{"id":15238,"date":"2022-05-29T17:54:36","date_gmt":"2022-05-29T15:54:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15238"},"modified":"2022-05-30T16:32:49","modified_gmt":"2022-05-30T14:32:49","slug":"road-to-sevilla-teil-iv-europapokal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15238","title":{"rendered":"Road to Sevilla. Teil IV &#8211; Europapokal"},"content":{"rendered":"<p>Als wir am n\u00e4chsten Morgen erwachten, waren wir immer noch Europacup-Sieger. Aber im Gegensatz zum Pokalsieg 2018 schwebten wir nicht durch die Stadt, im Gegenteil: Eine seltsame Schwere hatte uns befallen. Die ersten Bilder und Videos trudelten ein, die Begeisterung schien keine Grenzen zu kennen. Die Kan\u00e4le quollen \u00fcber von Lobeshymnen, die Texte und Bilder \u00fcberschlugen sich mit sentimentalen Emotionen und ich hatte den Eindruck, dies alles habe mit mir nichts zu tun. Mein wei\u00dfes Eintracht Trikot h\u00e4ngte ich auf die W\u00e4scheleine und zog es dann trotzig an. Wei\u00df, ohne Werbung. Grabowski 1975.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wir lie\u00dfen den Tag langsam angehen. Um 18:30 sollte unser Bus zur\u00fcck nach Faro abfahren. Da wir unser Zimmer auch noch f\u00fcr die kommende Nacht gebucht hatten, konnten wir das Gep\u00e4ck im Hotel lassen, als wir uns auf den Weg zum Fr\u00fchst\u00fcckscaf\u00e9 machten. Unterwegs besorgten wir uns noch zwei Tageszeitungen. Eine Daily Mail und eine spanische. Die Daily zeigte einen geknickten Spieler der Rangers mit der silbernen Medaille um den Hals vor dem Europapokal, darunter stand in gro\u00dfen Lettern geschrieben: <i>Brutal<\/i>. Wundersamer Weise hatten die meisten Schotten die Stadt schon verlassen \u2013 oder schliefen den Schlaf der Frustrierten. Es war schon eigenartig, wie die so hoch gelobten Fans der Rangers unmittelbar nach Ende des Elfmeterschie\u00dfens nahezu fluchtartig das Stadion verlassen hatten. Kaum jemand feierte die Mannschaft, die so tragisch im letzten Moment doch noch verloren hatte. Dabei war die Road to Sevilla doch auch f\u00fcr diesen Club ein immenser Erfolg. Aber dies sollte nicht unser Problem sein. So ganz nebenbei hatte sich die Eintracht, genau wie das Frauenteam auch, f\u00fcr die Champions-League qualifiziert. Und zudem f\u00fcr das Supercup-Finale in Helsinki. Fl\u00fcge und Unterkunft hatten wir schon vor dem Finale festgemacht. Champions-League. Die Eintracht. Als amtierender Europacup-Sieger. Solche S\u00e4tze zu schreiben klingt \u00e4hnlich absurd, wie wenn dir jemand 1994 vorhergesagt h\u00e4tte, dass wir Ende 1996 am Abgrund der zweiten Liga stehen w\u00fcrden. Aber so ist es. Und so war es.<\/p>\n<p>Wir fr\u00fchst\u00fcckten wie schon gestern im mo.ma, diesmal unter freiem Himmel und konnten von unseren St\u00fchlen aus das gesch\u00e4ftige Treiben eines tempor\u00e4ren Flohmarkts beobachten. Eine fr\u00f6hliche Kellnerin brachte uns Toasts und Caf\u00e9, wir futterten wie die Gro\u00dfen und lie\u00dfen uns dann durch Sevilla treiben, bewunderten die violetten Bl\u00fcten, spazierten noch einmal \u00fcber den Fluss, trafen Mitch, der ebenfalls noch durch die Stadt tigerte, lie\u00dfen uns von den D\u00fcsen der Schattend\u00e4cher der Restaurants mit Wasserdampf bespr\u00fchen und kehrten ein letztes Mal im Caf\u00e9 bei Santa Ana ein. Als die Zeit gekommen war, packten wir frisch geduscht unsere Habseligkeiten zusammen und wanderten durch die gek\u00fchlte Markthalle zum Busbahnhof. Im dortigen Restaurant, das den Charme aller Busbahnhofrestaurants aufwies, tranken wir einen letzten Caf\u00e9 con Leche. Die elektronische