{"id":13714,"date":"2019-08-10T08:19:34","date_gmt":"2019-08-10T06:19:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13714"},"modified":"2019-08-10T11:30:21","modified_gmt":"2019-08-10T09:30:21","slug":"mal-kurz-nach-vaduz-sgeuropa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13714","title":{"rendered":"Mal kurz nach Vaduz #SGEuropa"},"content":{"rendered":"<p>Abends zuvor noch ein Absacker am Gudes, nur wenige Stunden sp\u00e4ter klingelt der Wecker in aller Herrgottsfr\u00fche. 5:30 Uhr, doch es nutzt nichts, ich muss raus, kurz nach sechs kommt die 12 Richtung Bahnhof, 6:45 ist Abfahrt mit dem Bus der Fanabteilung nach Vaduz. Auf dem Speiseplan heute: Europacup, FC Vaduz gegen die Frankfurter Eintracht. Also auf jetzt!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Pia ist auch schon wach, kommt aber leider nicht mit. Also schlurfe ich hundem\u00fcde und mutterseelenalleine die paar Meter runter zur Haltestelle in der Rohrbachstra\u00dfe. In der RMV App die Fahrkarte, warte ich nicht lange, bis die Bahn angerumpelt kommt und mich \u00fcber Konstablerwache und die City zum Baseler Platz bringt. Frankfurt erwacht langsam, die Fahrt ist unaufgeregt. Ich laufe ein paar Meter runter zur S\u00fcdseite, fr\u00fcher fuhren die Busse ja direkt an der S\u00fcdseite ab, jetzt wartet schon ein ansehnlicher Trupp auf die Ankunft der beiden Busse in der Stuttgarter Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Der Fu\u00dfballgott meint es ja gut zu mir, rund 460 km liegen vor uns, f\u00fcr ein Europacupspiel eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurze Strecke &#8211; mehrere Tage zu reisen, h\u00e4tte ich derzeit nicht gepackt, aber eine Tagesfahrt ist immer drin. Und nat\u00fcrlich ein gro\u00dfes Hallo am Treffpunkt, man kennt sich ja \u00fcber die Jahre. Hier ist Matze von Per Sempre, da Thomas von Black &amp; White und dort Steffen, der auch heute wieder Urlaub bekommen hat. Und nat\u00fcrlich zig andere. Ich bin in Bus 2, setze mich ans Fenster, die Reiseleitung hat zum ersten Mal Elisa. Christopher sitzt neben mir, als wir kurz vor sieben Richtung Stadion aufbrechen, um von dort endg\u00fcltig auf die Autobahn zu rollen, Vaduz, Vaduz, wir fahren nach Vaduz.<\/p>\n<p>Ich bin m\u00fcde, dennoch: Hinter Darmstadt beginnt der S\u00fcden, die Stimmung im Bus ist ged\u00e4mpft, ab und an flackern kurze Gespr\u00e4che auf, ansonsten spulen wir gem\u00e4chlich im Konvoi Kilometer um Kilometer ab, der Tag und auch die Nacht werden noch lange, die Sonne lacht, wir rollen \u00fcber Pforzheim und Stuttgart Richtung Schw\u00e4bische Alb. Vor ziemlich genau einem Jahr war ich mit Flo schon einmal <a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13038\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>, damals flogen wir in Ulm in der ersten Pokalrunde aus dem Wettbewerb &#8211; und besuchten anschlie\u00dfend den <a href=\"https:\/\/www.blautopf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blautopf<\/a> in Blaubeuren, den wir heute hinter uns lassen.<\/p>\n<p>Im Bus ist&#8217;s ruhig, keine laute Musik, keine Ges\u00e4nge &#8211; mir kommt das zupass, h\u00e4nge meinen Gedanken nach, und werde langsam wach. Unterwegs halten wir zwei Mal, ich treffe Nina, die mit ihrer Freundin und dem PKW unterwegs ist (und eigentlich auch gar nicht fahren wollte), rauche eine Zigarette. Nur wenig sp\u00e4ter sind wir in \u00d6sterreich, es wird bergiger. Demn\u00e4chst ist Schweinerennen in Rankweil\/Brederis, gro\u00dfe Plakate weisen darauf hin, wir aber konzentrieren uns heute auf Fu\u00dfball. Und kaum sind wir in \u00d6sterreich, sind wir auch schon in der Schweiz. Lange warten mussten wir an der Grenze nicht. Und auch Liechtenstein wird unmittelbar darauf geentert, am Rhein entlang rollen wir Richtung Rheinpark Stadion, wir sind nahezu die ersten, die vor Ort sind. Linker Hand m\u00e4andert hinter einem Wall der Rhein, rechter Hand wachsen die sonnig beschienenen Berge in die H\u00f6he, man m\u00f6chte sofort Urlaub machen und wandern. Aber zun\u00e4chst warten wir noch kurz auf Kathrin, die schon alle Karten f\u00fcr uns besorgt hat.