{"id":14177,"date":"2020-04-02T10:50:32","date_gmt":"2020-04-02T08:50:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14177"},"modified":"2020-04-02T15:18:42","modified_gmt":"2020-04-02T13:18:42","slug":"thailand-2020-wenn-ein-virus-dich-einholt-teil-iv-exit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14177","title":{"rendered":"Thailand 2020. Wenn ein Virus dich einholt. Teil IV: Exit"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Absage des Fluges ist mein Hunger schlagartig vergangen. Stand jetzt hatten wir einen Platz auf dem Speedboot und die R\u00fcckkehr nach Bangkok mit dem 11er Bus in der Tasche, dazu zwei N\u00e4chte in Bangkok. Alles weitere wird sich weisen m\u00fcssen. Ich mache mir Sorgen um Pia, sie kommt mit der Situation weniger zurecht als ich. Aber ich vertraue meinen F\u00e4higkeiten und lege alles weitere in die H\u00e4nde unseres Schicksals. Es wird schon werden, es ist ja noch immer geworden &#8211; wenn auch nicht so, wie geplant.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich kann ja vieles nicht. Meine gemalten Bilder m\u00f6chtet ihr zum Beispiel nicht sehen. Aber wenn ich etwas kann, dann ist es, in Krisensituationen die Nerven zu behalten und mich meinem Schicksal zu ergeben &#8211; ohne unt\u00e4tig zu sein. In der Not erscheinen helfende Geister, du musst sie nur als solche erkennen. Ich bin in der Lage klar und analytisch zu denken, wenn es um mich tobt und schnelle Entscheidungen zu treffen. Und dennoch jene Geister wahrzunehmen. Mein ich ernst.<\/p>\n<p>Dennoch nagt auch in mir die Ungewissheit &#8211; zumal die anderen heute ihren letzten Abend haben. Ich m\u00f6chte ihn nicht verderben, aber die Realit\u00e4t steht mir klar vor Augen. Und wird leider mehr zum Thema als mir lieb ist. Schon vor einer Woche hatten wir bei Thai Airways ob der Situation nachgefragt und um Umbuchung gebeten &#8211; und keine Antwort erhalten. In Frankfurt versuchten Flo und Uli die letzten Tage direkt an Informationen zu kommen, leider auch vergeblich. Von Opodo, der Hure, bei der wir den Flug gebucht hatten, kam gar nichts. Er ist jetzt noch in deren App best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Denkend l\u00f6ffele ich mein Massaman und w\u00e4hrend ich in den letzten Tage noch nicht einmal einen Minirest f\u00fcr die Ameisen \u00fcbrig gelassen hatte, schaffe ich die Portion nicht, \u00f6ffne statt dessen eine Dose Chang. Aber betrinken ist nicht drin, ich brauche morgen einen klaren Kopf. Der letzte Sonnenuntergang ist fantastisch, alleine in meiner Wahrnehmung liegt ein Grauschleier dar\u00fcber. Ich kann noch nicht mal in meine H\u00e4ngematte am Meer &#8211; diese liegt jetzt in meinem Rucksack. So trinke ich noch ein Chang. Dann ziehe ich mich in meine H\u00e4ngematte am Bungalow zur\u00fcck. Pia packt. Unten genie\u00dfen die anderen ihren letzten Abend. Sind auch sie beunruhigt, ob alles klappt? Sind sie zuversichtlich? Immerhin m\u00fcssen sie morgen Abend ihren Flieger schaffen &#8211; und dazwischen liegen einige Seemeilen und knapp 600 Kilometer Landweg. Ach, es wird schon gut gehen. Irgendwann schlafe ich in der H\u00e4ngematte ein, irgendwann wander ich die zwei Meter r\u00fcber ins Bett. Pia schl\u00e4ft, der Mond ist eine Sichel, geformt wie eine Wiege. Ich lege mich gedanklich hinein. Unsere Rechnungen sind bezahlt, der Rucksack gepackt. Was wird der Tag bringen? Schon l\u00e4nger sind wir auf diversen Plattformen gemeldet &#8211; geh\u00f6rt haben wir exakt: Nichts.