Anzeigetafel verwies auf die Abfahrtsspur und -zeit und mit den Minuten wurde es immer voller. Hie und da gratulierte uns ein Schotte zum Sieg, die Stimmung war entspannt. Wir rauchten drau\u00dfen noch ein Kippchen \u2013 dann kam er. Basecap, langer Bart, blaues Trikot und sangesfreudig. In br\u00fcllender Lautst\u00e4rke schmetterte er unverst\u00e4ndliche Schlachtrufe, animierte die Umstehenden, es ihm gleich zu tun und war ohrenscheinlich gut gelaunt. Damit war klar, wer bei uns im Bus mitfahren sollte \u2013 und es war auch klar, wo er sitzt. Nat\u00fcrlich. Sein Kumpel, lautes Organ, nagelneue Z\u00e4hne zog mit ihm ein. Und so sa\u00dfen p\u00fcnktlich um 18:30 Uhr knapp 50 Leute im Bus, wovon 46 schwiegen. Der b\u00e4rtige wanderte hinter zu uns, klopfend, singend, der andere kauderwelschte mit keckerndem Lachen in einer Lautst\u00e4rke, dass du \u00fcber den Kopfh\u00f6rer das gelesene Wort nicht mehr verstandest. Von Sevilla bis Faro. Sie hockten sich in die vorletzte Reihe und schotteten vor sich hin. V\u00f6llig friedlich. Aber nervig bis ins Mark, zumal sie noch ein paar Kameraden fanden, die mitspielten. Wenigstens hatten sie kein Bier dabei, um der Sache noch ein bisschen mehr Drive zu geben. Wir rollten an, ein letzter Blick auf Sevilla. Augen zu und durch. Blablabla FOCKING Blablabla FOCKING Blablabla FOCKING SINGSINGSING FOCKING. BLABLABLA \u2026 Es war die H\u00f6lle. Und wir wussten nun, was \u201eabschotten\u201c wirklich bedeutet.<\/p>\n<p>Wir waren noch keine Stunde unterwegs, als unser Bus an einer Autobahnrastst\u00e4tte in Spanien stoppte. Unsere Freunde nutzten die Gelegenheit und deckten sich mit Bier ein. Unfassbar. Auf der ganzen Hinreise hatte der Bus kein einziges Mal angehalten. Pia sackte in ihrem Sitz zusammen. Nebenan stand ein ausgebrannter Bus. Wir waren unschuldig. Noch. Als sich der Bus in Bewegung setzte, fehlte der Kamerad mit den neuen Z\u00e4hnen. Focking geil. Aber irgendjemand machte den Fahrer zu unserem Leidwesen genau auf jenen Umstand aufmerksam. Und er hielt wieder an. FACK. Nat\u00fcrlich dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis Kamerad Focking lautstark mit vollen Plastikt\u00fcten in den Bus wackelte. Blablabla FOCKING Blablabla FOCKING Blablabla FOCKING SINGSINGSING FOCKING. BLABLABLA \u2026 Es war die H\u00f6lle. Der Boden war unmittelbar danach \u00fcbers\u00e4t mit Chips.<\/p>\n<p>Die Strecke zog sich, doch wir \u00fcberquerten nach einer Weile den Guadiana und waren zur\u00fcck in Portugal. Ich blickte aus dem Fenster, sah Esel und St\u00f6rche an mir vor\u00fcberziehen, Monte Gordo, die Ria Formosa, Tavira, Olaho, Faro, Pia hatte gecheckt, dass kurz nach unserem Halt in Faro ein Zug nach Fuseta abfahren sollte. Kaum landeten wir am Busbahnhof, schnappten wir unser Gep\u00e4ck, flutschten schnell wie Wind aus dem Bus und eilten zum eigentlichen Bahnhof. Gute zehn Minuten bis zur Abfahrt der Bahn. Wir stellten uns am Ticketschalter an. Dort standen zwei Passagiere vor uns. Am Schalter selbst waren zwei Damen ins Gespr\u00e4ch vertieft, die Minuten zerrannen wie fl\u00fcssiges Blei. Es schien, die Damen wollten mit dem Zug bis Flensburg reisen und planten mit dem Bahnangestellten die Reise durch, wie auch immer. Die junge Frau vor uns wurde \u00e4hnlich nerv\u00f6s wie wir. Kurz vor Toresschluss wanderten die beiden ersten zur Seite, alle anderen holten sich binnen Minuten ihre Tickets und sprinteten zum Zug, der noch weitere f\u00fcnf Minuten warteten sollte. Dann setzte sich der silberblaue Koloss in Bewegung. Und nat\u00fcrlich konnte man auch die Tickets beim Schaffner im Zug kaufen. Ich