{"id":13340,"date":"2019-02-18T19:37:20","date_gmt":"2019-02-18T18:37:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13340"},"modified":"2019-03-02T11:30:20","modified_gmt":"2019-03-02T10:30:20","slug":"mit-der-eintracht-in-die-ukraine-teil-iii-matchday-shakthar-vs-eintracht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13340","title":{"rendered":"Mit der Eintracht in die Ukraine: Teil III &#8211; Matchday. Shakthar vs Eintracht"},"content":{"rendered":"<p>War sp\u00e4t gestern, als ich erwache, h\u00e4mmert es in meinem Kopf. Ich schrecke hoch. Wo bin ich? Ah, in meinem Zimmer in Charkiw. Und es h\u00e4mmert gar nicht in meinem Kopf, es ist das Zimmerm\u00e4dchen, welches das Fr\u00fchst\u00fcck bringt. Unfr\u00f6hlich dr\u00fcckt sie mir ein Tablett in die Hand. Zwei kleine gef\u00fcllte Teigtaschen, einen Joghurt, eine winzige Schokowaffel und einen Apfel- das ist besser als nichts. Ich setze Teewasser auf und springe in die Dusche, merke, dass die letzten Tage ihren Tribut fordern. Aber heute ist Matchday, die Eintracht spielt. Also raus in den Tag.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Blau der Himmel, Sonnenschein, es ist fast zu warm f\u00fcr meinen Mantel. Schwer h\u00e4ngen die Schuhe an meinen F\u00fc\u00dfen. Ich habe zur Not zwar noch ein paar Turnschuhe dabei, aber bei dem Eis und Schnee und Tauwasser k\u00f6nnte ich dann auch gleich Flip Flops anziehen. Ich laufe meinen nun fast schon alt bekannten Weg, vorbei an der Mari\u00e4 Verk\u00fcndungskirche, \u00fcberquere den Lopan und treffe mich mit Freddy an den Panzern beim Constitution Square. Er h\u00e4lt einen Herzluftballon in den H\u00e4nden &#8211; stimmt, heute ist ja Valentinstag. Huhu Pia. Unterwegs werden uns noch etliche dieser Luftballons begegnen. Gott sei Dank keine Panzer. Die Dichte an Eintrachtlern hat mittlerweile zugenommen, Basti ist gestern irgendwo versackt, Gerd heute mit Freunden unterwegs.<\/p>\n<p>Da Freddy gestern erst sp\u00e4t in seiner Unterkunft gelandet ist und von der Stadtmitte noch nicht allzuviel gesehen hat, drehen wir eine Runde \u00fcber die Sumska Street bis hoch zum viel fotografierten Eisspringbrunnen. Dahinter steht eine weitere pr\u00e4chtige orthodoxe Kirche, die von au\u00dfen viel gr\u00f6\u00dfer scheint als innen. Wir schauen sie uns kurz an und wandern dann runter zum Caf\u00e9 Sweeter, einer der Jungs von gestern erkennt mich wieder. Online checke ich f\u00fcr meinen Flug von Kiew nach Frankfurt am Samstag ein, die Bordkarte wird in der Ukrainian International Airways App gespeichert, wie ich schon gestern f\u00fcr den Flug von Charkiw nach Kiew eingecheckt hatte. Beide Bordkarten sind nur mobil gespeichert, ich sollte das Handy wirklich nicht verlieren. In dem kleinen Caf\u00e9 ist es gem\u00fctlich warm, wir reden \u00fcber unsere Erlebnisse und \u00fcber das bevorstehende Spiel, \u00fcber Gott, die Welt und \u00fcber die Tatsache, wahrhaftig jetzt hier zu sein. Beide werden wir morgen wieder in Kiew landen- doch heute steht noch ein ganzer Tag in Charkiw an &#8211; keine 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Die Eintracht spielt im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Metalist-Stadion\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Metalist-Stadium<\/a> gegen Shakhtar Donezk. Soldaten sind allgegenw\u00e4rtig, aber nicht \u00fcberpr\u00e4sent &#8211; Donezk selbst liegt im Kriegsgebiet. Wir aber sitzen bei Sonnenschein in einem Caf\u00e9, drau\u00dfen ziehen Eintrachtler vorbei und haben Gl\u00fcck, dass wir nicht selbst in den Krieg ziehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Unsere Runde f\u00fchrt uns anschlie\u00dfend wieder zur Markthalle, diesmal hat sie