<\/p>\n<p>Morgens werde ich vor der Zeit wach. Ich stopfe die letzten Reste in den Rucksack und suche die Reiseunterlagen f\u00fcr die Tasche zusammen. Um 10 Uhr wird uns das Speedboot nach Ranong bringen. Im besten Falle wartet der Fahrer schon, um uns anschlie\u00dfend dicht an der Grenze zu Myanmar entlang nach Bangkok zu fahren. Erstmals werde ich Thailand am Tag sehen, bislang war ich hier nur nachts unterwegs. Darauf freue ich mich. In den letzten Tagen trugen immer mehr Thais auch auf der Insel Masken, es ist wohl der richtige Zeitpunkt, die Insel zu verlassen. Auch die Family mit dem Baby wird fr\u00fcher als geplant abreisen. Und ein \u00e4lteres Ehepaar, welches immer zu uns zum Essen kam, sucht fieberhaft nach Alternativen.<\/p>\n<p>Ein letztes M\u00fcsli mit Mango und Ananas, ein letzter Tee. Cha bietet sich an, unser aller Gep\u00e4ck mit einem W\u00e4gelchen ans Pier zu bringen, jetzt sind auch die anderen wach. Nur Susi fehlt. Bj\u00f6rn sucht nach ihr. Bald darauf kommt sie nach unten getapst. Nun sind wir komplett. Da wir noch unseren Roller abgeben m\u00fcssen, fahren wir ein paar Minuten fr\u00fcher ans Pier. Zuvor verabschieden wir uns von Eow und Lae. F\u00fcr letztere hatten wir gestern noch einen Schl\u00fcsselanh\u00e4nger organisiert und unser Trinkgeld f\u00fcr sie hinein gestopft. Sie hat sich gefreut. So steigen wir ein letztes mal den Weg nach oben zum Roller. Als ich oben bin, laufen mir die Tr\u00e4nen. Wehmut, Sehnsucht, Abschied.<\/p>\n<p>Dann tuckern wir ein allerletztes Mal durch den Dschungelweg, durch den goldenen Sand. Auf der Stra\u00dfe riechen wir noch einmal die fallenden Cashews, fahren am kleinen Superm\u00e4rktchen vorbei und halten kurz am gr\u00f6\u00dferen. Ich hole schnell noch zwei weitere P\u00e4ckchen Tabak, dann rollen wir weiter, vorbei an der Kreuzung zum Long Beach, vorbei an den kleinen Bars und Restaurants. Kurz vor dem Pier ist unser Rollerverleih. Wir geben die Honda ab, sie wird kurz begutachtet, dann ist unser treuer Gef\u00e4hrte wieder mit seinen Kameraden vereint. Bj\u00f6rn ist der erste, der uns entgegen kommt, dann rollen Michi, Niels und Tina an und danach Kerstin und Susi mit einem Scootertaxi. Als letztes kommt Cha angerumpelt, im H\u00e4nger unser Gep\u00e4ck. Er wird bei uns bleiben, bis wir sicher im Speedboot sitzen, bis unsere Rucks\u00e4cke verstaut sind. Als es soweit ist, verabschieden wir uns von ihm &#8211; vielleicht sehen wir uns ja im kommenden Jahr schon wieder. Es w\u00e4re sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Dann senken sich die Motoren ins Wasser, Pia und ich tragen wieder unsere Masken &#8211; w\u00e4hrend das Boot ablegt und wir die Insel Meter um Meter hinter uns lassen, bis sie langsam aus unseren Augen verschwindet. Golden gl\u00e4nzt der Buddha zum Abschied.