{"id":15206,"date":"2022-05-27T12:57:07","date_gmt":"2022-05-27T10:57:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15206"},"modified":"2022-06-11T08:23:22","modified_gmt":"2022-06-11T06:23:22","slug":"road-to-sevilla-teil-iii-matchday","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15206","title":{"rendered":"Road to Sevilla. Teil III &#8211; Matchday"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Es versprach ein hei\u00dfer Tag zu werden. Der 18. Mai 2022, der Tag des Endspiels um den Europacup. Sevilla erwachte. Ich sa\u00df mit einem Tee in der Hand auf der Dachterrasse und war mir der historischen Chance bewusst. Dennoch war da etwas, dass mich diesen Gedanken nicht wirklich begreifen lie\u00df. Die Realit\u00e4t und meine Seinswahrnehmung liefen asynchron. Der Gedanke, dass die Eintracht tats\u00e4chlich den Uefa-Cup holen kann, schien in meiner Welt zu absurd.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir brachen auf zum Fr\u00fchst\u00fcck. Pia hatte ein kleines Caf\u00e9 ausbaldowert, doch zuvor versuchten wir Ordnung in die Orientierung zu bekommen. Ein paar Mal bin ich schon die Wege rund um unsere Unterkunft abspaziert, doch stets brauchte ich irgendwann mein Navi. Entweder ist Sevilla recht un\u00fcbersichtlich oder aber in mir schwelte eine Grundverwirrung, die mich durch die Gassen kreiseln lie\u00df. Gestern Abend, bevor wir zum Abendessen aufgebrochen sind, hatte ich noch einen Rundgang gemacht, bei dem ich auf der Suche nach einem Supermarkt in unserem Viertel eigentlich dachte, ich h\u00e4tte die Wegf\u00fchrung begriffen. Davon konnte heute keine Rede mehr sein. Immerhin lagerten nun im K\u00fchlschrank ein paar Dosen Bier, eine Fanta und Wasser. Nur eine rote Sonnenbrille war nicht aufzutreiben. Auch nicht in dem klimatisierten Gro\u00dfkaufhaus in der N\u00e4he des Treffpunktes der Schotten, die auch jetzt in Scharen unterwegs waren und die Pl\u00e4tze bev\u00f6lkerten. Der Durchschnittsschotte, so scheint es, ist m\u00e4nnlich, ca 175 cm gro\u00df, mehr oder minder \u00fcbergewichtig, tr\u00e4gt Trikot wie Tattoos, aber daf\u00fcr keine Haare. Und jedes dritte Wort ist fucking. Und sie waren friedlich. Bis zu dem Zeitpunkt, in dem wir wieder in Faro landen sollten und die blau-orangene Invasion hinter uns lie\u00dfen, habe ich kein einziges unfreundliches Wort vernommen. Pia verwies auf einen kleinen Markt, ich spazierte hinein \u2013 und entdeckte tats\u00e4chlich eine rote Sonnenbrille. Nicht ganz so wie meine alte, sie war ein bisschen gr\u00f6\u00dfer \u2013 aber f\u00fcr 3,50 Euro nahm ich sie mal mit. Ein Anfang war gemacht. Keine f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter schob mich meine Intuition in einen weiteren Markt, auch dieser gef\u00fchrt von asiatischen Spaniern. Und da hing sie. Meine Sonnenbrille. Exakt wie mein altes Modell. Gleiche Gr\u00f6\u00dfe, gleiche Farbe, gleiches Lichtbild. Drei Euro wollte die Verk\u00e4uferin daf\u00fcr haben, die ich ihr gerne in die Hand dr\u00fcckte. Sie schnitt das Etikett ab, ich setzte die Brille auf die Nase und grinste Pia an, die drau\u00dfen gewartet hatte. Sie verstand nicht so recht, weshalb ich sie so anstrahlte, bis ihr auffiel, dass ich nicht die zuvor erworbene aufhatte, sondern eine andere. Da grinste sie mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Leider war das von ihr ausgew\u00e4hlte Caf\u00e9 auf allen Pl\u00e4tzen sowohl au\u00dfen als auch im Innenbereich besetzt, was angesichts der Massen, die in der Stadt ihr Unwesen trieben, auch nicht wirklich \u00fcberraschend kam. Immerhin konnte wir ein paar Meter daneben ein weiteres ausfindig machen, in dem wir innen Platz fanden. Drei Junge Leute waren eifrig besch\u00e4ftigt, die Kunden zu bedienen, und alsbald stand auf unserem Tisch im mo.ma frisch gepresster Orangensaft, Croissants und kleine Pastels, die an die portugiesischen Pasteis de Nata erinnerten. Dazu gab es einen Toast mit Jamon, f\u00fcr Pia einen mit K\u00e4se, sowie