ge\u00f6ffnet. Linker Hand wird Granatapfelsaft feilgeboten, die Granat\u00e4pfel liegen lockend vor uns und die Gedanken, einen zu probieren, werden unmittelbar geh\u00f6rt. Schon halten wir einen Probierschluck in den H\u00e4nden und ordern prompt zwei Flaschen &#8211; ohne nach dem Preis zu fragen. Fehler. Ich merke es sofort, denn anschlie\u00dfend werden uns lachend pro Flasche 100 Gwirna aus dem Beutel gezogen, ein Schn\u00e4ppchen zwar im Vergleich zur vermeintlichen Touristenabgabe im Hotel &#8211; aber f\u00fcr hiesige Verh\u00e4ltnisse ein satter Preis. Ich meine, drei Euro bringen dich nicht um &#8211; mich fuchst aber, dass die falschen an die Kohle kommen. Die braven, ehrlichen, die gucken immer bl\u00f6d aus der W\u00e4sche. Aber was sollen wir uns lange gr\u00e4men und so schlendern wir durch die Markthalle und bestaunen das Angebot, Fleisch und Speck, Wurst und K\u00e4se sowie schwarze Butter, kiloweise. Und nat\u00fcrlich Granatapfelsaft.<\/p>\n<p>Unser Mittagessen nehmen wir wieder in der Marktgastst\u00e4tte ein, diesmal bin ich ja schon ein alter Hase, die Wirtin begr\u00fc\u00dft mich wie einen alten Bekannten, zumindest erkennt sie mich und schaut nicht mehr ganz so irritiert wie gestern, ich greife routiniert nach der Men\u00fckarte &#8211; nur Schaschlik ist leider wieder aus. Aber Kebab ist verf\u00fcgbar, auch Brot und Paprikaso\u00dfe und nat\u00fcrlich Bier. Wir verbringen eine ganze Weile hier, betrachten das \u00fcberschaubare Treiben und schaffen es nicht, unsere Teller ganz leer zu essen. Der Abschied ist freundlich und final, ich bin ganz sch\u00f6n groggy und wir machen uns auf die Socken. Da wir wieder an der Mari\u00e4-Verk\u00fcndigungs-Kathedrale landen, entscheiden wir uns f\u00fcr einen Blick ins Innere &#8211; und was soll ich sagen? Es ist unglaublich. Einerseits wird an allen Ecken und Enden gewerkelt, die goldenen Beschl\u00e4ge werden von einer dick vermummten Frau gewienert, ein Deckenmaler bessert ein Fresko aus, ein anderer tr\u00e4gt Kopfh\u00f6rer und feine Pinsel und bemalt eine Wand. Ein n\u00e4chster Mann schneidet in Seelenruhe Papier in Streifen, ein weiterer schraubt an einem Ger\u00fcst. Wie viele Menschen haben hier wohl schon gearbeitet in all den Jahren? Wer waren sie? Sonnenlicht f\u00e4llt schr\u00e4g durch gl\u00e4serne Fenster, beleuchtet im Strahl eine Art Altar, in der Kirche selbst findet sich ein Sammelsurium an Bildern, Gold, Kerzen oder Ikonen &#8211; es br\u00e4uchte Jahre, alles zu beschreiben, jede einzelne der Geschichten zu erz\u00e4hlen, die sich hinter all den Utensilien verbergen. Soviel Zeit haben wir jedoch nicht. Anschlie\u00dfend trennen sich unsere Wege f\u00fcr&#8217;s Erste. Freddy geht zur\u00fcck in die Stadt, ich wandere retour in die Unterkunft, ich bin ziemlich m\u00fcde &#8211; und der Tag wird noch lang werden. Lang und kalt, ich sag&#8217;s euch.<\/p>\n<p>Eine meine gr\u00f6\u00dften Sorgen in jenen Momenten war die Frage, wie ich morgen fr\u00fch zum Flughafen kommen werde. Die Option, die Metro und anschlie\u00dfend den Bus zu nehmen, erscheint mir etwas wackelig, ich wei\u00df nicht genau, wo die Busse abfahren und wie lange der Weg zum Airport wirklich dauert. Das h\u00f6chste der Gef\u00fchle d\u00fcrfte vielleicht eine Stunde sein, dazu sollte aber alles klappen. Taxi ist ja immer so eine Sache. Manchmal geht es gut, der Fahrer ist nett, der Fahrstil zivil und der Preis fair. Manchmal aber ist es auch die H\u00f6lle. ich plane hin und her und denke mir letztlich: Was soll&#8217;s, wird schon irgendwie klappen. Hat ja noch alles immer irgendwie geklappt. Ich haue mich auf&#8217;s Bett, bereite mir einen Tee, verschicke ein paar Nachrichten und ruhe mich aus.