, da ein Gro\u00dfteil der Kleidung nach Afrika geht und dort den heimischen Markt \u00fcberschwemmt. \u201eKauft weniger \u2013 und wenn, dann lokal und nachhaltig\u201c, so die klare Botschaft. Etwas sp\u00e4ter begann das Konzert: Afrikanischer Reggae von <a href=\"https:\/\/www.backstagepro.de\/kim-azas-friends\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kim Azas<\/a> &amp; Band. Wir wippten fr\u00f6hlich mit und freuten uns mit der singenden T\u00e4nzerin des Lebens. Es war genau das Richtige zum Abschluss des ersten Reisetages. Zufrieden rollten wir zur\u00fcck ins Hostel.<\/p>\n<p data-start=\"954\" data-end=\"1261\">Am folgenden Tag fr\u00fchst\u00fcckten wir um die Ecke und fuhren dann mit der Bahn zum Reichsparteitagsgel\u00e4nde. Wir standen im unvollendeten Kongressbau, umrundeten den Dutzendteich und spazierten am derzeit renovierten Zeppelinfeld samt Zeppelintrib\u00fcne vorbei. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=exVChPltjlg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heinz Rudolf Kunze<\/a> hatte dar\u00fcber schon 1981 gesungen:<\/p>\n<p data-start=\"1263\" data-end=\"1545\"><em>In den Parteitagsgel\u00e4nderuinen<\/em><br data-start=\"1297\" data-end=\"1300\"><em>spielt die deutsche Jugend Schaumgummisquash,<\/em><br data-start=\"1345\" data-end=\"1348\"><em>ab und zu spielt auch die Who, und das Ganze hei\u00dft Zeppelinfeld.<\/em><br data-start=\"1412\" data-end=\"1415\"><em>Jeden Sommer entbieten Volksgenossen<\/em><br data-start=\"1451\" data-end=\"1454\"><em>von der Trib\u00fcne ihren deutschen Gru\u00df,<\/em><br data-start=\"1491\" data-end=\"1494\"><em>wenn die Busse kommen mit den Touristen aus Israel.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"1547\" data-end=\"1815\"><em>In des F\u00fchrers Kongre\u00dfhalle sitzt jetzt<\/em><br data-start=\"1590\" data-end=\"1593\"><em>eine Schallplattenfirma, und dazu<\/em><br data-start=\"1626\" data-end=\"1629\"><em>ist dort das Polizeidepot f\u00fcr beschlagnahmte Autos zu sehen.<\/em><br data-start=\"1689\" data-end=\"1692\"><em>Wenn ich richtig informiert bin,<\/em><br data-start=\"1724\" data-end=\"1727\"><em>soll in diesem Polizeidepot<\/em><br data-start=\"1754\" data-end=\"1757\"><em>der gesamte Wagenpark der Wehrsportgruppe Hoffmann stehen.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"183\" data-end=\"1054\">Der Wagenpark war l\u00e4ngst ger\u00e4umt, heute wird dort f\u00fcr die st\u00e4dtischen B\u00fchnen gebaut. Doch mit diesem Ohrwurm im Kopf nahmen wir bei Gutmann am Dutzendteich einen Imbiss zu uns, tranken ein wunderbares alkoholfreies Bier von Landwehr-Br\u00e4u und fuhren mit der n\u00e4chsten Bahn: erst zum Mahnmal gegen den Faschismus, dann in die Stadt, wo wir \u00fcber das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ehekarussell\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ehekarussell<\/a> staunten, um sp\u00e4ter an der Henkersbr\u00fccke einen Milchkaffee zu trinken. Auf den gegen\u00fcberliegenden Stufen lie\u00df es sich trefflich chillen. Das dachte sich auch die Gang 16-j\u00e4hriger Teenies und lie\u00df Prosecco aus kleinen Flaschen kreisen. Unbeirrt floss die Pegnitz ihres Wegs. Abends wanderten wir nach dem Essen hoch zur Burg und blickten noch einmal \u00fcber die Stadt. Am Fu\u00df der Burg freuten sich Einheimische und Touristen bei einem fr\u00e4nkischen Bier des Daseins, das Stimmengesurre am milden Abend war vom Feinsten.