Caf\u00e9 con Leche. Anschlie\u00dfend setzten wir uns zu einem Rundweg um die Kathedrale in Bewegung, und, immerhin, trafen auf etliche Frankfurter. Auch Uwe Bindewald, Alex Schur und Ervin Skela, die Aufstiegshelden von 2003 schlenderten samt Anhang durch die Gassen, wir freuten uns und schwatzten eine Weile, bis wir uns lachend trennten. Pia besorgte sich in einem Souvenirshop eine dieser sch\u00f6n bunten Tellerknoblauchreiben, ich ein blaues Olivenkeramiksch\u00e4lchen, auf dem \u201eSevilla\u201c stand. Beim Hinaustreten liefen wir Thomas in die Arme, der mit seinem Sohn unterwegs war und in der Hand einen zusammengerollten Finalschal trug. Wo er diesen her habe, fragte ich und er verwies auf fliegende H\u00e4ndler rund um die Kathedrale. Ich rollte den Schal auf, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob da nicht vielleicht Eintacht oder Fankfut oder so etwas stand, aber sowohl die Clubnamen als auch das Datum stimmten und so nahm ich mir vor, solch ein Souvenir ebenfalls zu erwerben. An der Kathedrale selbst, machte sich eine Dolores oder Carmen mit pechschwarzem Haar, schwarzem Oberteil und rotem Kleid bereit f\u00fcr eine Flamenco-Performance. Und da genau dies auch die Eintrachtfarben sind, machte ich mir \u00fcber den Spielausgang immer weniger Sorgen, zumal meine neue Sonnenbrille ebenfalls ein deutliches Zeichen war, dass heute alles gut ausgehen w\u00fcrde. Weiter unten trafen wir auf Andy und Dirk, einen Tisch dahinter sa\u00df Guido beim Mittagstisch. Alle drei langj\u00e4hrige Gef\u00e4hrten, auch und vor allem in einer Zeit, in der die Eintracht am Boden lag. Andy und Guido hatten damals die Fanabteilung mitgegr\u00fcndet, mit Andy und Dirk haben wir einige Jahre eintrachtfans.tv gemacht, sp\u00e4ter zogen wir mit den Winterreisen der Fan geht vor stets im Januar durch Europa, ob Athen, Porto, Rom, Barcelona oder Istanbul. Meist schauten wir uns Spiele der heimischen Liga an, w\u00e4hrend die Eintracht gerade abstieg oder aufstieg oder um den Klassenerhalt k\u00e4mpfte. Man erinnerte sich damals an europ\u00e4ische Reisen mit der Eintracht, wie man sich an eigene Kindergeburtstage erinnert, als Teil einer Vergangenheit, die unwiederbringlich verloren scheint. Heute trafen wir uns wenige Stunden vor Anpfiff des Finales in Sevilla. Es schien uns fern allem M\u00f6glichen, wie ein Traum im Traum. Sp\u00e4ter kaufte ich einem fliegendem H\u00e4ndler noch einen Schal ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir taperten weiter durch die Hitze, \u00fcberquerten eine weitere Br\u00fccke, nahmen an der Kirche Santa Ana noch einen Milchkaffee und wanderten \u00fcber den Plaza de Armas zur\u00fcck in die Unterkunft. Langsam wurde es ernst. Die ersten Tagesflieger waren gelandet, eine Angelegenheit, die ja auch nicht ganz unproblematisch vonstattenging, zig Flieger mehr als \u00fcblich erhoben sich gen Sevilla in die Luft, einige zu fr\u00fch, andere zu sp\u00e4t, manche \u00fcber Malaga, andere direkt, ein buntes Tohuwabohu, verbunden mit einer Aufregung der Reisenden, die peu a peu in Andalusien eintrudeln sollten. Wir hockten frisch geduscht im Schatten des Schirmes auf unserer Dachterrasse, \u00fcberlegten, was wir zum Spiel anziehen sollten und hofften, dass der Einlass mit den digitalen Tickets auch wirklich klappt. Denn in Wirklichkeit hatten wir noch gar keine Tickets, wir hatten eine Option, die am Einlass \u00fcber Bluetooth und Netzverbindung freigeschaltet werden sollte. Also hingen jetzt im Moment wahrscheinlich 40.000 Handys an den Ladestationen in Sevilla, damit der Akku heute Abend noch gen\u00fcgend geladen sein wird, um ins Stadion zu kommen. 