{"id":14059,"date":"2020-01-07T12:33:08","date_gmt":"2020-01-07T11:33:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14059"},"modified":"2020-01-07T12:48:49","modified_gmt":"2020-01-07T11:48:49","slug":"kino-eine-kleine-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=14059","title":{"rendered":"Kino &#8211; Eine kleine Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Es ist kurz vor Mitternacht, als ich durch die feuchtkalte Nacht vom Berger Kino nach Hause laufe, niemand ist auf den Stra\u00dfen unterwegs. Lange war ich nicht mehr im Kino gewesen, schon gar nicht alleine. Ein Plakat hatte mich mittags auf den Film aufmerksam gemacht: <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2019\/09\/shadow\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Shadow<\/a> von Zhang Yimou, dessen Werke Hero und House of Flying Daggers mich vor Jahren begeisterten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Als Kind oder Jugendlicher war ich sehr selten im Kino, manchmal sind wir nachts zum Autokino in Gravenbruch gefahren, um \u00fcber die Hecken einen Blick auf irgendeinen Softporno zu erwischen, in Offenbach sah ich, keine 15 Jahre alt mit meinem nunmehr auch schon verstorbenen etwas \u00e4lteren Nachbarn Axel mit Begeisterung \u201eApocalypse Now\u201c oder &#8222;Conan der Barbar&#8220;. Mit 18 fuhr unsere Clique dann regelm\u00e4\u00dfig nach Darmstadt oder Langen, dort liefen die Doppeln\u00e4chte, meist Blues Brothers, Das Leben des Brian, Ritter der Kokosnuss, Heavy Metal oder Kentucky Fried Movie. Blues Brothers konnten wir alle mitsprechen. Unter der Woche lief im Dietzenbacher Rathaus im Kino D jeweils ein Klassiker, Rocky Horror Picture Show, Das Omen oder The Fog \u2013 Nebel des Grauens. Eine Passion aber wurde Kino f\u00fcr mich erst Mitte der Achtziger, als ich wieder nach Frankfurt zog und mich f\u00fcr Germanistik einschrieb. Ein einschneidendes Erlebnis war die Nacht, als ich in meiner kleinen Bude in Bockenheim abends eine Vorschau von <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/die-5-unheimlichsten-szenen-in-blue-velvet-1124907\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blue Velvet<\/a> von David Lynch im TV sah. Ein Blick in das \u201eStrandgut\u201c, eine kostenlose Frankfurter Zeitung mit vielen Filmkritiken und dem aktuellen Kinoprogramm, zeigte mir, dass Blue Velvet in einer knappen halben Stunde in der Harmonie gezeigt wird. Ich warf mich in meinen roten Fiat 126 und sauste nach Sachsenhausen, kam rechtzeitig an, erwarb eine Karte \u2013 und meine Welt wurde eine andere. Die Reise durch das abgeschnittene Ohr, die Widerspr\u00fcchlichkeit der bizarr heilen Welt des Jeffrey Beaumont (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kyle_MacLachlan\">Kyle MacLachlan<\/a> ), der in der surreal b\u00f6sen Welt des Frank Booth (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dennis_Hopper\">Dennis Hopper<\/a> ) landet, die Kontrapunktion von Laura Dern und Isabella Rosselini hatte mich im Innersten gepackt. Zuvor schon hatte ich Eraserhead gesehen, den verst\u00f6renden Erstling von Lynch, ein Film wie ein Song von Cure gemischt mit den Einst\u00fcrzenden Neubauten, doch Blue Velvet in seiner komplexen Verst\u00f6rtheit traf mich wie ein Keulenschlag. Bis