<\/p>\n<p>So langsam ist dann der Zeitpunkt gekommen, mich ausgehfertig f\u00fcr das heutige Spiel zu machen &#8211; und verzichte ob der relativen W\u00e4rme auf lange Unterhosen, die ich extra f\u00fcr die Fahrt noch gekauft habe &#8211; und von denen ich eigentlich kein Freund bin. Auch die Handschuhe lasse ich zuhause, zu umst\u00e4ndlich scheint mir das st\u00e4ndige rein und raus beim Rauchen oder Fotografieren. Immerhin, eine neutrale M\u00fctze habe ich dabei, auch mein Mantel hat sich bew\u00e4hrt&nbsp; &#8211; und so landet alles Wichtige in meinen Taschen. Zuerst das Ticket, dann Geld, Pass, und alles was so an Basics dazugeh\u00f6rt. Das Handy ist aufgeladen, die Kamera auch &#8211; es kann losgehen. Forza SGE. Und kaum habe ich die T\u00fcr zugezogen, f\u00e4llt mir auf, dass ich mein Tuch noch um den Hals trage- da geh\u00f6rt aber heute der Eintrachtschal hin. Also nochmal ins Zimmer, den &#8222;Lazio Merda Schal&#8220; um den Hals gewickelt, den ich hier erstmals aus der Folie gepackt habe und auf geht&#8217;s. In Rom hatte ich den Schal gar nicht im Stadion dabei, die Sache war mir dort zu riskant und auch ein bisschen zu doof, hier aber passt er f\u00fcr mich hin. Ich binde ihn so, dass er zun\u00e4chst nicht sonderlich auff\u00e4llt. Es sind nicht nur freundlich Gesinnte hier, von daher ist Vorsicht nicht der schlechteste Ratgeber.<\/p>\n<p>Und kaum bin ich in dem kleinen Park hinter dem Fluss, begegnet mir eine kleine Gruppe, die schwer nach Fu\u00dfballfans aussieht, sie be\u00e4ugen mich kritisch, ich tue so, als sei ich hier geboren und w\u00fcrdige sie keines Blickes &#8211; und atme auf, als ich merke, dass sie mich in Ruhe lassen. Oben auf dem Constitution Square, wo der Marsch zum Stadion beginnen soll, ist schon einiges los, etliche Busse parken jetzt hier, es sind die Shuttlebusse der Tagesflieger, die peu a peu gelandet sind und nat\u00fcrlich \u00fcberall ein Gudewie. Ich treffe auf die Gang des Podcast, die ein paar Schritte neben mir gefilmt werden &#8211; und Kristian, der mit uns in Zypern war, gibt mir den Tipp, bez\u00fcglich des morgigen Weges zum Flughafen es doch einmal mit Uber zu probieren, dies h\u00e4tte bei ihm die Tage tadellos funktioniert. Ich bin dankbar, eine Option mehr, das kann nie schaden.<\/p>\n<p>Da noch \u00fcber eine Stunde Zeit ist, besorge ich mir eine Schachtel Zigaretten und begebe mich auf den Weg hoch zum Eisbrunnen. kaum bin ich ein paar Meter gegangen, kommt mir ein kleiner Trupp entgegen, der alle Eintrachtler darauf hinweist, wieder runter zum Platz zu gehen, weiter oben w\u00fcrde es allen Ecken und Enden scheppern. Das w\u00e4re mir eigentlich egal, ich sehe nicht aus, wie ein typischer Fu\u00dfballfan &#8211; aber ich will auch kein Risiko eingehen, so ganz alleine, deshalb kehre ich wieder um und laufe erneut nach unten zum Platz, der sich mehr und mehr f\u00fcllt. Einige Polizisten bewachen das ganze eher unaufgeregt und nat\u00fcrlich treffe ich auf jede Menge Leute, viele mit einem Sch\u00f6ppchen in der Hand &#8211; doch nicht jeder. Geschichten machen die Runde, dass einzelne Leute sowohl bei Alkoholgenuss aber auch beim Wegschnippen von Kippen und beim Wildpinkeln ordentlich zur Kasse gebeten worden sind. Zwar wurde es durch den Wegfall eines offiziellen Protokolls etwas g\u00fcnstiger &#8211; aber ich dr\u00fccke meine Kr\u00f6ten dann doch lieber netten Menschen in die Hand. Au\u00dferdem ist es mir f\u00fcr Bier eh zu kalt, abgesehen davon, dass ich sowieso vorhabe den Abend stockn\u00fcchtern zu verbringen. Auf der einen Seite wei\u00df man nie, wozu man seine sieben Sinne noch brauchen wird, auf der anderen Seite habe ich im Zweifel auch niemand, der mich morgen fr\u00fch weckt &#8211; und ich muss aufstehen, mein Flieger geht, den sollte ich nicht verpassen.