65 Euro hatten wir jeweils f\u00fcr die Tickets bezahlt, direkt \u00fcber die Eintracht, also safe sollten sie sein. Einerseits sollten wir froh sein, \u00fcberhaupt ein Ticket zu bekommen \u2013 andererseits gab es massig Einladungen sowie 4000 Freikarten f\u00fcr das Spiel, die nat\u00fcrlich an uns vorbei gingen. Wie immer. Wenn es um die Verteilung von Bonbons geht, hei\u00dft es f\u00fcr mich: Hinten anstellen. Das ist auch Teil meines Schicksals. Anerkennung und Beifall bekomme ich zuhauf, daf\u00fcr bin ich euch auch sehr dankbar. F\u00fcr die vielen lobenden Worte, sei es ob meiner Texte, ob der Art und Weise, wie wir die kleine Waldtrib\u00fcne inszenieren, f\u00fcr Veranstaltungsmoderation &#8211; auch damals als Stadionsprecher der Eintracht Amateure oder als EFC-Vorsitzender. Fast \u00fcberall, wenn ich unterwegs bin, ruft fr\u00fcher oder sp\u00e4ter irgendjemand: Beve. Wenn es aber um die Verteilung der Goodies geht, die satt machen, stehe ich irgendwo am Rand und schaue in die R\u00f6hre. Immerhin gibt es aber auch die Stefans und Steffens, die Ingos und Ninas, die zuweilen an uns denken, auch das ist nicht selbstverst\u00e4ndlich, da sie im Gegensatz zu anderen, dies nicht m\u00fcssten. Daf\u00fcr ein herzliches Dankesch\u00f6n. Aber gelernt habe ich in all dieser Zeit, dass Widerworte und offene Aussprache selbst bei denen Unbill hervorrufen, die \u201eHaltung\u201c als Monstranz vor sich her tragen. Und ich werde einen Teufel tun, mich dem anzupassen. Nicht aus einer dubiosen Haltung heraus, f\u00fcr die man leicht Beifall in den sozialen Netzwerken bekommt oder diese gar als Tool zwecks Selbstinszenierung nutzt, sondern aus \u00dcberzeugung. Mit den Konsequenzen muss ich leben. Aber daf\u00fcr triffst du dann auch auf die richtigen Leute im Leben. Wie zum Beispiel Pia.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mittlerweile war auch Frank in Sevilla eingetrudelt, wir boten ihm an, auf ein Sch\u00f6ppchen zu uns auf die Terrasse zu kommen, ein Angebot, welches er dankbar annahm, da er noch in der Nacht wieder nach Hause fliegen sollte und kein Dach \u00fcber dem Kopf hatte \u2013 aber schon seit den fr\u00fchen Morgenstunden auf den Beinen war. Keine 20 Minuten sp\u00e4ter sa\u00dfen wir oben im Schatten bei einem Cruzcampo und duschten von Zeit zu Zeit die F\u00fc\u00dfe kalt ab. Dann war es an der Zeit, sich auf den Weg in Richtung Stadion zu machen. Gute 45 Minuten zu Fu\u00df wies der Routenplaner aus, wir hatten jede Menge Zeit. Pia trug ihr wei\u00dfes Sommerkleid, welches sie in Fuseta erworben hatte, ich das wei\u00dfe Hemd, das schon in Barcelona Gl\u00fcck gebracht hatte. Die Handys waren aufgeladen, die rote Sonnenbrille sa\u00df auf der Nase und um meinen Hals baumelte der Eintracht-Tallinn-Schal. Matchday.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir schoben uns durch ein paar Gassen, bis wir die lange Zufahrtsstra\u00dfe erreichten, die geradewegs zum Estadio Ram\u00f3n S\u00e1nchez Pizju\u00e1n f\u00fchrt. Unterwegs besorgten wir uns abwechselnd Wasser, Cola und Dosenbier und wurden in einer kleinen Tapasbar hervorragend bewirtet. Die Stra\u00dfenr\u00e4nder wurden an den Laternen unter violetten Bl\u00fcten von Plakaten ges\u00e4umt, welche die Wappen der Rangers und der Eintracht zeigten, Schotten wie Frankfurter zogen gemeinsam ihres Weges durch die sengende Hitze, bis wir in Wurfweite des Stadions gerieten. Und w\u00e4hrend wir noch in Barcelona rund ums Camp Nou spazierten, uns in M\u00e4rkten eindecken konnten, derweil andere in den umliegenden Bars hockten und Tapas futterten, erwarteten uns hier \u2013 Panzer. Diese versperrten den eigentlich f\u00fcr uns gedachten Zugangsweg. Vor der Sperre: Frankfurter und Schotten. Hinter der Sperre: Frankfurter und Schotten. Als einige Fans durchmarschieren wollten, wurden sie von der hiesigen Polizei r\u00fcde daran gehindert. Ich ging ein paar Schritte weiter \u2013 und spazierte m\u00fchelos auf dem B\u00fcrgersteig an der Sperre vorbei. Es ist und wird immer absurd bleiben, wie Fu\u00dfball zuweilen organisiert wird. Wir marschierten an wenig pittoresken Geb\u00e4uden vorbei, bis wir die n\u00e4chste Panzersperre erreichten, einige Pferde geb\u00e4rdeten sich wild, die Staatsmacht ebenso. Da war kein entspanntes Miteinander, kein Schlendern in der Umgebung, da war nur