heute antworte ich auf die Frage nach meinem Lieblingsfilm mit \u201eBlue Velvet\u201c und mein Lieblingsfilmsong ist wohl \u201eIn Dreams\u201c von Roy Orbison, dieses wundersch\u00f6ne Lied, der Candy Colored Clown called Sandman, gepaart mit den brutalen Bildern des Films, auf die es gelegt wurde. Ich begriff, dass Sch\u00f6nheit und Zerst\u00f6rung zusammen geh\u00f6ren, die D\u00e4monen in meinem Kopf wurden visualisiert. Hatte ich zuvor nur auf die Leinwand geschaut, so war ich nun ihr drin, wie sie in mir war.<\/p>\n<p>Fortan ging ich regelm\u00e4\u00dfig ins Kino, zu meinen Lieblingsregisseuren entwickelten sich neben Lynch Jim Jarmusch oder Ari Kaurism\u00e4ki, ich entdeckte Peter Greenaway wie den Film Noir. Da meine damalige Freundin, eine Schauspielerin, gleichfalls Kinoaffin war, zog es uns in die alten Polanskifilme, ebenso zu Chabrol oder Bunuel. Regelm\u00e4\u00dfig waren wir im Berger Kino, im Mal Sehen, in der Harmonie oder im Orfeo. Auf einmal wurde mir Truffaut ein Begriff, konnte ich mit den Gef\u00e4hrlichen Liebschaften etwas anfangen, liebte die Leichtigkeit des Eric Romer und den Horror von Brian de Palma. Anfang der 90er lernte ich im Turmpalast selbst Filmvorf\u00fchrer, sah zigmal Bram Stokers Dracula aber auch leider Bodygard oder Body of Evidence. Eines der gr\u00f6\u00dften Erlebnisse jener Zeit war der Besuch vom Exorzisten III, ein passabler Film, durchaus. Wir gingen an einem kalten, trockenen Wintertag ins Kino \u2013 als wir es verlie\u00dfen aber lag der Schnee 20 Zentimeter hoch, wir sind durch das Kino in eine andere Welt marschiert.<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter lernte ich Andi und seine Kumpels kennen, wir gingen ins Kommunale Kino, sahen alte Kubricks, Lost Highway, Mullholland Drive, Scorsese, Fincher, die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen, LA Confidential. Zeitweilig arbeiteten wir bei belanglosen Werbefilmproduktionen, Andi wollte Regisseur werden, Michi Autor, Holger Fotograf, meist waren wir im Kulissenbau t\u00e4tig, schraubten W\u00e4nde zusammen oder malten sie an. Ein Freund von Andi hatte bei einem Dreh f\u00fcr einen Fall f\u00fcr Zwei den Job, eine Stra\u00dfe abzusperren, in der gedreht wurde. Er sollte niemanden durchlassen \u2013 und nahm seinen Job sehr ernst. Sogar als die Feuerwehr kam, lie\u00df er sie nicht durch. Und dennoch waren es erhabene Momente am Set, der strenge Ablauf der T\u00e4tigkeiten, die Ernsthaftigkeit der Beteiligten, die Stille beim Dreh, als wir aufpassen mussten, dass ein verrutschtes Element im n\u00e4chsten Take wieder dort steht, wo es zuvor stand. Ende der 90er planten wir selbst einen Film zu drehen. W\u00e4hrend ich an eine lustige Videoproduktion dachte, wie ich sie mit Bj\u00f6rn Jahre zuvor einmal verwirklicht \u2013 und die uns mit geliehener Kamera vielleicht 50 Mark gekostet hatte (den Ton besorgten wir uns \u00fcber knisternde Schallplattenaufnahmen), waren die Jungs ambitionierter. Wir schrieben nach z\u00e4hem ringen ein Drehbuch, veranlagten ein paar hundert Mark als Budget und begannen. Irgendwann schien uns alles \u00fcber den Kopf zu wachsen. Wir bauten im Exzess Kulissen, besorgten uns bei MBF Equipment, hatten vom Kameramann bis zur Continuity und Ausstattung zig