<\/p>\n<p>Unterwegs treffe ich wieder auf Freddy &#8211; und wir werden den Abend auch im Stadion zusammen verbringen, zudem wir ja die Tickets gemeinsam \u00fcber das Museum bekommen haben und im gleichen Block sind. Zu zweit kann es ja auch um einiges lustiger sein, wobei ich nicht sagen will, dass nur Fremde um mich herum sind &#8211; ganz im Gegenteil. Mittlerweile hat sich die Dunkelheit \u00fcber uns gelegt und damit einhergehend, beginnt die K\u00e4lte zu kriechen und ich wiederum beginne daran zu zweifeln, ob es eine gute Idee gewesen ist, die lange Unterhose im Hotel zu lassen. Da wir laut Plan in einer knappen halben Stunde losmarschieren werden, w\u00e4re jetzt ohnehin die Zeit zu knapp, diese noch zu holen. Dass wir dann erst um 19 Uhr loslaufen sollten, wusste ich ja noch nicht. Wir beschlie\u00dfen, um die Ecke noch einen Tee zu trinken und landen in einem t\u00fcrkischen Restaurant &#8211; es h\u00e4tte so auch in Frankfurt sein k\u00f6nnen. So w\u00e4rmen wir uns bei hei\u00dfen Schlucken auf &#8211; und sind nat\u00fcrlich nicht die einzigen Frankfurter im Laden, dessen Toilette zudem ein Segen f\u00fcr so manchen ist. Nebenbei lade ich mir noch die Uber-App auf&#8217;s Handy, man wei\u00df ja nie. Und dann hei\u00dft es wirklich raus in die K\u00e4lte, gleich beginnt der Marsch &#8211; und irgendwann werden wir im Stadion stehen, das Flutlicht wird glei\u00dfen und die glorreiche SGE wird spielen &#8211; und deswegen sind wir hier.<\/p>\n<p>Kaum hat sich der nahezu komplett schwarze Tross in Bewegung gesetzt, bleiben wir auch schon wieder stehen. Vermutlich zeigt die Ampel noch rot &#8211; und so sollten die ersten Meter sich ziehen. Unten, am Ende der Sumska Street, leuchtet das &#8222;Empire State Building&#8220;, wie ich es nenne, wieder in wechselnden Farben, dort biegen wir gem\u00e4chlich nach links ab. Der Marsch wird ges\u00e4umt von hiesiger Polizei, die uns aber weitgehend in Ruhe l\u00e4sst. Einzelne Schlachtrufe werden skandiert und halb Charkiw ist auf den Beinen, um diese seltsamen schwarzgewandteten Gestalten zu filmen. Einige recken den Daumen in die H\u00f6he, andere h\u00e4ngen an den Fenstern, um das seltene Spektakel im Warmen zu verfolgen. Auch die L\u00e4den haben kurzzeitig geschlossen, die Mitarbeiter stehen auf der Stra\u00dfe und verfolgen uns mit offenen M\u00fcndern, derweil sich die Prozession Meter um Meter vorschiebt.<\/p>\n<p>Je weiter wir uns vom Zentrum entfernen, um so dunkler wird es, um so sozialistischer wird es &#8211; und wir sehen ein Charkiw, wie es sich wohl sonst f\u00fcr die meisten hier tagt\u00e4glich anf\u00fchlt. Gigantische H\u00e4userreihen getrennt von breiten Stra\u00dfen, beherbergen die 1,5 Millionen Einwohner, schwarzwei\u00dfe Eisschneemassen trennen den Gehweg von der Fahrbahn. An jeder freien Ecke scheren Heerscharen aus, um zu pinkeln, jedes einzelne erkennbare Kiosk wird sofort geentert, um f\u00fcr Nachschub zu sorgen &#8211; manch einer braucht vom Platz zum Stadion die doppelte Anzahl an Schritten und nutzt die komplette Breite des Weges aus. Auf der Stra\u00dfe ist es eng, auf dem Gehweg eisig, es ist kein einfaches Vorankommen, aber wir kommen voran. Vorbei an einer Kneipe mit dem Namen Beerlin und auch vorbei am Liverpool Pub. Nach \u00fcber einer Stunde leuchtet ein wunderbar beleuchtetes Geb\u00e4ude in die Dunkelheit und erst dahinter l\u00e4sst sich das Stadion erahnen. Freddy versucht, am Rande sich zu erleichtern, wird aber als einziger wieder von den Herren Polizisten verscheucht, sp\u00e4ter werden wir auch vom B\u00fcrgersteig wieder in den Pulk geschickt, wiederum als einzige &#8211; aber Fragen nach dem &#8222;Warum&#8220; stellt man sich als Fu\u00dfballfan ja sowieso selten &#8211; die Antworten, so vorhanden, w\u00e4ren eh ern\u00fcchtert.