{"id":13038,"date":"2018-08-20T17:43:44","date_gmt":"2018-08-20T15:43:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13038"},"modified":"2018-08-22T06:03:04","modified_gmt":"2018-08-22T04:03:04","slug":"schaurig-schoen-ueber-tuebingen-nach-ulm-ohne-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=13038","title":{"rendered":"Schaurig. Sch\u00f6n. \u00dcber T\u00fcbingen nach Ulm. Ohne Berlin."},"content":{"rendered":"<p>Freitagmorgen gegen 10 Uhr saust eine S-Bahn aus Frankfurt Richtung Friedrichsdorf, erstmals seit Langem habe ich mal wieder eine Fahrt \u00fcber eine Mitfahrzentrale gebucht, Abfahrt um 11 am Friedrichsdorfer Bahnhof. Frankfurt &#8211; T\u00fcbingen, einfach. Zur\u00fcck geht es dann mit Flo, der in T\u00fcbingen aufgewachsen ist und sp\u00e4ter nachkommen wird. So lautet der Plan. Und so hat er sich dann auch erf\u00fcllt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Neben mir und der Fahrerin sind noch zwei weitere Mitfahrer unterwegs, wir sind allesamt p\u00fcnktlich und rollen mit einem fein ausgebauten VW T5 bei Rosbach auf die Autobahn. Mit Johnny Cash aus den Lautsprechern und bei \u00fcberschaubarem Verkehr verl\u00e4uft die Fahrt unaufgeregt, nur kurz vor T\u00fcbingen sch\u00fcttet es wie aus Eimern, in T\u00fcbingen selbst aber ist es trocken und sommerlich warm. Hinter dem Bahnhof ist meine kurzweilige Fahrt zu Ende, das Wochenende beginnt. Oder besser, hat schon begonnen und ich bin mittendrin.<\/p>\n<p>Was f\u00e4llt einem alles zu T\u00fcbingen ein? <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_H\u00f6lderlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00f6lderlin<\/a> nat\u00fcrlich, der Mann mit der Aura des umnachteten Genies, die letzten gut 36 Jahre seines Erdendaseins in einem Zimmer des jetzigen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H\u00f6lderlinturm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00f6lderlinturmes<\/a> an der Neckarfront lebend. Nat\u00fcrlich ist der H\u00f6lderlinturm just dann einger\u00fcstet, als ich ihn von der bl\u00fctenbehangene Neckarbr\u00fccke aus ersp\u00e4he. Drunten<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T\u00fcbinger_Stocherkahn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> stochern die K\u00e4hne<\/a> im Flu\u00df, das geh\u00f6rt hier zum guten Ton. Hoch oben thront das Schloss, unten auf den Stufen zur Stiftskirche hocken eisfutternd Gro\u00df und Klein &#8211; und der Geist von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eduard_M%C3%B6rike\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00f6rike<\/a>, der hier ebenso gegenw\u00e4rtig ist wie der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ludwig_Uhland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ludwig Uhlands<\/a>. T\u00fcbingen, Stadt des Geistes und des romantischen Ambientes. Stadt der Radfahrer, der Studierenden, der Touristen. Auf dem Marktplatz vor dem historisch-majest\u00e4tischen Rathaus werden die letzten Reste des Marktes zusammen gekehrt, hier l\u00e4sst es sich gut durch die Gassen treiben. Sp\u00e4ter, auf der Neckarinsel, der Platanenallee, treiben die Stocherk\u00e4hne wiederum an mir vorbei. Findige Stocherer schieben die K\u00e4hne durch den Neckar, erz\u00e4hlen Geschichten der gro\u00dfen Geister, weiter hinten schwimmt eine Frau im Fluss. Ich sitze am Ufer, beobachte die Touristen, die bei einsetzendem Getr\u00f6pfel in den K\u00e4hnen sitzend ihre bunten Regenschirme aufspannen, zuweilen gar singen, man m\u00f6chte Gedichte schreiben an diesem Ort, die Neckarfront im Blick. Hinter mir wird ein Haus abgerissen, das