blickte aus dem Fenster. Mit jeder Minute und jedem Stopp kam Fuseta n\u00e4her, rechter Hand die Blicke auf die Ria Formosa. In Fuseta A stiegen wir aus und wanderten ein paar Minuten hoch zum Hotel. Aus der Kirche gegen\u00fcber drang Gesang und Weihrauch. Unser Zimmer war aufger\u00e4umt, wir f\u00fchlten uns wieder zuhause. Ums Eck gab es noch eine Fischsuppe und einen Vinho Verde, dann wanderten wir am Kanal an den sachte schaukelnden Booten vorbei an den Strand. Ruhe. Endlich Ruhe. FOCKING STILLE. Auf der Dachterrasse g\u00f6nnten wir uns einen Absacker und schliefen als Europapokalsieger ein. In Frankfurt hatten sie derweil den Tag zur Nacht gemacht und waren vor Freude durchgedreht. Nur OB Peter Feldmann kam dabei nicht ganz so gut weg. Und die Tagesflieger waren auch alle wieder sicher gelandet<\/p>\n<p align=\"center\">&#8211;<\/p>\n<p align=\"left\">Fr\u00fcher Morgen, Fuseta erwachte. Wir waren immer noch Europapokalsieger. Doch keine \u00fcberbordende Freude durchstr\u00f6mte uns, h\u00f6chstens \u00fcber die Gewissheit, dass wir wieder in dem beschaulichem kleinen Ort aufwachten, den wir ins Herz geschlossen hatten. Und dass niemand an die Deckenverkleidung h\u00e4mmerte und dabei \u201eFOCKING\u201c br\u00fcllte. Ich br\u00fchte mir einen Tee, w\u00e4hrend Pia ihren Supermercado aufsuchte. Heilige Stille. Dann setzte mich auf den Balkon und las. Rechter Hand \u00f6ffnete ein \u00e4lterer Portugiese sein Garagentor und st\u00fctzte die Fl\u00fcgelt\u00fcr routiniert mit zwei Holzbalken ab. Dann rollte sein altersschwacher Japaner aus der Einfahrt. Touristen parkten ihre Fahrzeuge auf der gegen\u00fcberliegenden Seite, blickten kurz zu mir hoch und wurden von der gl\u00e4sernen Eingangst\u00fcr verschluckt. Einer der G\u00e4ste trug ein Trikot von Barcelona, ich musste jedes Mal grinsen, wenn ich ihn sah.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Katze am Wegesrand. Die umher sausenden Schwalben mit ihren h\u00e4ngenden Nestern unter den D\u00e4chern. M\u00f6wen. Wir durchstreiften den Ort. Tranken einen Galao in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, beschauten uns die Markthalle von innen und lehnten dankend die Angebote f\u00fcr fangfrischen Fisch ab. Pia hatte derweil ein unscheinbares Restaurant aus dem Buch entdeckt, wir schauten es uns an und beschlossen, des Abends dem Casa Corvo einen Besuch zu widmen. Unten am Strand herrschte Ebbe, wir wanderten vor bis zum Anlegeh\u00e4uschen. Angler warteten stoisch auf ihren Fang, die Angeln entweder im Sand steckend oder in modernen Haltern. Am Haus schlichen Muschelsucher im Schlick umher, auf der Suche nach einem Abendessen, hie und da tuckerte ein Boot durch die Lagune. Es war kein Badetag, zu wenig Wasser auf der einen Seite, auf der anderen war das typische Azur einem Grau gewichen. Auch die \u00fcbertriebene Hitze hatten wir in Sevilla gelassen. So futterten wir einen Burger im O Farol, dessen Bedienungen leuchtend blaue Shirts trugen, auf deren Vorderseite ein ukrainischer und ein portugiesischer Schmetterling nebeneinander flatterten, auf der R\u00fcckseite die Werbung f\u00fcr die Bar. Ich fragte, ob die T-Shirts k\u00e4uflich zu erwerben seien. Sie schaute mich leicht irritiert an und meinte heute nicht, aber morgen und fragte unsere Gr\u00f6\u00dfen ab, die wir ihr bereitwillig \u00fcbermittelten.