<\/p>\n<p>Als wir in Ranong ankommen, wartet unser Fahrer schon, er hat Masken f\u00fcr alle dabei. Wir verstauen unser Gep\u00e4ck und nehmen Platz. Der Wagen ist ger\u00e4umig und klimatisiert, angenehm. Ich bitte den Fahrer, unterwegs am einem 7eleven zu halten. Bislang brauchten wir keine Sim-Karte in Thailand &#8211; aber ich denke, es k\u00f6nnte hilfreich sein, sich w\u00e4hrend der Fahrt mit der R\u00fcckreise zu besch\u00e4ftigen. Gestern waren nur wenige Fl\u00fcge buchbar &#8211; Qatar, ein Flug f\u00fcr 4.500 Euro. F\u00fcr das Geld w\u00e4re ich lieber auf der Insel geblieben. Aber auch dies w\u00e4re kein einfaches Unterfangen. Ich hatte alle, f\u00fcr mich denkbaren, Optionen durchgespielt. In wenigen Wochen beginnt die Regenzeit, selbst unter normalen Umst\u00e4nden ist das kein Spa\u00df. Wenn du Pech hast, sch\u00fcttet es 40 Tage am St\u00fcck. Unser Visum galt 30 Tage, eine Verl\u00e4ngerung um weitere 30 Tage w\u00e4re kein gro\u00dfer Aufwand. Was w\u00e4re das Schlimmste, was passieren k\u00f6nnte? Hierbleiben. Doch nat\u00fcrlich wissen wir nicht, wie sich die Situation in Thailand ver\u00e4ndert. Und wenn Hotels, Restaurants oder Gark\u00fcchen schlie\u00dfen m\u00fcssen &#8211; dann wird es arg ungem\u00fctlich f\u00fcr uns Farangs. Dann w\u00e4re ein Visum das geringste Problem. Auf R\u00fcckholaktionen hatte ich auch keine Lust. Papa hat mich das letzte Mal heim geholt, als wir nach einem Konzert von Saxon in R\u00fcsselsheim die S-Bahn verpasst hatten. Das muss so 1982 gewesen sein. So wollten wir nach Ankunft zun\u00e4chst an den Flughafen, um zu sehen, wie sich die Lage vor Ort darstellt. Irgendeine L\u00f6sung gibt es ja immer.<\/p>\n<p>Der erste 7eleven hat keine Sim-Karten. So rollen wir an der Gro\u00dfbaustelle vor Ranong durch die W\u00e4lder, immer wieder erhaschen wir einen Blick auf Tempel und Buddhas, Rollerfahrer in Badeschlappen \u00fcberholen uns und wir kommen gut voran. Im Bus ist es bemerkenswert still, Ein Jede\/r h\u00e4ngt seinen Gedanken nach. Erinnert sich, bangt, ob der Ritt durch das einstige Siam gut geht, \u00fcberlegt, wie es weiter geht, wie es in der Heimat aussieht. Unterwegs werden wir gestoppt. Kollektives Fiebermessen. Nach einer Weile halten wir erneut. Diesmal kann ich eine Sim-Karte erwerben &#8211; das Procedere dauert lange. Ich werde fotografiert, nat\u00fcrlich ohne Maske und habe die Qual der Wahl. Emsige Thais k\u00fcmmern sich um uns, was wei\u00df denn ich, welche Karte hier die sinnigste ist. Irgendwann habe ich die Karte, eine Thai-Telefonnumer und Guthaben f\u00fcr 10 Gigabyte in 10 Tagen. Damit sollte ich erst einmal klar kommen. Noch im Laden haben wir die Karte ins Handy gelegt, im Bus stelle ich erleichtert fest, dass alles funktioniert. Ich bin online. Benjamin hatte mir \u00fcber FB eine Liste mit noch fliegenden Fluggesellschaften geschickt. Qatar. Geschenkt. Eurowings bis zum 29.? Bietet sich da eine M\u00f6glichkeit? Ich glaube nicht daran, denke dass alle Fl\u00fcge sicherlich ausgebucht sind, es sind ja eine Menge Reisende, die vor dem gleichen Problem stehen.