tackern des Abrissbaggers will so gar nicht poetisch klingen, aber man kann nicht alles haben. Dies wusste wohl auch schon H\u00f6lderlin, als er schrieb: <em>&#8222;Denn sie, die uns das himmlische Feuer leihn, die G\u00f6tter schenken heiliges Leid uns auch, drum bleibe dies: Ein Sohn der Erde schein ich; zu lieben gemacht, zu leiden&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>H\u00f6lderlin liest sich etwas altbacken verschwurbelt, aber gut &#8211; der Preis war, wie gesagt, 36 Jahre im Turm bei geistiger Umnachtung, wobei die neuere Forschung sagt, dass H\u00f6lderlin gar nicht so umnachtet war, sondern nur eine Rolle gespielt hat. Cleveres Kerlchen in einer Welt, die schon damals keine einfache war. Und wenn man obige Gedichtzeilen so lie\u00dft, dann k\u00f6nnte man meinen, es geht um die Frankfurter Eintracht &#8211; die ja nun am Samstag in Ulm spielt. Der amtierende Pokalsieger beim Viertligisten. <em>Zu lieben gemacht, zu leiden.<\/em><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter trinke ich in der Altstadt beim Boulanger ganz prosaisch ein Bier, denke an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Bloch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ernst Bloch,<\/a> ein weiterer gro\u00dfer Geist, der 1977 in T\u00fcbingen verstarb und dessen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Prinzip_Hoffnung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prinzip Hoffnung<\/a> zwar von kaum jemandem gelesen wurde, 1600 Seiten haben es in sich, gleicherma\u00dfen aber einen unsterblichen Satz birgt: <em>&#8222;&#8230; so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.&#8220;<\/em> Das k\u00f6nnen sich vor allem die heimatbesorgten mal hinter die Ohren schreiben.<\/p>\n<p>Ja, der Geist ist hier pr\u00e4sent. Ganz irdisch aber funkt Flo an, dass er nun auch in T\u00fcbingen gelandet sei &#8211; und zu dunkler Stunde sitzen wir in einem Biergarten am Neckar, bis der Regen uns ins Auto sp\u00fclt und wir gen Wurmlingen fahren, bekannt durch die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sankt-Remigius-Kapelle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wurmlinger Kapelle<\/a>, die hoch \u00fcber den Weinbergen thront und sogar von Ludwig Uhland besungen wurde. Vom Balkon aus sehen wir sie in der Nacht still oben am Berg &#8211; und wir sehen auch, wie am Himmel ein Feuerball vergl\u00fcht, von dem niemand wei\u00df, was es war. Uhland aber besang die Kapelle leicht melancholisch mit folgenden Worten:<\/p>\n<p><em>Droben stehet die Kapelle,<\/em><br \/>\n<em>Schauet still ins Tal hinab.<\/em><br \/>\n<em>Drunten singt bei Wies&#8216; und Quelle<\/em><br \/>\n<em>Froh und hell der Hirtenknab&#8216;.<\/em><\/p>\n<p><em>Traurig t\u00f6nt das Gl\u00f6cklein nieder,<\/em><br \/>\n<em>Schauerlich der Leichenchor,<\/em><br \/>\n<em>Stille sind die frohen Lieder,<\/em><br \/>\n<em>Und der Knabe lauscht empor.<\/em><\/p>\n<p><em>Droben bringt man sie zu Grabe,<\/em><br \/>\n<em>Die sich freuten in dem Tal.<\/em><br \/>\n<em>Hirtenknabe, Hirtenknabe!<\/em><br \/>\n<em>Dir auch singt man dort einmal.