<\/p>\n<h5 data-start=\"183\" data-end=\"1054\">Prag<\/h5>\n<p data-start=\"1056\" data-end=\"1869\">Am folgenden Morgen wartete Prag auf uns, doch wie immer spielte die Bahn nicht mit. Eine kurzfristige Plan\u00e4nderung machte es uns unm\u00f6glich, den Anschlusszug in Schwandorf zu erreichen. Also sprinteten wir los, um einen fr\u00fcheren Zug zu erhaschen \u2013 was auch in letzter Minute gelang. Wenn alles gut ging, w\u00fcrden wir den Pragzug noch in Regensburg erwischen. Aber nat\u00fcrlich ging nicht alles gut. Wir verd\u00e4mmerten die Zeit schon stehend am N\u00fcrnberger Bahnhof, wie auch die Reisegruppe mit Frikadellengelage und Boomermoves. Als wir losz\u00f6ckelten, war klar, dass wir in Regensburg zwei Stunden Aufenthalt haben w\u00fcrden. Durch diese Verz\u00f6gerung waren es letztlich nur anderthalb, die wir an einem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pilzkiosk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Milchpilz<\/a> verbrachten \u2013 einem der letzten acht in Deutschland. Milchpilze sind klasse, sie d\u00fcrfen einfach nicht aussterben.<\/p>\n<p data-start=\"1871\" data-end=\"2297\">Irgendwann (nachdem ich auf den Treppenstufen vor dem Bahnhof sitzend vertrieben wurde) ging es dann doch weiter. Wir sa\u00dfen wie fr\u00fcher in einem Sechser-Abteil, teilten Essen mit einer indischen Familie und rollten zwei Stunden sp\u00e4ter als geplant am Prager Hauptbahnhof ein. Von dort ging es mit der Stra\u00dfenbahn in die Unterkunft auf der Kleinseite, dort, wo wir auch letztes Jahr wohnten. Wir bekamen sogar das gleiche Zimmer.<\/p>\n<p data-start=\"2299\" data-end=\"3096\">Nach ersten Wegen in Richtung der von Besuchern \u00fcberquollenen Karlsbr\u00fccke und Altstadt nahmen wir eine Stra\u00dfenbahn und ratterten quer durch die Stadt. In Smichov fanden wir ein ansprechendes Kellerrestaurant und somit erst einmal Ruhe bei Sv\u00ed\u010dkov\u00e1 und Veggieburger. Da der Aufzug auf den Prager Hausberg Pet\u0159\u00edn bis auf Weiteres geschlossen war, k\u00e4mpften wir uns anschlie\u00dfend die Treppenstufen nach oben und wanderten durch Park und Kloster bis hin zur Burg, die in den Abendstunden wenig besucht war. Sogar die goldene Gasse zeigte sich nahezu menschenleer. Die gleiche kenntnisreiche Verk\u00e4uferin wie im vergangenen Jahr versuchte diesmal erfolglos, mir im Kafka-H\u00e4uschen ein B\u00fcchlein zu verkaufen. Mit einem Eis in der Hand und sp\u00e4ter einem alkoholfreien Dosenbier ging ein ereignisreicher Tag zu Ende. Und ein weiterer sollte folgen.<\/p>\n<p data-start=\"3098\" data-end=\"3737\">Zun\u00e4chst fuhren wir morgens Richtung Vinohrady und entdeckten nach dem Fr\u00fchst\u00fcck tats\u00e4chlich einen Weinberg. Dann spazierten wir zum Grab von Bed\u0159ich Smetana zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vy%C5%A1ehrad\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vy\u0161ehrad<\/a>. Dass Bruce Springsteen in der Stadt weilte, merkte man an allen Ecken und Enden: eine Menge T-Shirts wurden spazieren getragen \u2013 und am Hotel Four Seasons warteten sogar Autogrammjagende auf ihren Helden. Wir trieben durch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Josefov_(Prag)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Josefov<\/a>, Jugendliche hockten in Reih und Glied vor den Synagogen, und wir nahmen Kurs auf das Mittagessen, um uns anschlie\u00dfend ein bisschen auszuruhen. Schlie\u00dflich wartete am Abend der Boss auf uns \u2013 und dies k\u00f6nnte erfahrungsgem\u00e4\u00df etwas l\u00e4nger dauern.