<\/p>\n<p>Endlich leuchten die blauen Metallmasten des Stadions im Flutlichtnebel auf, noch wenige Meter, und wir sind da, wir haben es geschafft. Erste Schals werden angeboten, Souvenirs dazu &#8211; aber ich habe sowieso genug Krempel, von daher verzichte ich auf neues Material, Freddy besorgt sich jedoch einen Schal &#8211; und wird ihn sp\u00e4ter seiner Gastgeberin schenken. Unterwegs treffen wir Anjo, einen Fanveteran, der schon 1993 in der Ukraine gewesen ist, als die Eintracht in&nbsp;<span class=\"gL9Hy\">Dnipropetrowsk<\/span> kickte und handgez\u00e4hlte 22 Fans den Club im Mannschaftsflieger begleitet haben. Er war der erste Fansprecher der Eintracht &#8211; und kennt Geschichten aus einer Zeit, in der viele der heute Mitgereisten noch in den Windeln lagen, wenn \u00fcberhaupt. Wir passieren eine Polizeikette, da wir unzweifelhaft als Frankfurter zu erkennen sind und wandern zu den G\u00e4steeing\u00e4ngen. \u00dcbertrieben voll ist es an unserem Einlass nicht, wir warten dennoch drau\u00dfen, wo Hotdogs und Bier verkauft werden. Ich \u00fcberlege noch, an der Metrostation ein Ticket zu ziehen, um sp\u00e4ter im Zweifel nicht Schlange stehen zu m\u00fcssen, lasse es aber bleiben.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist es 21 Uhr Ortszeit geworden, noch eine Stunde bis Anpfiff und wir stellen uns an. Drei Kontrollen sp\u00e4ter sind wir drin, alle drei Kontrollen liegen jedoch unmittelbar hintereinander, so dass auch dies nur wenig Zeit in Anspruch nimmt. Gedr\u00e4nge gibt es nur bei der vierten Kontrolle, direkt vor dem Block. Aber auch das bringen wir mit einigem Geschiebe hinter uns, so erklimmen wir die Stufen des Block 30 und spazieren nach oben. Die Ultras sind im Block nebenan, fahnenfreie Sicht ist garantiert und da wir Bernd und Gisela mit Ellen und Ina erkennen, stellen wir uns unter gro\u00dfem Hallo hinter sie. Unser Block ist nicht ganz gef\u00fcllt, je weiter es nach oben geht, um so mehr freie Pl\u00e4tze wird es geben, dies kommt mir zu pass. Br\u00fcllend laute Technomukke beschallt uns, Boom Boom Shakhtar, man beginnt ob der K\u00e4lte mit zu wippen &#8211; und dann erkenne ich ihn dr\u00fcben in der leeren Kurve. Den DJ. Alleine hinter seinem buntbeleuchtetem Pult gibt er alles. Shakhtar Boom Boom. Auf der Haupttrib\u00fcne, dort wo die Logen und feinen Pl\u00e4tze sind, versucht der EFC Black &amp; White sein Banner aufzuh\u00e4ngen &#8211; es bleibt dort aber nicht lange. Das Stadion ist bei Weitem nicht ausverkauft, es gibt tausende freie Pl\u00e4tze. Aber klar, wir sind hier in Charkiw und nicht in Donezk, auch f\u00fcr die orangenen ist es quasi ein Ausw\u00e4rtsspiel. Und dann rasselt es urpl\u00f6tzlich neben mir, ich drehe mich um und von oben kommt mir ein Eintrachtler entgegen geflogen, knallt Reihe um Reihe nach unten, bis er auf Ellen und Ina ballert und zwischen ihren Beinen und der Betonwand zur n\u00e4chsten Reihe eingekeilt liegen bleibt. Ellen ist in Ordnung, aber Ina l\u00e4uft das Blut von der Stirn, Tempo um Tempo f\u00fcllt sich, ein Sanit\u00e4ter ist n\u00f6tig, derweil der Kamerad sich gestikulierend entschuldigt, nachdem er sich halbwegs berappelt hat. Bernd ist unterwegs, um Hilfe zu holen &#8211; findet aber keine erste Hilfe, sondern blo\u00df einige Ordner, die sich halbwegs M\u00fche geben. Es dauert viel zu lange, bis jemand vor Ort ist, der Ina zielgerichtet zumindest halbwegs betreut. Mit einem dicken Pflaster \u00fcber der Stirn kommt sie nach einer Weile wieder. Immerhin, sie kann das Spiel sehen. Die n\u00e4chsten Tage aber sollten unerfreulich werden. Also, falls der gefallene Patient dies liest oder einer seiner Leute, meldet euch bei mir &#8211; du hast was gut zu machen. Aber gewaltig.