<\/em><\/p>\n<p>Verg\u00e4nglich sind wir alle, was bleibt ist die Erinnerung und ein Blick in die Nacht. Und ein Blick auf die Bilder, derweil ich feststelle, dass aus irgendeinem unerfindlichen Grund der Modus der Kamera verstellt war und alle Bilder aussehen, wie gemalt. Und das sieht nicht aus wie gemalt, es ist zum Haareraufen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag bewegt sich allerdings zaghaft weg von Philosophie und Literatur hin zum bevorstehenden Spiel SSV Ulm gegen Eintracht Frankfurt. In einer T\u00fcbinger Metzgerei erstehe ich nach l\u00e4ngerem Warten 100 Gramm Bierschinken. Die junge Dame hinter der Wursttheke w\u00e4gt sorgf\u00e4ltig ab. 72 Gramm sind zu wenig, 132 Gramm zu viel, bei 104 Gramm entscheidet sie auf: Einpacken. Kostenpunkt: 2 Euro 4 Cent. In meiner Tasche l\u00fcmmeln drei Eurom\u00fcnzen und zwei Cent und ich biete ihr zwei Euro zwei an oder drei Euro. Nat\u00fcrlich nimmt sie die drei Euro und sucht im brechend vollen Laden 96 Cent zusammen, die sie mir als Wechselgeld heraus gibt. Schwaben.<\/p>\n<p>Jetzt aber sind wir auf der B28 und rollen gepflegt \u00fcber die Landstra\u00dfe, \u00fcber die Schw\u00e4bische Alb. SWR1 spuckt an Musik das beste aus den letzten Jahren aus, zumindest was sie daf\u00fcr halten. \u00dcber Metzingen, Bad Urach und Blaubeuren fahren wir ohne nennenswerte Hindernisse Richtung Ulm. W\u00e4lder, H\u00fcgel, Weinberge, Felsen, sch\u00f6n ist es hier, man k\u00f6nnte verweilen &#8211; allein die Eintracht ruft. In Ulm selbst verweist erstaunlich wenig auf die kommende Erstrundenpartie im DFB-Pokal. Wir parken den blauen BMW problemlos hinter der Donau in Neu Ulm und spazieren runter zum Flu\u00df. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite marschieren die Frankfurter Ultras, von der Polizei eskortiert, Richtung Stadion. Wir aber treffen in einem Biergarten Flos Freunde, das Bier zum Mitnehmen in Ein-Liter-B\u00fcgelflaschen und wandern wenig sp\u00e4ter Richtung Donaustadion. Echte Flutlichtmasten ragen in den hei\u00dfblauen Sommerhimmel, wir jedoch m\u00fcssen statt des geraden Weges einmal das Stadion umrunden. Absperrgitter, Polizei. Hurra, hurra, die Frankfurter sind da. Immerhin ist der Einlass kurz und schmerzlos, die Kurve aber ist schon recht voll. Wir schieben uns relativ weit nach links oben, schwitzen wie die Gro\u00dfen und harren der Dinge, die nun kommen werden. \u00dcberm\u00fctig ist hier niemand, Skepsis \u00fcberwiegt.<\/p>\n<p>Mit dem Einlaufen halten wir Doppelhalter in die H\u00f6he, vorne der Adler, hinten die 12, bei manchen auch umgekehrt, Rauch steigt auf und dann geht es los. Neukeeper R\u00f6nnow fliegen die B\u00e4lle nur so um die Ohren, nur ein weitere Neuzugang spielt wie schon gegen die Bayern im Supercup von Beginn an, Torro im Mittelfeld. Der einzige Wechsel zum vergangenem Spiel lautet Jovic f\u00fcr Fabian, der nun in der Trainingsgruppe 2 gelandet ist und gar nicht erst mitreisen durfte. Kurz wird Pr\u00e4sident Peter Fischer von der Kurve gefeiert, dann wird ein bisschen rumsupportet. Die Kurve ist ordentlich gef\u00fcllt, aber noch geht es, die H\u00fctte ist ausverkauft, ein Ulmer Festtag, der zur Feier des Tages von einer Drohne \u00fcber unseren K\u00f6pfen gefilmt wird. Auf dem Rasen ist kein Klassenunterschied zu erkennen, die Eintracht erspielt sich ein leichtes \u00dcbergewicht, kommt zu Chancen, aber auch der SSV setzt die Abwehr der SGE unter Druck, h\u00e4lt bis zum Pausenpfiff das nullnull. In der Halbzeit k\u00e4mpft sich Flo zum Getr\u00e4nkestand vor, w\u00e4hrend ich durch den Zaun von oben das Treiben vor dem Getr\u00e4nkestand beobachte. Traugott, dessen Hobby das Fotografieren von Eintrachttattoos ist, hat alle H\u00e4nde voll zu tun. Er schiebt die Waden seiner Protagonisten ins rechte Licht, schickt schattenwerfende Zuschauer zur Seite und f\u00fcllt sein Album. Basti im schwarzwei\u00dfen Rebic-Trikot schiebt sich derweil am Getr\u00e4nkestand elegant nach vorne, auch Flo kommt voran, so vergeht die Zeit, bis zum Anpfiff der zweiten Halbzeit trotz sengender Sonne recht geschmeidig.