<\/p>\n<p data-start=\"3739\" data-end=\"4613\">Als es an der Zeit war, brachen wir auf zum Flugplatz Prag-Let\u0148any \u2013 dem Ort, an dem heute Bruce Springsteen auftreten w\u00fcrde. Die Metro Linie C f\u00fcllte sich ab der Station Muzeum zusehends \u2013 und die allermeisten Mitfahrenden hatten das gleiche Ziel. Wir folgten an der Endstation Let\u0148any, f\u00fcr uns eher untypisch, dem Strom der Menge und erreichten nach wenigen Metern den Einlass zum Gel\u00e4nde, das schon ordentlich gef\u00fcllt war. Endlose Schlangen am Merch und an den Toiletten. Wie viele Besucher letztlich dabei waren, ist schwer zu sagen, aber es k\u00f6nnten um die 75.000 Menschen gewesen sein, die auf dem riesigen Gel\u00e4nde den Boss feierten. Wir hockten uns weiter hinten aufs trockene Gras mit sch\u00f6nem Blick auf die&#8230; Leinwand. Unabl\u00e4ssig str\u00f6mten die Menschen aus allen Richtungen auf den Flugplatz, f\u00fcllten die Trib\u00fcnen, die noch weiter von der B\u00fchne entfernt waren. Die Sonne brannte.<\/p>\n<p data-start=\"4615\" data-end=\"6515\">Kurz vor dem offiziellen Beginn donnerte es und die E Street Band betrat die B\u00fchne, dazu etliche andere Musiker:innen. Als letzter kam Springsteen auf die B\u00fchne \u2013 und nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung rockte der &#8222;Summertime Blues&#8220;, gefolgt von der nunmehr obligatorischen Ansage f\u00fcr die Freiheit und gegen die aktuelle Politik Amerikas &#8211; und \u201eLand of Hope and Dreams\u201c, dem Motto der diesj\u00e4hrigen Tour. Dann ging es Schlag auf Schlag: \u201eDeath to My Hometown\u201c, \u201eLonesome Day\u201c, \u201eMy Love Will Not Let You Down\u201c, \u201eNo Surrender\u201c, \u201eRainmaker\u201c. Bei den ersten Takten von \u201eRainmaker\u201c begann es tats\u00e4chlich zu regnen. Wer hatte, packte seine Regenklamotten aus, der Rest verharrte im Shirt. Winzig klein gab sich Springsteen auf der B\u00fchne, hochseri\u00f6s in wei\u00dfem Hemd und roter Krawatte. Mal rockten die drei Gitarristen (Nils Lofgren, Steven van Zandt und Springsteen), mal wirbelte Max Weinberg an den Drums, mal zeigte sich Jake Clemons, der Neffe des Big Man, am Saxophon, stoisch Gary Tallent am Bass. Bei \u201eHungry Heart\u201c und \u201eThe River\u201c sangen alle mit, und immer wieder der Hinweis auf die gef\u00e4hrliche Lage in Amerika \u2013 ohne den Namen des inkompetenten und korrupten Clowns zu nennen. Nach knapp zwei Stunden, nach den grandiosen \u201eBadlands\u201c und \u201eThunder Road\u201c, war kurz Schluss, dann folgte die Zugabe \u2013 l\u00e4nger als so manches Konzert einer anderen Band: \u201eBorn in the USA\u201c, \u201eBorn to Run\u201c, \u201eBobby Jean\u201c, \u201eDancing in the Dark\u201c \u2013 der schiere Wahnsinn. Bei \u201eTenth Avenue Freeze-out\u201c zogen Bilder der schon lange verstorbenen einstigen E Street Band-Mitglieder Danny Federico und Clarence Clemons \u00fcber die Leinwand, doch Schluss war immer noch nicht. Erst mit Dylans \u201eChimes of Freedom\u201c senkte sich der imagin\u00e4re Vorhang und beendete einen herausragenden Abend. \u201eThis train carries saints and sinners \u2013 this train carries losers and winners \u2013 this train carries whores and gamblers \u2013 this train