<\/p>\n<p>Als ich auf die Lufthansa Seite gehe, werden mir Fl\u00fcge am 21. April offeriert &#8211; f\u00fcr 1100 Euro pro Person. Das klingt nach einer Alternative. Keine \u00fcberragende, aber eine M\u00f6glichkeit. Ich surfe weiter, aber es scheint wirklich keine Option zu geben, die attraktiver ist. Pl\u00f6tzlich erscheint der 28. M\u00e4rz als m\u00f6gliches R\u00fcckreisedatum. Ich klicke mich durch die Strecke &#8211; und tats\u00e4chlich: Ich stehe am Beginn einer Buchung. \u00dcber 1000 Euro pro Flug. Aber morgen fr\u00fch. Ob die Buchung gelingen wird? Wir sollten schnell sein. Pia, was machen wir? <em>Buchen,<\/em> die klare Antwort. Also klicke ich mich durch den Buchungsvorgang. Seite f\u00fcr Seite wird abgehakt, die Kreditkartennummer eingegeben, es scheint zu funktionieren. Best\u00e4tigen? Ja klar. Zack.<\/p>\n<p>Was wird eine eingehende Mail sagen? Absage oder confirmation? Wenig sp\u00e4ter ist unser Flug best\u00e4tigt. Hinreise morgen Mittag um 12:20 Uhr nach M\u00fcnchen, Weiterflug nach Frankfurt am Folgetag um 7:00 Uhr in der Fr\u00fch. Wir checken online ein, es funktioniert. Sollten wir tats\u00e4chlich noch zwei Fl\u00fcge f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag geschossen haben? Ich glaube fest daran &#8211; auch wenn ich dem Braten solange nicht traue, bis wir in Bangkok abgehoben haben. Und dorthin m\u00fcssen wir ja auch erst noch kommen, obgleich es nicht mehr irrsinnig weit ist. Unsere Freunde gucken uns verdutzt an, als ich sage, dass wir wohl morgen fr\u00fch fliegen werden. Sie freuen sich f\u00fcr uns &#8211; und hoffen, dass sie ihren Flieger erwischen. Kurz vor Mitternacht soll er abheben. Ich kommuniziere mit Flo, er schl\u00e4gt vor, f\u00fcr einen halbwegs annehmbaren Preis ein Zimmer direkt im M\u00fcnchner Hilton Airport Hotel zu buchen, das die meisten nur von der sonnt\u00e4glichen Doppelpass-Sendung kennen. Eigentlich passt so ein Laden nicht in unser Budget &#8211; aber in Zeiten wie diesen machen wir eine Ausnahme. Eine Nacht in gem\u00fctlichen Ambiente wird uns den Urlaub l\u00e4nger frisch halten, als acht Stunden auf verschwitzen B\u00e4nken im Flughafen. Flo, mach&#8217;s.<\/p>\n<p>Wir kommen durch, erreichen vor der Zeit den Flughafen in Bangkok &#8211; und verabschieden uns schweren Herzens von unseren Freunden, g\u00f6nnen uns nach den Tagen der Schicksalsgemeinschaft eine kurze Umarmung &#8211; und schon verschwinden sie im Terminal. Es war eine bemerkenswerte Zeit, die Sch\u00f6nheit der Tage gepaart mit dem Schatten des Virus, eine eigenartige Melange an Gef\u00fchlen &#8211; jetzt hei\u00dft es nur noch: Heimkommen.<\/p>\n<p>Pia und ich fahren mit einem Taxi ins Hotel, der Fahrer will 300 Baht &#8211; damit kommst du eigentlich bis zur Khao San Road in der Stadt. Ich biete ihm 200 und f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter sind wir am Ziel. Die Gegend ist eher unwirtlich, aber das Hotel ist nett, ein kleiner Laden nebenan und dazu ein Restaurant. Reisende sitzen auf St\u00fchlen und rauchen. Wir checken ein, das Zimmer ist ger\u00e4umig und sauber &#8211; und trinken anschlie\u00dfend auf den Stufen rauchend zwei Bier. Nach einer kurzen Mahlzeit gibt es noch einen Feierabendschoppen. Wir kommen mit den Mitreisenden ins Gespr\u00e4ch, sie k\u00f6nnen gar nicht glauben, dass wir heute noch f\u00fcr morgen zwei Fl\u00fcge buchen konnten, wir werden gar beneidet. Aber noch sind wir nicht weg.