<\/p>\n<p>Thomas hatte die Gelegenheit genutzt und sich ins leere Stadion geschlichen, die Idee klingt gut und so laufe ich ein paar Meter auf dem Deich entlang. An einem T\u00f6rchen werkeln Fernsehtechniker f\u00fcr die kommende \u00dcbertragung, das T\u00f6rchen steht offen, ich frage kurz, ob ich hinein darf, was den Jungs erwartungsgem\u00e4\u00df v\u00f6llig egal ist und stehe relativ alleine im rund 6,500 Personen fassenden Liechtensteiner Stadion. Flutlichtmasten ragen in den blauen Himmel, dahinter wachsen die Berge in die H\u00f6he, ein wunderbares Panorama. Wenig sp\u00e4ter bittet mich ein Sicherheitsbeamter h\u00f6chst freundlich darum, wieder nach drau\u00dfen zu gehen, eine Bitte, der ich gerne nachkomme, den Moment hatte ich.<\/p>\n<p>Vorne am Eingang hat sich nun eine kleine Schlange gebildet, die ankommenden Eintrachtler m\u00fcssen sich ihre Tickets alle einzeln abholen, gem\u00e4chlich f\u00fcllt sich der Parkplatz. Mit einem Apfelwein in der Hand wandern wir zu dritt Richtung Ort, vorbei an Maisfeldern (Deutscher Maister 59 &#8230;), auf der gegen\u00fcber liegenden Seite thront das Liechtensteiner Schloss im Gr\u00fcn der Berge. Hot Dogs f\u00fcr neun Franken sind im Angebot, g\u00fcnstig, wenn man sich \u00fcberlegt, was die Reparatur der Gorch Fock kostet &#8230;<\/p>\n<p>Basti und Ina marschieren an uns vorbei auf dem Weg zu den Tickets, erste St\u00e4nde sind schon aufgebaut, der Ort f\u00fcllt sich. Keine 6.000 Menschen leben hier, heute sollten es ein paar mehr werden, die es sich gut gehen lassen. Im Ort selbst l\u00e4uft gerade ein Beachvolleyball-Turnier, die ersten Frankfurter haben es entdeckt, die Jungs aus Liechtenstein spielen gegen die Norweger &#8211; und werden von den Eintrachtfans lautstark unterst\u00fctzt. Die Sonne ballert ordentlich, die Liechtensteiner wundern sich zun\u00e4chst \u00fcber die Frankfurter Invasion, beginnen aber sofort, die Biervorr\u00e4te aufzustocken. Der Speaker begr\u00fc\u00dft die anwesenden Eintrachtler, \u00fcber die Lautsprecher l\u00e4uft: Im Herzen von Europa, wir singen mit.<\/p>\n<p>Dann ruft es von irgendwoher &#8222;Beve&#8220;! Meistens ruft es immer von irgendwo her &#8222;Beve&#8220;, wenn ich unterwegs bin, man ist ja nie alleine mit der Eintracht, das ist sch\u00f6n. Auf der gegen\u00fcberliegenden Trib\u00fcne hat es sich die Gang rund um FUSSBALL 2000 gem\u00fctlich gemacht, ich wander kurz r\u00fcber, bekomme ein sch\u00f6n warmes Becks Gold in die Hand gedr\u00fcckt und verliere mich alsbald im Gewimmel der Stadt, des Ortes.<\/p>\n<p>In den Gastst\u00e4tten ist jetzt gut was los, ich entdecke Mario von den Sossenheimern und bleibe alle zwei Minuten f\u00fcr einen kleinen Schwatz h\u00e4ngen, auch das Team von Eintracht TV l\u00e4sst es sich gut gehen und Susi ist sowieso da. Kurz \u00fcberlege ich, Richtung Schloss zu wandern, aber da ich \u00fcberall auf Bekannte treffe, bleibe ich unten und lasse mich treiben. Sabine ist tats\u00e4chlich mit der Vespa angereist, sie trotzte dem gestrigen Regen und nun leuchtet der rote Roller in der Innenstadt mit dem Eintrachtf\u00e4hnchen in der hiesigen Sonne. Die Stimmung beim Beachvolleyball kocht \u00fcber, jetzt l\u00e4uft Schwarz Wei\u00df wie Schnee &#8211; und alle singen mit. &#8222;Mit dem J\u00fcrgen, mit dem J\u00fcrgen &#8230;&#8220;. Vatmier ist inzwischen auch gelandet und Mario hockt immer noch da, wo er vorhin schon gesessen hat. Und sogar Marc und Maria sind hier, sie werden Urlaub machen, welch bezaubernde Idee mit Panoramablick aus dem Fenster.