{"id":11999,"date":"2017-05-19T12:28:27","date_gmt":"2017-05-19T10:28:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beveswelt.de\/?p=11999"},"modified":"2017-05-19T12:28:27","modified_gmt":"2017-05-19T10:28:27","slug":"tza-on-tour-diesmal-stadtallendorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beveswelt.de\/?p=11999","title":{"rendered":"TzA on Tour &#8211; Diesmal: Stadtallendorf"},"content":{"rendered":"<p>Freunde des Eintracht Museums kennen sie, die Veranstaltungsreihe &#8222;Tradition zum Anfassen&#8220;, die wir seit 2008 gemeinsam mit der Fufa durchf\u00fchren. Und gestern ging es zum dritten Mal auf Tour: Nach Homberg und Gie\u00dfen waren wir nun in Stadtallendorf zu Gast. Mit dabei: <a href=\"http:\/\/www.eintracht-archiv.de\/keifler.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">G\u00fcnter Keifler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.eintracht-archiv.de\/weberr.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Richard Weber<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.eintracht-archiv.de\/heller.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rolf Heller<\/a>,<a href=\"http:\/\/www.eintracht-archiv.de\/preuss.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Christoph Preu\u00df<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.eintracht-archiv.de\/stepanovic.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stepi<\/a>.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Alleine die Hinfahrt war spa\u00dfig, zwar ging es im Eintracht-Jeep gleich nach dem Stadion in den A5-Stau, aber mit Matze und Stepi im Auto wird es ja nie langweilig. Und wir landeten p\u00fcnktlich vor der Stadthalle in Stadtallendorf, rund 120 Kilometer liegen zwischen hier und Frankfurt, eine Strecke, die der hiesige EFC bei jedem Heimspiel zu meistern hat. Und der EFC Adlerhorst Stadtallendorf fungierte auch als Gastgeber, w\u00e4hrend das Eintracht Museum und die Fufa als Veranstalter auftraten.<\/p>\n<p>Der kleine Saal war schon mit dem gro\u00dfen EFC-Banner geschm\u00fcckt, den die Stadtallend\u00f6rfer anl\u00e4sslich ihre 25j\u00e4hrigen Bestehens anfertigten und wie immer hier, war die Orga tiptop. Sogar kleine Schnapsfl\u00e4schchen mit einem Aufkleber ob des anstehenden Pokalfinales wurden pr\u00e4sentiert. Und nat\u00fcrlich wurde es ein bunter Abend, sogar der B\u00fcrgermeister war vor Ort.<\/p>\n<p>Richard Weber und G\u00fcnter Keifler stie\u00dfen seinerzeit beide aus Marburg zur Eintracht, Weber noch zu Oberligazeiten, Keifler Mitte\/Ende der 60er, gemeinsam gespielt bei der SGE hatten sie allerdings nie, als Weber ging, kam Keifler &#8211; beide jedoch zog es nach ihrer Zeit bei der Eintracht wieder nach Marburg zur\u00fcck, wo sie auch heute noch wohnen &#8211; f\u00fcr sie war der Abend quasi ein Heimspiel.<\/p>\n<p>Der \u00dcbergang von der Oberliga zur neuen Bundesliga zeigte sich nicht zuletzt am ver\u00e4nderten und intensiviertem Training, nun mussten auch die Meister von 59 unter Trainer Paul Osswald die Spikes schn\u00fcren und 400 Meter sprinten, was nicht jedem behagte. Immerhin belegte die Eintracht in der ersten Ligasaison den dritten Platz. F\u00fcr Weber besonders beeindruckend waren im positiven Sinn ein Sieg bei 1860 M\u00fcnchen, einem Gegner, bei dem sich die SGE tradionell schwer tat. Negatives Highlight war die 0:7 Klatsche gegen den KSC, bis heute die h\u00f6chste Heimniederlage der Frankfurter Bundesligahistorie. Schwer beeindruckt hat den damaligen Studenten Weber auch ein Spiel gegen den HSV, nicht nur dass die Eintracht die Hamburger besiegen konnte, es war das Spiel, bei dem sich Uwe Seeler die Achillessehne gerissen hatte. &#8222;Es war, als hallte ein Schuss durch das Stadion&#8220;.<\/p>\n<p>Keiflers Karriere war in jungen Jahren gepr\u00e4gt durch etliche Eins\u00e4tze in DFB-Auswahlmannschaften, darunter ein Spiel im ausverkauften Wembley-Stadion gegen England. &#8222;95.000 Zuschauer, das vergisst du nicht.&#8220; Allerdings stand seine Zeit bei der Eintracht unter keinem gl\u00fccklichem Stern. Kaum hatte er sich in die Mannschaft gespielt, warfen ihn schwere Verletzungen am Knie ein ums andere Mal zur\u00fcck, ein langer Leidensweg begann &#8211; ehe er 1970\/71 seine Karriere beenden musste, kaum 22 Jahre alt. So ging es f\u00fcr den gelernten Technischen Zeichner zur\u00fcck nach Marburg. Als er vor seinem Wechsel zur Eintracht noch andere Angebote vorliegen hatte, riet ihm ein befreundeter Notar, auf jeden Fall als Hesse zur SGE zu wechseln und sagte Keifler seine Unterst\u00fctzung zu. Und so kam es dann auch. Die Eintracht aber stand ihm auch w\u00e4hrend seiner langwierigen Verletzung zur Seite &#8211; und bei seiner Hochzeit war das gesamte Team zu Gast. Horst Heese schlief sogar bei Keiflers Schwiegermutter. Nat\u00fcrlich in einem separaten Raum.