<\/p>\n<p>Nach einer gut durchgeschlafenen Nacht und einem vern\u00fcnftigen Fr\u00fchst\u00fcck, wobei ich dem Laden noch ein Bambusbrettchen f\u00fcr meine Sammlung abgeschwatzt habe (Die Bedienung war leicht irritiert, hat am End aber dennoch gelacht), bringt uns ein Shuttle Bus zum Airport. Schon beim Betreten des Terminals wird Fieber gemessen, wir bekommen einen violetten Punkt, sind clean. Dann geben wir unser Gep\u00e4ck auf, sehen es auf dem Laufband davon rollen und wandern durch den Flughafen. Ein paar Souvenirs fallen ab, alsbald beginnt das Boarding und nur wenig sp\u00e4ter sitzen wir tats\u00e4chlich im Flugzeug, eine A-330. Sie ist klein, wir sitzen in der Mitte, das Essen wird furchtbar werden. Aber wir sitzen tats\u00e4chlich im Flugzeug. Und wir heben ab. Derweil landen unsere Freunde gerade in Frankfurt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir durch die L\u00fcfte schweben, \u00fcber Thailand, Indien, die T\u00fcrkei, Kroatien, schaue ich Filme auf dem kleinen Monitor. Gut, dass ich meine Kopfh\u00f6rer habe, es liegen keine aus. Zuerst l\u00e4uft: <i>Das perfekte Geheimnis<\/i>, eine Beziehungskom\u00f6die unter Freunden, in der jeder die Nachrichten auf dem Handy des anderen lesen darf. Jessica Schwarz ist immer klasse, der Rest pl\u00e4tschert vor sich hin. Anschlie\u00dfend sehe ich <i>Blinded by the light<\/i>, die Geschichte eines jungen Engl\u00e4nders mit pakistanischem Hintergrund, der in der englischen Provinz durch die Musik von Bruce Springsteen sein Coming Out of Age findet. Ich muss aufpassen, bei den Songs nicht laut mit zu singen. Ich meine Springsteen. Der Boss.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes folgt <i>Gut gegen Nordwind<\/i>, eine verschlungene Liebesgeschichte, die vorerst nur via Mail stattfindet. Nora Tschirner kommt nach einer guten Stunde ins Bild, ich langweile mich nicht. Als letztes schaue ich die Doku <a href=\"https:\/\/blownaway-movie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><i>Blown Away<\/i><\/a>. Vor ein paar Jahren hatten sich zwei Jungs ein altes Segelboot gekauft &#8211; und waren anschlie\u00dfend im Auftrag der Musik knapp f\u00fcnf Jahre in der Welt unterwegs. Gro\u00dfartig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rzP-UQckCsE\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p>Kaum ist der Film zu Ende, landen wir in M\u00fcnchen. Punktlandung auf allen Ebenen sozusagen. So wir ins Land wollen, werden alle Reisenden erst einmal auf engstem Raum zusammen gehalten, es d\u00fcrfen immer nur 10er Gr\u00fcppchen weiter. Der Rest dr\u00e4ngelt sich vor dem Absperrband. Hallo Deutschland.