<\/p>\n<p align=\"left\">Vom Kanal aus kannst du mehrst\u00fcndige Touren auf den Touristenbooten unternehmen. Die flotten bringen dich fix auf eine Insel am Atlantik, die anderen tuckern durch die Ria Formosa und steuern unterschiedliche Ziele verschiedener Fahrdauer an. Eigentlich wollten wir morgen eine zweist\u00fcndige Tour unternehmen, doch da diese Tour just am Samstag nicht angeboten wurde und das heutige Wetter geradezu einlud, \u00fcber die Ria Formosa zu tuckern, besorgten wir uns am kleinen Verkaufsstand zwei Tickets und trieben \u00fcber die mit Fischmosaiken versehenen Fu\u00dfg\u00e4ngerzone Richtung Heimat. Dabei fielen f\u00fcr Pia noch ein paar rote Ledersandalen ab, die in drei Farben erh\u00e4ltlich waren: Rot. Schwarz. Wei\u00df. Die Farben unserer Eintracht. Ja, wir waren Europapokalsieger. Auch heute noch. \u201eWe are the champions\u201c hatten wir in die Flutlichtnacht Sevillas gebr\u00fcllt und uns nicht so gef\u00fchlt. Auch heute noch nicht. Ich sa\u00df auf dem Balkon und las. Aus der kleinen schwarzen Anker-Box erklang <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sWhy1VcvvgY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ana Vilela<\/a>.<\/p>\n<p align=\"left\">Unser Boot sollte um halb drei ablegen, kurz vor der Zeit spazierten wir am Kanal entlang. Wir waren nicht die einzigen, die an diesem Nachmittag auf die Idee gekommen sind, diese Tour zu unternehmen. Die ersten Mitreisenden gingen an Bord und setzten sich alle auf eine Seite, worauf der Kahn leicht zu kippen drohte. Also balancierten wir das Boot gemeinsam aus. 14 Touristen und Isabell, unsere Kapit\u00e4nin dazu. Als wir schon ablegen wollten, stiegen noch zwei Nachz\u00fcgler zu, wir legten die Schwimmwesten an und tuckerten mit leisem Motor los. Wir sa\u00dfen ganz vorne und schoben uns den Kanal entlang, vorbei an den zwei Leuchtt\u00fcrmchen und passierten gem\u00e4chlich den Strand Richtung der Ilha de Armona. M\u00f6wen begleiteten uns, als wir die eher unscheinbaren Austerfarmen erreichten. Isabell erkl\u00e4rte uns, dass die Austern hier in weitaus k\u00fcrzerer Zeit als in Frankreich zur Verkaufsgr\u00f6\u00dfe heran wuchsen. So werden sie zur rechten Zeit in Richtung Arcachon transportiert, um dort einige Wochen nachzureifen, um anschlie\u00dfend als franz\u00f6sische Austern auf den M\u00e4rkten der Welt zu landen. Oystercrusher, V\u00f6gel mit spitzen Schn\u00e4beln, be\u00e4ugten uns und spekulierten auf ein kostenloses Abendessen. Zu Pias Leidwesen entpuppte sich der erhoffte Flamingo als Kormoran.<\/p>\n<p align=\"left\">Nach einer knappen Stunde legten wir auf der Ilha de Armona an. Kinder sprangen jauchzend vom Steg ins Wasser, eine halbe Stunde blieb uns, das Eiland zu erkunden. Der Weg f\u00fchrte an einigen Restaurants vorbei durch eine kleine von wei\u00dfen H\u00e4usern ges\u00e4umte Siedlung, es herrschte eine angenehmen Stille, allein die Strecke zum Atlantik auf der anderen Seite der Insel schien zu weit f\u00fcr unser Zeitbudget. So bogen wir ab, erreichten eine kleine Bucht und blickten aufs offene Wasser. Ein altes Fischerboot lag am Strand. Ich setzte mich darauf, um meine Schuhe auszuziehen \u2013 mit dem Erfolg, dass der Anstrich abf\u00e4rbte und meine Sneaker in Teilen die blaue Farbe des Bootes annahmen. Barfu\u00df tapsten wir durch das Wasser, bis es aus einem der Ferienh\u00e4uschen rief: Eintracht!