Leute am Start \u2013 und waren nach wochenlanger Arbeit bis \u00fcber beide Ohren verschuldet, hatten unfertiges 16mm Material und fragten uns, was wir da eigentlich machen. Aber wir steckten mit beiden Beinen im Projekt, organisierten etliche Monate sp\u00e4ter einen Nachdreh, diskutierten bis zur Wei\u00dfglut, lernten digitales schneiden, besorgten uns mit Jochen Schoberth einen Musiker der mit Goethes Erben und Artwork einige Szenehits hatte, und uns wohlgesonnen war. Er erlaubte uns nicht nur, einen Song zu nutzen, sondern entwarf sogar einen Klangteppich f\u00fcr uns. Tats\u00e4chlich, wir stellten den Film fertig, feierten Premiere und wurden sogar zu einem Filmfestival nach Bayreuth eingeladen, wo wir in einem vornehmen Hotel wohnten. Goethes Erben zeigten den Film bei einigen Auftritten. Als wir nach Wien wollten, um einem Konzert beizuwohnen, verabschiedete sich mein Opel Corsa bei Linz und wir fuhren mit der Bahn wieder heim. Auf den Schultern schleppte ich eine der beiden riesigen Boxen, der Wagen aber blieb in \u00d6sterreich. Schlappe 20.000 Mark hatten wir f\u00fcr 10 Minuten Film investiert \u2013 und einen Corsa. Der Film hei\u00dft: Der Tag &#8211; und wurde nie wieder \u00f6ffenrlich gezeigt.<\/p>\n<p>Michi schrieb sich an der Filmhochschule in Ludwigsburg f\u00fcr Drehbuch ein, ist heute hoch dekoriert und verantwortlich f\u00fcr einige der besten deutschen Filme, wie der Tatort \u201eIm Schmerz geboren\u201c, Holger wurde Fotograf, Andi sattelte um auf Szenenbild. 2005 arbeiteten wir fast alle wieder an einem Filmprojekt, diesmal ein echter Spielfilm, Michi schrieb das Drehbuch, Andi machte das Szenenbild und ich arbeitete f\u00fcr die Baub\u00fchne. Kahlschlag, mit Charly H\u00fcbner, Nadeshda Brennicke oder Lisa Maria Potthoff. War eine tolle Zeit, gedreht wurde in Stuttgart, durchgedreht auch.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend nahm mich der Fu\u00dfball immer mehr in Beschlag, ins Kino ging ich nur noch selten, meine Filme bestanden aus w\u00f6chentlichen Ausw\u00e4rtsfahrten, peinlichen Klatschen und grandiosen Siegen der Eintracht. Immer intensiver wurde meine T\u00e4tigkeit f\u00fcr den Club, der mich seit Kindheitstagen begleitet. Und auch dies h\u00e4ngt mit dem Kino zusammen. Im Sommer 2002 arbeitete ich wieder einmal f\u00fcr das Open Air Kino im Brentanobad. Nachdem Andi zuvor verantwortlich war, \u00fcbernahm in diesem Sommer Holger die Leitung. Begleitet wurde das Ganze durch reges Interesse der \u00f6rtlichen Gang, die sich durch nahezu mafi\u00f6se Methoden freien Eintritt erschlichen hatte. Eine zerschnittene Leinwand hatte uns \u00fcberzeugt, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Am ersten Filmabend fiel mir auf, dass es keine Lautsprecherdurchsagen gab. Keine Begr\u00fc\u00dfung der G\u00e4ste, keine Aufforderung an die Besucher, ihren M\u00fcll mit zu nehmen, ein Job, der an uns h\u00e4ngen blieb. So fragte ich Holger nach dem Grund \u2013 allein, er wollte nicht und fragte mich, ob ich es machen w\u00fcrde? Ich zuckte. Zwar schrieb ich schon lange, \u00f6ffentlich zu sprechen aber traute ich mich nicht. Ein Text von mir hatte sogar einmal einen Poetry Slam gewonnen \u2013 gesprochen aber wurde er von einem Schauspieler der Dramatischen