eine aggressive Polzei und v\u00f6llig entnervte Frankfurter, die nicht wirklich wussten, wohin mit sich. Immerhin gab es ein paar Meter weiter unten einen Supermarkt. Wir holten ein paar Dosen Bier und Wasser und setzten uns an der Stra\u00dfe auf ein M\u00e4uerchen in den Schatten. Alsbald kamen die ersten Vorz\u00fcgler des Fanmarschs, Arne konnte ich entdecken, Suse und Muelli, die schon jetzt ob der Hitze v\u00f6llig fertig waren. Gisela und Bernd standen eine Weile bei uns, die treuen Seelen der Eintracht. Auff\u00e4llig war bei allen, dass trotz des unfassbaren bevorstehenden Ereignisses, die meisten Leute eher fertig bis genervt waren. Frank, der schon Stunden vor dem Spiel hochnerv\u00f6s ist, verabschiedete sich in die Menge, wir hockten uns noch ein bisschen in den Schatten, bis wir uns ebenfalls auf den Weg ins Get\u00fcmmel machten. Es hie\u00df ja, man solle fr\u00fch am und im Stadion sein \u2013 und neulich in Barcelona war es ja auch ein Fest, die Momente bis zum Anpfiff aufzusaugen. Die nach Anpfiff sowieso,<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Heute stellten wir uns an der ersten Sperre an, Gottseidank im Schatten. Aus einem Balkon des Hotels am Eck wurde unter gro\u00dfem Jubel ein Eintrachtschal pr\u00e4sentiert. Wir wurden abgetastet, an der n\u00e4chsten Sperre konnte dann das Ticket aktiviert werden, was auch mal mehr, mal weniger z\u00fcging gelang &#8211; und so ging es Schritt f\u00fcr Schritt weiter. W\u00e4hrend ich sonst alle Ereignisse und Bilder noch ewig danach in der Erinnerung abgespeichert habe, so erscheint mir die Zeit von der ersten Sperre bis zu dem ersten Kiosk im Stadion heute als eine einzige nebul\u00f6se Wand. Ich erinnere mich, dass wir kurz in der gl\u00fchenden Sonne standen, dass alles reibungslos funktionierte und der Einlass eher von leichter Hand geschah \u2013 aber die Hitze, die Enge, der Durst forderten ihren Tribut. Die Leute waren mit sich besch\u00e4ftigt, der Blick dar\u00fcber hinaus kostete Kraft. Der Weg ins Stadion war staubig, das Gedr\u00e4nge lie\u00df nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Als wir im Inneren des Stadions nahe unserem Aufgang eintrafen, hatte sich eine gigantische Schlange am einzigen Kiosk gebildet, ich schlich aufs Klo und trank Wasser. Dann wanderten wir die Stufen nach oben in unseren Block. Auf den Sitzen lagen wei\u00dfe Kappen, davor steckten wei\u00dfe F\u00e4hnchen hinter den Sitzschalen. Wir hockten uns zuerst in die falsche Reihe \u2013 und es war verwunderlich. Im Gegensatz zu sonstigen Ausw\u00e4rtsspielen in Europa \u2013 und ich habe einige davon erlebt, bestanden die Leute auf ihre zugewiesene Pl\u00e4tze. Freundlich, aber bestimmt. Wir schoben uns fast bis in die letzte Reihe, setzten die wei\u00dfen Kappen auf und blickten ins weite Rund, das sich langsam f\u00fcllte. Die Sonne brannte erbarmungslos auf uns herab und ich fragte mich, weshalb diese Pl\u00e4tze ganz oben im Eck \u00fcber 60 Euro gekostet hatten, w\u00e4hrend andere weiter unten nur 40. Ich meine, ich gehe gerne nach oben, so ist es ja nicht. Naja, was soll\u2018s, wir waren drin, sahen den leuchtend gr\u00fcnen Rasen und immer mehr Frankfurter, die sich durch die Hitze in die Bl\u00f6cke k\u00e4mpften. Die meisten Schotten lie\u00dfen noch auf sich warten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nur die Haupttrib\u00fcne war \u00fcberdacht, unsere Kurve war dem Sonnenlicht schutzlos ausgeliefert, hinter der Kurve Glasgows blickten wir auf eine Anzeigetafel, dahinter schoben sich Hochh\u00e4user ins Blickfeld, Flutlicht glei\u00dfte in den Tag. Rot die Sitzschalen, Werbung war kaum zu entdecken. Die Eintrachtfans ganz in wei\u00df, viele trugen ihre neuen Kappen, eine extrem gute Idee der UF, bei dieser Gluthitze die Kappen auszuteilen, danke daf\u00fcr. Kathrin und Oli sa\u00dfen bei uns in der N\u00e4he, hie und da ein bekanntes Gesicht, Dirk und Daniela standen ein paar Reihen vor uns, auch Chris \u2013 aber erstaunlicherweise