<\/p>\n<p>Diese zweite Halbzeit aber l\u00e4sst den Pokalsieg der Eintracht endg\u00fcltig Geschichte werden, sie macht aus dem &#8222;amtierenden Pokalsieger&#8220; den &#8222;entthronten Pokalsieger&#8220;. Kurz nach Wiederbeginn nutzen die Spatzen, wie der Volksmund ja die Ulmer nennt, einen Freisto\u00df zur F\u00fchrung. Fortan f\u00fchlen sich die Ulmer Fans wie die Frankfurter j\u00fcngst in Berlin und wir gucken bl\u00f6d. Minute um Minute verrinnt, die Eintracht versucht sich in einem Fu\u00dfball, der von dr\u00fcckender \u00dcberlegenheit so weit entfernt ist, wie es H\u00f6lderlin von seinem je Turm gewesen ist. N\u00e4mlich gar nicht, im Gegenteil. Und mit jeder gespielten Minute dr\u00e4ut die Gewissheit, dass der Titelverteidiger sich schon in der ersten Runde vom Wettbewerb verabschieden wird. Das 2:0 f\u00fcr Ulm f\u00e4llt zu einem psychologisch ungl\u00fccklichem Zeitpunkt, n\u00e4mlich w\u00e4hrend des Spiels. Da ist es schon recht ruhig in der Kurve. Zwei turbulente Pokaljahre neigen sich dem Ende entgegen, daran \u00e4ndern auch die Wechsel nichts mehr. Weder Blum, noch M\u00fcller, noch Paciencia k\u00f6nnen dem Spiel die Wende geben, auch wenn letzterer noch kurz vor Schluss zum 1:2 trifft. Obgleich noch vier Minuten zu spielen sind, jubelt niemand im Block.<\/p>\n<p>Mit dem Schlusspfiff versuchen die Ulmer den Platz zu st\u00fcrmen, werden jedoch von der einlaufenden Polizei eher unwirsch daran gehindert. Der Stadionsprecher freut sich, wir schauen bedr\u00f6ppelt aus der W\u00e4sche. Erste gebuchte Hotelzimmer f\u00fcrs Finale werden von Frankfurter Seite storniert &#8211; zumindest von denjenigen, die nicht bei O2 sind. Wer bei O2 ist, wie ich zum Beispiel, erkennt, dass ein vor zwei Stunden abgesendeter Tweet erst weit nach Spielende seinen Weg ins Netz findet. Das ist nat\u00fcrlich albern und wird entsprechend auch (nicht) gew\u00fcrdigt. Einer der Ulmer hat es jetzt bis vor unsere Kurve geschafft und jubelt provozierend vor der UF. Gl\u00fcck hat der junge Mann, dass ihn die Ordner \u00fcberw\u00e4ltigen, bevor er in die F\u00e4nge der Ultras ger\u00e4t. Entweder hat er Eier dick wie das Prinzip Hoffnung oder er ist wahnsinnig. Wahrscheinlich beides.<\/p>\n<p>Machen wir uns nichts vor, in dieser Zusammensetzung ist die Eintracht nicht bundesligatauglich. Gut, die Saison ist lang, hinten kackt die Ente &#8211; wer aber Boateng, Hradecky, Mascarell, Meier und Wolf verliert, Stendera und Fabian verbannt, derweil die Neuzug\u00e4nge es kaum in den Kader gegen einen Viertligisten packen, der wundert sich dann am End auch nicht wirklich. Missmutig schleichen wir&nbsp; n\u00f6rgelnd zum Auto und tuckern alsbald wieder Richtung Schw\u00e4bische Alb. Ein Ulmer Kind provoziert uns beim Vorbeifahren, hat aber nicht mit der roten Ampel gerechnet, ich bin kurz davor, den Racker zu verm\u00f6beln. Mit dem M\u00fcnster im R\u00fccken verlassen wir Ulm, die Nachrichten verk\u00fcnden alles naslang die Sensation des Tages. Ich hasse Radio.<\/p>\n<p>Ein kurzer Ausflug zum <a href=\"https:\/\/www.blautopf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blautopf<\/a> bei Blaubeuren l\u00e4sst kurz den Schmerz vergessen. Wir parken am Schwimmbad und suchen die wunderliche Quelle auf, das Wasser scheint von reinstem Blau, Mythen und Legenden ranken sich um diesen m\u00e4rchenhaften Ort &#8211; und da sind wir schon wieder bei M\u00f6rike. <a href=\"https:\/\/www.blautopf.de\/der-blautopf\/schoene-lau\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Und der sch\u00f6nen Lau.