<\/p>\n<p>Irgendwann d\u00fcrfen auch wir einreisen. Dann verlassen wir das Terminal. Es ist kalt. Und es ist nichts los am Flughafen. Es ist vielleicht 19:30 &#8211; und kein Mensch ist hier, kein Taxi, kein Bus. Spooky. Wir laufen die paar Meter ins Hotel, menschenleer, checken ein, fahren mit dem Lift in die dritte Etage und freuen uns \u00fcber die Badewanne, die Pia sogleich mit Wasser bef\u00fcllt. Ich sause noch einmal nach unten, rauche vor dem Hotel eine Cigarette und wundere mich \u00fcber die gespenstische Situation. Gegen\u00fcber haben sowohl Edeka als auch McDonalds noch offen. Im Hotel zu speisen w\u00e4re in etwa so teuer wie unser Urlaub. Von daher gibt&#8217;s Burger und bairisches Flaschenbier, der Zimmerservice bin ich selbst. Anschlie\u00dfend geht&#8217;s in die Wanne. Das zweite Bier schaffe ich gar nicht mehr, ich nicke sofort ein und schlafe wie ein Ratz &#8211; bis um f\u00fcnfe in der Fr\u00fch der Wecker klingelt.<\/p>\n<p>Da unsere Rucks\u00e4cke nach Frankfurt durch geschleift werden, packen wir nur unsere Taschen, checken aus und entern das Terminal. Ein St\u00fcndchen sp\u00e4ter heben wir ab. &#8222;Die Flugzeit betr\u00e4gt 35 Minuten&#8220; hei\u00dft es. Das habe ich dann auch noch nie gemacht, mein k\u00fcrzester Flug aller Zeiten. Und w\u00e4hrend wir gestern \u00fcber Indien schwebten, so \u00fcberfliegen wir jetzt wahrscheinlich W\u00fcrzburg, landen p\u00fcnktlich, m\u00fcssen noch ein bisschen im Flieger bleiben &#8211; bis wir schneller als gedacht in die S-Bahn kommen. An der Konsti gehen wir hoch zur Stra\u00dfenbahn, es ist kalt und menschenleer an diesem Sonntagmorgen. Schon kommt die 12 angerumpelt.<\/p>\n<p>Mit unseren d\u00fcnnen Klamotten steigen wir am Park aus und fr\u00f6steln &#8211; aber es sind ja nur noch ein paar Schritte. Im Briefkasten liegt mein neues Rollerkennzeichen. Ich krame den Hausschl\u00fcssel aus dem Rucksack, \u00f6ffne die Haust\u00fcre, die Wohnungst\u00fcre. Pia, wir haben es geschafft, wir sind wieder hier. High Five.<\/p>\n<p>Ich pendele zwischen Erleichterung und Wehmut. Wer wei\u00df schon, was die Zeit bringen wird &#8211; aber diese Tage hatten wir. Meeresrauschen. Sternenn\u00e4chte. Sandige Wege und Coconut Shakes. Wir kommen wieder. Versprochen.<\/p>\n<p>Und gro\u00dfen Dank, nat\u00fcrlich an Pia, aber auch an Bj\u00f6rn, Kerstin, Michi, Niels, Susi und Tina sowie Eow, Cha und Lae. Es waren trotz allem gro\u00dfartige Zeiten.<\/p>\n<p><i>For what it&#8217;s worth my friend it&#8217;s never too late<br \/>\nTo be what you wanna be, your fate is what you create<br \/>\nYou can change or stay the same<br \/>\nThere are no rules to this thing<br \/>\nYou can always make the best of it<br \/>\nIt&#8217;s never too late<br \/>\nNo it&#8217;s never too late<\/i><\/p>\n<p><i>(Jack Mantis)<\/i><\/p>\n<p>Happy travelling!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier die vorhergehenden Berichte:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14105\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil I<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14128\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil II<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14149\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil III<\/a><\/p>\n<p>Und wenn ihr auf ein Bild klickt, \u00f6ffnet sich die Bilderstrecke:<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Absage des Fluges ist mein Hunger schlagartig vergangen. 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