kannte ich viel weniger Leute als sonst. Als die Rangers auf den Platz kamen, wurden sie kr\u00e4ftig ausgebuht, die Eintracht sp\u00e4ter frenetisch gefeiert, aus den Lautsprechern schepperte seltsame Musik, der Stadionsprecher sprach ein verst\u00e4ndliches Englisch, Rauchverbote wurden ausgesprochen, die geflissentlich ignoriert wurden, ein seltsam aseptisches Bild, auch als auf Frieden in der Ukraine hingewiesen wurde. Sp\u00e4ter wurden von Hunderten Helferlein gro\u00dfe Planen auf dem Rasen ausgerollt, das Logo des Finales. Sp\u00e4ter dann die Wappen der teilnehmenden Clubs. Es schien alles angerichtet, die Form wurde gewahrt \u2013 und doch f\u00fchlte sich etwas falsch an, wie Lippenbekenntnisse, die das eigentliche verschleiern wollten. Die Inszenierung eines Fu\u00dfballfestes, gewiss. Aber eine Inszenierung, die jegliche Spontanit\u00e4t, jegliche Wirklichkeit unter dem Glanz der Illusion verdecken sollte. Unser Stadionsprecher Daniel durfte ein paar Worte an uns richten, wurde interviewt und wir sahen Szenen aus den vergangenen Partien, das gleiche Programm dann f\u00fcr die Rangers. <i>Every Saturday we follow. <\/i><i>We<\/i><i> cheer the boys in blue &#8230;<\/i> erklang aus Tausenden Kehlen. Immerhin hatten sich nun ein paar Wolken vor die Sonne geschoben, langsam setzte die Dunkelheit ein und illuminierte den Himmel leuchtend orange-blau. Schwalben durchsausten das Stadion und kapriolten vor unseren Augen vor sich hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dann ging es endlich los, wir schwenkten die F\u00e4hnchen, die gro\u00dfe Choreo wurde aufgezogen, eine wei\u00dfe Wand. Erinnert mich an die gelbe Wand der S\u00fcdtrib\u00fcne des BVB, und die kann auch gerne dort bleiben. Auf der anderen Seite die Schotten, individuell, Trikots, Chants, Banner an der Balustrade, ein Bild, dass mir sehr gut gef\u00e4llt, durchchoreografiert ist eh schon viel zu viel, da liegt mir der anarchische Individualismus als Teil eines Ganzen schon n\u00e4her. Wie auch immer, die Eintracht in Wei\u00df ohne Hinteregger, Glasgow in Blau, die Schotten auf den R\u00e4ngen in der \u00dcberzahl, wir schienen zun\u00e4chst lauter. Druckvoll die Eintracht, bis nach wenigen Minuten Stille im weiten Rund herrschte. Rode lag auf dem Rasen \u2013 und es schien sich um etwas Schwerwiegendes zu handeln. Doch wenig sp\u00e4ter kam er zur\u00fcck. Blutverschmiert, mit Turban auf dem Kopf, Nachtfinsternis lag nun \u00fcber dem Stadion, die Hitze lie\u00df nach, die Leute hatten Durst und die ersten Meldungen machten die Runde, dass es nichts mehr zu trinken gab. Unten flammten von Zeit zu Zeit ein paar Bengalos auf. Weder auf dem Rasen noch auf den R\u00e4ngen wurde sich etwas geschenkt, nur die brachiale Wucht Barcelonas konnte weder hier noch dort umgesetzt werden. Die Hitze forderte ihren Tribut, hatte mehr Energie gekostet, als geahnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit einem 0:0 ging es in die Pause, der Spielausgang war v\u00f6llig offen. Es war genau das Spiel, das zu Erwarten war. Kein TikiTaka, keine virtuosen Ballstafetten, ein war ein Fight auf Biegen und Brechen. Eigentlich sollte die Eintracht gewinnen. Es war Eintracht Frankfurt, die den Wettbewerb gro\u00df gemacht hatte, die Abertausende, welche die Reise nach Europa einst angetreten hatten. Es war die Eintracht, die Marseille, Lazio, Donezk, Inter und Benfica schon aus dem Wettbewerb gekegelt hatte. Die so dramatisch bei Chelsea die Segel streichen musste. Die sich weder von Pir\u00e4us noch von Betis abhalten lie\u00df. Die Barcelona defragmentierte und in London bei West Ham Revanche f\u00fcr das Ausscheiden 1976 genommen hatte. Es konnte heute Abend nur einen Sieger geben. Auch wenn die Rangers sich aus der Viertklassigkeit bis nach Sevilla gek\u00e4mpft hatten. Es muss heute unser Tag werden. Ich reckte meinen Tallinn-Eintrachtschal in die H\u00f6he, dann ging es weiter. Weiter unten erblickte ich meinen Freund Flo.