<\/p>\n<p align=\"left\">Es war Heinz aus Gelsenkirchen, der sich vom Sieg der Eintracht begeistert zeigte und sich gleichwohl als eingefleischter Schalker pr\u00e4sentierte. Wir kamen nat\u00fcrlich sofort ins Gespr\u00e4ch. Heinz sprintete ins Haus und kam mit drei kleinen Sagres-Fl\u00e4schchen zur\u00fcck. Gemeinsam stie\u00dfen wir auf den Europapokal-Sieg an, es war der bisherige H\u00f6hepunkt unserer Feierlichkeiten. Heinz war sogar einmal im Frankfurter Stadion, damals, 2005, beim 6:0 Sieg der Eintracht im Pokal. Dieses Spiel hatten wir auch gesehen. Und tragen weitaus bessere Erinnerungen als er in unseren Herzen. Zum Abschied gab es noch ein Roadbier. Keine zwei Minuten sp\u00e4ter hockten wir wieder am Steg und beobachteten die quietschvergn\u00fcgten Kids im Wasser, bis wir erneut unser Boot enterten und ablegten. Jetzt hatte es Isabell eilig, wir sausten die Lagune entlang, das Boot peitschte durchs Wasser, bis uns ein Aufschlag patschnass spritzte. Unsere Kapit\u00e4nin hatte ein Einsehen und drosselte die Geschwindigkeit, so dass wir wieder in aller Gem\u00fctsruhe durch die Ria Formosa schipperten. Die Austernb\u00e4nke lagen jetzt unter Wasser, die Flut hatte ihren Zenit erreicht. Als wir wieder am Kanal festmachten, waren alle wieder trocken. Auf dem Heimweg trafen wir in der Tapas Bar Chris und Gernot, die nebenan in Arroteia untergebracht waren und ebenfalls nach dem Spiel in Sevilla nach Portugal zur\u00fcck gekehrt sind. Gernot, der Gl\u00fcckliche nannte in Arroteia ein Haus sein eigen. Nat\u00fcrlich trugen sie beide ihre Eintrachttrikots.<\/p>\n<p align=\"left\">Fr\u00fcher Abend. Wir beschlossen, es uns gut gehen zu lassen, spazierten in Richtung Markthalle und hatten Gl\u00fcck. Die freundliche Bedienung, er hie\u00df Bruno, wie sich sp\u00e4ter heraus stellte, wies uns im Casa Corvo einen Tisch unter freiem Himmel zu, einen VIP-Tisch, wie er lachend betonte. Vor unseren Augen bereitete Fernando, Mitinhaber des kleinen Restaurants die frischen Fische zu, die nur wenig sp\u00e4ter auf dem Holzkohlegrill schmurgelten. Fernando, ein h\u00fcbscher Kerl, der zuvor einige Zeit in England verbracht lebte, hatte das Casa Corvo vor gar nicht allzu langer Zeit von seinem Onkel \u00fcbernommen und f\u00fchrte eine alte Familientradition fort. Die schwarz wei\u00dfen Bilder seiner Ahnen hingen gerahmt im Restaurant auf der anderen Stra\u00dfenseite. Wir orderten Lachs und Gambas, Vinho Verde und Wasser und beobachteten Fernando beim Zerlegen von Red Snapper, Doraden, Brassen oder dem Zerschneiden der dunkelroten Thunfischfilets. Bespr\u00fcht mit einem Hauch Oliven\u00f6l, gew\u00fcrzt mit hagelgro\u00dfen Salzk\u00f6rnern, gewonnen aus heimischen Salinen. Ein weiterer Angestellter entdeckte uns \u2013 und vor allem mein Eintracht-Trikot. Binnen weniger Minuten wurden wir und Antonio Freunde. Da der Laden nicht \u00fcberf\u00fcllt war, konnte er mit uns \u00fcber das Spiel plaudern, das er nat\u00fcrlich im TV verfolgt hatte. Und er kannte sich aus \u2013 als Fan von Benfica Lissabon, der schon in der Welt herum gekommen war. Er \u00fcbernahm kurzer Hand unseren Tisch von Bruno, zeigte uns Bilder auf seinem Handy vom Markt an der Konsti, wo er schon dunkles Bier getrunken hatte, Bilder vom Apfelwein Dax in Sachsenhausen, Gerippte und Bembel. Ein kleines St\u00fcck Heimat ploppte vor unseren Augen auf. Kurz darauf brachte er uns Gambas, Lachs, Salat, Pommes und alles was dazu geh\u00f6rt und immer, wenn Antonio ein paar Minuten Zeit hatte, kam er zu uns und wir quatschten \u00fcber Fu\u00dfball, die Eintracht und \u00fcber Fuseta. Fernando schaltete sich von Zeit zu Zeit ein \u2013 und so vergingen wunderbare Stunden im Casa Corvo, die mit Bica und Medronho endeten. Als wir bei Antonio f\u00fcr den morgigen Abend einen Tisch reservieren wollten, lehnte er ab. \u201eDas machen wir nicht. Kommt einfach vorbei. Wenn alles besetzt ist, trinkt ein Bier und wartet, bis ein Platz frei wird. Es wird immer ein Platz frei\u201c. Gl\u00fccklich und zufrieden drehten wir noch eine Runde am Strand und tranken noch einen Vinho Verde auf unserer