B\u00fchne, mit er ich damals verwoben war. Der Vorteil im Open Air Kino war eindeutig, dass mich niemand sehen konnte, das Mikro befand sich im Vorf\u00fchrungscontainer. Also schlich ich am zweiten Abend die Treppen hoch und nahm mein Herz wie das Mikro in die Hand \u2013 und siehe da: Es klappte. Zwar war ich verwirrt, da meinen Stimme erst mit einiger Verz\u00f6gerung den Lautsprecher an der Leinwand erreichte und ich mich quasi zeitverz\u00f6gert selbst h\u00f6rte, w\u00e4hrend ich sprach. Aber die Leute klatschten brav \u2013 und sammelten noch br\u00e4ver am Ende der Vorstellung ihre Reste auf. Mit einem Schlag hatte ich meine Angst verloren, begr\u00fc\u00dfte nun jeden Abend die G\u00e4ste und hatte einen tollen Sommer mit Amelie und dem Herrn der Ringe.<\/p>\n<p>Ein paar Wochen sp\u00e4ter suchte die Eintracht einen Stadionsprecher f\u00fcr die Amateure \u2013 dies erfuhr ich wiederum \u00fcber Andi. Und da ich als gl\u00fchender Anh\u00e4nger der Eintracht ja nun auch mit dem Mikro ein alter Hase war, sprach ich vor \u2013 und wurde prompt genommen. W\u00e4hrend ich dachte, jetzt muss ich wer wei\u00df was abliefern, wollte nie jemand von mir eine Sprechprobe oder \u00e4hnliches h\u00f6ren. Die waren froh, dass es jemand machte. Im Jahr des Lizenzentzuges tickten die Uhren noch anders. Und dann stand ich auf einmal mit dem Mikro in der Hand auf einer Trib\u00fcne und h\u00f6rte zu meiner Verwunderung meine Stimme: \u201eUnd hier ist sie, die Aufstellung unserer Eintracht &#8230;\u201c. Sp\u00e4ter sollte ich eine TV-Sendung moderieren, jetzt stehe ich bei jedem Heimspiel auf der Waldtrib\u00fcne in der Arena und habe bei hunderten Veranstaltungen mit nahezu jedem, der f\u00fcr die Eintracht in den vergangenen Jahrzehnten relevant war, \u00f6ffentliche Interviews oder intensive Gespr\u00e4che gef\u00fchrt. Alles nur, weil Holger sich im Sommer 2002 nicht traute, im Kino durchs Mikro zu reden.<\/p>\n<p>Es ist kurz vor Mitternacht, als ich durch die feuchtkalte Nacht vom Berger Kino nach Hause laufe, niemand ist auf den Stra\u00dfen unterwegs. Lange war ich nicht mehr im Kino gewesen, schon gar nicht alleine. Ein Plakat hatte mich mittags auf den Film aufmerksam gemacht: Shadow von Zhang Yimou, dessen Werke Hero und House of Flying Daggers mich vor Jahren begeisterten. Und ich sollte nicht entt\u00e4uscht werden, ein bildgewaltiges Epos entfaltete sich vor einer Handvoll Zuschauer, gesprochen in chinesisch mit deutschen Untertiteln, ein Werk mit Shakespearscher Verstrickung, Bambusw\u00e4ldern, Zeitlupenwassertropfen, eine Geschichte des Verrats und der Dualit\u00e4t, komplex wie klar. Wenig K\u00e4mpfe \u2013 und wenn dann richtig, die sich um sich selbst drehenden schwarz- und langhaarige K\u00e4mpferInnen mit eisernen Regenschirmen als Schwert, die Szenenbilder die Gem\u00e4lde sein k\u00f6nnten, ein Film, der Schwarz-Wei\u00df anmutet und dennoch farbig ist. Beeindruckt gehe ich nach Hause. Ja Kino. Toll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist kurz vor Mitternacht, als ich durch die feuchtkalte Nacht vom Berger Kino nach Hause laufe, niemand ist auf den Stra\u00dfen unterwegs. Lange war ich nicht mehr im Kino gewesen, schon gar nicht alleine. 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