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und es zeigte sich ein gleiches Bild wie in der ersten H\u00e4lfte, um jeden Ball wurde energisch gefightet, Schiedsrichter Slavko Vincic aus Slowenien lie\u00df viel laufen, leichte Vorteile f\u00fcr die Eintracht, die jetzt auf unsere Kurve spielte. Die Nummer 3 von Glasgow, Calvin Bassey, ein Tier. Dann verl\u00e4ngerte Sow ungl\u00fccklich einen weiten Ball, Tuta rutschte aus und Aribo hatte keine gr\u00f6\u00dfere M\u00fche, den Ball an Trapp vorbei zur F\u00fchrung der Rangers einzuschieben. 0:1 in der 57. Minute. Die Rangers Kurve explodierte. Wir lie\u00dfen kurz die K\u00f6pfe h\u00e4ngen, dann kam Hasebe f\u00fcr den angeschlagenen Tuta und die Minuten begannen zu rasen. Kostic und Knauff schoben sich unerm\u00fcdlich die Au\u00dfenbahnen hoch und runter, Borr\u00e9 ackerte, die Abwehr stand mit Trapp als Fels in der Brandung. Kamada. Aufs Tornetz. Und dann war es Kostic, der sich au\u00dfen durchsetzen konnte, nach innen flankte und Borr\u00e9, der trotz hunderter schottischer Beine den Ball zum Ausgleich ins Netz dr\u00fcckte. Wir fielen \u00fcbereinander her, Ausgleich, alles wieder offen. Mein Sitznachbar dr\u00fcckte sich wenig sp\u00e4ter eine Insulinspritze und meinte zu mir, ich m\u00f6ge bei erneuten etwaigem Jubel doch bitte etwas aufpassen. Doch dazu kam es vorl\u00e4ufig nicht. Vor allem, da unsere H\u00e4lse vor Durst brannten, ich k\u00e4mpfte mich durch die Massen nach unten und erwischte ein paar Tropfen Wasser auf dem Klo. Am einzigen Kiosk standen Hunderte an, darunter mein Kollege Sebastian. Ob er etwas zu trinken bekommen hatte, blieb fraglich. Nur f\u00fcr Pia konnte ich nichts mitbringen, ich hatte keinen Becher.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Oben war derweil wenig passiert \u2013 und so verging die Zeit mit Anfeuerung und Spannung, aber ohne Tore. Mit einem 1:1 ging es in die Verl\u00e4ngerung. Pia war mittlerweile v\u00f6llig aufgel\u00f6st und schob sich runter zum Kiosk, wo sich dramatische Szenen abspielten, nur wenige, winzige Wasserfl\u00e4schchen wurden ausgegeben, jeder Deckel einzeln abgeschraubt, die Leute waren kurz vorm Durchdrehen. Immerhin, ein Eintrachtler erbarmte sich und schenkte ihr eine der Miniflaschen, unw\u00fcrdige Szenen spielten sich ab. Und die Leitungen auf den Toiletten waren zu diesem Zeitpunkt abgestellt. Niemand trank Bier. Es gab schlicht keines. V\u00f6llig fertig kam Pia zur\u00fcck an den Platz, gab mir einen Schluck zu trinken, w\u00e4hrend unten auf dem Rasen die Minuten vorbei schlichen. Und als alles auf Elfmeterschie\u00dfen hindeutete, stand Kent wenige Meter vor dem Tor und ich sah den Ball schon drin. Doch wie auch immer, Trapp hielt den Ball \u2013 und es ging tats\u00e4chlich wie schon bei Chelsea ins Elfmeterschie\u00dfen. Die Eintracht inmitten des Feldes. Sie bildete einen wei\u00dfen Kreis, alleine Trapp stach mit seinem orangenen Torwarttrikot hervor. Nat\u00fcrlich fand das Elfmeterschie\u00dfen vor der Kurve der Rangers statt, nat\u00fcrlich begann Glasgow \u2013 und erzielte den ersten Treffer. Jetzt hielten wir die Luft an. Ausgleich. Lenz. \u201eKevin Trapp, Kevin Trapp\u201c schallte es durchs weite Rund. Es nutzte zun\u00e4chst nichts, die erneute F\u00fchrung der Schotten. Dann Hrustic. Er trifft. Ausgleich. \u201eKevin Trapp, Kevin Trapp\u201c. 3:2 Rangers. Fuck. Jetzt Kamada, der so viele Tore in Europa geschossen hatte und doch mangelnde Unterst\u00fctzung beklagte. L\u00e4uft an, schie\u00dft. Pfosten. Und rein. Ausgleich. Unfassbare Spannung als Ramsey anl\u00e4uft. Trapp ist in der richtigen Ecke und h\u00e4lt den Ball. Wahnsinn, Vorteil Eintracht. Kostic. Trifft. ER TRIFFT. Jetzt muss Roofe treffen, und er setzt den Ball ins Netz. Ausgleich. Aber noch gibt es einen Elfmeter. Und Borr\u00e9 l\u00e4uft an. Der Mann, dessen Tor uns erst ins Elfmeterschie\u00dfen gebracht hatte. Jetzt liegt es an ihm, der Eintracht den Uefa Pokal zu bescheren. Borr\u00e9 l\u00e4uft an, schie\u00dft hoch nach oben, McGregor fliegt in die richtige Ecke \u2013 und kommt nicht an den Ball, der jetzt im Netz zappelt. Es ist der letzte Akt in diesem Spiel. Der letzte Stempel ins Geschichtsbuch. Eintracht Frankfurt gewinnt den Europacup 2022 durch ein nervenzehrendes 5:4 im Elfmeterschie\u00dfen gegen die Rangers aus Glasgow.