Dachterrasse. Frankfurt schien weit weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"left\">&#8211;<\/p>\n<p align=\"left\">Samstag Morgen in Fuseta. Einen vollen Tag hatten wir noch in diesem kleinen Ort an der Ria Formosa, einen Tag ohne Pl\u00e4ne, ohne Ziel und Auftrag. Wir fr\u00fchst\u00fcckten unaufgeregt, trieben uns die schmalen Gassen entlang, Autos quetschten sich eng an uns vorbei, wir tranken Galao im O Pescador, wo sich wie immer die M\u00e4nner des Ortes mit einigen Touristen mengten, die Frauen sa\u00dfen meist im Caf\u00e9 auf der anderen Stra\u00dfenseite. Unten im O Farol waren unsere gestern georderten Shirts noch nicht eingetroffen, heute Abend sollte es soweit sein. Noch weiter unten, in der Bar am Strand trafen wir auf Holger, der in Frankfurt relativ nahe bei uns wohnt. Er war mit dem Rad aus Olaho gekommen und g\u00f6nnte sich in Fuseta ein P\u00e4uschen \u2013 und brachte uns auf die Idee, mit dem Wassertaxi f\u00fcr ein paar Euro auf die Ilha de Fuseta zu fahren. Von dort sind es nur wenige Meter bis zur Atlantikk\u00fcste. Keine f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter sausten wir \u00fcber das Wasser. Isabell kam uns mit einem anderen Boot entgegen. Pia winkte ihr und sie winkte zur\u00fcck. In unserem Gep\u00e4ck befand sich nun ein riesiges leuchtend orangenes Tuch, das wir kurzerhand auf dem Weg zum Hafen erworben hatten. Die flotte Fahrt endete nach wenigen Minuten, eine weitere Minute sp\u00e4ter lagen wir am nahezu menschenleeren Strand, breiteten unser orangenes Tuch aus und blickten auf den rauen Atlantik, dessen Wellen ein paar Meter vor uns ausrollten. Ich stellte mich ins Wasser, breitete im Eintracht-Trikot meine Arme aus \u2013 und war Europapokalsieger. Dann st\u00fcrzte ich mich in die Fluten. Pia wanderte am Strand entlang und suchte Muscheln.<\/p>\n<p align=\"left\">Ich wurde eins mit der Welt. Im Buch, welches ich las, wurde genau der Ort beschrieben, an dem ich mich gerade befand, die Wellen rauschten, der Blick schweifte in die Ferne, in ein Irgendwo, in dem alles m\u00f6glich scheint, so man nur daran glaubt. Und tr\u00e4umt. Und hofft.<\/p>\n<p align=\"left\">P\u00fcnktlich um 17:30 Uhr wurden wir zur vereinbarten Zeit abgeholt und tuckerten an den beiden Leuchtt\u00fcrmen vorbei wieder in den Kanal und stiegen gekonnt an Land. Einige Souvenirl\u00e4dchen sp\u00e4ter blickten wir auf unserer Dachterrasse \u00fcber Fuseta. Und unser letzter Abend zog ins Land, der letzte Abend in diesem kleinen Ort, in dem das Leben manchmal stehen geblieben scheint. Der Ort, der sich in unsere Herzen geschlichen hatte, so unaufgeregt und leise, wie es manchmal im Leben geschieht.<\/p>\n<p align=\"left\">Als wir wieder im Casa Corvo aufkreuzten gab es ein gro\u00dfes Hallo und wir konnten uns wieder an den gleichen Tisch setzen, an dem wir den vorherigen Abend verbracht hatten. Bruno kam herbei, Fernando grinste vom Grill her\u00fcber und Antonio bekam sofort ein paar von den sch\u00f6nen Aufkleber des tollen Fotos von Kathrin, die J\u00fcrgen in Frankfurt graphisch umgesetzt hatte, in die Hand gedr\u00fcckt. Er freute sich aufrichtig\u2013 alleine, dass ich mein Eintracht-Trikot nach \u00fcber 60 Stunden nicht mehr anhatte, betr\u00fcbte ihn ein wenig. Wollte er doch ein Foto f\u00fcr seinen Frankfurter Kumpel machen \u2013 und ich trug nun mein leuchtend gelbes Hemd ohne Adler. Da Pia jedoch ihre Frankfurt-Liebe zeigte, war die Situation gerettet, wir schossen Selfies, orderten Thunfisch und Lachs, der binnen Sekunden vor unseren Augen zubereitet wurde, dazu gab es wie so oft Vinho Verde. Wir lachten, quatschten