<\/p>\n<p>Hinten an der Fremdenverkehrsinfo steht eine H\u00e4ngematte, ich lege mich hinein, nach oben hin blicke ich in den blauen Himmel, die gr\u00fcnen Berge und das Schloss, wer an mir vorbei schlendert, lacht, es ist ein gem\u00fctlicher Platz. Und kaum will ich Richtung Stadion aufbrechen, kommt mir Flo mit Frauke, \u00d6ri, Stefan, Thor und Steffen entgegen, w\u00e4hrend sich Museumsmatze in Frankfurt jetzt doch fragt, weshalb er eigentlich nicht mit gekommen ist. Mit Flo schlender ich durch die Gassen und nach einem kurzen Stopp im Coop wandern wir alle gemeinsam Richtung Stadion. W\u00e4hrend wir ein kurzes P\u00e4uslein am \u00f6rtlichen Bach einlegen, marschiert der Fanmarsch an uns vorbei, ein Gewinke, ein Hallo. Wir warten, bis er durch ist, es ist ja schon ein erklecklicher Haufen, der sich auf die Reise ins F\u00fcrstentum aufgemacht hat, dann wandern wir die paar Meter zum Einlass. Nat\u00fcrlich ist Familie Minden hier, etwas anderes kommt auch gar nicht in die T\u00fcte. Lange dauert es nicht, bis wir drin sind, ich muss irgendwie in Block F, stehe unten und \u00fcberlege, wo ich hin soll, bis mir der Gedanke kommt: Bleib doch einfach hier unten. Gute Idee. Oben winken Suse, Arne und Muelli.<\/p>\n<p>Ich stehe direkt unten am Zaun, komme kaum zum gucken, alle naslang kommt jemand vorbei, auch Julian von der Fanbetreuung. Sabine klebt am Zaun, macht Foto um Foto, nebenan steht Boris, der immer irrsinnige Touren macht, Nina kommt vorbei, mittlerweile hat das Spiel begonnen, hinter mir auf der Trib\u00fcne ist ordentlich Rabbatz, Fahnen wehen, Lieder werden gesungen, die Eintracht f\u00fchrt bald durch Kostic und erh\u00f6ht durch Kostic. Ich gucke auf die Berge, das Spiel, die Kurve, freue mich \u00fcber meinen Platz und schon steht es in der untergehenden Sonne 3:0 durch Kohr. Irgendwie dachte ich, Abraham h\u00e4tte das Tor gemacht, da war ich aber nicht der einzige.<\/p>\n<p>In der zweiten Halbzeit gesellen sich Moritz und Charlotte zu mir. Praktisch, dass die Pfandbecher von der Trib\u00fcne aus direkt hinter uns geworfen werden, wir sammeln sie ein, teilen sie mit einem kleinen Jungen und finanzieren dadurch unsere Getr\u00e4nke. Und dann entdecke ich die Gabi Geiselgangster. Lange war sie schwer krank, jetzt steht sie am Zaun und ist wieder mit dabei, Rom, Mailand oder London war f\u00fcr sie nicht machbar. Willkommen zur\u00fcck, sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist.<\/p>\n<p>Mittlerweile steht es 5:0, das Weiterkommen der Eintracht ist nur noch Formsache, wir quatschen, gucken und fotografieren, feiern die Mannschaft, ein letzter Blick und schon sitze ich wieder im Bus. Noch ehe wir Vaduz verlassen, schlafe ich ein &#8211; und werde bis Ladenburg trotz Rastst\u00e4ttenstopp nicht mehr wach. Die letzte Stunde zieht sich, Bergstra\u00dfe, Darmstadt, Stadion, Bahnhof. Ein kurzer Abschied, dann wander ich hoch in die M\u00fcnchner, mein Akku ist leer, der vom Handy auch. Da die Bahn noch ein bisschen braucht, laufe ich weiter zum Theaterplatz, ziehe mit den letzten M\u00fcnzen noch ein Ticket und steige in die kommende 12 bis zum G\u00fcnthersburgpark. Unten am Matthias Beltz Platz hat das Gudes noch zu, kein Wunder, es ist 5:20 Uhr am fr\u00fchen Morgen. Ich bin m\u00fcde und kaputt, schlurfe die letzten Meter nach Hause und freue mich, dass Pia da ist und ich sie gleich sehen werde. Nat\u00fcrlich ist sie mit dem Umdrehen des Schl\u00fcssels schon wach, wir fallen uns nach genau 24 Stunden in die Arme &#8211; und dann ins Bett. Um 8:30 klingelt der Wecker, das Leben geht weiter &#8230; Sch\u00f6n war&#8217;s.<\/p>\n<p>Klickt auf das erste Bild, schon ploppt die Slideshow auf.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abends zuvor noch ein Absacker am Gudes, nur wenige Stunden sp\u00e4ter klingelt der Wecker in aller Herrgottsfr\u00fche. 5:30 Uhr, doch es nutzt nichts, ich muss raus, kurz nach sechs kommt die 12 Richtung Bahnhof, 6:45 ist Abfahrt mit dem Bus der Fanabteilung nach Vaduz. Auf dem Speiseplan heute: Europacup, FC Vaduz gegen die Frankfurter Eintracht. 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