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Pia schie\u00dfen die Tr\u00e4nen in die Augen, ich stehe da wie angewurzelt. \u201eDas gibt\u2018s nicht, die Eintracht hat den Uefa-Cup gewonnen\u201c, sto\u00dfe ich hervor. Nicht nur einmal, wohl eine Viertelstunde murmele ich ununterbrochen diesen Satz. Fassungsloser d\u00fcrfte ich seltener in diesem Leben gewesen sein. Andy f\u00e4llt mir um den Hals, ich bin zur ekstatischen Freude gar nicht f\u00e4hig, klatsche mich mit den Umstehend ab. Spieler, Trainer und Offizielle laufen umeinander, die Rangers sacken zusammen \u2013 und deren Fans verlassen innerhalb weniger Minuten das Stadion. Die Gl\u00fccklichen bekommen bald etwas zu trinken. Wir sind am Ende. Mit den Nerven. Dehydriert. Fassungslos. Gl\u00fccklich?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nat\u00fcrlich wird die Area f\u00fcr die Siegerehrung nicht vor unserer Kurve aufgebaut, sonder vor der halbleeren Haupttrib\u00fcne. Die Rangers holen sich ihre Silbermedaille ab, die Eintracht steht Spalier. Dann ist die Eintracht dran, einer nach dem anderen bekommt seine Goldmedaille, dann rei\u00dft Kapit\u00e4n Sebastian Rode, der Fighter, den 15 Kilogramm schweren Pokal inmitten des goldenen Konfettiregens in die Luft. \u201eMit dem J\u00fcrgen, mit dem J\u00fcrgen \u2026\u201c Jeder, der sich noch irgendwie auf den Beinen halten kann, ist kurz vorm Durchdrehen. Kostic rei\u00dft die Arme nach oben, Glasner gibt den Diver. \u00dcber die Lautsprecher wird ein Eintrachtlied nach nach dem anderen georgelt \u2026 \u201eWir haben den U U Efa Cup \u2013 und wir werden Deutscher Meister. MEISTER\u201c. Chandler dr\u00fcckt Dino aus der Kurve den Cup in die Hand. Er k\u00fcsst ihn.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Tim, der ganz in unserer N\u00e4he in Frankfurt wohnt, kommt zu uns. Es ist schier unglaublich, was wir gerade erlebt haben, weiter oben jubelt Kathrin. Ich bin am Arsch, brauche was zu trinken. Bin froh, wenn ich hier keine weiteren Jubelarien erleben muss. Das muss man auch einmal hinbekommen. Da gewinnt die Eintracht den Europapokal \u2013 und du musst dich zwingen zu feiern, weil du kurz vorm Umkippen bist. Und so macht sich ein eigenartiges Gef\u00fchl in mir breit, eine Melange aus Unglaube, Freude und Dehydrierung \u2013 in einem Ausma\u00df, wie es in diesem Leben so noch nie gef\u00fchlt wurde. Als es an der Zeit ist, verlassen wir den Block. Kein Kiosk hat ge\u00f6ffnet, die Wasserh\u00e4hne im Klo sind abgestellt. <i>Bastarde<\/i> br\u00fclle ich, <i>Hurens\u00f6hne<\/i> \u2013 aber es nutzt nichts. Wir treffen unsere Freunde und schieben uns vor das rot erleuchtete Stadion. Kein Getr\u00e4nkestand, kein Schwarzh\u00e4ndler, nichts und niemand will uns etwas zu Trinken verkaufen. Hunderte wei\u00dfe Trikots schieben sich in Richtung Innenstadt, vorbei an Bullenautos und grimmigen Cops. Keine Bar hat offen, kein Mercado, kein Kiosk. Andi versucht, uns zu erreichen. Ich bin zu genervt, um vern\u00fcnftig zu planen. Als wir doch eine offene Bar in einer Seitenstra\u00dfe entdecken, ist ein Durchkommen unm\u00f6glich. Wir schieben uns eher schweigend in Richtung Fantreff, auch dort hat auf den ersten Blick nur eine einzige Bude offen. Wir haben unterdessen auch unsere kleine Gruppe aus den Augen verloren und treffen Andi mit seinem Kumpel David, schleichen anschlie\u00dfend durstig durch die Gassen. Immerhin spendet ein Stra\u00dfenbrunnen ein bisschen Trinkwasser. Aber wo auch immer wir schauen, es gibt f\u00fcr uns keinen Platz zum Feiern. Die wenigen Kioske, die noch Angebote feil halten, werden von Schotten wie Frankfurtern gleichsam belagert. Bullen halten