<\/p>\n<p>Die Mannschaften beginnen unterdessen, sich aufzuw\u00e4rmen. Hinter den Toren liegen Massen an Schnee, der hier auch die n\u00e4chsten Monate nicht schmelzen wird und der Stadionsprecher verk\u00fcndet die Mannschaftsaufstellungen &#8211; auch auf deutsch. Sie scheinen extra einen Spezialisten bestellt zu haben, die \u00dcbersetzungen klingen wie aus dem Lehrbuch. Er wird sp\u00e4ter sagen: Der Hauptschiedsrichter hat eine Nachspielzeit von vier Minuten angeordnet &#8211; in einer Betonung, die so derma\u00dfen sachlich und richtig ist, dass ich mich vor Respekt verneige.<\/p>\n<p>Und nach einer Schweigeminute f\u00fcr den mit dem Flugzeug t\u00f6dlich verungl\u00fcckten Emiliano Sala geht es los, die Eintracht ganz in wei\u00df nur ohne Blumenstrau\u00df, wir supporten gegen die K\u00e4lte an. Und wie es los geht, kaum hat der Hauptschiedsrichter angepfiffen, zappelt die Kugel im Netz. Hinteregger war&#8217;s gewesen, die Eintracht f\u00fchrt. Und dann geht es Schlag auf Schlag. Gelbe Karte f\u00fcr die Nummer sechs, Stepanenko, Donezk. Elfmeter f\u00fcr Donezk. Ausgleich. Gelbrote Karte f\u00fcr die Nummer sechs, Stepanenko, Donezk &#8211; noch keine 10 Minuten waren gespielt. Das kann ja was werden. Es geht hin und her, die Eintracht erspielte sich Chancen, derweil ersichtlich wird, dass Donezk durchaus eine sehr gute Mannschaft hat, der Vorteil, ausw\u00e4rts gegen 10 zu spielen, ist ein wirklicher Joker. Der Stadion DJ hat sich \u00fcbrigens ins Warme begeben, ich bef\u00fcrchte, er wird zur Halbzeitpause aber wieder arbeiten. So kommt es dann auch. Ich habe mittlerweile Ingo mit einem Hotdog entdeckt und gleicherma\u00dfen Hunger. So marschiere ich in der Pause bei br\u00fcllendem Techno die Stufen nach unten, um mir einen warmen Hotdog zu besorgen. Aber es gibt nur Bier und kaltes Geb\u00e4ck, etwas Warmes sollte es aber schon sein &#8211; so trabe ich wieder in den Block. Und dann wickel ich meinen Schal vom Hals und recke in minutenlang in die H\u00f6he. Auf diesen Moment habe ich gewartet, seit ich die Reise gebucht hatte. <em>Lazio Merda<\/em> mitten in der eisigen Charkiwer Nacht. Eine Minute lang weist auch &#8222;Magische SGE&#8220; nach vorne. Dann ist mir kalt und ich wickel den Schal wieder UM den Hals.<\/p>\n<p>Als ich Ingo wieder entdecke, frage ich ihn nach dem Ort des Erwerbs des Hotdogs &#8211; und er verweist mich an einen fliegenden H\u00e4ndler, 60 Griwna koste das Teil &#8211; er (der H\u00e4ndler) habe aber kein Wechselgeld mehr und h\u00e4tte ihm (Ingo) 40 einzelne Griwna in die Hand gedr\u00fcckt &#8211; die mir Ingo jetzt selbst \u00fcbergibt, da er diese ob des n\u00e4chtlichen Heimfluges nicht mehr brauchen wird. Mit diesem B\u00fcndel Geld in der Hand halte ich Ausschau bis mich Freddy anschubst: Da ist er. Und tats\u00e4chlich, ich laufe runter und werde Zeuge der gallopierenden ukrainischen Inflation: Der Hotdog kostet jetzt 100 Gwirna. Ich dr\u00fccke dem Verk\u00e4ufer schon mal die 40 in die Hand, wobei er auf seinen 100 besteht. Ich habe es ja akzeptiert, will eigentlich aus meinem Geldbeutel die restlichen 60 holen. Er meint hundred, ich sage 40 hast du ja schon, er sagt hundred und so weiter. Erst als ich ihm weitere 60 endlich geben kann, da ich mein Portemonnaie rausgefischt hatte, versteht er. Und dr\u00fcckt auf die Tube. Ketchup. Senf. W\u00e4hrend ich so warte, nutzt Kostic die Gelegenheit und bringt die Eintracht in F\u00fchrung. Gro\u00dfer Jubel allenthalben. Ich konnte zwar nichts sehen, halte jetzt jedoch meinen Hotdog in den H\u00e4nden &#8211; damit kann ich leben und husche zur\u00fcck auf meinen Platz.