<\/a> Wir verweilen eine Zeitlang an dem verwunschen Wasserplatz, der neben M\u00f6rike auch Drehbuchautoren des Tatort inspiriert hat oder vielmehr Felix Huby, dessen Krimi <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tatort:_Bienzle_und_die_sch\u00f6ne_Lau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bienzle und die sch\u00f6ne Lau<\/a> f\u00fcr die ARD verfilmt wurde. Sp\u00e4ter sitzen wir bei Schwabentopf und Rostbraten in einem Dorf in Schwaben und sind immer noch aus dem Pokal raus geflogen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag bringt eine Wanderung vorbei an Streuobstwiesen und Weinberge hoch zur wohlbekannten Wurmlinger Kapelle, welche von einem Friedhof ges\u00e4umt wird. Mit jedem Schritt entschleunigt die Zeit, H\u00f6henbilder, wohin das Auge reicht. Doch glaubt nicht, dass das Spiel vergessen ist. Sp\u00e4ter holen wir noch Flos Frau Mama und deren Freund ab; auf uns wartet eine schw\u00e4bische&nbsp; Mahlzeit im Schw\u00e4rzlocher Hof in T\u00fcbingen. Bei Mostbraten und Leberk\u00e4s trinken wir Most aus einem Krug, wobei die Frankfurter sagen w\u00fcrden: \u00c4bbelwoi aus dem Bembel. Ja, so etwas in der Art gibt es hier auch. Nur die Formulierungen lassen zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Da wir noch Zeit haben, beschlie\u00dfen wir einen Ausflug zum wildromantischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M\u00e4rchensee_(Wendelsheim)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steinbruch und zum M\u00e4rchensee<\/a> bei Rottenburg. Am See, der wie durch Wunderhand einst \u00fcber Nacht entstanden ist, fliegen Libellen umher wie gestern noch die Drohnen. Zu guter Letzt folgt noch ein Aufstieg auf den nagelneuen <a href=\"https:\/\/www.schoenbuch-heckengaeu.de\/schoenbuchturm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sch\u00f6nbuch Turm,<\/a> den Flo neulich entdeckt hat. Ein gewaltiger Aufstieg in schwindelnde H\u00f6hen wird mit einem wunderbaren Rundumblick \u00fcber Sch\u00f6nbuch belohnt, dann geht es mit dem blauen BMW zur\u00fcck auf die Autobahn. Einer Vollsperrung bei Heilbronn weichen wir aus, indem wir durch Heilbronn selbst fahren &#8211; und so eine Autobahnvollsperrung scheint auch der einzige Grund zu sein, durch Heilbronn zu fahren. Wilde Romantik geht anders und Uhland wird gewusst haben, weshalb er in T\u00fcbingen und nicht in Heilbronn geboren wurde. Wobei wir fairer Weise sagen m\u00fcssen, dass es hier vor den Bombenn\u00e4chten des zweiten Weltkrieges durchaus charmanter ausgesehen haben d\u00fcrfte. Wie auch immer, alsbald erreichen wir wieder den Highway, spulen die restlichen Kilometer runter und landen bei einbrechender Dunkelheit wieder im Herzen von Europa. Ich verabschiede mich von Flo und erklimme die Treppen hoch zu Pia. Zu erz\u00e4hlen gibt es ja eine Menge Sch\u00f6nes. Nur halt nicht vom Fu\u00dfball, das war dann doch eher schaurig. Und wer wei\u00df, wom\u00f6glich werden Pia und ich eines Tages auch durch T\u00fcbingen schlendern, im Neckar stochern und vielleicht sogar Sp\u00e4tzle essen. Handgeschabt. Das habe ich sehr zum Verdruss von Flo diesmal nicht gemacht. Aber er ist dennoch ein prima Reisef\u00fchrer. Danke Flo, f\u00fcr die T\u00fcbinger Tage!<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitagmorgen gegen 10 Uhr saust eine S-Bahn aus Frankfurt Richtung Friedrichsdorf, erstmals seit Langem habe ich mal wieder eine Fahrt \u00fcber eine Mitfahrzentrale gebucht, Abfahrt um 11 am Friedrichsdorfer Bahnhof. Frankfurt &#8211; T\u00fcbingen, einfach. Zur\u00fcck geht es dann mit Flo, der in T\u00fcbingen aufgewachsen ist und sp\u00e4ter nachkommen wird. So lautet der Plan. 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