uns grob davon ab, eine autoleere Fahrbahn au\u00dferhalb einer Ampel zu \u00fcberqueren, es ist ein absurdes, unw\u00fcrdiges Unterfangen in dieser wundersch\u00f6nen Stadt, deren organisatorische Unf\u00e4higkeit zum Himmel schreit. Wir wandern noch ein paar Meter in Richtung unserer Unterkunft. Dort, wo gestern noch Tausende zusammen sa\u00dfen, ist heute Totentanz. Es nutzt nichts, eine Feier, so klein sie auch sein mag, f\u00e4llt aus. Wir verabschieden uns von Andi und David, die in die andere Richtung m\u00fcssen und machen uns auf, ins Hotel. Pia hat das Navi gez\u00fcckt, wie Zombies folgen wir der Ansage des Routenplaners, ignorieren fallende und kotzende Schotten, vor dem geistigen Auge eine Wasserflasche, links, rechts, geradeaus. Keine Kneipe hat auf, kein einladendes Winken auf dem ganzen Weg. Wir sind in unserem Viertel, in unserer Stra\u00dfe, in unserem Haus. Rei\u00dfen den K\u00fchlschrank auf. Immerhin, unsere Getr\u00e4nke sind noch da. Wir packen die paar Dosen Bier unter den Arm, gehen aufs Zimmer und leeren binnen Sekunden die anderthalb Liter Wasserflasche und sch\u00fctten die Fanta hinterher.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dann hocken wir uns auf die angenehm temperierte Dachterrasse, z\u00fcnden eine Cigarette an und blasen den Rauch in den ruhigen Abendhimmel. Anschlie\u00dfend rei\u00dfen wir uns jeder eine Dose Cruzcampo auf und sto\u00dfen blechern an. Wir erfahren, dass eine Entourage irgendwo in Sevilla an einem geheimen Ort die Korken knallen l\u00e4sst. Wir sto\u00dfen mit unseren roten Dosen noch einmal an. Das letzte Bier teilen wir uns. Als Europapokalsieger. Morgen Abend wird unser Bus nach Faro gehen, noch vor Einbruch der Dunkelheit sollten wir Fuseta erreichen. Darauf freuten wir uns. Und wom\u00f6glich eines Tages auch \u00fcber den Pokal. Nachts um halb drei endete sie, die letzte Nacht in Sevilla. Wir waren fertig mit der Welt und fielen in die Kojen. Es wurde ein traumloser Schlaf. Und in der Ecke stand mein Choreo-F\u00e4hnchen.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15159\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil I der Reise<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15182\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil II der Reise<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=15238\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil IV der Reise<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es versprach ein hei\u00dfer Tag zu werden. Der 18. Mai 2022, der Tag des Endspiels um den Europacup. Sevilla erwachte. Ich sa\u00df mit einem Tee in der Hand auf der Dachterrasse und war mir der historischen Chance bewusst. Dennoch war da etwas, dass mich diesen Gedanken nicht wirklich begreifen lie\u00df. Die Realit\u00e4t und meine Seinswahrnehmung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15207,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[19,9,10,12],"tags":[2444,2445,1823,2397,1329,2341,2442,413,2438,571,2443,1765],"class_list":["post-15206","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-auswarts","category-eintracht-frankfurt","category-photographie","category-wortwelt","tag-2444","tag-durst","tag-eintracht-frankfurt","tag-europa-league","tag-europacup","tag-europapokal","tag-glasgow-rangers","tag-pia","tag-sevilla","tag-uefa-cup","tag-uefa-cup-sieger","tag-wasser","post-preview"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15206","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15206"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15206\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15272,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15206\/revisions\/15272"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/15207"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15206"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15206"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15206"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}