<\/p>\n<p>Das Spiel wogt jetzt munter hin und her, ab und zu h\u00f6rt man den Support der Shakhtar Anh\u00e4nger, eine Art Pfeifen. Von unserer Seite kommt etwas \u00e4hnliches wie <em>Dawei, dawei, huh<\/em> &#8211; wobei ich mich frage, woher alle wissen, was gerufen wird. Ich bin ja der slawischen Sprachen nicht so m\u00e4chtig. Also bin ich ruhig. Vielleicht hei\u00dft es aber auch <em>Dawei, dawei, bud.<\/em> Also sowas wie <em>Tsch\u00fcss<\/em>. Dies lassen die in orange-schwarz spielenden Donezker jedoch nicht auf sich sitzen und erzielen trotz etlicher Chancen der Eintracht das finale Tor zum 2:2 Ausgleich. Das ist insofern betr\u00fcblich, da die Chance gegen 10 auf Sieg zu spielen hier nicht wieder kommen wird. Aber was soll&#8217;s, das R\u00fcckspiel wird es zeigen. Das Spiel neigt sich dem Ende zu, einige von uns verfolgen die Partie bei gepflegten Minustemperaturen nun mit freiem Oberk\u00f6rper, mir zieht die K\u00e4lte in die Knochen und dr\u00fcben bei Shakhtar brennen ein paar Lichtlein in der Kurve. Jetzt sind 90 Minuten rum, aber: Der Hauptschiedsrichter hat eine Nachspielzeit von vier Minuten angeordnet. Aber auch hier passiert nichts Entscheidendes, es bleibt beim 2:2. Vor dem Spiel h\u00e4tte ich es genommen, zwei Ausw\u00e4rtstore und nicht verloren. Aber jetzt wurmt es mich, doch ich kann es auch nicht mehr \u00e4ndern, die Chancen auf einen Sieg waren da &#8211; und sie wurden vergeben. Die Mannschaft wird noch ein bisschen gefeiert und verschwindet dann in der W\u00e4rme der Katakomben. Ich bin neidisch. Freddies Akku ist mittlerweile leer. Dabei muss er noch seinem Taxifahrer verklickern, wo er hin muss &#8211; ihr erinnert euch: In den Osten Charkiws. Wahrscheinlich als einziger.<\/p>\n<p>Unmittelbar nach Schlusspfiff werden die Tore abgebaut, w\u00e4hrend der Stadion DJ weiterhin sein Bestes gibt. Wie bekannt, d\u00fcrfen wir nicht sofort das Stadion verlassen, nach einer guten halben Stunde, der Rasen ist nunmehr zur H\u00e4lfte schon abgedeckt, kommt die Durchsage, dass wir uns noch 15 Minuten gedulden sollen, dann werden die Tore ge\u00f6ffnet, dann werden die Shuttlebusse wie auch die Metro fahren. Das klingt akzeptabel und ich hoffe, dass die Metrofahrt im Ticket mit drin ist, wenn sich ein paar hundert Leute am Automaten anstellen, kommst du vor morgen nicht heim. Aber so sollte es nicht kommen, es kam ganz anders.<\/p>\n<p>Wie versprochen, k\u00f6nnen wir nach weiteren 15, 20 Minuten den Block verlassen. Einige hasten zu ihren Bussen, andere suchen ihre Busse, Freddy h\u00e4lt Ausschau nach einem Taxi und ich will in die Metro Station. Aber zun\u00e4chst geht drau\u00dfen gar nichts. Polizei hat den Platz abgesperrt. Erst nach einer Weile l\u00f6st sich das Ganze, Taxis aber sind rar wie Speisekarten auf Englisch, derweil die Metrostation weiterhin abgesperrt bleibt. Und dann sickert so langsam durch, dass die Metro auch heute nicht mehr f\u00e4hrt. Etliche Leute setzen sich in Bewegung, wandern vom Stadion runter an einen gr\u00f6\u00dferen, beleuchteten Platz, unterwegs habe ich Michaela und Roland getroffen, deren Hotel nicht weit weg von dem meinigen ist, wir laufen mit Freddy zusammen, versuchen ein Taxi zu erhaschen. Das klappt aber nicht wirklich, die Fahrer verstehen nicht so ganz, was wir wollen, dennoch sehen wir zu, dass vor allem Freddy einen Lift bekommt, da er ja alleine an den Arsch der Welt muss. Der versammelte Rest muss ja irgendwie in die gleiche Richtung. Und dann geht auf dem gesamten Platz, wo \u00fcberall Leute Ausschau nach einem Weiterkommen halten, das Licht aus. Zack ist