{"id":14655,"date":"2021-06-14T09:04:21","date_gmt":"2021-06-14T07:04:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14655"},"modified":"2021-06-14T09:07:57","modified_gmt":"2021-06-14T07:07:57","slug":"lemmy-blog-und-dinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14655","title":{"rendered":"Lemmy, Blog und kleine Dinge &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>In ein paar Wochen wird dieses Blog unfassbare 10 Jahre alt. Der Vorg\u00e4nger ging sogar 2008 erstmals an den Start, damals drehte sich fast alles um die Frankfurter Eintracht &#8211; manche erinnern sich vielleicht noch, der silberne Golf, die Ausw\u00e4rtsfahrten nach N\u00fcrnberg, Bielefeld oder Bochum.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Designs dieses Blogs hat sich seither nur rudiment\u00e4r ver\u00e4ndert, nur die Kommentarfunktion habe ich schweren Herzens abgeschaltet, die Ursache war, dass ich nie ergr\u00fcnden konnte, weshalb nicht jede\/r kommentieren konnte. Seither verlinke ich die nunmehr selten gewordenen Beitr\u00e4ge auf Twitter und Facebook, Interaktion hat sich verlagert &#8211; ein bisschen schade ist das nat\u00fcrlich schon. Nicht jede\/r, der hier ab und an reinschaut, hat dort einen Account. Ich wei\u00df gar nicht, ob die Erscheinungsweise des Blogs noch zeitgem\u00e4\u00df ist &#8211; aber das hat sich Lemmy von Mot\u00f6rhead bei seiner Musik auch nie gefragt, er hat sein Ding durchgezogen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg &#8211; aber immer bei sich. Vielleicht nicht das schlechteste Vorbild. Als ich begonnen hatte, zu bloggen, war das der hei\u00dfeste Schei\u00df &#8211; heute sind es die sozialen Netzwerke. Blogs kommen im Alltag nur noch rudiment\u00e4r vor. Viele kamen, viele gingen &#8211; einige sind geblieben, das <a href=\"https:\/\/www.stadtkindfrankfurt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stadtkind<\/a> zum Beispiel macht unverdrossen weiter. Ich auch. Immer mal wieder &#8211; und freue mich, so ihr ab und an mal reinschaut und euch denkt: Och jo, den Beve gibt&#8217;s auch noch. Und es ist nat\u00fcrlich auch eine gro\u00dfe Freude, wenn ihr mich unterwegs ansprecht, also so wie damals, als wir noch unterwegs sein konnten. In Porto, Tel Aviv, Charkiv oder London. Wobei ich die Hoffnung nicht aufgeben habe, dass es bald wieder soweit sein wird. Vielleicht sogar mit der Eintracht, die sich ja erneut f\u00fcr&#8217;s internationale Gesch\u00e4ft qualifiziert hat. Die Champions-League ist es nicht geworden, aber so ganz b\u00f6se bin ich darob nicht. Hauptsache wird sind wieder auf Tour. Malm\u00f6, Glasgow, San Sebastian k\u00f6nnten Ziele sein. Und nat\u00fcrlich Braga. Die Eintracht kickt immer in Portugal &#8211; und so wird es auch diesmal kommen.<\/p>\n<p>Hier ist alles mehr oder weniger beim Alten geblieben, der rote Dacia, der Roller, der Garten und nat\u00fcrlich Pia. Klar, die letzten Monate waren nicht einfach &#8211; aber im End haben wir das Beste draus gemacht. An einem Tag sind wir \u00fcber 110 Kilometer mit Freunden und dem Rad unterwegs gewesen &#8211; 1000 H\u00f6henmeter inklusive. Und die letzten 25 Kilometer im str\u00f6menden Regen. Und nat\u00fcrlich ohne elektrische Unterst\u00fctzung. War ein ganz sch\u00f6ner Schaff, aber am End waren wir batschnass und zufrieden wieder Zuhause. Ein paar neue Gartenm\u00f6bel gibt&#8217;s auch &#8211; zusammengeschraubt und geschliffen aus alten Paletten. Die stehen jetzt um die Feuerstelle &#8211; und warten auf den Sommer, der viel zu lange in den Startl\u00f6chern steckte. Wobei der Garten dankte dem Regen, erstmals seit zwei Jahren scheint kein Baum zu vertrocknen.<\/p>\n<p>Vorgestern sa\u00dfen wir das erste Mal seit Oktober wieder einmal drau\u00dfen in einer Wirtschaft, ein seltsames Gef\u00fchl, leicht surreal, einen v\u00f6llig normalen Vorgang nach so langer Zeit wieder genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Menschenmassen sa\u00dfen in den anderen Lokalit\u00e4ten, und ganz ehrlich, so sehr ich mich freue, dass sich alles wieder ein bisschen normalisiert, so sehr merke ich auch, dass ich kein Freund von Vielen im Engen bin. Und die Welt ist ganz sch\u00f6n eng geworden. Und es ist nicht gerade leicht, die Aufmerksamkeit nicht auf die allgegenw\u00e4rtige Idiotie zu richten, die nun wieder augenscheinlicher wird, unmittelbarer und nicht nur durch die sozialen Netzwerke an dich herangetragen wird. Sich nicht \u00fcber alles und jede\/n aufzuregen, Unwichtiges abgleiten zu lassen, den Fokus auf die wesentlichen Dinge zu richten. \u00dcbungen. Zum Scheitern verurteilt und dennoch wichtig, um nicht zu verbittern, den Falschen Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Sicher ist es richtig, sich \u00fcber die kleinen Dinge zu erfreuen, die von Hummeln umschwirrten G\u00e4nsebl\u00fcmchen, das Rotkehlchen, welches die neue Bank inspiziert, der Bauernhof mit seinem 24 Stunden ge\u00f6ffneten L\u00e4dchen, wo das Bargeld offen in einer Kasse liegt und die Waren nicht verschlossen sind. Aber klar ist auch, dass der ausschlie\u00dfliche Fokus auf die kleinen Dinge auch ein Zeichen der Resignation sein kann, das \u00dcberlassen der gro\u00dfen Dinge an diejenigen, die sich im Zweifel auch mit Formen der Gewalt diese aneignen &#8211; wobei sich immer die Frage stellt, was ist klein, was ist gro\u00df. Gro\u00df ist der Traum der Freiheit, der Selbstbestimmtheit. Raum zur Entfaltung nutzen zu k\u00f6nnen. Diese R\u00e4ume sind teuer geworden, m\u00fcssen erk\u00e4mpft werden, abgetrotzt von denen, die sie sich nehmen, um sie zu Geld zu machen. Nischen suchen, immer wieder. Und immer weiter. Und gro\u00df ist nat\u00fcrlich auch, unterwegs sein zu k\u00f6nnen. In diesem Sinne, wir seh&#8217;n uns. Mit einem Sch\u00f6ppchen in der Hand und einem frechen Grinsen im Gesicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Klickt auf eines der Bilder, dann erscheint die Slideshow<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ein paar Wochen wird dieses Blog unfassbare 10 Jahre alt. 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