und futterten mit Liebe, Fernando erz\u00e4hlte uns seine Geschichte und Antonio die seinige dazu. Herzliche und liebenswerte Menschen, die ihre Sache freundlich, gekonnt und ohne Sper\u00e4nzchen erledigen, nicht um jede Mark einen Bohei veranstalteten und dennoch zufrieden wirkten. So \u00e4hnlich sieht meine Vorstellung von Gl\u00fcck aus. Vor allem, wenn das Meer nur einen Steinwurf entfernt liegt. Wenn die Dinge gut laufen, werden wir Antonio wiedersehen, vielleicht sogar eines Tages in Frankfurt. Dann werden wir den Vinho Verde gegen Apfelwein tauschen und ihm eine Karte f\u00fcr die Eintracht besorgen.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Rechnung kam in einer Fischdose. Dunkle Nacht legte sich \u00fcber Fuseta, wir verabschiedeten uns von unseren Gastgebern in aller Herzlichkeit und wussten, dass wir in 24 Stunden \u00fcber 2.500 Kilometer entfernt wieder in einer anderen Welt sein w\u00fcrden. Aber die Erinnerungen werden bleiben, solange wir leben. Unten, im O Farol, bekamen wir sogar noch unsere blauen Shirts und spazierten ein letztes mal durch den nachtdunklen Ort, nahmen vorl\u00e4ufig Abschied vom gelb-roten H\u00e4uschen, das langsam in der Ria Formosa verwittert und tranken den letzten Vinho Verde f\u00fcr unbestimmte Zeit in Portugal \u2013 dann l\u00f6schten wir die Lichter und schliefen zufrieden aber ein bisschen traurig ein.<\/p>\n<p align=\"left\">Und so brach er an, der letzte Morgen in Fuseta. Wir fr\u00fchst\u00fcckten drau\u00dfen im Caf\u00e9 in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, das schon gut besetzt war, das O Pescador nebenan \u00f6ffnete derweil erst jetzt seine Pforten. Jung und Alt sa\u00df beisammen, einige Touristen dazwischen, harmloses Palaver allerorten. Der letzte Gang an den Strand, das letzte Souvenir, ein letzter Gru\u00df. Dann packten wir unsere Siebensachen zusammen, tranken noch einen Tee auf dem Balkon, ich klappte die letzte Seite des Buches zu und Pia orderte ein Uber, das binnen Sekunden kommen sollte. Der Fahrer wohnte zuf\u00e4llig um die Ecke, wir warfen unsere B\u00fcndel in den Kofferraum und rollten alsbald auf die N 125, vorbei an der H\u00e4hnchenbraterei, der ich beim n\u00e4chsten Mal unbedingt einen Besuch abstatten muss. Vorbei an den Graffiti Olhahos, den in den Bars sitzenden Portugiesen und landeten eine halbe Stunde sp\u00e4ter am Flughafen in Faro, der uns doch eben erst ausgespuckt hatte. Eine Woche lag zwischen Ankunft und Abflug, eine einzige Woche, die dennoch das Leben ver\u00e4nderte. Wir kannten nun einen Ort, den wir zuvor noch nie gesehen hatten und der wom\u00f6glich ohne die Eintracht nie von uns entdeckt worden w\u00e4re. Zumindest nicht so schnell. Eine Woche, in der Eintracht Frankfurt den Uefa-Cup zum Zweiten Mal nach 1980 gewonnen hatte. Auch 1980 war ich dabei, damals mit meiner Fu\u00dfballmannschaft, der SG Dietzenbach. Beim 1:0 von Fred Schaub hatte mir jemand vor Jubel von hinten dicht an meine Schuhe gekotzt. H\u00f6lzenbein hatte J\u00fcrgen Grabowski nach Abpfiff vor gl\u00fccklichen 61.000 den Pokal \u00fcberreicht und ein ganzes Stadion skandierte den Namen des verletzten Kapit\u00e4ns der Frankfurter Eintracht. J\u00fcrgen Grabowski lebt nicht mehr. Zum zweiten Mal war es ihm nicht verg\u00f6nnt, diesen gro\u00dfen Triumph der Eintracht so zu erleben, wie es sich eigentlich geh\u00f6rte. So wie viele Weggef\u00e4hrten der vergangenen Jahrzehnte nicht mehr dabei waren. Der Doc hatte kurz zuvor seine Eva verloren, Martin war gestorben, Kurt E. Schmidt, Christoph damals noch so jung, Ralf und viele andere \u2013 die, w\u00fcrden sie heute noch einmal zur\u00fcck auf die Erde kehren, die Erz\u00e4hlung der Geschichte des unglaublichen Sieges der Eintracht gegen Glasgow Rangers mit offenen M\u00fcndern entgegen nehmen. \u201eCampeones, Campeones, Campeones SGE\u201c. Leise diese eigentlich unglaublichen Worte murmelnd, lief ich durch den \u00fcberschaubaren Flughafen in Faro, Portugal.