carries lost souls&#8230;\u201c<\/p>\n<p data-start=\"6517\" data-end=\"6983\">Mittlerweile hatte es aufgeh\u00f6rt zu regnen. Pia schenkte mir bei einem fliegenden H\u00e4ndler, der mit dem Auspacken nicht hinterherkam, noch ein Shirt, das ich gleich anzog, w\u00e4hrend ich mein feuchtes in meinem Beutel verstaute. Wir erwischten beim gut organisierten Abgang flott eine U-Bahn und rollten dicht gedr\u00e4ngt schwitzend in die Stadt. Dann wanderten wir noch einmal \u00fcber die n\u00e4chtliche Karlsbr\u00fccke und tranken eine Dose alkoholfreies Bier auf den Boss, seine Band und die weisen Worte.<\/p>\n<p data-start=\"6985\" data-end=\"7916\">Am folgenden Morgen checkten wir aus, warteten am Prager Bahnhof auf unsere Bahn, die erst eine gute halbe Stunde sp\u00e4ter abfuhr, setzten uns dann auf zwei freie Pl\u00e4tze und lie\u00dfen Tschechien mitsamt der Elbe an uns vorbeiziehen. Eine kurze Aufregung, als unsere Tickets kurz vor der Grenze kontrolliert wurden und wir keine Sitzplatzreservierung nachweisen konnten, aber die sichtlich ersch\u00fctterte tschechische Kontrolleurin dr\u00fcckte ein Auge zu, warnte uns jedoch vor einer eventuellen erneuten Kontrolle auf deutscher Seite \u2013 die allerdings nicht kam. Dummerweise reservierten wir dann noch zwei Pl\u00e4tze zwischen Bad Schandau und Dresden, was gar nicht mehr n\u00f6tig war. Die S\u00e4chsische Schweiz zog an uns vor\u00fcber \u2013 sch\u00f6ne Landschaft, f\u00fcrwahr \u2013 aber bei den AfD-Raten im Land gab und gibt es es f\u00fcr keinen Raum zum Aussteigen. In Dresden hatten wir eine gute Stunde Aufenthalt \u2013 Zeit f\u00fcr Kaffee und Geb\u00e4ck \u2013 dann rollten wir ohne Zwischenf\u00e4lle nach Frankfurt.<\/p>\n<p data-start=\"7918\" data-end=\"8295\">Mittwochabend hatte ich dann die Gelegenheit, dem Frankfurter Konzert von Springsteen beizuwohnen. Wie klein kam mir doch unser Stadion im Vergleich zum Prager Flugplatz vor. Ich f\u00fchlte mich fast wie bei einem Clubkonzert. Aber nur fast. Es war aufgrund der relativen N\u00e4he vielleicht noch einen Hauch intensiver als in Prag. Und es hat nicht geregnet. <em>No retreat, Baby, no surrender.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"7918\" data-end=\"8295\"><div id=\"metaslider-id-17088\" style=\"width: 100%;\" class=\"ml-slider-3-108-0 metaslider metaslider-flex metaslider-17088 ml-slider has-dots-nav ms-theme-default-base\" role=\"region\" aria-label=\"N - Prag\" data-height=\"525\" data-width=\"700\">\n    <div id=\"metaslider_container_17088\">\n        <div id=\"metaslider_17088\">\n            <ul class='slides'>\n                <li style=\"display: block; width: 100%;\" class=\"slide-17104 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2025-06-20 17:49:18\" data-filename=\"01.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/01.jpg\" height=\"525\" width=\"700\" alt=\"\" class=\"slider-17088 slide-17104 msDefaultImage\" title=\"01\" \/><\/li>\n                <li style=\"display: none; width: 100%;\" class=\"slide-17105 ms-image \" aria-roledescription=\"slide\" data-date=\"2025-06-20 17:49:18\" data-filename=\"02.jpg\" data-slide-type=\"image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/02.jpg\" height=\"525\" width=\"700\" alt=\"\" class=\"slider-17088 slide-17105 msDefaultImage\" title=\"02\" \/><\/li>\n                <li style=\"display: none; 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