es dunkel. Richtig dunkel. H\u00e4userschluchten in der Dunkelheit bei -6\u00b0. Europapokal. Aber Freddy hat Gl\u00fcck, er erwischt einen Wagen und rollt Richtung Heimat, der Fahrer hat ihn verstanden &#8211; und wir sehen, dass sich ein Pulk von ein paar Hundert Leuten zu Fu\u00df in die Stadt aufmacht. Wir schlie\u00dfen uns an, der Pulk zieht sich, einzelne erwischen ein Taxi, der Rest marschiert durch H\u00e4userschluchten in der Finsternis, unbegleitet von Polizei &#8211; unter Sicherheitsaspekten ein Elend. Erst bin ich sauer, will nur noch in&#8217;s Warme &#8211; doch dann ist es geil. 2500 Kilometer weg von zuhause, nachts um halb zwei laufe ich durch die eiskalte, schwarzdunkle Nacht, umgeben von Plattenbauten, durch Charkiw. Das ist nahezu surreal. Eintracht Frankfurt international.<\/p>\n<p>Alsbald erkenne ich in der gro\u00dfen Stra\u00dfe, den Weg, der uns in einiger Entfernung zum Fluss bringen wird. Das Gr\u00f6bste w\u00e4re geschafft. Michaela, Roland und ich sind mittlerweile fast alleine unterwegs, der Rest hat sich verstreut, wir aber laufen, kommen an den Lopan, sehen die Mari\u00e4-Verk\u00fcndigungs-Kathedrale und alsbald trennen sich unsere Wege. Ich muss nach rechts und denke, in f\u00fcnf Minuten am Hotel zu sein, die beiden haben noch 15 Minuten geradeaus. Kurz vor dem Hotel begegne ich noch einigen dunklen Gestalten, ich zucke kurz, aber es sind Frankfurter, wenn auch ein wenig l\u00e4diert. Sie sind wortkarg, wohnen aber im gleichen Hotel und so schleppen wir uns die Stufen hinauf, die Jungs drehen links ab, ich rechts. Punkt zwei Uhr bin ich wieder zuhause. Durch die n\u00e4chtliche Lauferei ist mir sogar halbwegs warm geworden. Ich setze noch einmal Teewasser auf und falle anschlie\u00dfend ins Bett, schaue noch einmal nach den gestellten Weckern und schlafe wortlos ein. Noch wei\u00df ich nicht, wie ich morgen zum Airport kommen werde &#8211; aber auch das wird schon klappen. Eintracht Frankfurt international.<\/p>\n<p>Und hier findet ihr die anderen Teile des Reiseberichts<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13250\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil I<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13296\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil II<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13405\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil IV<\/a><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>War sp\u00e4t gestern, als ich erwache, h\u00e4mmert es in meinem Kopf. Ich schrecke hoch. Wo bin ich? Ah, in meinem Zimmer in Charkiw. Und es h\u00e4mmert gar nicht in meinem Kopf, es ist das Zimmerm\u00e4dchen, welches das Fr\u00fchst\u00fcck bringt. Unfr\u00f6hlich dr\u00fcckt sie mir ein Tablett in die Hand. Zwei kleine gef\u00fcllte Teigtaschen, einen Joghurt, eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13343,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[19,9,10,12],"tags":[2222,1823,1329,2227,367,2226,2220],"class_list":["post-13340","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-auswarts","category-eintracht-frankfurt","category-photographie","category-wortwelt","tag-charkiw","tag-eintracht-frankfurt","tag-europacup","tag-freddy","tag-nacht","tag-shakhtar-donezk","tag-ukraine","post-preview"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13340"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13340\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13500,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13340\/revisions\/13500"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/13343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beveswelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}