<\/p>\n<p align=\"left\">Dort trafen wir Chris und Gernot wieder, die im gleichen Flieger sitzen sollten. Die Zeit rollte gem\u00e4chlich ins Land, alles ging seinen entspannten Gang, fast p\u00fcnktlich hoben wir ab, schwebten \u00fcber Madrid und die Biscaya, \u00fcber Paris und Mainz, bis wir in Frankfurt sicher landeten. Dann war die Aufregung gro\u00df, es gab Probleme mit dem Gep\u00e4ck und es hie\u00df, es k\u00e4me wom\u00f6glich erst morgen. Nach 75 geschlagenen Minuten purzelten endlich die ersten Koffer aus Faro auf das Gep\u00e4ckband, wo noch die Koffer aus Malaga vom Flug zuvor ihre Runden drehten. Irgendwann purzelte mein Rucksack aufs Band, dann war auch Pias Koffer dran und so dackelten wir ab, warteten mit Chris auf die S-Bahn und rollten zur Konsti, wo wir Steffen im Eintracht-Trikot trafen. Dann rasselte die Stra\u00dfenbahn Linie Nummer 12 zum G\u00fcnthersburgpark, und wir liefen die paar Meter nach Hause. Mein Eintracht F\u00e4hnchen hing noch im Fenster, die Tomaten lebten bis auf eine noch und unser Vermieter rief von seinem Balkon aus runter: Und? Die Eintracht?<\/p>\n<p align=\"center\">&#8211;<\/p>\n<p align=\"left\">Eine Woche sp\u00e4ter stehe ich wieder im Eintracht Museum. Ein neuer Film lagert auf der Festplatte. Und zum ersten Mal sehe ich Bilder des Spiels auf einem Bildschirm. Die Verletzung Rodes. Das Gegentor. Borr\u00e9s Ausgleich. Die Parade Trapps. Der finale Elfmeter. Die Jubelorgien. Trapp, der einem Journalisten mit Fingerzeig auf die Kurve zuruft: <i>Guckt euch das an. Guckt euch das an<\/i>. Mir schie\u00dfen die Tr\u00e4nen in die Augen. Ana wuselt nebenan herum. Vielleicht war das der Moment, an dem ich wirklich Europapokal-Sieger wurde. Manchmal packt dich das Gl\u00fcck am Schlafittchen und wirbelt dich durch Zeit und Raum, will gar nicht mehr los lassen. Und manchmal packt es erst gar nicht zu. Bzw. so leise, dass du es gar nicht merkst, nur unmerklich wird der Druck fester. Und dann dr\u00fcckt es dir doch eine Tr\u00e4ne ins Auge. So wie jetzt, da ich mich erinnere, an Fuseta, an Sevilla, die Hitze im Stadion, goldenes Konfetti, die Wut im Erfolg, der Anruf von meinem \u00e4ltesten Freund H\u00f6ke mitten in der Nacht, die Einsamkeit auf dem Weg ins Hotel und der Blick auf den Atlantik. Was soll ich sagen, die Reise geht weiter. Mit Pia. Nat\u00fcrlich mit Pia. Zusammen sind wir st\u00e4rker als einer allein. Und daf\u00fcr danke ich ihr von Herzen. Eintracht Frankfurt international.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15159\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil I der Reise<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15182\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil II der Reise<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15206\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil III der Reise<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir am n\u00e4chsten Morgen erwachten, waren wir immer noch Europacup-Sieger. Aber im Gegensatz zum Pokalsieg 2018 schwebten wir nicht durch die Stadt, im Gegenteil: Eine seltsame Schwere hatte uns befallen. Die ersten Bilder und Videos trudelten ein, die Begeisterung schien keine Grenzen zu kennen. 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