<\/p>\n<p>Christoph Preu\u00df, heutiger Teammanager der Eintracht, konnte ebenfalls das Lied des verletzungsbedingten Leidensweges singen, welches auch ihn zur vorzeitigen Aufgabe seiner Fu\u00dfballerkarriere zwang. Gro\u00dfen Momenten, wie etwa das Erzielen des Siegtreffers gegen die Bayern per Fallr\u00fcckzieher, welcher sogar zum Tor des Monats gew\u00e4hlt wurde, folgten sp\u00e4ter einsame Stunden in der Reha. Zwar kam es noch zu einem Comeback, aber nach einigen Minuten gegen den Club, war f\u00fcr ihn klar: Das wars. Einem kurzen Intermezzo in der IT-Abteilung der Eintracht folgte ein Traineeprogramm und das Studium zum Sportmanagement. Seit 2012 ist Preu\u00dfi, wie er von allen gerufen wird, nun f\u00fcr das Lizenzspielerteam verantwortlich &#8211; und freut sich wie alle auf das Pokalfinale, in dem er die verletzungsgebeutelte Eintracht durchaus nicht chancenlos sieht.<\/p>\n<p>Rolf Heller, langj\u00e4hriger Abteilungsleiter Fu\u00dfball und Pr\u00e4sident der Eintracht zwischen 1996 und 2000 ist Ehrenmitglied des EFC Stadtallendorf. Schon beim 10-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des EFCs war er hier zu Gast. Diesmal sa\u00df er neben Stepi &#8211; den er 1996, als die Eintracht quasi auf einem Abstiegsplatz der zweiten Liga stand, entlassen musste. &#8222;Ich ging in die Kabine und sagte: Stepi, das war&#8217;s&#8220;. Stepi nahm es heute mit Humor und am Ende der Veranstaltung sa\u00dfen sie beide Arm in Arm nebeneinander. Nat\u00fcrlich hatten beide viel zu erz\u00e4hlen, so von der Amtseinf\u00fchrung Hellers, als bei der Eintracht keiner Pr\u00e4sident werden wollte. Ohms Zeit war nach dem Abstieg vorbei, der Kurzzeitpr\u00e4sident Otto war mit Schatzmeister Thate schon nach wenigen Tagen Geschichte und Peter Rhein, der als Nachfolger gek\u00fcrt werden sollte, fiel aufgrund einer obskuren Begebenheit (\u00fcber die ich hier den Mantel des Schweigens lege) kurzfristig aus dem Rennen. Letztlich fiel die Wahl auf Rolf Heller, der gemeinsam mit Gaetano Patella und Horst Ehrmantraut den Karren aus dem Dreck zog. Allerdings war zum Zeitpunkt des legend\u00e4ren 5:1 gegen den 1.FC Kaiserslautern Ehrmantraut schon wieder des Amtes enthoben. Als der Versuch mit Reinhold Fanz g\u00e4nzlich daneben ging, verpflichtete Heller J\u00f6rg Berger am Verwaltungsrat vorbei, ein Schachzug, der aufging.<\/p>\n<p>Stepi war ja gleich dreimal bei der Eintracht in Amt und W\u00fcrden. 1976 kam er als Spieler zur Eintracht, teilte sich mit Gerd Trinklein ein Zimmer. Und w\u00e4hrend der eine f\u00fcr Getr\u00e4nke sorgte, packte Stepi die Stange Marlboro auf den Tisch. Legend\u00e4re Jahre am Riederwald, die Eintracht blieb 22 Spiele ungeschlagen &#8211; und am Ende kosteten l\u00e4ppische Unentschieden gegen Tennis Borussia oder Bochum die bei Amtsantritt Gyula Lorants nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehaltene Meisterschaft. Damals galt noch die Zweiausl\u00e4nderregelung, welche besagte, dass nicht mehr als zwei Ausl\u00e4nder im Kader stehen d\u00fcrfen. Ein Platz war durch Pezzey besetzt, der andere durch Stepi, Und als die Eintracht Interesse am Schweizer St\u00fcrmer Ruedi Elsener signalisierte, war Stepis Zeit als Spieler bei der Eintracht abgelaufen. Die Ironie des Schicksals aber wollte es, dass nur ein Jahr sp\u00e4ter Elsener dem Koreaner Bum Kun Cha weichen musste. Stepi wechselte nach Worms &#8211; und flog gegen Offenbach vom Platz.<\/p>\n<p>Gro\u00dfes Lob erhielt Stepi von Rolf Heller \u00fcber seine Moderation der Pressekonferenz nach dem Rostockspiel, bei der er sachlich blieb und dem Schiedsrichter keine Vorw\u00fcrfe machte. Interessant der Hinweis zum Stichwort Kameradschaft: &#8222;Wenn du richtig erfolgreich sein willst, bleibt die Kameradschaft im Hintergrund&#8220;, so Stepi, schlie\u00dflich will ja jeder selbst spielen &#8211; dies sei bei allen erfolgreichen Teams so.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich konnten wir bei so vielen G\u00e4sten und H\u00f6hepunkten viele Themen nur anrei\u00dfen, vergn\u00fcglich und unterhaltsam war es aber allemal. Und selbstverst\u00e4ndlich hatten wir zur Feier des Tages extra den Pokal aus Frankfurt angeschleppt. Da kann also nichts mehr schief gehen &#8230;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freunde des Eintracht Museums kennen sie, die Veranstaltungsreihe &#8222;Tradition zum Anfassen&#8220;, die wir seit 2008 gemeinsam mit der Fufa durchf\u00fchren. Und gestern ging es zum dritten Mal auf Tour: Nach Homberg und Gie\u00dfen waren wir nun in Stadtallendorf zu Gast. 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